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Gesundheitstelegramm | Lunge

Agentur warnt: Solarien so krebserregend wie Rauchen
15. März 2010 - Wer sich vor dem dreissigsten Lebensjahr regelmässig in Solarien bräunen lässt, steigert sein Risiko für Hautkrebs um 75 Prozent. Die Internationale Krebsforschungsagentur IARC stuft Solarien in die höchste Stufe der Krebsrisiken ein, vergleichbar mit Zigaretten oder Asbest. Immerhin ist aber Hautkrebs zu hundert Prozent heilbar, wenn rechtzeitig erkannt - im Unterschied zu Lungenkrebs.  [2475]
Quelle: Standard  
 
Mehr Muskeln im Alter halten gesund
04. März 2010 - Bis zum achtzigsten Lebensjahr verliert auch ein gesunder Mensch im Durchschnitt etwa ein Drittel seiner Muskelmasse. Besser ist wohl, die Sache positiv zu sehen: Zwei Drittel bleiben erhalten, und dieser Anteil lässt sich durch Krafttraining steigern. Muskelkraft ist einer der wichtigsten und oft unterschätzten Gesundheitsfaktoren im Alter, sagt Jürgen Schölmerich von der Uni Regensburg. Schwache Muskeln und ein schlechter Sinn für das Gleichgewicht - beides Folgen von Bewegungsmangel - sind die häufigsten Ursachen von Stürzen. Beim folgenden Aufenthalt im Spital bringen dann oft Thrombosen und Lungenentzündungen den vorzeitigen Tod.  [2454]
Quelle: Ärzteblatt  
 
Toner aus Drucker und Kopierer: Gefahr für Lunge
02. März 2010 - Tonerstaub aus Laserdrucker und Fotokopierer im Büro kann laut neusten Indizien die Gesundheit der Lungen gefährden: Er schädigt das Erbgut von menschlichen Lungenzellen, wie Laborversuche an der Uniklinik Freiburg im Breisgau zeigen. Zahlreiche Büroangestellte klagen über Kopfschmerzen, Atemstörungen und andere Beschwerden. Doch die Gefahr durch Toner ist bisher nicht klar wissenschaftlich belegt.  [2449]
Quelle: Süddeutsche Zeitung  
 
Ernährungswissenschaftler: Bewegung ist wichtiger
24. Februar 2010 - Um gesund zu bleiben, soll man sich bewegen. Ernährung habe dagegen kaum einen Einfluss auf die Gesundheit. Das sagt Nahrungs-Experte Paolo Colombani von der ETH Zürich in einem Interview der SonntagsZeitung. Wer sich bewege, könne fast alles essen, weil sich (wieder) ein natürliches Gleichgewicht von Hunger und Sättigung einstelle. Die übrigen Empfehlungen seien ganz einfach: Nichts kaufen, was Grossmutter nicht gekannt hat, was aus mehr als fünf Inhaltsstoffen besteht oder aus Stoffen, die schwer auszusprechen sind; im Supermarkt aussen herum einkaufen und den Innenraum mit den Konserven meiden.  [2437]
Quelle: SonntagsZeitung  
 
Pistazien gegen Krebs?
23. Februar 2010 - Die kleinen grünen Nüsse zum Knabbern enthalten viel von einer bestimmten Form des Vitamins E. Wer täglich über sechzig Gramm Pistazien isst, kann seinen Spiegel des Vitamins im Blut deutlich steigern. Das zeigt eine amerikanische Studie. Tägliche Zufuhr ist gut, weil der Körper dieses Vitamin nicht speichern kann. Es senkt im Prinzip das Risiko für Lungenkrebs und andere Krebsarten. Doch ob das mit dem Genuss von Pistazien der Fall ist, zeigt die Studie nicht. Nicht rauchen ohne Pistazien ist also bestimmt besser als Rauchen mit Pistazien.  [2433]
Quelle: Welt  
 
Grippetod meist durch Bakterien, nicht Viren
19. Februar 2010 - Am gefährlichsten bei einer Grippe sind nicht die Viren, die sie verursacht haben, sondern Bakterien: Als lachende Dritte profitieren sie davon, dass das Immunsystem durch den Kampf gegen die Viren geschwächt ist. Dabei spielen Stresshormone eine wichtige Rolle. Sie dämpfen das Immunsystem und hindern es so daran, allzu heftig zu reagieren und das empfindliche Gewebe der Lunge zu zerstören. Die Kehrseite: Bakterien erhalten so ihrerseits eine Chance, die Lunge zu befallen.  [2424]
Quelle: Welt  
 
Spenderorgan dank Antikörper nicht abgestossen
19. Februar 2010 - Wer mit einer fremden Niere, Lunge oder einem fremden Herzen lebt, muss sein Leben lang Medikamente nehmen, die das Immunsystem drosseln und so verhindern, dass der Körper das fremde Organ abstösst. Nun haben französische Forscher in Nantes einen Antikörper entwickelt, der das Immunsystem gezielt daran hindert, gegen das fremde Organ mobil zu machen. Medikamente sind dazu nicht mehr nötig, zumindest nicht dauernd. Bei Affen nach Herz- oder Nierentransplantation hat es schon funktioniert. Bis die Methode bei Menschen eingesetzt werden kann, ist allerdings noch viel Forschung nötig.  [2425]
Quelle: NZZ  
 
Patienten im Wachkoma können sich verständlich machen
06. Februar 2010 - Auf einfache Fragen sind Patienten im Wachkoma in der Lage, mit «ja» oder «nein» zu antworten. Ein solches Gespräch ist Forschern der Uni Lüttich in Belgien gelungen. Mit einem Kernspin-Scanner haben sie die noch vorhandene Aktivität im Gehirn aufgezeichnet. Da bei positiver oder negativer Antwort je andere Hirnzellen aktiv sind, können die Forscher die Aussagen der Patienten im Scanner erkennen.  [2384]
Quelle: Süddeutsche Zeitung  
 
Nasenspülungen fördern Infektionen
02. Februar 2010 - Menschen, die täglich ihre Nase mit Salzlösung spülen, leiden im Durchschnitt 50 Prozent öfter an Entzündungen der Nasenschleimhaut und der Nebenhöhlen als jene, die ihre Nase in Ruhe lassen. Zu diesem Ergebnis kommen zwei Studien an insgesamt über neunzig Personen. Nach Ansicht deutscher Lungenärzte wäscht die Nasendusche wichtige Immunzellen aus der Schleimhaut und schwächt so die Abwehr. Nur bei einer akuten Nebenhöhlenentzündung sei die Nasendusche höchstens eine Woche lang sinnvoll, weil sie den Schleimfluss anregt.  [2367]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Forscher wollen Krebs riechen können
28. Januar 2010 - In einem Labor in Philadelphia haben Forscher Mäuse darauf dressiert, krebskranke Artgenossen am Geruch ihres Urins zu unterscheiden. Da diese Methode der Früherkennung in der Praxis zu aufwendig ist, haben die Forscher ein chemisches Gerät entwickelt. Mit diesem konnten sie anhand des Urins 47 von 50 krebskranken Mäusen erkennen. Nächstes Ziel ist es, den Urin von Rauchern zu untersuchen und dort nach Spuren von Lungenkrebs zu fahnden. Für diese Krebsart gibt es bisher keine Früherkennung.  [2349]
Quelle: Süddeutsche Zeitung  
 
Blaubeeren bremsen Gedächtnisverlust
24. Januar 2010 - Achtzehn Bewohner eines Altersheims in Cincinnati, USA, tranken täglich zwei Glas Blaubeerensaft oder ein ähnlich schmeckendes Getränk. Jene mit Saft schnitten zwölf Wochen später in einem Wort- und Gedächtnistest deutlich besser ab als die anderen, und sie waren auch deutlich weniger depressiv. Den Blaubeeren sagt man auch andere positive Wirkungen auf die Gesundheit nach: Sie sollen das Risiko für Krebs, Herz- und Lungenkrankheiten senken. Es lohnt sich also, die Ampel-Regel für gesundes Essen (täglich Grün, Gelb und Rot) durch die Farbe Blau zu ergänzen.  [2333]
Quelle: Telegraph  
 
Hunger stärkt Abwehr gegen Bakterien und Viren
22. Januar 2010 - Statt teure Joghurts zu kaufen, die laut Werbung die Abwehrkräfte fördern sollen, könnte man auch einfach weniger essen. Bei Mangel an Kalorien und sinkendem Insulinspiegel produziert nämlich der Körper mehr Killerstoffe gegen Bakterien und Viren, vor allem in der Haut und in der Lunge. Diese Abwehrstrategie haben Forscher der Uni Bonn entdeckt. Ist ein Schnupfen oder eine Grippe im Anzug, könnte es sich also lohnen, eine Weile lang nichts zu essen und stattdessen mehr Tee zu trinken.  [2327]
Quelle: Spiegel  
 
Rauchstopp verdoppelt Überlebenschance bei Lungenkrebs
22. Januar 2010 - Raucher, mit der Diagnose Lungenkrebs geschockt, können ihre Chance verdoppeln, in fünf Jahren noch am Leben zu sein - vorausgesetzt, der Tumor sei in einem frühen Stadium entdeckt worden und sie hören sofort und endgültig auf zu rauchen. Das zeigt eine soeben im British Medical Journal veröffentlichte Studie. Der Grund: Rauchen erzeugt nicht nur Krebs, sondern fördert auch das Wachstum der bösartigen Zellen. Fazit: Für Rauchstopp ist es nie zu spät.  [2329]
Quelle: Science Daily  
 
Grüntee gegen Lungenkrebs?
18. Januar 2010 - Schon eine einzige Tasse Grüntee pro Tag könne das Risiko für Lungenkrebs um das Fünffache senken. Bei Rauchern senke Grüntee das Risiko gar um das Zwölffache. Zu diesem Schluss kommt eine Studie aus China - einem Land, in dem bis vor kurzem noch behauptet wurde, Rauchen mache gesund. Dass Grüntee das Risiko senkt, bestätigen jedoch auch andere Studien. Ob der Tee nützt, hängt aber zum grossen Teil von einem bestimmten Gen ab. Wie auch immer, am besten ist es, erst einmal mit Rauchen aufzuhören.  [2306]
Quelle: BBC  
 
Zuviel falsche Alarme bei Test auf Prostatakrebs
11. Januar 2010 - Bei einem von acht Männern, die sich auf Prostatakrebs testen lassen, ist das Ergebnis positiv, obwohl der Mann gar keinen Krebs hat. Der PSA-Test misst das prostataspezifische Antigen im Blut. Ein erhöhter Wert kann, muss aber nicht auf Prostatakrebs hinweisen. Die hohe Zahl von falschen Alarmen führt zu vielen unnötigen weiteren Tests oder sogar zu überflüssigen Behandlungen. Es lohnt sich also nicht, den Test machen zu lassen ohne diese Warnsignale: Häufiger und übermässig starker Harndrang, Schwierigkeiten oder Schmerzen beim Wasserlösen, Blut im Urin oder im Sperma.  [2280]
Quelle: BBC  
 
Migräne-Behandlung lässt zu wünschen übrig
09. Januar 2010 - Fast zwei Drittel aller Menschen, die an Migräne oder einer anderen Form von Kopfschmerz leiden, sind mit ihrer Behandlung unzufrieden. Meist klagen sie, die Behandlung wirke nicht, Spezialärzte seien nicht erreichbar, der Abstand zwischen den Behandlungen sei zu gross und der Arzt erkläre sie unzureichend. Zwar gibt es Kopfschmerzzentren, die eine spezialisierte Beratung und Behandlung anbieten. Doch nur etwas mehr als die Hälfte der Patienten weiss, dass es solche Zentren gibt. Soweit das Fazit einer Umfrage bei über 1600 Patienten in neun europäischen Ländern.  [2276]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Mona Lisa mit zu hohem Cholesterinspiegel?
08. Januar 2010 - Davon ist Dr. Vito Franco von der Uni Palermo überzeugt. Der pathologische Anatom hat der Schönen mit dem geheimnisvollen Lächeln genau ins Gesicht geschaut: Unter ihrer Haut zeichnen sich, eindeutig für ihn, bestimmte Fettstrukturen ab, die typisch für einen hohen Cholesterinspiegel sein sollen. Ob er nun recht hat oder nicht, sicher ist nur, dass Leonardo da Vinci ein Meisterwerk gelungen ist. Dass es dereinst zum anatomischen Lehrstück erklärt werden würde, hat sich Leonardo, selbst Anatom, wohl nicht träumen lassen.  [2271]
Quelle: BBC  
 
Erstmals gelungen, Knochen wieder aufzubauen
07. Januar 2010 - Die Behandlung von Knochenschwund (Osteoporose) muss sich darauf beschränken, den weiteren Abbau zu stoppen. Verlorene Knochenmasse wieder aufzubauen, ist bisher gescheitert. Dies liegt daran, dass Auf- und Abbau von Knochen eng miteinander verkoppelt sind. Nun ist Forschern bei Mäusen erstmals gelungen, die beiden Vorgänge zu trennen und neue Knochenmasse gezielt aufzubauen. Dies lässt hoffen, dass dies mit künftigen Medikamenten auch beim Menschen möglich werden könnte.  [2266]
Quelle: Focus  
 
Endlich Hoffnung gegen Tinnitus?
20. Dezember 2009 - Fast ein Drittel der Bevölkerung leidet irgendwann im Leben an Tinnitus, einem lästigen Läuten, Summen oder Pfeifen im Ohr. Eine Behandlung dagegen gibt es nicht - bisher. Nun hat aber die Forschung Fortschritte gemacht, die hoffen lassen. Es ist gelungen, die Nervensignale zu drosseln, die das Ohr an das Hirn sendet. Sollte die Behandlung allerdings Erfolg haben, muss sie früh erfolgen. Hält der Tinnitus länger als sechs Wochen an, senden die Gehörnerven ihre Signale unabhängig vom Ohr. Bis zu einer wirksamen Behandlung ist aber noch viel Forschungsarbeit zu leisten.  [2223]
Quelle: BBC  
 
Krebs-Gencode geknackt
18. Dezember 2009 - Krebsforschern ist es gelungen, die Gene von Haut- und Lungenkrebszellen vollständig zu entschlüsseln. Der Vergleich mit gesunden Zellen zeigt: Hautkrebszellen haben etwa dreissigtausend Fehler in ihrer Erbmasse, verursacht durch zuviel Sonnenstrahlung; Lungenkrebszellen haben über zwanzigtausend Fehler, verursacht durch Schadstoffe im Tabakrauch. Mit jedem gerauchten Pack Zigaretten kommt im Durchschnitt ein neuer Gen-Fehler dazu. Die Forscher hoffen, anhand der Gene neue Ansatzpunkte für die Behandlung von Krebs zu finden. Ob diese Hoffnung berechtigt ist, wird sich noch zeigen müssen.  [2217]
Quelle: BBC  
 
Jeder zweite Intensivpatient erleidet Infektion
09. Dezember 2009 - Im weltweiten Durchschnitt steckt sich etwa die Hälfte aller Patienten auf Intensivstationen mit Krankheitserregern an - in der Schweiz sind es 45 Prozent. Am häufigsten betroffen sind die Lungen. Wer verschont bleibt, hat eine durchschnittliche Chance von 85 Prozent, zu überleben. Mit einer Infektion sinkt diese Chance auf 66 Prozent, vor allem in Schwellenländern. In der Schweiz überleben im Durchschnitt neunzig Prozent aller Intensivpatienten.  [2176]
Quelle: SonntagsZeitung  
 
Wer fit ist, kommt beruflich weiter
08. Dezember 2009 - Eine Studie an über einer Million jungen Männern in Schweden zeigt: Männer mit starken Leistungen von Herz und Lunge sind in der Regel intelligenter, erreichen höhere Positionen im Beruf und verdienen besser als der Durchschnitt. Keine Rolle spielt dagegen die Stärke der Muskeln. Forscher vermuten, dass ein fitter Kreislauf wichtig ist, um das Hirn mit reichlich Sauerstoff zu versorgen. Dadurch vermag es mehr zu leisten. Die Fitness ist sogar noch wichtiger als die Erbanlagen, was Vergleiche an über dreitausend Zwillingspaaren zeigen.  [2170]
Quelle: Standard  
 
MS-Forschung: Fortschritte mit Gen-Mäusen
08. Dezember 2009 - Multiple Sklerose (MS) ist eine Krankheit, die menschliche Nerven schädigt. Sie tritt meist in Schüben auf. Um sie besser zu erforschen, muss man bestimmte Vorgänge an Mäusen untersuchen. Nun ist es erstmals gelungen, gentechnisch veränderte Mäuse zu züchten, die spontan an einem Leiden erkranken, das der menschlichen MS sehr ähnlich ist. Die Forscher erhoffen sich davon neue Erkenntisse über die Ursachen und den Verlauf der Krankheit und damit auf neue Möglichkeiten sie wirksamer zu behandeln.  [2173]
Quelle: FAZ  
 
Grippe: Hausmittel nur für Junge und sonst Gesunde
03. Dezember 2009 - Egal ob Schweine- oder saisonale Grippe - für Kinder, Schwangere, Senioren über 65, chronisch Kranke (Niere, Atemorgane, Herz), Immunschwache (nach Transplantation, mit HIV) ist es ratsam, zum Arzt zu gehen. Auch junge und sonst gesunde Erwachsene sollten zum Arzt, wenn das Fieber über 40 Grad steigt, wenn Entzündungen in der Lunge, im Mittelohr oder in den Nasennebenhöhlen auftreten oder der Kopf stark schmerzt. Bewährte Hausmittel sind Essigsocken gegen hohes Fieber, Inhalation, Gurgeln, Lutschpastillen, heisser Kräutertee (mindestens zwei Liter täglich). Kein Alkohol, kein Kaffee, kein Schwarztee.  [2161]
Quelle: Gesundheit Sprechstunde  
 
Auch rauchloser Tabak schlecht fürs Herz
16. September 2009 - Wer Tabak nicht raucht, sondern als Snus oder in anderen rauchlosen Formen konsumiert, schont zwar seine Lungen. Doch das Risiko für Herz und Kreislauf bleibt erhöht, wie eine Zusammenfassung von elf Studien zeigt. Es ist zwar kleiner als beim Rauchen, aber für Tod durch Hirnschlag noch immer um 40 Prozent höher als bei jenen Personen, die in keiner Form Tabak konsumieren.  [2133]
Quelle: PubMed  PMID: 19690343
 
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