Gesundheitstelegramm | Krebs
Immer mehr sterben an Blutvergiftung
11. März 2010 - Blutvergiftung (Sepsis) ist in Deutschland heute die dritthäufigste Todesursache nach Herzinfarkt und Krebs. Der Grund: Immer mehr Patienten, die früher keine Chance hatten, werden heute operiert, darunter viele ältere. Im Alter steigt das Risiko für Infektionen. Dies berichten Fachleute an einem Weltkongress für Trauma, Schock und Entzündung in München. [2468]
Quelle: Die Zeit
Bonner Studie: Mammografie ein Fiasko
26. Februar 2010 - Nur einer von drei Krebsknoten in der Brust kommt in der herkömmlichen Röntgenuntersuchung (Mammografie) zu Tage. Auf der anderen Seite zeigen sich in der Mammografie viele Knoten, die gar kein Krebs sind. Zu diesem vernichtenden Urteil kommt eine Studie an einem Bonner Institut. Dort hat man über sechshundert Frauen über Jahre hinweg sowohl mit Mammografie als auch mit Magnetresonanz (MRT) untersucht. Diese ist zwar exakter, aber für eine flächendeckende Anwendung viel zu teuer. [2442]
Quelle: Welt
Krebs: Behandlung macht Fortschritte
25. Februar 2010 - Noch wird Krebs nicht beherrschbar, wie die «Welt» vorschnell behauptet. Doch die Behandlung hat in den letzten Jahren deutliche Fortschritte gemacht: In den letzten zehn Jahren ist in Europa der Krebstod bei Frauen um acht Prozent und bei Männern um neun Prozent zurückgegangen. Unheilbar Kranke leben in Deutschland ein bis zwei Jahre länger als noch vor zwanzig Jahren. Neue Hoffnung weckt die molekulare Krebsbehandlung, gestützt auf genetische Daten (Genomik) und gezielt auf die einzelnen Patienten abgestimmt. [2438]
Quelle: Welt
Pistazien gegen Krebs?
23. Februar 2010 - Die kleinen grünen Nüsse zum Knabbern enthalten viel von einer bestimmten Form des Vitamins E. Wer täglich über sechzig Gramm Pistazien isst, kann seinen Spiegel des Vitamins im Blut deutlich steigern. Das zeigt eine amerikanische Studie. Tägliche Zufuhr ist gut, weil der Körper dieses Vitamin nicht speichern kann. Es senkt im Prinzip das Risiko für Lungenkrebs und andere Krebsarten. Doch ob das mit dem Genuss von Pistazien der Fall ist, zeigt die Studie nicht. Nicht rauchen ohne Pistazien ist also bestimmt besser als Rauchen mit Pistazien. [2433]
Quelle: Welt
Krebs baut das Erbgut in der Zelle um
21. Februar 2010 - Alle Zellen des Menschen enthalten die gleichen Gene. Doch nicht in allen Zellen sind die gleichen Gene aktiv. Je nach Zelltyp werden sie vervielfältigt oder gelöscht. Dieser normale Umbau umfasst in gesunden Zellen kaum ein halbes Prozent der Gene, in Krebszellen jedoch über 30 Prozent. Auf diese kopierten und gelöschten Gene konzentriert sich die moderne Krebsforschung. Sie zielt darauf ab, bei jedem Patienten die Gene zu bestimmen und daraus eine personalisierte Therapie zu entwickeln. [2428]
Quelle: Spiegel
Krebsgen hängt mit Wohlstand zusammen
17. Februar 2010 - Brustkrebs hat unter anderem auch genetische Ursachen. Eines der bekannten Krebsgene ist bei armen Frauen deutlich häufiger als bei reichen. Das ist in einer Studie in Grossbritannien entdeckt worden, wo Arm und Reich sich anhand der Wohngegend besonders deutlich unterscheiden lassen. Als Ursache vermutet man den ungesünderen Lebensstil bei sozial benachteiligten Menschen. Das Krebsgen führt zudem bei armen Frauen deutlich schneller zum Tod als bei reichen. Dieser Unterschied könnte auf schlechtere Behandlung oder stärkere Abneigung gegen Arztbesuche zurückgehen. [2420]
Quelle: Ärzteblatt
Solarien können der Gesundheit schaden
15. Februar 2010 - Jede siebte Sonnenbank in einem europäischen Solarium strahlt zuviel UV ab. Wer sich dort bräunen lässt, droht einen Sonnenbrand zu bekommen und im schlimmsten Fall später an Hautkrebs zu erkranken. Zu diesem Schluss kommt ein Test an über fünfhundert Sonnenbänken in zehn europäischen Ländern. Wer sich im Solarium bräunen lässt, sollte erwachsen sein, ein auf den Hauttyp abgestimmtes Programm wählen, die Augen schützen, Kosmetika vor dem Bräunen von der Haut entfernen, mindestens 48 Stunden Pause zwischen zwei Sitzungen einhalten und empfindliche Körperstellen nicht bräunen. [2414]
Quelle: Standard
Gesundes Essen soll Krebszellen aushungern
13. Februar 2010 - Ob Schokolade, Rotwein, Heidelbeeren, Tomaten, Schwarz- oder Grüntee - vielen pflanzlichen Nahrungsmitteln, oft kräftig gefärbt, sagt man krebshemmende Eigenschaften nach. Die natürlichen Farbstoffe, auch sekundäre Pflanzenstoffe genannt, sollen nach neusten Erkenntnissen die krebsigen Blutgefässe verkümmern lassen. Nur wenn es Krebszellen gelingt, den Körper zur Bildung neuer Blutgefässe anzuregen, kann ein Tumor wachsen. Die Erkenntnis dürfte vor allem zur Vorbeugung wichtig sein. [2410]
Quelle: Medizinarium
Bessere Mammografie: Brust umkreist statt gequetscht
11. Februar 2010 - Mit einem Schwenk rund um die Brust macht eine neuartige Röntgenröhre Aufnahmen aus 25 verschiedenen Winkeln; so lassen sich krebsverdächtige Knoten besser als bisher erkennen. Bei der herkömmlichen Mammografie muss die Brust zwischen Glasplatten gequetscht werden. Das neuartige Verfahren ist seit kurzem am Brustzentrum in Lübeck im Einsatz. Es erlaubt Krebsknoten in einem früheren Stadium zu entdecken, wodurch sich die Heilungschancen verbessern. [2401]
Quelle: Welt
Antidepressivum schwächt Mittel gegen Brustkrebs
11. Februar 2010 - Mit der Diagnose Krebs werden Frauen eher depressiv, doch aufgepasst: Das häufig verschriebene Mittel Paroxetin gegen Depression schwächt das ebenfalls oft verschriebene Mittel Tamoxifen gegen Brustkrebs. Das ist in einer Studie an mehr als zweitausend Frauen im kanadischen Staat Ontario entdeckt worden. Von sieben Frauen mit dieser Kombination von Medikamenten stirbt im Durchschnitt eine innerhalb von fünf Jahren. Andere Antidepressiva vom Typ SSRI (Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) haben keine solch fatale Nebenwirkung. [2402]
Quelle: Ärzteblatt
Forscher arbeiten an Impfstoff gegen Magenkrebs
09. Februar 2010 - Gegen die Magenbakterie Helicobacter pylori entwickeln Forscher in München eine vielversprechende Impfung. Sie schaltet indirekt ein Eiweiss der Bakterie aus, das diese von Angriffen des Immunsystems abschirmt. Helicobacter pylori, der Erreger von Magengeschwüren, ist auch für 90 Prozent der Fälle von Magenkrebs verantwortlich. Alle Versuche, einen Impfstoff zu entwickeln, sind bisher gescheitert. Ob der neue Ansatz mehr Erfolge bringt, wird sich zeigen. [2392]
Quelle: Standard
Nikotinbelag plus Luft ergibt Krebsgift
09. Februar 2010 - Tabakrauch schadet der Gesundheit nicht nur beim aktiven und passiven Rauchen, sondern auch nachdem er sich als dünner Nikotinfilm auf Vorhängen, Möbeln, Boden und Wänden abgelagert hat. Saure Dämpfe, wie sie in jeder Wohnung vorkommen, wandeln die Tabakrückstände in Nitrosamine um. Diese krebserregenden Stoffe nehmen zum Beispiel Babys beim Krabbeln über die Haut auf. [2394]
Quelle: Focus
Mehr Softdrinks, mehr Pankreaskrebs
08. Februar 2010 - Mit zwei oder mehr süssen Sprudelgetränken pro Woche steigt das (kleine) Risiko für Krebs der Bauchspeicheldrüse um fast neunzig Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine Langzeitstudie an über sechzigtausend Personen in Singapur. Ob wirklich die Süssgetränke der Grund sind, steht damit aber nicht fest. Denn Softdrink-Konsumenten leben generell ungesünder und rauchen mehr als die Nicht-Konsumenten. Pankreaskrebs ist zwar selten, aber fast immer tödlich. Patrick Swayze ist 2009 daran gestorben. [2389]
Quelle: Daily Mail
Äpfel gegen Darmkrebs
06. Februar 2010 - Äpfel enthalten bestimmte Antioxidantien, die auch dann noch wirken, nachdem sie Magen und Dünndarm passiert haben. Im Dickdarm machen sie freie Radikale unschädlich, die Krebs fördern. Das hat die Untersuchung von Stuhlproben am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg gezeigt. Bei Tieren senken die Antioxidantien aus dem Apfel das Krebsrisiko um 50 Prozent. [2385]
Quelle: Ärztezeitung
Weltkrebstag: Risiko lässt sich um 40 % senken
04. Februar 2010 - Der heutige Weltkrebstag steht unter dem Motto «Auch Krebs lässt sich vermeiden». Die internationale Vereinigung gegen Krebs (UICC) weist darauf hin, dass 40 Prozent der Krebsfälle vermeidbar wären: Durch regelmässige Bewegung, gesunde Ernährung, Nichtrauchen und Impfung gegen krebserregende Viren. [2374]
Quelle: Ärztezeitung
Forscher verwandeln Hautzellen in Nervenzellen
29. Januar 2010 - Mittels Viren haben Gen-Techniker die Erbmasse von Hautzellen bei Mäusen so verändert, dass sie sich innerhalb nur einer Woche in Nervenzellen verwandelt haben. Diese haben untereinander mittels von Synapsen Verbindung aufgenommen wie in einem normalen Hirn. Dass es bei Mäusen funktioniert, ist ein zwar wichtiger, aber bloss erster Schritt. Bevor man die Technik bei Menschen anwenden kann, muss man sicher sein, dass die eingeschleusten Gene die Hautzellen nicht in bösartige Krebszellen verwandeln. [2356]
Quelle: Spiegel
Zigaretten: pro fünf aktive eine passive
29. Januar 2010 - Wer täglich 17 Zigaretten raucht, konsumiert nicht etwa weniger, sondern mehr als ein Pack. Denn von je fünf aktiv gerauchten Zigaretten inhalieren Raucher den Qualm einer weiteren passiv aus der Umgebungsluft. Das haben Forscher des italienischen Krebsinstituts berechnet. [2357]
Quelle: Focus
Forscher wollen Krebs riechen können
28. Januar 2010 - In einem Labor in Philadelphia haben Forscher Mäuse darauf dressiert, krebskranke Artgenossen am Geruch ihres Urins zu unterscheiden. Da diese Methode der Früherkennung in der Praxis zu aufwendig ist, haben die Forscher ein chemisches Gerät entwickelt. Mit diesem konnten sie anhand des Urins 47 von 50 krebskranken Mäusen erkennen. Nächstes Ziel ist es, den Urin von Rauchern zu untersuchen und dort nach Spuren von Lungenkrebs zu fahnden. Für diese Krebsart gibt es bisher keine Früherkennung. [2349]
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Vitamin D gegen Darmkrebs
26. Januar 2010 - Personen mit einem hohen Spiegel von Vitamin D im Blut haben ein bis zu 40 Prozent geringeres Risiko für Krebs im Dickdarm und Enddarm als Personen mit wenig Vitamin. Das zeigt eine Studie an über tausend Personen in Europa. Doch Vorsicht: Zuviel Vitamin D ist giftig. Am besten lässt sich das Risiko senken, wenn man sich viel im Freien bewegt - Sonne regt die Haut zur Bildung von Vitamin D an, nur wenig Alkohol und rotes Fleisch konsumiert und nicht (mehr) raucht. [2341]
Quelle: Medical News Today
Schadet Dicksein der Leber?
25. Januar 2010 - Nicht zu vieles Essen, sondern im Körper abgelagertes Fett soll das Risiko für Krebs fördern, insbesondere für Leberkrebs. Dieser drohe vor allem dann, wenn sich zuviel Fett in der Leber ablagert, sagen Studien. Nun will eine Studie an der Uni von San Diego, Kalifornien, die Ursache gefunden haben: Mehr Fett in der Leber fördere dort die Neigung zu Entzündungen, und diese erhöhen das Krebsrisiko. Diese Erkenntnisse haben die Forscher allerdings an Mäusen und nicht an Menschen gewonnen. Ob sie zutreffen, muss also vorläufig offen bleiben. [2335]
Quelle: Focus
Blaubeeren bremsen Gedächtnisverlust
24. Januar 2010 - Achtzehn Bewohner eines Altersheims in Cincinnati, USA, tranken täglich zwei Glas Blaubeerensaft oder ein ähnlich schmeckendes Getränk. Jene mit Saft schnitten zwölf Wochen später in einem Wort- und Gedächtnistest deutlich besser ab als die anderen, und sie waren auch deutlich weniger depressiv. Den Blaubeeren sagt man auch andere positive Wirkungen auf die Gesundheit nach: Sie sollen das Risiko für Krebs, Herz- und Lungenkrankheiten senken. Es lohnt sich also, die Ampel-Regel für gesundes Essen (täglich Grün, Gelb und Rot) durch die Farbe Blau zu ergänzen. [2333]
Quelle: Telegraph
Rauchstopp verdoppelt Überlebenschance bei Lungenkrebs
22. Januar 2010 - Raucher, mit der Diagnose Lungenkrebs geschockt, können ihre Chance verdoppeln, in fünf Jahren noch am Leben zu sein - vorausgesetzt, der Tumor sei in einem frühen Stadium entdeckt worden und sie hören sofort und endgültig auf zu rauchen. Das zeigt eine soeben im British Medical Journal veröffentlichte Studie. Der Grund: Rauchen erzeugt nicht nur Krebs, sondern fördert auch das Wachstum der bösartigen Zellen. Fazit: Für Rauchstopp ist es nie zu spät. [2329]
Quelle: Science Daily
Stop Aids, aber auch Stop HPV
20. Januar 2010 - Etwa die Hälfte der jungen Erwachsenen, die eine neue Partnerschaft eingehen, sind infiziert mit dem Papillomvirus HPV. Falls man kein Kondom verwendet, kann man sich sehr leicht damit anstecken. Das Virus erzeugt kleine Warzen in den Schleimhäuten der Geschlechtsorgane. Aus diesen können sich im schlimmsten Fall auch Krebsgeschwüre entwickeln. Das Kondom lohnt sich also auch beim Sex mit einem garantiert HIV-freien Partner. [2319]
Quelle: Bild
Neue Stammzellen-Hoffnung gegen Blutkrebs
19. Januar 2010 - Mit Stammzellen aus der Nabelschnur hoffen Ärzte künftig Leukämie einfacher und besser behandeln zu können. Bisher hat man bei den Patienten die Zellen des Knochenmarks völlig zerstören und durch Knochenmark eines passenden Spenders ersetzen müssen. Passende Spender sind nur schwer zu finden. Stattdessen kann man das Knochenmark auch mit Zellen aus Nabelschnurblut ersetzen. Egal von welchem Baby die Zellen stammen - das Immunsystem des Empfängers stösst sie nicht ab. Erste Versuche mit menschlichen Patienten waren erfolgreich. Die Krebsmedizin setzt deshalb grosse Hoffnung in die neue Methode. [2315]
Quelle: BBC
Grüntee gegen Lungenkrebs?
18. Januar 2010 - Schon eine einzige Tasse Grüntee pro Tag könne das Risiko für Lungenkrebs um das Fünffache senken. Bei Rauchern senke Grüntee das Risiko gar um das Zwölffache. Zu diesem Schluss kommt eine Studie aus China - einem Land, in dem bis vor kurzem noch behauptet wurde, Rauchen mache gesund. Dass Grüntee das Risiko senkt, bestätigen jedoch auch andere Studien. Ob der Tee nützt, hängt aber zum grossen Teil von einem bestimmten Gen ab. Wie auch immer, am besten ist es, erst einmal mit Rauchen aufzuhören. [2306]
Quelle: BBC
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