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Gesundheitstelegramm | Lebenserwartung

Lebenserwartung: Drei Viertel sind beeinflussbar
25. März 2010 - Wie alt ein Mensch wird, liegt nur zu einem Viertel in den Genen, aber zu drei Vierteln in seinem Verhalten und in der Umwelt. In den Ländern mit der höchsten Lebenserwartung hat diese jeweils alle zehn Jahre um zweieinhalb Jahre zugenommen. Dieser Trend läuft seit 170 Jahren. Zugenommen hat nur die gesunde Lebensspanne, deshalb sind sehr alte Menschen nicht länger pflegebedürftig als jüngere Senioren. Ein sehr hohes Alter erreichen mehr Frauen als Männer. Doch der Anteil von Gesunden ist bei den hochbetagten Männern grösser als bei den Frauen.  [2498]
Quelle: Süddeutsche Zeitung  
 
Gesundheitsklima beeinflusst Partnerwahl
17. März 2010 - In Ländern mit niedriger Lebenserwartung, hoher Kindersterblichkeit und weit verbreiteten ansteckenden Krankheiten wirken Männer mit sehr männlichen Gesichtszügen für Frauen besonders attraktiv. Das zeigt eine Studie mit über viertausend Frauen aus 30 Ländern, denen digital auf maskulin oder metrosexuell getrimmte Fotos von Männern zum Bewerten vorgelegt worden sind. Harte, maskuline Züge gelten als uraltes Signal für gute Gene, die den Nachwuchs überlebensfähiger machen. Doch in Ländern mit hohem Entwicklungsstand sind Frauen eher an Männern mit weicheren Gesichtszügen interessiert, die Bereitschaft für Ehrlichkeit und stabile Beziehungen signalisieren.  [2480]
Quelle: Die Zeit  
 
China: Kranke Raucher sterben 18 bis 21 Jahre früher
07. Mai 2008 - In China, dem Land mit den meisten Rauchern weltweit, ist die Lebenserwartung von erkrankten Raucherinnen 21 Jahre geringer als im Durchschnitt, und erkrankte Raucher verlieren im Durchschnitt 18 Jahre ihres Lebens.  [1861]
Quelle: PubMed  PMID: 18440825
 
Reiche leben länger
19. November 2007 - Deutsche Rentner mit den höchsten Einkommen leben im Schnitt dreieinhalb Jahre länger als gleichaltrige mit den niedrigsten Einkommen. Das zeigt eine Studie über wirtschaftliche Verhältnisse und Lebenserwartung an über fünf Millionen Männern.  [1743]
Quelle: PubMed  PMID: 17984129
 
Lebenserwartung: Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich
13. September 2006 - Innerhalb von nur zwanzig Jahren hat der Unterschied in der Lebenserwartung zwischen den ärmsten und den reichsten Personen in den USA von knapp drei Jahren auf viereinhalb Jahre zugenommen.  [1417]
Quelle: Int J Epidemiology  2006;35:969
 
Warum Reiche länger leben
31. Juli 2006 - Je höher das Einkommen, desto höher ist in der Regel auch die Lebenserwartung. Das zeigen die Statistiken in vielen Ländern. Über die Gründe ist viel gerätselt worden. Nun zeigt eine neue Analyse an über einer halben Million Fälle: Reiche leben vor allem deshalb länger, weil sie weniger rauchen als Arme. Etwa die Hälfte des Unterschieds lässt sich darauf zurückführen.  [1385]
Quelle: Lancet  2006;368:367
 
Ab 85 Jahren spielt der Blutdruck keine Rolle mehr
08. Februar 2006 - Wer mit 85 Jahren noch lebt, braucht sich um seinen Blutdruck keine Sorgen mehr zu machen, selbst wenn er zu hoch ist. Denn er hat keinen Einfluss mehr auf die restliche Lebenserwartung. Das zeigt eine Studie an über fünfhundert Hochbetagten in Holland.  [1236]
Quelle: J Hypertension  2006;24:287
 
Boomt Wirtschaft, sinkt Lebenserwartung
30. Dezember 2005 - In den neunziger Jahren ist die Lebenserwartung in den USA gesunken, parallel zum wirtschaftlichen Aufschwung. In der Rezession zuvor hatte man noch beobachtet, dass die Menschen im Durchschnitt älter werden. Gründe sind wahrscheinlich mehr Unfälle durch Verkehr, mehr Stress bei der Arbeit, weniger Zeit für soziale Kontakte, mehr Suchtmittel und ungesünderes Essen. In einer Rezession dagegen entwickeln sich außer den Selbstmorden die meisten Faktoren in eine positive Richtung.  [1208]
Quelle: Int J Epidemiology  2005;34:1194
 
Genies leben länger
11. November 2005 - Personen mit einem IQ von 135 und mehr haben eine überdurchschnittlich hohe Lebenserwartung. Für jeden Punkt über diesen Wert hinaus sinkt das Risiko, an einer Krankheit früh zu sterben, um etwa zwei Prozent. Erst bei einem IQ von 163 ist der Gipfel erreicht; noch höhere Intelligenz bringt keinen weiteren Zuwachs an Lebenserwartung. Das hat eine Studie an über 800 Hochbegabten in den USA ergeben.  [1173]
Quelle: Am J Epidemiology  2005;162:887
 
Unterernährung als Risiko im Alter
14. Oktober 2005 - Schlechte Ernährung im Alter halbiert die Lebenserwartung. Das zeigt eine Studie an etwa vierhundert über 75-jährigen Patienten eines Spitals in Israel. Nur gerade 18 Prozent von ihnen waren ausreichend ernährt.  [1153]
Quelle: Am J Clin Nutrition  2005;82:784
 
Lebenserwartung in Russland sinkt weiter
25. Oktober 2003 - In Russland werden Männer im Durchschnitt nur noch 59 Jahre alt, Frauen 72 Jahre. Die wichtigsten Gründe für den frühen Tod sind Herzkrankheiten, Selbstmorde, Tötungen, Vergiftung und Unfälle. Oft ist Alkohol mit im Spiel. [623]
Quelle: British Medical Journal  2003;327:964
 
IQ verlängert das Leben
24. Februar 2003 - Menschen mittleren Alters haben eine um so höhere Lebenserwartung, je höher ihr Intelligenzquotient (IQ) ist. [397]
Quelle: Am J Epidemiology  2003;157:327
 
Wie lange leben Dicke?
09. Januar 2003 - Die höchste Lebenserwartung haben Erwachsene weißer Hautfarbe mit einem Body Mass Index (BMI) zwischen 23 und 25. Wer darüber liegt, verliert um so mehr Lebensjahre, je jünger er ist. Extrem fettleibige jüngere Männer (BMI über 45) verlieren 13 Jahre ihres Lebens, Frauen 8 Jahre. Menschen schwarzer Hautfarbe vertragen mehr Übergewicht (bis BMI 30). [351]
Quelle: JAMA  2003;289:187
 
Verhältnis von Fett zu Nicht-Fett ist entscheidend
29. Juli 2002 - Für die Fitness und Lebenserwartung von älteren Menschen ist wichtig, wie groß die relativen Anteile von Fett und fettfreier Masse sind. Je kleiner der Fettanteil, desto besser.  [205]
Quelle: Am J Epidemiology  2002;156:110
 
Soziale Kluft in der Gesundheit nimmt zu
29. Juni 2002 - In den USA hat die Lebenserwartung bei den besser Gestellten in den letzten 30 Jahren viel stärker zugenommen als in den unteren sozialen Schichten. [176]
Quelle: Int J Epidemiology  2002;31:600
 
Menschen mit Down-Syndrom haben seltener Krebs
27. März 2002 - Die Lebenserwartung von Menschen mit Down-Syndrom (Mongolismus) hat in den letzten 15 Jahren von 25 auf 49 Jahren zugenommen. Krebs (außer Leukämie) kommt bei ihnen 10-mal seltener vor als in der übrigen Bevölkerung.  [82]
Quelle: Lancet  2002;359:1019
 

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