Gesundheitstelegramm | Luft
Vuvuzela ist auch Virenschleuder
15. Juni 2010 - Die südafrikanische Fan-Tröte schadet nicht nur den Ohren, sondern hilft auch Grippe- und andere Viren verbreiten. Durch die Plastikröhre verbreitet sich die Atemluft eines kranken Menschen viel weiter als durch Husten und Schreien. Auf diese Gefahr weist das Londoner Institut für Hygiene und Tropenmedizin hin. Die Tröpfchen aus der Vuvuzela sind kleiner als beim Husten und bleiben deshalb länger in der Luft. In Südafrika ist zur Zeit Grippesaison. [2644]
Quelle: Focus
Passivrauchen kann depressiv machen
11. Juni 2010 - Aktive, aber auch passive Raucher haben ein höheres Risiko für Depression. Das Risiko steigt mit der Nikotindosis. Dabei spielt es keine Rolle, ob man das Gift durch Rauchen oder durch Aufenthalt in verqualmter Luft aufnimmt. Das zeigt eine Langzeitstudie an über fünftausend Nichtrauchern und über zweitausend Rauchern in Grossbritannien. Bei allen hat man Abbauprodukte des Nikotins im Speichel gemessen, um die konsumierte Nikotinmenge zu berechnen. [2640]
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Feinstaub erhöht den Blutdruck
19. Mai 2010 - Steigt die Belastung der Luft mit Feinstaub um 1,4 Mikrogramm pro Kubikmeter, erhöht sich der Blutdruck der Menschen um durchschnittlich einen Millimeter Quecksilbersäule. Das zeigen Messungen der Uni Duisburg-Essen in den stark belasteten Grossstädten des Ruhrgebiets. Der erhöhte Blutdruck ist ein Risiko für Herz und Kreislauf. Bereits frühere Studien zeigen, dass an Tagen mit extrem starker Feinstaubbelastung die Zahl der Herzinfarkte und Schlaganfälle zunimmt. [2599]
Quelle: Ärzteblatt
Vulkanasche keine Gefahr für Gesundheit
19. April 2010 - Die Asche aus der Vulkaneruption in Island sei keine Gefahr für die Gesundheit, weil sie sich in höheren Luftschichten befinde und weil sie natürlichen Ursprungs sei, anders als der Feinstaub aus dem Strassenverkehr. Zu diesem Schluss kommt das deutsche Umweltbundesamt. [2538]
Quelle: Welt
Nahtod-Erlebnis durch Blutchemie?
08. April 2010 - Helles Licht am Ende eines dunklen Tunnels oder gar ausserhalb des eigenen Körpers in der Luft schweben: Von solchen Erlebnissen berichten viele Patienten, die nach einem Herzstillstand wiederbelebt worden sind. Über das spirituelle Wesen und die Ursachen solcher Nahtod-Erfahrung ist viel spekuliert worden. Viel pragmatischer ist ein Befund der Uni Maribor in Slowenien: Nahtod-Patienten hatten gegenüber jenen ohne solche Erfahrung einen deutlich erhöhten Kohlendioxid- und einen leicht erhöhten Kalium-Gehalt im Blut. Um dies zu bestätigen, seien aber weitere Studien nötig, räumen die Forscher ein. [2518]
Quelle: Spiegel
Schmutzige Luft verkürzt das Leben
31. März 2010 - Um bis zu neun Jahre verkürzt schmutzige Luft das Leben von Menschen, die in stark durch Abgase belasteten Gebieten in der Nähe viel befahrener Verkehrsadern wohnen. Das hat die Umweltkommission des britischen Unterhauses herausgefunden. Zu den grössten Umweltverschmutzern in der Nähe von Wohngebieten gehört der Güterverkehr auf den Strassen. Zu den gefährlichsten Verschmutzungen gehören Feinstaub, schwefelhaltige Dämpfe und Russ, gefolgt von Stickoxid und Ozon. [2509]
Quelle: Standard
Passivrauchen schädigt Arterien schon in der Jugend
05. März 2010 - Schon Jugendliche im Alter von 13 Jahren, sonst gesund und fit, zeigen deutliche Veränderungen an den Wänden der Aorta, der Halsschlagader und der Arterie am Knöchel, wenn sie sich im Ausgang oft in verrauchter Luft aufhalten. Die Ärzte sprechen von einer präklinischen Arteriosklerose. Im Klartext: Die Wände der Arterien sind zwar noch nicht verkalkt, wohl aber verdickt und weniger elastisch, was den Blutfluss einengt. Zu diesem Ergebnis kommt eine finnische Studie an fast fünfhundert Jugendlichen. [2456]
Quelle: Ärztezeitung
Nikotinbelag plus Luft ergibt Krebsgift
09. Februar 2010 - Tabakrauch schadet der Gesundheit nicht nur beim aktiven und passiven Rauchen, sondern auch nachdem er sich als dünner Nikotinfilm auf Vorhängen, Möbeln, Boden und Wänden abgelagert hat. Saure Dämpfe, wie sie in jeder Wohnung vorkommen, wandeln die Tabakrückstände in Nitrosamine um. Diese krebserregenden Stoffe nehmen zum Beispiel Babys beim Krabbeln über die Haut auf. [2394]
Quelle: Focus
Zigaretten: pro fünf aktive eine passive
29. Januar 2010 - Wer täglich 17 Zigaretten raucht, konsumiert nicht etwa weniger, sondern mehr als ein Pack. Denn von je fünf aktiv gerauchten Zigaretten inhalieren Raucher den Qualm einer weiteren passiv aus der Umgebungsluft. Das haben Forscher des italienischen Krebsinstituts berechnet. [2357]
Quelle: Focus
Pulsierende Druckhose statt Bypass
23. Januar 2010 - Wenn die Herzkranzgefässe mehr und mehr verstopfen, braucht man nicht mehr unbedingt unters Messer und sich Bypässe legen lassen. Eine überraschend andere Methode haben Forscher der Berliner Charité erprobt, und zwar mit Erfolg. Sie ziehen den Patienten eine mit Luft aufblasbare Druckhose an, die im Sekundentakt das Blut aus den Beinen in Richtung Herz presst. Diese kräftigen Druckimpulse regen das Herz zu höherer Pumpleistung an, worauf sich im Herzmuskel neue Blutgefässe bilden: Ohne Bypass lässt sich so eine annähernd doppelte Durchblutung erreichen. [2331]
Quelle: Spiegel
Oft ins Freie, dem Herzen zuliebe
21. Januar 2010 - Wer sich oft an der frischen Luft aufhält, läuft weniger Gefahr, an Herzinfarkt zu sterben als ein Stubenhocker. Daran ist nicht nur die Bewegung schuld, sondern auch die Sonne auf der Haut. Sie regt den Körper an, Vitamin D zu bilden, und dieses senkt das Risiko für Herz und Kreislauf. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an mehr als fünfzehntausend Amerikanern schwarzer und weisser Hautfarbe. Die Schwarzen sterben häufiger an Herzinfarkt als die Weissen. Hauptgrund ist offenbar, dass dunkle Haut weniger Vitamin D bildet als helle. [2325]
Quelle: NZZ
Auch Passivrauchen kann nikotinsüchtig machen
11. Dezember 2009 - Ratten, die länger in verqualmter Luft leben, werden mit der Zeit süchtig nach Nikotin. Dies zeigt ein Experiment an der Uni Florida. Die dem Rauch ausgesetzten Nager reagieren gestresst und versuchen mehr Nikotin zu bekommen. Die Veränderungen finden in jenen alten Teilen des Gehirns statt, die bei Ratte und Mensch sehr ähnlich sind. Deshalb ist zu vermuten, dass ähnliches auch bei menschlichen Passivrauchern geschieht. [2187]
Quelle: Medical Tribune
Bewegung kann gegen Depressionen helfen
10. Dezember 2009 - Eine häufige Ursache von Depressionen ist Bewegungsmangel, vermutet die Wiener Psychiaterin Liane Saxer-Novotny. Sie rät zu weniger Internet und Fernsehen, mehr sozialen Kontakten und regelmässiger Bewegung an der frischen Luft. Wichtig ist aiuch ein regelmässiger Tag-Nacht-Rhythmus. Gefährlich ist die Flucht in Süchte oder in die Arbeit. Hält eine depressive Phase länger als 14 Tage an, spricht man von einer Depression. Bessert sie sich trotz Selbsthilfe nicht, sollte man den Gang zu einer Fachperson nicht scheuen. [2182]
Quelle: Standard
Passivrauchen erschwert das Aufhören
10. November 2008 - Wer mit dem Rauchen aufhören möchte, tut gut daran, verrauchte Räume zu meiden. Das Risiko, mit diesem Vorsatz zu scheitern, ist in rauchfreier Luft etwa dreimal geringer als wenn man dem Passivrauchen ausgesetzt ist. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über zweihundert Patienten, die in der Türkei an einem Entzugsprogramm teilgenommen haben. [1978]
Quelle: PubMed
PMID: 18932029
Lust auf Liebe und Sex kann Appetit zügeln
09. Oktober 2008 - Das Hormon Oxytocin, das bei romantischer Stimmung die erotischen Gefühle in Wallung bringt, dämpft auch die Lust aufs Essen. Die Redensart «von Luft und Liebe leben» hat also einen real messbaren Hintergrund in der Chemie des Hirns. Doch diese Medaille hat auch eine andere Seite: Liebeskummer und sexueller Frust wecken die Lust, sich den Bauch vollzuschlagen. [1956]
Quelle: PubMed
PMID: 18655879
Sportmediziner warnen vor Schäden in Peking
13. Juni 2008 - Bei einem Wettkampf atmen Sportler bis zu zwanzig mal mehr Luft ein als in Ruhe. Ein grosser Teil gelangt ungefiltert direkt durch den Mund in die Lungen. Peking gehört zu den am meisten mit Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid, Ozon, Stickstoffoxid und Feinstaub belasteten Grossstädten der Welt. Sportmediziner der Universität von Verona sehen die Gesundheit der olympischen Athleten bedroht. [1887]
Quelle: PubMed
PMID: 18512178
Feinstaub macht Arterien steifer
22. Mai 2007 - Schon nach zwei Stunden Aufenthalt in mit Feinstaub belasteter Luft lässt sich bei jungen, gesunden Personen nachweisen, dass die Schlagader des Arms deutlich weniger gut auf Veränderungen des Drucks reagiert als zuvor. [1615]
Quelle: PubMed
PMID: 17492462
Mehr Herzinfarkte wegen Feinstaub
09. Februar 2007 - Nimmt die Belastung um zehn Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft zu, sterben im statistischen Mittel 75 Prozent mehr Personen an einem Herzinfarkt. Diese alarmierenden Zahlen sind in einer Studie an über sechzigtausend Frauen in den USA ermittelt worden. [1527]
Quelle: N Engl J Medicine
2007;356:447
Schlechter riechen mit Viagra
10. Januar 2007 - Was gut für die Potenz ist offenbar schlecht für die Nase: Viele Männer, die Viagra nehmen, beklagen sich darüber, nicht mehr so gut wie früher riechen zu können. Da die Schleimhäute in der Nase mit Viagra stärker anschwellen, bekommt das Riechorgan weniger Luft. [1502]
Quelle: J Urology
2007;177:258
Infarkt kommt nicht aus heiterem Himmel
11. Dezember 2006 - Je mehr Feinstaub die Luft belastet, desto höher steigt das Risiko für Herzinfarkt bei Personen, die an verengten Herzkranzgefäßen (Angina pectoris) leiden. Eine Steigerung des Feinstaubs um 10 Mikrogramm pro Kubikmeter steigert das Risiko um mehr als vier Prozent. Das zeigt eine Studie an über zehntausend Personen in den USA. [1480]
Quelle: Circulation
2006;114:2443
Kunststoffe und Spannteppiche können Asthma fördern
24. Oktober 2006 - Sind Wände oder Decken mit Kunststoff-Farbe gestrichen oder die Böden mit Spannteppich belegt, steigt das Risiko für Asthma auf das Doppelte bis Dreifache. Bei feuchter Luft mit Schimmelbildung bedeuten Spannteppiche gar ein vier- bis fünffaches Risiko. Das zeigt eine Studie an über tausend Personen im Süden Finnlands. [1446]
Quelle: Am J Epidemiology
2006;164:742
Feinstaub schlägt auch aufs Hirn
05. April 2006 - Mit steigender Belastung der Luft nimmt auch das Risiko für Schlaganfall zu. Das gilt für Feinstaub ebenso wie für Pollen, Schwefeldioxid und trockene, heiße Luft. All diese Faktoren fördern die Entzündung der Atemwege und der Lungen. Damit steigt auch das Risiko für Hirnschlag. [1276]
Quelle: Stroke
2006;37:951
Warum Thrombosen nach langen Flügen?
14. März 2006 - Flüge, die acht Stunden dauern, führen oft zu Thrombosen in den tiefen Venen der Beine. Bislang hat man das lange Sitzen ohne Bewegung dafür verantwortlich gemacht. Doch jetzt zeigt sich, dass auch der tiefere Druck und Sauerstoffgehalt der Luft während des Fluges eine wichtige Rolle spielt. Denn nur bei einem Flug, nicht aber bei einer gleich langen Kinovorführung steigt die Blutgerinnung an. Das hat ein Experiment an gesunden Freiwilligen in Holland gezeigt. [1260]
Quelle: Lancet
2006;367:832
Mehr Herzschwäche wegen Feinstaub
13. März 2006 - Steigt die Belastung der Luft mit Feinstaub um 10 Mikrogramm pro Kubikmeter, dann müssen 28 Prozent mehr Patienten wegen Herzschwäche ins Spital. Das zeigt eine Studie in über 200 Agglomerationen mit über elf Millionen Einwohnern in den USA. [1259]
Quelle: JAMA
2006;295:1127
Vitamin D auch gut für die Lungen
29. Dezember 2005 - Die Leistung der Lungen hängt deutlich davon ab, wie gut eine Person mit Vitamin D versorgt ist: Je besser die Versorgung, desto mehr Luft vermag die Lunge in einer Sekunde auszustoßen. Das zeigt eine Studie an über 14'000 Personen in Neuseeland. Vitamin D ist vor allem wichtig für gesunde Knochen. [1207]
Quelle: Chest
2005;128:3792
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