Luft: Archiv 11 bis 20

Archiv zu Luft, 31.2010 bis 29.3.2011

Höhenlage gesund für das Herz

Wer in einem Ort auf 2000 Meter über Meereshöhe wohnt, lebt im Durchschnitt ein bis drei Jahre länger als im Flachland. Als Vorteil erweist sich der niedrigere Sauerstoffgehalt der Höhenluft, wodurch sich mehr Herzkranzgefässe bilden. Die geringere Anfälligkeit für Herzinfarkt ist der Hauptgrund für die höhere Lebenserwartung in der Höhe. Jedoch führt die Lungenkrankheit COPD in der Höhe schneller zum Tod als im Flachland. Diese Zusammenhänge zwischen Höhenlage und Sterblichkeit sind in einer amerikanischen Studie entdeckt worden. [2836]

29. März 2011  –  Ärzteblatt

Reine Luft rettet Leben

Der Clean Air Act, das amerikanische Gesetz zum Schutz der Luft gegen Schadstoffe, verhindert pro Jahr 160'000 vorzeitige Todesfälle, 130'000 Herzinfarkte, 1,7 Millionen Asthmaanfälle und 3,2 Millionen Tage Schulabsenzen. Diese Bilanz zieht die amerikanische Umweltbehörde EPA. Sie warnt davor, die Umweltauflagen aus wirtschaftlichen Überlegungen zu lockern. [2823]

8. März 2011  –  UPI Health News

Auch Nikotin in Kleidern schadet dem Baby

Sogar wenn Eltern zum Rauchen auf den Balkon gehen, kann das Nikotin im Zigarettenrauch dem Baby schaden: Es lagert sich in den Kleidern ab und ist dort mit der Zeit sogar noch stärker konzentriert als in der Luft. Aus den Kleidern dringt das Gift in Babys Haut ein und von dort tiefer in den Körper, wo es die Nerven angreift. Das haben deutsche Forscher in Experimenten nachgewiesen. Dazu verwendeten sie ein Modell künstlicher Babyhaut, schichtweise aus gezüchteten Zellen aufgebaut. [2720]

28. September 2010  –  Standard

Ozon steigert Allergie-Wirkung von Pollen

Die Pollen zweier Roggensorten bilden mehr allergene Eiweisse, wenn der Ozongehalt der Luft steigt. Dies zeigen Versuche an der Medizinischen Universität Wien. Sollte dies auch bei anderen Allergie auslösenden Pflanzen der Fall sein, etwa bei Gräsern, Bäumen und Ambrosia, dann wäre Ozon für die Atemwege doppelt gefährlich - als Auslöser von Entzündungen und als Verstärker von Allergien und Asthma. [2696]

25. August 2010  –  Welt

Vuvuzela ist auch Virenschleuder

Die südafrikanische Fan-Tröte schadet nicht nur den Ohren, sondern hilft auch Grippe- und andere Viren verbreiten. Durch die Plastikröhre verbreitet sich die Atemluft eines kranken Menschen viel weiter als durch Husten und Schreien. Auf diese Gefahr weist das Londoner Institut für Hygiene und Tropenmedizin hin. Die Tröpfchen aus der Vuvuzela sind kleiner als beim Husten und bleiben deshalb länger in der Luft. In Südafrika ist zur Zeit Grippesaison. [2644]

15. Juni 2010  –  Focus

Passivrauchen kann depressiv machen

Aktive, aber auch passive Raucher haben ein höheres Risiko für Depression. Das Risiko steigt mit der Nikotindosis. Dabei spielt es keine Rolle, ob man das Gift durch Rauchen oder durch Aufenthalt in verqualmter Luft aufnimmt. Das zeigt eine Langzeitstudie an über fünftausend Nichtrauchern und über zweitausend Rauchern in Grossbritannien. Bei allen hat man Abbauprodukte des Nikotins im Speichel gemessen, um die konsumierte Nikotinmenge zu berechnen. [2640]

11. Juni 2010  –  Süddeutsche Zeitung

Feinstaub erhöht den Blutdruck

Steigt die Belastung der Luft mit Feinstaub um 1,4 Mikrogramm pro Kubikmeter, erhöht sich der Blutdruck der Menschen um durchschnittlich einen Millimeter Quecksilbersäule. Das zeigen Messungen der Uni Duisburg-Essen in den stark belasteten Grossstädten des Ruhrgebiets. Der erhöhte Blutdruck ist ein Risiko für Herz und Kreislauf. Bereits frühere Studien zeigen, dass an Tagen mit extrem starker Feinstaubbelastung die Zahl der Herzinfarkte und Schlaganfälle zunimmt. [2599]

19. Mai 2010  –  Ärzteblatt

Vulkanasche keine Gefahr für Gesundheit

Die Asche aus der Vulkaneruption in Island sei keine Gefahr für die Gesundheit, weil sie sich in höheren Luftschichten befinde und weil sie natürlichen Ursprungs sei, anders als der Feinstaub aus dem Strassenverkehr. Zu diesem Schluss kommt das deutsche Umweltbundesamt. [2538]

19. April 2010  –  Welt

Nahtod-Erlebnis durch Blutchemie?

Helles Licht am Ende eines dunklen Tunnels oder gar ausserhalb des eigenen Körpers in der Luft schweben: Von solchen Erlebnissen berichten viele Patienten, die nach einem Herzstillstand wiederbelebt worden sind. Über das spirituelle Wesen und die Ursachen solcher Nahtod-Erfahrung ist viel spekuliert worden. Viel pragmatischer ist ein Befund der Uni Maribor in Slowenien: Nahtod-Patienten hatten gegenüber jenen ohne solche Erfahrung einen deutlich erhöhten Kohlendioxid- und einen leicht erhöhten Kalium-Gehalt im Blut. Um dies zu bestätigen, seien aber weitere Studien nötig, räumen die Forscher ein. [2518]

8. April 2010  –  Spiegel

Schmutzige Luft verkürzt das Leben

Um bis zu neun Jahre verkürzt schmutzige Luft das Leben von Menschen, die in stark durch Abgase belasteten Gebieten in der Nähe viel befahrener Verkehrsadern wohnen. Das hat die Umweltkommission des britischen Unterhauses herausgefunden. Zu den grössten Umweltverschmutzern in der Nähe von Wohngebieten gehört der Güterverkehr auf den Strassen. Zu den gefährlichsten Verschmutzungen gehören Feinstaub, schwefelhaltige Dämpfe und Russ, gefolgt von Stickoxid und Ozon. [2509]

31. März 2010  –  Standard

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