
News zu Lunge
Knochendichte: Wie oft messen?
Frauen ohne Risikofaktoren für Osteoporose sollten die Knochendichte mit 70 Jahren messen lassen. Mit Risikofaktoren (Rauchen, Alkohol, Bewegungsarmut, graziler Körperbau, Osteoporose bei Blutsverwandten) kann dieser Test schon ab 60 Jahren ratsam sein. Bei normalem Ergebnis ist eine zweite Messung erst nach etwa 15 Jahren nötig, bei mittelstarkem Knochenschwund je nach Alter nach drei bis fünf Jahren, bei starkem Knochenschwund nach ein bis zwei Jahren. Diese Empfehlungen lassen sich aus einer neuen US-Studie mit fast fünftausend Frauen ableiten. [3036]
2. Februar 2012 – Ärztezeitung
Lunge: Besser Kiffen statt Rauchen?
Jahrelanges regelmässiges Kiffen von Cannabis (Marihuana, Haschisch) schade der Lunge nicht - ganz im Gegensatz zum Rauchen von Tabak. Das will eine Studie mit über fünftausend jüngeren Personen in den USA herausgefunden haben. Ob der Rauch aus Haschisch harmloser sei als jener aus Tabak, ist damit aber nicht bewiesen: Kiffer konsumieren im Durchschnitt drei Joints pro Monat, Raucher dagegen dreihundert Zigaretten. Seit Paracelsus ist bekannt: Die Menge macht das Gift. Zudem steht Cannabis im Verdacht, dem Gehirn und der Verdauung zu schaden. [3021]
12. Januar 2012 – Ärzteblatt
Bei Allergie und Asthma kein Alkohol
Menschen mit Allergie und Asthma tun gut daran, alkoholische Getränke zu meiden. Der Grund sind Reizstoffe (Histamine), die bei der Gärung entstehen. Auch Schwefelverbindungen im Wein können Allergien auslösen. Dies teilt die deutsche Gesellschaft der Lungenärzte mit. [3016]
5. Januar 2012 – Ärztezeitung
Zuviel Salz in der Nahrung steigert den Blutdruck und bringt so Herz und Kreislauf in Gefahr. Diese Tatsache bleibt unbestritten. Doch jetzt lässt eine neue kanadische Studie vermuten, dass auch zuwenig Salz ungesund ist - ausgerechnet für Menschen mit Bluthochdruck. Als optimale Salzmenge haben die Kanadier 8 Gramm pro Tag ermittelt - doppelt so viel wie die WHO empfiehlt. Bevor aber nicht weitere Studien dieses Ergebnis bestätigen, werden die bisherigen Empfehlungen in Kraft bleiben. [2990]
28. November 2011 – Ärzteblatt
Lungenkrebs: Metastasen mit Mikrowellen verschmoren
Durch die Haut wird eine Sonde an den Tumor herangeführt. Dann folgt eine fünf- bis zehnminütige Bestrahlung. Die Mikrowellen zerstören die Krebszellen durch Hitze. Mit dieser neuen, in Frankfurt erprobten Methode lässt sich die Behandlung von Lungenkrebs im fortgeschrittenen Stadium deutlich verbessern. [2976]
8. November 2011 – Ärztezeitung
Zigaretten: Warum Schockbilder nicht wirken
Schockbilder von verrussten Lungen und ausfallenden Zähnen auf Zigarettenpackungen halten Raucher nicht vom Rauchen ab. Jetzt haben Forscher der Universität Bonn und der Berliner Charité einen Grund gefunden: Nikotin-Abstinenz schaltet bei süchtigen Rauchern das Angstzentrum im Gehirn aus. [2905]
13. Juli 2011 – Ärzteblatt
Babypuder unnötig und gefährlich
Beim Pudern können Babys den feinen Staub einatmen. Vor allem Talkumpuder dringt tief in die Lungen ein und kann dort Entzündungen auslösen. Pudern von gesunder Babyhaut sei medizinisch unnötig, sagt das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung. [2897]
30. Juni 2011 – Focus
Bei Mäusen ist es gelungen, beim Menschen leider noch nicht: Abgestorbene Teile des Herzmuskels können sich regenerieren und funktionieren wieder normal, wenn man ein bestimmtes Eiweiss verabreicht. Bis zu einer wirksamen Therapie beim Menschen ist aber noch ein weiter Weg. [2885]
10. Juni 2011 – Spiegel
Experte rät vom täglichen Glas Rotwein ab
Ein Glas Rotwein pro Tag galt bisher als gesund für das Herz. Jetzt rät der deutsche Präventivmediziner Jürgen Rehm davon ab. Zum einen fördert Alkohol in jeder Dosis Krebs, also auch in geringen Mengen. Zum zweiten ist das Glas, das die meisten trinken, zu gross: Maximal ein Deziliter dürfte es sein. Drittens ist die schützende Wirkung auf das Herz zwar nachgewiesen, doch Rehm hält sie für geringer als oft behauptet wurde. Und schliesslich scheint das Zeitalter der allgemeingültigen Empfehlungen vorbei zu sein. Wer viele Herzkranke in seiner Verwandtschaft hat, dem könnte das tägliche Glas Rotwein eher nützen. Kommt dagegen Krebs in der Familie häufig vor, ist der Schaden per Saldo grösser als der Nutzen. [2849]
20. April 2011 – Tages-Anzeiger
1. Abends kein Alkohol. 2. Abends weniger essen, besonders weniger fett. 3. Keine Schlaf- und Beruhigungsmittel. 4. Kein Nikotin. 5. Nasenspülungen. 6. In Seiten- oder Bauchlage schlafen. 7. Abnehmen. Dazu raten Experten vom deutschen Berufsverband der Hals-, Nasen- und Ohrenärzte. Wird das Schnarchen so stark, dass es die Atmung behindert (Schlaf-Apneu), schadet es der Gesundheit. [2842]
7. April 2011 – Welt
Wer in einem Ort auf 2000 Meter über Meereshöhe wohnt, lebt im Durchschnitt ein bis drei Jahre länger als im Flachland. Als Vorteil erweist sich der niedrigere Sauerstoffgehalt der Höhenluft, wodurch sich mehr Herzkranzgefässe bilden. Die geringere Anfälligkeit für Herzinfarkt ist der Hauptgrund für die höhere Lebenserwartung in der Höhe. Jedoch führt die Lungenkrankheit COPD in der Höhe schneller zum Tod als im Flachland. Diese Zusammenhänge zwischen Höhenlage und Sterblichkeit sind in einer amerikanischen Studie entdeckt worden. [2836]
29. März 2011 – Ärzteblatt
Nanoteilchen: ähnlich wie Asbest?
Nanoteilchen messen nur wenige Millionstel Millimeter. Sie werden immer öfter für Beschichtungen mit besonders vorteilhaften Eigenschaften eingesetzt, aber auch zum Beispiel in Sonnencreme. Da die Teilchen so winzig sind, können sie bis tief in die Lungen gelangen und dort, ähnlich wie Asbest, Krebs auslösen. Diese Gefahr sieht Prof. Thomas Kraus aus Aachen. Allerdings seien nur Personen gefährdet, die in der Herstellung mit Nanoteilchen in Kontakt kommen, nicht aber Konsumenten der damit hergestellten Produkte. Wie gefährlich die Teilchen wirklich sind, wird künftige Forschung zeigen müssen. [2817]
28. Februar 2011 – Focus
Ballaststoffe aus Vollkorn verlängern das Leben
Um ein Viertel bis um die Hälfte geringer ist das Risiko, vorzeitig an einer Herz- oder Lungenkrankheit oder an einer Infektion zu sterben für Personen, die viel Vollkornprodukte essen - verglichen mit Personen, die das selten oder nie tun. Das zeigt die grösste bisher publizierte Studie dieser Art: Mehr als eine Drittelmillion Männer und Frauen sind über Jahre hinweg beobachtet worden. Auch Ballaststoffe aus Obst und Gemüse sind gesund. Sie schützen vor allem gegen Infektionen und Erkrankungen der Atemwege. [2811]
17. Februar 2011 – Ärzteblatt
Tuberkulose erhöht Risiko für Lungenkrebs
Bis zu elfmal höher als gewöhnlich ist das Risiko für Lungenkrebs bei Menschen, die an Tuberkulose leiden oder gelitten haben. Das zeigt die Auswertung der Daten von über einer halben Million Patienten in Taiwan. Weltweit ist etwa ein Drittel der Bevölkerung mit Tuberkulose-Bazillen angesteckt. Doch nur bei einer von zehn angesteckten Personen bricht die Krankheit aus. [2785]
4. Januar 2011 – Spiegel
Alzheimer wegen schlechter Müllabfuhr im Hirn
Ansammlungen von giftigen Eiweissen (Beta-Amyloid-Plaques) im Gehirn gelten als typisches Zeichen von Alzheimer. Nun zeigen neuste Forschungen, dass Amyloid auch bei gesunden Personen entsteht. Doch anders als bei Alzheimer-Patienten wird das giftige Eiweiss so schnell entsorgt, dass es sich nicht im Gehirn ansammeln und dieses zerstören kann. Diese Erkenntnis lässt an zwei Fronten auf Fortschritte hoffen: Früherkennung bis zu zehn Jahre vor dem Auftreten erster Symptome und neue Medikamente zur besseren Entsorgung von Amyloid. [2769]
10. Dezember 2010 – Focus
Reparatur-Hoffnung gegen Multiple Sklerose
Bestimmte Stammzellen im Gehirn können dazu gebracht werden, die Schäden am Nervensystem zu reparieren, die zu Multipler Sklerose (MS) führen. Das ist schottischen Wissenschaftlern gelungen - allerdings erst im Labor und erst an Ratten. Doch bis in einigen Jahren hoffen sie auf dieser Basis eine neue Behandlung gegen MS entwickeln zu können. Bei Multipler Sklerose zerstört das eigene Immunsystem die schützende isolierende Fettschicht um die Nervenfasern. [2765]
6. Dezember 2010 – BBC
Wenn Raucher und Nichtraucher an Lungenkrebs erkranken, leiden sie an zwei verschiedenen Krankheiten. Zu diesem Schluss sind kanadische Forscher gelangt: Krebszellen von Rauchern und von Nichtrauchern unterscheiden sich in ihrem Erbgut. Die neuen Erkenntnisse lassen hoffen, den Lungenkrebs je nach Ursache künftig wirksamer behandeln zu können. Lungenkrebs gehört zu den bösartigen Krankheiten mit sehr schlechter Prognose. [2749]
10. November 2010 – Standard
Versuchs-Medikament stoppt Alzheimer
Durch eine Impfung mit bestimmten Antikörpern lässt sich Alzheimer bei Mäusen stoppen: Zwar werden die Nager nicht gesund, doch schreitet die Krankheit nicht weiter voran. Dieser Erfolg ist Forschern in Göttingen gelungen. Sie gehen davon aus, dass dieser Ansatz auch bei Menschen wirkt und dass erste Medikamente schon in etwa zwei Jahren an menschlichen Patienten getestet werden können. Die neue Behandlung stoppt die Bildung giftiger Eiweisse in den grauen Zellen, lässt aber deren Ablagerungen in den sogenannten Plaques in Ruhe. Nach neusten Erkenntnissen sind die Plaques nicht nur unschädlich, sondern im Gegenteil sogar nützlich als eine Art Abfallsäcke oder Mülleimer für giftige Eiweisse. [2748]
8. November 2010 – Welt
Sinnesknospen für bitteren Geschmack gibt es nicht nur auf der Zunge, sondern auch in den Lungen. Das haben Forscher der Universität von Maryland entdeckt. Nach dem Einatmen bitterer Substanzen weiten sich die Atemwege. Die Forscher hatten das Gegenteil erwartet. Nun hoffen sie, auf Basis von Bitterstoffen neue, bessere Medikamente gegen Asthma entwickeln zu können. [2739]
25. Oktober 2010 – Telegraph
Impfung gegen Multiple Sklerose in zehn Jahren?
Bei Multpler Sklerose (MS) greifen fehlgeleitete eigene Immunzellen die Nervenfasern an. Nun ist es einem deutsch-amerikanischen Forscherteam in Dresden und Boston gelungen, die schädlichen Zellen durch eine Impfung zu blockieren - allerdings erst bei Mäusen. Sollte die Forschung weiterhin so gute Fortschritte machen, könnte eine Impfung gegen MS schon in etwa zehn Jahren auf den Markt kommen. [2733]
15. Oktober 2010 – Spiegel
Frauen empfinden mehr Schmerzen als Männer
Im Durchschnitt nehmen Frauen Schmerzen intensiver wahr als Männer. Das liegt an den Hormonen: Das männliche Hormon Testosteron dämpft die Schmerzreize. Das zeigt sich auch bei Geschlechtsumwandlungen: Frühere Frauen leiden als Männer weniger unter chronischen Schmerzen; bei Männern, die zu Frauen geworden sind, ist es genau umgekehrt. Die stärksten Schmerzen müssen jedoch Frauen bei der Geburt aushalten. Dann setzt der weibliche Körper Endorphine als natürliche Schmerzmittel frei. [2714]
20. September 2010 – Spiegel - SchulSpiegel
Cannabis-Wirkstoff künstlich produziert
Mit gentechnisch veränderten Bakterien ist es Forschern in Dortmund gelungen, den Wirkstoff THC (Tetrahydrocannabinol) von Hanfpflanzen künstlich herzustellen. Dieses Verfahren ist deutlich billiger als die Gewinnung aus Hanfpflanzen, die teilweise auch durch Gesetze behindert ist. THC eignet sich als Medikament zur Schmerzbehandlung bei Krebs oder gegen Symptome von Multipler Sklerose. Synthetisch produziertes THC könnte wie andere Produkte der Pharmabranche als Medikament zugelassen werden. Es könnte frühestens ab 2016 auf den Markt kommen. [2691]
18. August 2010 – Welt
Fast jedes zweite Medikament für Senioren gefährlich
Nicht weniger als 61 von 131 getesteten Medikamenten hat eine Gruppe von fünfzig deutschen Arzneimittel-Experten als möglicherweise gefährlich für Senioren eingestuft. Sie führen zu einem erhöhten Sturzrisiko und zu anderen unerwünschten Nebenwirkungen, die oft weitere Behandlungen und Spitalaufenthalte nach sich ziehen. Eine Ursache liegt darin, dass ältere Menschen oft zahlreiche Medikamente gleichzeitig nehmen, die sich gegenseitig ungünstig beeinflussen. Zudem ist bei vielen die Wirkung nicht ausreichend belegt. [2686]
11. August 2010 – Ärzteblatt
Sonnenschirm schützt nur teilweise vor UV-Strahlung
Etwa ein Drittel der für die Haut schädlichen UV-Strahlung gelangt unter einen Sonnenschirm von 1,6 Metern Durchmesser - obwohl der Schirmstoff nur fünf Prozent der Strahlung durchlässt. Das zeigen Messungen spanischer Forscher. Schuld an dem Unterschied ist diffuse Strahlung, die aus der Umgebung unter den Schirm gestreut wird. [2672]
23. Juli 2010 – Standard
Neue Regeln für Baby-Ernährung
Bis zum fünften Monat ausschliesslich Stillen (oder Säuglingsnahrung «Pre-» oder «1-»). Ab dem fünften bis siebten Monat zusätzlich als Beikost erster Brei mit Gemüse, Kartoffeln und Fleisch oder Fisch, später auch zweiter Brei mit Getreide und Milch. Ab dem sechsten bis achten Monat dritter Brei mit Getreide und Obst. Ab dem zehnten Monat schrittweise Familienkost einführen, beginnend etwa mit weichem Brot. Ab Ende des ersten Lebensjahres Kuhmilch zum Trinken. Auf diese gemeinsamen Empfehlungen haben sich jetzt deutsche Experten und Organisationen für Ernährung und Kindergesundheit geeinigt. [2665]
14. Juli 2010 – Ärztezeitung
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