
News zu Lebenserwartung
Wer in einem Ort auf 2000 Meter über Meereshöhe wohnt, lebt im Durchschnitt ein bis drei Jahre länger als im Flachland. Als Vorteil erweist sich der niedrigere Sauerstoffgehalt der Höhenluft, wodurch sich mehr Herzkranzgefässe bilden. Die geringere Anfälligkeit für Herzinfarkt ist der Hauptgrund für die höhere Lebenserwartung in der Höhe. Jedoch führt die Lungenkrankheit COPD in der Höhe schneller zum Tod als im Flachland. Diese Zusammenhänge zwischen Höhenlage und Sterblichkeit sind in einer amerikanischen Studie entdeckt worden. [2836]
29. März 2011 – Ärzteblatt
Männer sterben jünger vor allem weil sie rauchen
Würden Männer statistisch gesehen gleichviel rauchen wie Frauen, wäre der Unterschied in der Lebenserwartung nur etwa halb so gross wie heute. Bei gleichem Alkoholkonsum würde er sich nochmals um ein Fünftel verringern. Diese Zahlen gelten für Deutschland und stammen aus einer Studie schottischer Forscher. In Malta und in der Ukraine führen Tabak und Alkohol zu noch höheren Unterschieden zwischen den Geschlechtern. [2794]
18. Januar 2011 – Ärztezeitung
Lebenserwartung: Drei Viertel sind beeinflussbar
Wie alt ein Mensch wird, liegt nur zu einem Viertel in den Genen, aber zu drei Vierteln in seinem Verhalten und in der Umwelt. In den Ländern mit der höchsten Lebenserwartung hat diese jeweils alle zehn Jahre um zweieinhalb Jahre zugenommen. Dieser Trend läuft seit 170 Jahren. Zugenommen hat nur die gesunde Lebensspanne, deshalb sind sehr alte Menschen nicht länger pflegebedürftig als jüngere Senioren. Ein sehr hohes Alter erreichen mehr Frauen als Männer. Doch der Anteil von Gesunden ist bei den hochbetagten Männern grösser als bei den Frauen. [2498]
25. März 2010 – Süddeutsche Zeitung
Gesundheitsklima beeinflusst Partnerwahl
In Ländern mit niedriger Lebenserwartung, hoher Kindersterblichkeit und weit verbreiteten ansteckenden Krankheiten wirken Männer mit sehr männlichen Gesichtszügen für Frauen besonders attraktiv. Das zeigt eine Studie mit über viertausend Frauen aus 30 Ländern, denen digital auf maskulin oder metrosexuell getrimmte Fotos von Männern zum Bewerten vorgelegt worden sind. Harte, maskuline Züge gelten als uraltes Signal für gute Gene, die den Nachwuchs überlebensfähiger machen. Doch in Ländern mit hohem Entwicklungsstand sind Frauen eher an Männern mit weicheren Gesichtszügen interessiert, die Bereitschaft für Ehrlichkeit und stabile Beziehungen signalisieren. [2480]
17. März 2010 – Die Zeit
China: Kranke Raucher sterben 18 bis 21 Jahre früher
In China, dem Land mit den meisten Rauchern weltweit, ist die Lebenserwartung von erkrankten Raucherinnen 21 Jahre geringer als im Durchschnitt, und erkrankte Raucher verlieren im Durchschnitt 18 Jahre ihres Lebens. [1861]
7. Mai 2008 – PubMed PMID: 18440825
Deutsche Rentner mit den höchsten Einkommen leben im Schnitt dreieinhalb Jahre länger als gleichaltrige mit den niedrigsten Einkommen. Das zeigt eine Studie über wirtschaftliche Verhältnisse und Lebenserwartung an über fünf Millionen Männern. [1743]
19. November 2007 – PubMed PMID: 17984129
Lebenserwartung: Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich
Innerhalb von nur zwanzig Jahren hat der Unterschied in der Lebenserwartung zwischen den ärmsten und den reichsten Personen in den USA von knapp drei Jahren auf viereinhalb Jahre zugenommen. [1417]
13. September 2006 – Int J Epidemiology 2006;35:969
Je höher das Einkommen, desto höher ist in der Regel auch die Lebenserwartung. Das zeigen die Statistiken in vielen Ländern. Über die Gründe ist viel gerätselt worden. Nun zeigt eine neue Analyse an über einer halben Million Fälle: Reiche leben vor allem deshalb länger, weil sie weniger rauchen als Arme. Etwa die Hälfte des Unterschieds lässt sich darauf zurückführen. [1385]
31. Juli 2006 – Lancet 2006;368:367
Ab 85 Jahren spielt der Blutdruck keine Rolle mehr
Wer mit 85 Jahren noch lebt, braucht sich um seinen Blutdruck keine Sorgen mehr zu machen, selbst wenn er zu hoch ist. Denn er hat keinen Einfluss mehr auf die restliche Lebenserwartung. Das zeigt eine Studie an über fünfhundert Hochbetagten in Holland. [1236]
8. Februar 2006 – J Hypertension 2006;24:287
Boomt Wirtschaft, sinkt Lebenserwartung
In den neunziger Jahren ist die Lebenserwartung in den USA gesunken, parallel zum wirtschaftlichen Aufschwung. In der Rezession zuvor hatte man noch beobachtet, dass die Menschen im Durchschnitt älter werden. Gründe sind wahrscheinlich mehr Unfälle durch Verkehr, mehr Stress bei der Arbeit, weniger Zeit für soziale Kontakte, mehr Suchtmittel und ungesünderes Essen. In einer Rezession dagegen entwickeln sich außer den Selbstmorden die meisten Faktoren in eine positive Richtung. [1208]
30. Dezember 2005 – Int J Epidemiology 2005;34:1194
Personen mit einem IQ von 135 und mehr haben eine überdurchschnittlich hohe Lebenserwartung. Für jeden Punkt über diesen Wert hinaus sinkt das Risiko, an einer Krankheit früh zu sterben, um etwa zwei Prozent. Erst bei einem IQ von 163 ist der Gipfel erreicht; noch höhere Intelligenz bringt keinen weiteren Zuwachs an Lebenserwartung. Das hat eine Studie an über 800 Hochbegabten in den USA ergeben. [1173]
11. November 2005 – Am J Epidemiology 2005;162:887
Unterernährung als Risiko im Alter
Schlechte Ernährung im Alter halbiert die Lebenserwartung. Das zeigt eine Studie an etwa vierhundert über 75-jährigen Patienten eines Spitals in Israel. Nur gerade 18 Prozent von ihnen waren ausreichend ernährt. [1153]
14. Oktober 2005 – Am J Clin Nutrition 2005;82:784
Lebenserwartung in Russland sinkt weiter
In Russland werden Männer im Durchschnitt nur noch 59 Jahre alt, Frauen 72 Jahre. Die wichtigsten Gründe für den frühen Tod sind Herzkrankheiten, Selbstmorde, Tötungen, Vergiftung und Unfälle. Oft ist Alkohol mit im Spiel. [623]
25. Oktober 2003 – British Medical Journal 2003;327:964
Menschen mittleren Alters haben eine um so höhere Lebenserwartung, je höher ihr Intelligenzquotient (IQ) ist. [397]
24. Februar 2003 – Am J Epidemiology 2003;157:327
Die höchste Lebenserwartung haben Erwachsene weißer Hautfarbe mit einem Body Mass Index (BMI) zwischen 23 und 25. Wer darüber liegt, verliert um so mehr Lebensjahre, je jünger er ist. Extrem fettleibige jüngere Männer (BMI über 45) verlieren 13 Jahre ihres Lebens, Frauen 8 Jahre. Menschen schwarzer Hautfarbe vertragen mehr Übergewicht (bis BMI 30). [351]
9. Januar 2003 – JAMA 2003;289:187
Verhältnis von Fett zu Nicht-Fett ist entscheidend
Für die Fitness und Lebenserwartung von älteren Menschen ist wichtig, wie groß die relativen Anteile von Fett und fettfreier Masse sind. Je kleiner der Fettanteil, desto besser. [205]
29. Juli 2002 – Am J Epidemiology 2002;156:110
Soziale Kluft in der Gesundheit nimmt zu
In den USA hat die Lebenserwartung bei den besser Gestellten in den letzten 30 Jahren viel stärker zugenommen als in den unteren sozialen Schichten. [176]
29. Juni 2002 – Int J Epidemiology 2002;31:600
Menschen mit Down-Syndrom haben seltener Krebs
Die Lebenserwartung von Menschen mit Down-Syndrom (Mongolismus) hat in den letzten 15 Jahren von 25 auf 49 Jahren zugenommen. Krebs (außer Leukämie) kommt bei ihnen 10-mal seltener vor als in der übrigen Bevölkerung. [82]
27. März 2002 – Lancet 2002;359:1019
Mehr News
Suche einschränken:
mehr als ein Suchwort eingeben.
Ernährung
Tagesbedarf an Vitaminen, Flüssigkeitt, Energie, Fett, Salz usw. Bausteine und ihre Wirkungen.
Fitness
Kleines Fitness-1x1 für Training und Erholung. Selbsttest: Wie fit sind Sie? Fitnessfaktoren …
Lebenserwartung
Wagen Sie einen Blick in Ihre Zukunft – rechnen Sie aus, wie lange Sie etwa noch zu leben haben …
Zu dieser Serie
Seltene Tumore
Die Diagnose Krebs löst immer Ängste aus - besonders dann, wenn es sich um seltene Krebsarten handelt. Doch auch solche lassen sich heute gut behandeln. Wichtig ist die Früherkennung.
Mehr von Gesundheit TV
Was gesund für den Körper ist, muss nicht immer auch für die Zähne gut sein. Worauf man beim Essen achten muss, damit die Zähne gesund bleiben.
Ton: Lautsprechersymbol klicken