Lebenserwartung: Archiv 11 bis 20

Archiv zu Lebenserwartung, 30.12.2005 bis 29.3.2011

Höhenlage gesund für das Herz

Wer in einem Ort auf 2000 Meter über Meereshöhe wohnt, lebt im Durchschnitt ein bis drei Jahre länger als im Flachland. Als Vorteil erweist sich der niedrigere Sauerstoffgehalt der Höhenluft, wodurch sich mehr Herzkranzgefässe bilden. Die geringere Anfälligkeit für Herzinfarkt ist der Hauptgrund für die höhere Lebenserwartung in der Höhe. Jedoch führt die Lungenkrankheit COPD in der Höhe schneller zum Tod als im Flachland. Diese Zusammenhänge zwischen Höhenlage und Sterblichkeit sind in einer amerikanischen Studie entdeckt worden. [2836]

29. März 2011  –  Ärzteblatt

Männer sterben jünger vor allem weil sie rauchen

Würden Männer statistisch gesehen gleichviel rauchen wie Frauen, wäre der Unterschied in der Lebenserwartung nur etwa halb so gross wie heute. Bei gleichem Alkoholkonsum würde er sich nochmals um ein Fünftel verringern. Diese Zahlen gelten für Deutschland und stammen aus einer Studie schottischer Forscher. In Malta und in der Ukraine führen Tabak und Alkohol zu noch höheren Unterschieden zwischen den Geschlechtern. [2794]

18. Januar 2011  –  Ärztezeitung

Lebenserwartung: Drei Viertel sind beeinflussbar

Wie alt ein Mensch wird, liegt nur zu einem Viertel in den Genen, aber zu drei Vierteln in seinem Verhalten und in der Umwelt. In den Ländern mit der höchsten Lebenserwartung hat diese jeweils alle zehn Jahre um zweieinhalb Jahre zugenommen. Dieser Trend läuft seit 170 Jahren. Zugenommen hat nur die gesunde Lebensspanne, deshalb sind sehr alte Menschen nicht länger pflegebedürftig als jüngere Senioren. Ein sehr hohes Alter erreichen mehr Frauen als Männer. Doch der Anteil von Gesunden ist bei den hochbetagten Männern grösser als bei den Frauen. [2498]

25. März 2010  –  Süddeutsche Zeitung

Gesundheitsklima beeinflusst Partnerwahl

In Ländern mit niedriger Lebenserwartung, hoher Kindersterblichkeit und weit verbreiteten ansteckenden Krankheiten wirken Männer mit sehr männlichen Gesichtszügen für Frauen besonders attraktiv. Das zeigt eine Studie mit über viertausend Frauen aus 30 Ländern, denen digital auf maskulin oder metrosexuell getrimmte Fotos von Männern zum Bewerten vorgelegt worden sind. Harte, maskuline Züge gelten als uraltes Signal für gute Gene, die den Nachwuchs überlebensfähiger machen. Doch in Ländern mit hohem Entwicklungsstand sind Frauen eher an Männern mit weicheren Gesichtszügen interessiert, die Bereitschaft für Ehrlichkeit und stabile Beziehungen signalisieren. [2480]

17. März 2010  –  Die Zeit

China: Kranke Raucher sterben 18 bis 21 Jahre früher

In China, dem Land mit den meisten Rauchern weltweit, ist die Lebenserwartung von erkrankten Raucherinnen 21 Jahre geringer als im Durchschnitt, und erkrankte Raucher verlieren im Durchschnitt 18 Jahre ihres Lebens. [1861]

7. Mai 2008  –  PubMed PMID: 18440825

Reiche leben länger

Deutsche Rentner mit den höchsten Einkommen leben im Schnitt dreieinhalb Jahre länger als gleichaltrige mit den niedrigsten Einkommen. Das zeigt eine Studie über wirtschaftliche Verhältnisse und Lebenserwartung an über fünf Millionen Männern. [1743]

19. November 2007  –  PubMed PMID: 17984129

Lebenserwartung: Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich

Innerhalb von nur zwanzig Jahren hat der Unterschied in der Lebenserwartung zwischen den ärmsten und den reichsten Personen in den USA von knapp drei Jahren auf viereinhalb Jahre zugenommen. [1417]

13. September 2006  –  Int J Epidemiology 2006;35:969

Warum Reiche länger leben

Je höher das Einkommen, desto höher ist in der Regel auch die Lebenserwartung. Das zeigen die Statistiken in vielen Ländern. Über die Gründe ist viel gerätselt worden. Nun zeigt eine neue Analyse an über einer halben Million Fälle: Reiche leben vor allem deshalb länger, weil sie weniger rauchen als Arme. Etwa die Hälfte des Unterschieds lässt sich darauf zurückführen. [1385]

31. Juli 2006  –  Lancet 2006;368:367

Ab 85 Jahren spielt der Blutdruck keine Rolle mehr

Wer mit 85 Jahren noch lebt, braucht sich um seinen Blutdruck keine Sorgen mehr zu machen, selbst wenn er zu hoch ist. Denn er hat keinen Einfluss mehr auf die restliche Lebenserwartung. Das zeigt eine Studie an über fünfhundert Hochbetagten in Holland. [1236]

8. Februar 2006  –  J Hypertension 2006;24:287

Boomt Wirtschaft, sinkt Lebenserwartung

In den neunziger Jahren ist die Lebenserwartung in den USA gesunken, parallel zum wirtschaftlichen Aufschwung. In der Rezession zuvor hatte man noch beobachtet, dass die Menschen im Durchschnitt älter werden. Gründe sind wahrscheinlich mehr Unfälle durch Verkehr, mehr Stress bei der Arbeit, weniger Zeit für soziale Kontakte, mehr Suchtmittel und ungesünderes Essen. In einer Rezession dagegen entwickeln sich außer den Selbstmorden die meisten Faktoren in eine positive Richtung. [1208]

30. Dezember 2005  –  Int J Epidemiology 2005;34:1194

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