Gesundheitstelegramm: Leber

News zu Leber

Kaffee senkt Blutdruck

Auf lange Sicht, und nur bei Nichtrauchern, senkt eine Tasse Kaffee pro Tag den Blutdruck um bis zu neun Millimeter Quecksilbersäule. Das zeigt eine Studie am Universitätsspital Lausanne. Die Forscher vergleichen die Wirkung des Kaffees mit der des Joggens: Nach Sport wie nach Kaffee steigt der Blutdruck kurzfristig an, sinkt aber langfristig auf tiefere Werte ab. Bei Rauchern funktioniert das nicht, weil Nikotin den Abbau des Koffeins in der Leber beschleunigt. [3096]

30. April 2012  –  Standard

Schmerzmittel: Schleichende Überdosierung gefährlich

Tabletten mit dem Wirkstoff Paracetamol sind nicht harmlos. Wer täglich nur einige davon mehr nimmt als vom Arzt oder auf der Packung empfohlen, riskiert mit der Zeit einen Leberschaden. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universität Edinburgh. Ein schleichender Leberschaden kann unter Umständen noch gefährlicher sein als eine akute Vergiftung, falls er zu lange unbemerkt bleibt. [2989]

25. November 2011  –  Telegraph

Antikörper senken Cholesterin

Zwei monoklonale Antikörper, unabhängig von zwei US-Firmen entwickelt, greifen gezielt ein Enzym aus der Leber an. Dieses bremst die Aufnahme von LDL-Cholesterin aus dem Blut, wodurch dessen Spiegel ansteigt. Mit den Antikörpern lassen sich erhöhte Cholesterinwerte um ein bis zwei Drittel senken. Sie wirken auch bei Patienten, die auf übliche Cholesterinsenker (Statine) nicht ansprechen. Die Wirkung soll jetzt in weiteren klinischen Studien bestätigt werden. [2985]

21. November 2011  –  Ärzteblatt

Einer von zehn Krebsfällen durch Alkohol

Bei Männern ist jeder zehnte Krebs durch Alkohol verursacht, bei Frauen aber nur etwa jeder dreissigste. Das haben Krebsforscher aus Daten von mehr als einer Drittelmillion Personen aus acht europäischen Ländern berechnet. Alkohol fördert Krebs vor allem im Kopf- und Halsbereich sowie in der Leber und im Darm, bei Frauen auch Brustkrebs. [2844]

11. April 2011  –  Ärzteblatt

Zink gegen Erkältung

Das Spurenelement Zink dämpft Erkältungen und verkürzt ihre Dauer. Zu diesem Schluss kommt die Organisation Cochrane nach der Analyse von fünfzehn Studien, in denen zusammen über tausend Personen untersucht worden sind. Gute Quellen für Zink sind Leber, Käse, Rindfleisch und Haferflocken. [2812]

18. Februar 2011  –  Ärztezeitung

Paracetamol ein veraltetes Schmerzmittel

Medikamente mit dem Wirkstoff Paracetamol gegen Schmerzen und Fieber sollte man heute besser nicht mehr verwenden. Das empfiehlt Professor Kay Brune von der Universität Erlangen. Denn Paracetamol ist giftig für die Leber, erhöht den Blutdruck und verursacht in der Schwangerschaft Schäden beim ungeborenen Kind: Unter anderem soll bei Knaben später die Zeugungsfähigkeit vermindert sein, vermutet eine schwedische Studie. [2784]

3. Januar 2011  –  Ärztezeitung

Diabetes fördert auch Krebs

Nicht weniger als 24 verschiedene Krebsarten sind bei Diabetikern des Typs 2 häufiger als beim Durchschnitt der Bevölkerung. Besonders stark betroffen sind Pankreas, Leber, Niere, Schilddrüse, Speiseröhre, Dünndarm und das Nervensystem. Schuld daran ist der hohe Insulinspiegel bei vielen Diabetikern. Insulin regt das Wachstum von Krebszellen an. Nur eine einzige Krebsart kommt bei Diabetikern seltener vor: Prostatakrebs. [2605]

21. Mai 2010  –  Ärzteblatt

Dunkle Schokolade für die Leber

Bei Patienten mit Leberzirrhose sinkt das Risiko von gefährlichen Blutungen, wenn sie zum Dessert dunkle Schokolade essen. Dank hohem Kakao-Anteil von 85 Prozent senkt sie den Blutdruck in der Leber, der nach dem Essen stark ansteigt. Bei Patienten mit Leberschaden steigt dann das Risiko, dass die Adern dem Druck nicht mehr gewachsen sind und platzen. [2533]

16. April 2010  –  Standard

Gelbwurz könnte der Leber gut tun

Das asiatische Gewürz Kurkuma, Gelbwurz, macht die Leber von genetisch veränderten Mäusen widerstandsfähiger gegen Entzündung und Gallenstau. Vieles spricht dafür, dass das in der asiatischen Küche beliebte gelbe Pulver auch gut für die menschliche Leber sein könnte. In China und Indien schätzt man die verdauungsfördernde und entzündungshemmende Wirkung von Kurkuma schon seit langem. [2497]

25. März 2010  –  Welt

Alkohol plus Fett lassen Leber leiden

Je dicker der Bauch, desto weniger Alkohol verträgt die Leber. Das zeigen zwei Studien in Grossbritannien. Von tausend untersuchten Frauen, die weniger als ein Glas Alkoholisches pro Tag trinken, stirbt im Durchschnitt eine in fünf Jahren an Leberzirrhose, egal, wie dick sie ist. Bei Frauen, die über zwei Glas trinken, sterben mit normalem Gewicht drei, mit Übergewicht aber fünf. Bei dicken Männern, die viel trinken, ist das Risiko einer Leberkrankheit fast zwanzigmal höher als bei Abstinenten mit Normalgewicht. [2471]

12. März 2010  –  Telegraph

Leberzirrhose auch durch Fett

Nicht nur Alkohol, sondern auch zuviel eingelagertes Fett kann die Leber so stark schädigen, dass sie zunächst wächst, dann aber am Ende schrumpft und abstirbt. In Deutschland hat jede fünfte Person eine Fettleber, schätzen Experten. Besonders gefährdet sind jene mit einem dicken Bauch. Abhilfe ist nie zu spät: Durch Abnehmen, mehr Bewegung und gesunde Ernährung kann eine fette Leber innerhalb eines halben Jahres wieder ihre normale Grösse erreichen. [2423]

18. Februar 2010  –  Spiegel

Schadet Dicksein der Leber?

Nicht zu vieles Essen, sondern im Körper abgelagertes Fett soll das Risiko für Krebs fördern, insbesondere für Leberkrebs. Dieser drohe vor allem dann, wenn sich zuviel Fett in der Leber ablagert, sagen Studien. Nun will eine Studie an der Uni von San Diego, Kalifornien, die Ursache gefunden haben: Mehr Fett in der Leber fördere dort die Neigung zu Entzündungen, und diese erhöhen das Krebsrisiko. Diese Erkenntnisse haben die Forscher allerdings an Mäusen und nicht an Menschen gewonnen. Ob sie zutreffen, muss also vorläufig offen bleiben. [2335]

25. Januar 2010  –  Focus

Kaffee macht die Leber fit

Zwei bis drei Tassen Kaffee pro Tag reichen aus, um bei Patienten mit chronischer Leberentzündung, Hepatitis C, die Zerstörung der Leber deutlich zu bremsen. Den Patienten, ebenso wie Alkoholikern, droht Fibrose, ein krankhafter Umbau von Lebergewebe, und schliesslich Leberzirrhose. Eine Heilung gibt es nicht. Umso wichtiger ist die Vorbeugung. Pro halbe Tasse Kaffee täglich sinkt das Risiko einer zerstörten Leber um 14 Prozent. Die Wirkung beruht offenbar nicht auf Koffein, sondern auf anderen Substanzen im Kaffee. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über 170 Patienten in den USA. [2273]

8. Januar 2010  –  Focus

Fette Leber macht Zellen resistent gegen Insulin

Beim Fett kommt es sehr darauf an, wo im Körper es sich ablagert. Besonders gefährlich ist es in der Leber, wie eine Studie der Uni Helsinki zeigt. Viel Leberfett macht die Muskelzellen und andere Zellen des menschlichen Körpers weniger empfindlich auf Insulin. Dies gilt als erste Stufe zur Zuckerkrankheit Diabetes vom Typ 2. Vor allem Softdrinks mit viel Fructose (Fruchtzucker) und tierische Fette bringen die Leber in Gefahr, zu verfetten. [2250]

4. Januar 2010  –  Ärztezeitung

Die gesunden Wirkungen von Grüntee

Wer regelmässig Grüntee trinkt, hat ein kleineres Risiko, an verschiedenen Krankheiten vorzeitig zu sterben. Nur gegen den Krebstod scheint er nicht zu helfen. Zu diesem Schluss kommen zahlreiche in medizinischen Zeitschriften veröffentlichte Studien. Dabei ist es sicherer, Grüntee in traditioneller Form zu brauen. Zwar gibt es auch Pillen und Tinkturen mit Extrakten aus Grüntee. Doch diese können in zu hohen Dosen die Leber schädigen. [2092]

11. Mai 2009  –  PubMed PMID: 19378876

Fitness senkt Risiko für Krebs im Verdauungstrakt

Fitte Personen haben ein um zwei Drittel niedrigeres Risiko für Leberkrebs als unfitte. Beim Krebs des Enddarmes (colorectal) senkt sich das Risiko um fast die Hälfte, beim Dickdarm insgesamt noch immer um mehr als ein Drittel. Zu diesem Ergebnis kommt eine Langzeitstudie an über dreissigtausend Männern zwischen 20 und 88 Jahren in den USA. Dies ist bisher die grösste Studie zu diesem Thema. Sie zeigt erstmals, dass ausser dem Dickdarm auch andere Organe des Verdauungstrakts von der schützenden Wirkung der Fitness profitieren. [2067]

23. März 2009  –  PubMed PMID: 19293313

Lösliche Fasern verbessern Cholesterinwerte

Pektin, Guar, Psyllium und Beta-Glukan sind in Wasser lösliche, aber unverdauliche Bestandteile der Nahrung. Sie binden Gallensäuren und fördern so die Verdauung. Das regt die Leber an, mehr Gallensäure zu bilden. Als Baustein dient vor allem das LDL-Cholesterin. Die sinnvolle Verwendung dieses Cholesterins verhindert, dass es sich an den Wänden der Arterien ablagern und so Herz und Kreislauf gefährden kann. [1816]

4. März 2008  –  PubMed PMID: 18302966

Aloe vera kann der Leber schaden

Kapseln mit Aloe vera sind nicht harmlos. Sie können zum Beispiel eine Entzündung der Leber (Hepatitis) auslösen. Unter anderem ausgerechnet gegen Hepatitis empfehlen gewisse Händler im Internet ihre Produkte mit Aloe vera. Vorsicht und Skepsis sind also geboten. [1688]

3. September 2007  –  PubMed PMID: 17726067

Alkoholiker: Leberferien lohnen sich!

Wer zu viel Alkohol trinkt, sollte weniger trinken. Für viele ist das leichter gesagt als getan. Doch aus Japan kommt eine Praxis, die als zweitbeste gelten kann: Mindestens an drei Tagen pro Woche Leberferien machen, das heisst gar nichts trinken. So wird das Risiko für schwere Schäden auch bei starkem Konsum kaum grösser als bei mässigem Konsum. [1592]

19. April 2007  –  PubMed PMID: 17344205

Kaffee hilft der Leber gegen Alkohol

Die Gefahr einer Leberzirrhose wird kleiner, wenn Trinker nicht nur dem Alkohol, sondern auch dem Kaffee oft und gerne zusprechen. Da Tee nicht auf diese Weise wirkt, vermutet man als Ursache nicht das Koffein, sondern eine andere Substanz im Kaffee. [1427]

27. September 2006  –  Gastroenterology 2006;131:694

Training macht auch die Leber fit

Wer fit ist, dessen Leber leistet mehr und ist besser davor gefeit, zu verfetten. Das zeigt eine Studie am Cooper-Institut in Dallas, Texas. Dort hat man die Leistungen von Personen auf dem Laufband mit ihren Leberwerten verglichen. Gut für die Leber ist auch ein kleiner Body Mass Index (BMI) und möglichst wenig Fett am Bauch. [1355]

27. Juni 2006  –  Gastroenterology 2006;130:2023

Magnesium gegen das metabolische Syndrom

Wer sehr gut mit dem Spurenelement Magnesium versorgt ist, kann sein Risiko für zu hohen Blutdruck und Diabetes um bis zu ein Drittel senken. Das ist aus einer Untersuchung an über viertausend Amerikanern berechnet worden. Viel Magnesium findet sich unter anderem im Vollkorn und in Milch, Leber, Geflügel und Fisch. [1279]

10. April 2006  –  Circulation 2006;113:1675

Zöliakie: Verträgliche Weizensorten züchten

Die Darmkrankheit Zöliakie wird verursacht durch eine Allergie auf den Kleber (Gluten), der im Weizen vorhanden ist. Deshalb müssen die Patienten ein Leben lang eine glutenfreie Diät halten. Nun haben Forscher gefunden, dass es Weizensorten mit günstigen Genen gibt, aus denen man durch gezielte Züchtung Sorten hervorbringen könnte, die auch für Menschen mit Zöliakie verträglich sind. Ob die Agroindustrie diesen Vorschlag aufgreifen wird, bleibt abzuwarten. [1140]

27. September 2005  –  Gastroenterology 2005;129:797

Alkohol für den Kreislauf? Keine gute Idee!

Alkohol beugt der Verkalkung von Arterien vor, laut einer neuen deutschen Studie allerdings nur bei Männern, nicht aber bei Frauen. Bei Männern ist die Menge des Alkohols, die für einen maximalen Schutz zu trinken wäre, deutlich über der Schadengrenze für die Leber und andere Organe. Sich mehr zu bewegen ist also sicher der bessere Weg, etwas für den Kreislauf zu tun. [1125]

6. September 2005  –  Stroke 2005;36:1746

Baby: Getreidebrei erst ab dem vierten Monat

Wer seinem Baby schon in den ersten drei Monaten des Lebens Weizen, Gerste oder Roggen gibt, macht es anfällig auf Allergie gegen Gluten (Kleber) mit ernsten Problemen der Verdauung (Zöliakie). Ideal ist der erste Brei zwischen dem vierten und dem sechsten Monat. Bei einem späteren Erstkontakt steigt das Risiko wieder. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über tausend Babys in Denver. [1049]

23. Mai 2005  –  JAMA 2005;293:2343

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