Gesundheitstelegramm: Lungenkrebs

News zu Lungenkrebs

Lungenkrebs: Metastasen mit Mikrowellen verschmoren

Durch die Haut wird eine Sonde an den Tumor herangeführt. Dann folgt eine fünf- bis zehnminütige Bestrahlung. Die Mikrowellen zerstören die Krebszellen durch Hitze. Mit dieser neuen, in Frankfurt erprobten Methode lässt sich die Behandlung von Lungenkrebs im fortgeschrittenen Stadium deutlich verbessern. [2976]

8. November 2011  –  Ärztezeitung

Tuberkulose erhöht Risiko für Lungenkrebs

Bis zu elfmal höher als gewöhnlich ist das Risiko für Lungenkrebs bei Menschen, die an Tuberkulose leiden oder gelitten haben. Das zeigt die Auswertung der Daten von über einer halben Million Patienten in Taiwan. Weltweit ist etwa ein Drittel der Bevölkerung mit Tuberkulose-Bazillen angesteckt. Doch nur bei einer von zehn angesteckten Personen bricht die Krankheit aus. [2785]

4. Januar 2011  –  Spiegel

Zwei Arten von Lungenkrebs

Wenn Raucher und Nichtraucher an Lungenkrebs erkranken, leiden sie an zwei verschiedenen Krankheiten. Zu diesem Schluss sind kanadische Forscher gelangt: Krebszellen von Rauchern und von Nichtrauchern unterscheiden sich in ihrem Erbgut. Die neuen Erkenntnisse lassen hoffen, den Lungenkrebs je nach Ursache künftig wirksamer behandeln zu können. Lungenkrebs gehört zu den bösartigen Krankheiten mit sehr schlechter Prognose. [2749]

10. November 2010  –  Standard

Haifischknorpel versagt gegen Lungenkrebs

Extrakt aus Haifischknorpel ist unwirksam gegen fortgeschrittenen Lungenkrebs vom nicht kleinzelligen Typ. Das zeigt ein Versuch an über dreihundert Patienten in den USA und in Kanada. Haifischknorpel geniesst bei vielen Patienten und Angehörigen einen zweifelhaften Ruf als Wundermittel. Angeblich sollen Haie nie an Krebs erkranken. [2620]

28. Mai 2010  –  Ärzteblatt

Passivraucher-Gen: Variante erhöht Krebsrisiko

Ein Viertel der Lungenkrebspatienten hat nie zuvor geraucht. Bei ihnen haben jetzt Forscher zwei Varianten eines Gens auf dem Chromosom 13 entdeckt. Dieses Gen hat offenbar eine wichtige Schutzfunktion gegen Krebs. Die beiden entdeckten Varianten schwächen diese Funktion, so dass schon kleine Mengen Rauch, etwa beim Passivrauchen, Krebs auslösen können. [2491]

23. März 2010  –  Spiegel

Agentur warnt: Solarien so krebserregend wie Rauchen

Wer sich vor dem dreissigsten Lebensjahr regelmässig in Solarien bräunen lässt, steigert sein Risiko für Hautkrebs um 75 Prozent. Die Internationale Krebsforschungsagentur IARC stuft Solarien in die höchste Stufe der Krebsrisiken ein, vergleichbar mit Zigaretten oder Asbest. Immerhin ist aber Hautkrebs zu hundert Prozent heilbar, wenn rechtzeitig erkannt - im Unterschied zu Lungenkrebs. [2475]

15. März 2010  –  Standard

Pistazien gegen Krebs?

Die kleinen grünen Nüsse zum Knabbern enthalten viel von einer bestimmten Form des Vitamins E. Wer täglich über sechzig Gramm Pistazien isst, kann seinen Spiegel des Vitamins im Blut deutlich steigern. Das zeigt eine amerikanische Studie. Tägliche Zufuhr ist gut, weil der Körper dieses Vitamin nicht speichern kann. Es senkt im Prinzip das Risiko für Lungenkrebs und andere Krebsarten. Doch ob das mit dem Genuss von Pistazien der Fall ist, zeigt die Studie nicht. Nicht rauchen ohne Pistazien ist also bestimmt besser als Rauchen mit Pistazien. [2433]

23. Februar 2010  –  Welt

Forscher wollen Krebs riechen können

In einem Labor in Philadelphia haben Forscher Mäuse darauf dressiert, krebskranke Artgenossen am Geruch ihres Urins zu unterscheiden. Da diese Methode der Früherkennung in der Praxis zu aufwendig ist, haben die Forscher ein chemisches Gerät entwickelt. Mit diesem konnten sie anhand des Urins 47 von 50 krebskranken Mäusen erkennen. Nächstes Ziel ist es, den Urin von Rauchern zu untersuchen und dort nach Spuren von Lungenkrebs zu fahnden. Für diese Krebsart gibt es bisher keine Früherkennung. [2349]

28. Januar 2010  –  Süddeutsche Zeitung

Rauchstopp verdoppelt Überlebenschance bei Lungenkrebs

Raucher, mit der Diagnose Lungenkrebs geschockt, können ihre Chance verdoppeln, in fünf Jahren noch am Leben zu sein - vorausgesetzt, der Tumor sei in einem frühen Stadium entdeckt worden und sie hören sofort und endgültig auf zu rauchen. Das zeigt eine soeben im British Medical Journal veröffentlichte Studie. Der Grund: Rauchen erzeugt nicht nur Krebs, sondern fördert auch das Wachstum der bösartigen Zellen. Fazit: Für Rauchstopp ist es nie zu spät. [2329]

22. Januar 2010  –  Science Daily

Grüntee gegen Lungenkrebs?

Schon eine einzige Tasse Grüntee pro Tag könne das Risiko für Lungenkrebs um das Fünffache senken. Bei Rauchern senke Grüntee das Risiko gar um das Zwölffache. Zu diesem Schluss kommt eine Studie aus China - einem Land, in dem bis vor kurzem noch behauptet wurde, Rauchen mache gesund. Dass Grüntee das Risiko senkt, bestätigen jedoch auch andere Studien. Ob der Tee nützt, hängt aber zum grossen Teil von einem bestimmten Gen ab. Wie auch immer, am besten ist es, erst einmal mit Rauchen aufzuhören. [2306]

18. Januar 2010  –  BBC

Krebs-Gencode geknackt

Krebsforschern ist es gelungen, die Gene von Haut- und Lungenkrebszellen vollständig zu entschlüsseln. Der Vergleich mit gesunden Zellen zeigt: Hautkrebszellen haben etwa dreissigtausend Fehler in ihrer Erbmasse, verursacht durch zuviel Sonnenstrahlung; Lungenkrebszellen haben über zwanzigtausend Fehler, verursacht durch Schadstoffe im Tabakrauch. Mit jedem gerauchten Pack Zigaretten kommt im Durchschnitt ein neuer Gen-Fehler dazu. Die Forscher hoffen, anhand der Gene neue Ansatzpunkte für die Behandlung von Krebs zu finden. Ob diese Hoffnung berechtigt ist, wird sich noch zeigen müssen. [2217]

18. Dezember 2009  –  BBC

Auch rauchloser Tabak verursacht Krebs

Rauchloser Lutschtabak, Snus, ist vor allem in Skandinavien beliebt. Zwar ist für Tabaklutscher das Risiko für Lungenkrebs anders als bei Zigarettenrauchern kaum erhöht. Doch Studien in den USA und in Asien zeigen ein zwei- bis dreifach erhöhtes Risiko für Mundkrebs. Die Risiken für Krebs der Speiseröhre und des Pankreas (Bauchspeicheldrüse) sind um je 60 Prozent erhöht, zeigen Studien in Nordeuropa. Auch greift Lutschtabak das Zahnfleisch an und lässt Zähne schneller ausfallen. [1911]

4. August 2008  –  PubMed PMID: 18598931

Ohne Zigaretten wäre Lungenkrebs selten

Lungenkrebs ist weltweit die häufigste Krebsart. Ohne das Rauchen von Tabak wäre dieser Krebs jedoch extrem selten, wie eine neue Statistik zeigt. Nach dieser gibt es grosse genetische Unterschiede: Bei einer gegebenen Anzahl Zigaretten pro Tag ist das Risiko am höchsten bei Frauen und bei Menschen afrikanischen Ursprungs. [1880]

4. Juni 2008  –  PubMed PMID: 18506660

Krebsrisiko von Barpersonal sinkt um 99 Prozent

Von tausend Kellnern, die in verrauchten Bars arbeiten müssen, stirbt im Durchschnitt einer frühzeitig an Lungenkrebs. Seit in Italien die Restaurants, Bars und Cafes rauchfrei sind, ist dieses Risiko auf einen Fall pro hunderttausend zurückgegangen. Das zeigt eine Studie von Arbeitsmedizinern in Florenz. [1856]

30. April 2008  –  PubMed PMID: 18429994

Lungenkrebs durch den Ehepartner

Wer nicht raucht, aber mit einem rauchenden Partner verheiratet ist, hat ein um rund ein Viertel höheres Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Das hat die Auswertung von 55 weltweit publizierten Studien ergeben. Die Ergebnisse bestätigen einmal mehr, dass Passivrauchen eine Ursache für Lungenkrebs ist. [1680]

22. August 2007  –  PubMed PMID: 17690135

Lungenkrebs bei Frauen häufiger als bei Männern

Frauen, die rauchen, sind für Lungenkrebs doppelt so anfällig wie Männer. Ist die Krankheit erst einmal ausgebrochen, verläuft sie bei Männern etwa doppelt so tödlich wie bei Frauen. Das Risiko zu sterben ist somit für beide Geschlechter gleich hoch. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über siebentausend Frauen und über neuntausend Männern in den USA. [1375]

17. Juli 2006  –  JAMA 2006;296:180

Seltene Heilung bei Lungenkrebs

Die Chancen, ein nicht kleinzelliges und nicht mehr operierbares Lungenkarzinom zu überleben, stehen eins gegen hundert. In der Regel bestrahlt man solche Patienten mit kleinen Dosen, um ihr Leiden am Ende erträglicher zu machen. Doch in einem von hundert Fällen geschieht das Wunder: Der Patient überlebt mehr als fünf Jahre. Der Krebs wächst nicht weiter oder bildet sich sogar zurück. Hat ein Patient erst einmal fünf Jahre überlebt, stehen seine Chancen vier zu eins, dass er auch nach weiteren fünf Jahren noch am Leben ist. Diese Erfahrung stützt sich auf über 2000 Fälle in Australien. [1256]

8. März 2006  –  Am J Epidemiology 2006;163:421

Schwarze Raucher bekommen eher Lungenkrebs

Amerikaner afrikanischer Herkunft, die täglich ein Paket Zigaretten rauchen, haben ein doppelt bis dreimal höheres Risiko für Lungenkrebs als Menschen japanischen Ursprungs oder weißer Hautfarbe. Das zeigt eine Statistik an über hunderttausend Personen aus verschiedenen ethnischen Gruppen in den USA. [1229]

30. Januar 2006  –  N Engl J Medicine 2006;354:333

Tabak und Gene

Die einen rauchen nicht oder nur wenig und bekommen Lungenkrebs. Andere rauchen viel und bekommen keinen Krebs. Schon lange vermutet man, dass die Gene dabei eine wichtige Rolle spielen. Die neuste Gen-Forschung bringt erstaunliche Resultate. So hat man ein Gen gefunden, das bei leichten Rauchern oder Passivrauchern das Risiko für Krebs erhöht, aber bei schweren Rauchern relativ (nicht absolut) herabsetzt. [1178]

18. November 2005  –  Am J Epidemiology 2005;162:925

Kohl kann vor Lungenkrebs schützen

Kohl, Broccoli und andere mit Kohl verwandte Gemüse senken das Risiko für Lungenkrebs für Personen, die genetisch besonders anfällig sind. Personen ohne das schädliche Gen können vom Kohl nicht zusätzlich profitieren. Rauchen bleibt auch mit günstigen Genen und mit Kohl das höchste Risiko. [1164]

31. Oktober 2005  –  Lancet 2005;366:1558

Hundert Jahre Lungenkrebs

Vor hundert Jahren ist Lungenkrebs erstmals in den Statistiken der Todesursachen aufgetaucht. Heute ist er die Todesursache Nummer eins bei Krebs. Seit 1950 hat man Tests zur Früherkennung eingeführt, doch sie haben die Chancen der Patienten leider nicht verbessert. Die Sterblichkeit nach Operationen ging nach 1950 zurück, doch das hat kaum einen Einfluss auf das Überleben nach fünf Jahren. Aufhören zu Rauchen ist nach wie vor die wichtigste und wirksamste Maßnahme gegen Lungenkrebs. [1147]

6. Oktober 2005  –  Respiratory + Critical Care 2005;172:523

Schützen Ekzeme vor Lungenkrebs?

Menschen, die an Ekzemen leiden, haben ein rund 40 Prozent geringeres Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken als Menschen ohne Ekzeme. Das zeigt eine Studie an über 5000 Personen in mehreren Ländern Osteuropas und in England. [1131]

14. September 2005  –  Am J Epidemiology 2005;162:542

Lungenkrebs auch durch Holzrauch

Rauch vom Holzfeuer schadet den Lungen ähnlich wie Tabakrauch. Das zeigt eine Studie in Mexiko. [1111]

17. August 2005  –  Chest 2005;128:124

Lungenkrebs: Je fitter, desto erfolgreicher die OP

Für Patienten mit Lungenkrebs lohnt es sich sehr, Ausdauer zu trainieren. Je besser nämlich die Leistung von Herz und Lunge, desto besser sind die Aussichten auf eine erfolgreiche Operation. Das ist an etwa hundert Patienten in England untersucht worden. [1058]

3. Juni 2005  –  Chest 2005;127:1159

Lungenkrebs früher erkennen

Warnsignale sind Husten, Kurzatmigkeit, Schmerzen in der Brust, Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust. Lungenkrebs wird meist erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt. Die Chancen für eine Behandlung stehen dann sehr schlecht. [1032]

28. April 2005  –  Thorax 2005;60:314

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