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Gesundheitstelegramm | Krebs

Frühe Glatze senkt Risiko für Prostatakrebs
19. März 2010 - Um 29 Prozent geringer ist das Risiko für Prostatakrebs bei Männern, die schon mit 30 Jahren eine Glatze bekommen. Das zeigt eine US-Studie bei etwa zweitausend Männern mittleren Alters. Frühe Glatzen zeigen einen hohen Spiegel des männlichen Hormons Testosteron an, und ein hoher Testosteronspiegel ist offenbar gut für die Prostata.  [2485]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Die natürliche Müllabfuhr des Immunsystems
18. März 2010 - Antikörper bildet das Immunsystem nicht nur gegen Viren, Bakterien und andere gefährliche Eindringlinge von aussen. Von Geburt an produziert es auch die natürlichen Antikörper (NAK). Diese spüren im Körper alles auf, was verschlissen ist und daher entsorgt werden muss. Mangel an Bewegung und ungesunde Ernährung fördern den Verschleiss, was die NAK überfordert. Die NAK-Forschung hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen: Man hofft, auf dieser Grundlage bessere Medikamente gegen Krebs und Alzheimer entwickeln zu können.  [2483]
Quelle: NZZ  
 
Gene bei Tier ohne Krebs entschlüsselt
16. März 2010 - Die Gene des Süsswasserpolypen (Hydra) sind jetzt vollständig entschlüsselt worden. Dieses unscheinbare Tierchen, das in heimischen Gewässern vorkommt, altert nicht und kennt auch keinen Krebs. Dank diesen im Tierreich einzigartigen Eigenschaften ist es für die Forscher interessant. Zwischen der primitiven Hydra und dem Menschen liegen allerdings Welten. So bleibt abzuwarten, ob die neuen Erkenntnisse für die Verhütung und Behandlung von Krebs später nützlich sein werden.  [2477]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Agentur warnt: Solarien so krebserregend wie Rauchen
15. März 2010 - Wer sich vor dem dreissigsten Lebensjahr regelmässig in Solarien bräunen lässt, steigert sein Risiko für Hautkrebs um 75 Prozent. Die Internationale Krebsforschungsagentur IARC stuft Solarien in die höchste Stufe der Krebsrisiken ein, vergleichbar mit Zigaretten oder Asbest. Immerhin ist aber Hautkrebs zu hundert Prozent heilbar, wenn rechtzeitig erkannt - im Unterschied zu Lungenkrebs.  [2475]
Quelle: Standard  
 
Immer mehr sterben an Blutvergiftung
11. März 2010 - Blutvergiftung (Sepsis) ist in Deutschland heute die dritthäufigste Todesursache nach Herzinfarkt und Krebs. Der Grund: Immer mehr Patienten, die früher keine Chance hatten, werden heute operiert, darunter viele ältere. Im Alter steigt das Risiko für Infektionen. Dies berichten Fachleute an einem Weltkongress für Trauma, Schock und Entzündung in München.  [2468]
Quelle: Die Zeit  
 
Bonner Studie: Mammografie ein Fiasko
26. Februar 2010 - Nur einer von drei Krebsknoten in der Brust kommt in der herkömmlichen Röntgenuntersuchung (Mammografie) zu Tage. Auf der anderen Seite zeigen sich in der Mammografie viele Knoten, die gar kein Krebs sind. Zu diesem vernichtenden Urteil kommt eine Studie an einem Bonner Institut. Dort hat man über sechshundert Frauen über Jahre hinweg sowohl mit Mammografie als auch mit Magnetresonanz (MRT) untersucht. Diese ist zwar exakter, aber für eine flächendeckende Anwendung viel zu teuer.  [2442]
Quelle: Welt  
 
Krebs: Behandlung macht Fortschritte
25. Februar 2010 - Noch wird Krebs nicht beherrschbar, wie die «Welt» vorschnell behauptet. Doch die Behandlung hat in den letzten Jahren deutliche Fortschritte gemacht: In den letzten zehn Jahren ist in Europa der Krebstod bei Frauen um acht Prozent und bei Männern um neun Prozent zurückgegangen. Unheilbar Kranke leben in Deutschland ein bis zwei Jahre länger als noch vor zwanzig Jahren. Neue Hoffnung weckt die molekulare Krebsbehandlung, gestützt auf genetische Daten (Genomik) und gezielt auf die einzelnen Patienten abgestimmt.  [2438]
Quelle: Welt  
 
Pistazien gegen Krebs?
23. Februar 2010 - Die kleinen grünen Nüsse zum Knabbern enthalten viel von einer bestimmten Form des Vitamins E. Wer täglich über sechzig Gramm Pistazien isst, kann seinen Spiegel des Vitamins im Blut deutlich steigern. Das zeigt eine amerikanische Studie. Tägliche Zufuhr ist gut, weil der Körper dieses Vitamin nicht speichern kann. Es senkt im Prinzip das Risiko für Lungenkrebs und andere Krebsarten. Doch ob das mit dem Genuss von Pistazien der Fall ist, zeigt die Studie nicht. Nicht rauchen ohne Pistazien ist also bestimmt besser als Rauchen mit Pistazien.  [2433]
Quelle: Welt  
 
Krebs baut das Erbgut in der Zelle um
21. Februar 2010 - Alle Zellen des Menschen enthalten die gleichen Gene. Doch nicht in allen Zellen sind die gleichen Gene aktiv. Je nach Zelltyp werden sie vervielfältigt oder gelöscht. Dieser normale Umbau umfasst in gesunden Zellen kaum ein halbes Prozent der Gene, in Krebszellen jedoch über 30 Prozent. Auf diese kopierten und gelöschten Gene konzentriert sich die moderne Krebsforschung. Sie zielt darauf ab, bei jedem Patienten die Gene zu bestimmen und daraus eine personalisierte Therapie zu entwickeln.  [2428]
Quelle: Spiegel  
 
Krebsgen hängt mit Wohlstand zusammen
17. Februar 2010 - Brustkrebs hat unter anderem auch genetische Ursachen. Eines der bekannten Krebsgene ist bei armen Frauen deutlich häufiger als bei reichen. Das ist in einer Studie in Grossbritannien entdeckt worden, wo Arm und Reich sich anhand der Wohngegend besonders deutlich unterscheiden lassen. Als Ursache vermutet man den ungesünderen Lebensstil bei sozial benachteiligten Menschen. Das Krebsgen führt zudem bei armen Frauen deutlich schneller zum Tod als bei reichen. Dieser Unterschied könnte auf schlechtere Behandlung oder stärkere Abneigung gegen Arztbesuche zurückgehen.  [2420]
Quelle: Ärzteblatt  
 
Solarien können der Gesundheit schaden
15. Februar 2010 - Jede siebte Sonnenbank in einem europäischen Solarium strahlt zuviel UV ab. Wer sich dort bräunen lässt, droht einen Sonnenbrand zu bekommen und im schlimmsten Fall später an Hautkrebs zu erkranken. Zu diesem Schluss kommt ein Test an über fünfhundert Sonnenbänken in zehn europäischen Ländern. Wer sich im Solarium bräunen lässt, sollte erwachsen sein, ein auf den Hauttyp abgestimmtes Programm wählen, die Augen schützen, Kosmetika vor dem Bräunen von der Haut entfernen, mindestens 48 Stunden Pause zwischen zwei Sitzungen einhalten und empfindliche Körperstellen nicht bräunen.  [2414]
Quelle: Standard  
 
Gesundes Essen soll Krebszellen aushungern
13. Februar 2010 - Ob Schokolade, Rotwein, Heidelbeeren, Tomaten, Schwarz- oder Grüntee - vielen pflanzlichen Nahrungsmitteln, oft kräftig gefärbt, sagt man krebshemmende Eigenschaften nach. Die natürlichen Farbstoffe, auch sekundäre Pflanzenstoffe genannt, sollen nach neusten Erkenntnissen die krebsigen Blutgefässe verkümmern lassen. Nur wenn es Krebszellen gelingt, den Körper zur Bildung neuer Blutgefässe anzuregen, kann ein Tumor wachsen. Die Erkenntnis dürfte vor allem zur Vorbeugung wichtig sein.  [2410]
Quelle: Medizinarium  
 
Bessere Mammografie: Brust umkreist statt gequetscht
11. Februar 2010 - Mit einem Schwenk rund um die Brust macht eine neuartige Röntgenröhre Aufnahmen aus 25 verschiedenen Winkeln; so lassen sich krebsverdächtige Knoten besser als bisher erkennen. Bei der herkömmlichen Mammografie muss die Brust zwischen Glasplatten gequetscht werden. Das neuartige Verfahren ist seit kurzem am Brustzentrum in Lübeck im Einsatz. Es erlaubt Krebsknoten in einem früheren Stadium zu entdecken, wodurch sich die Heilungschancen verbessern.  [2401]
Quelle: Welt  
 
Antidepressivum schwächt Mittel gegen Brustkrebs
11. Februar 2010 - Mit der Diagnose Krebs werden Frauen eher depressiv, doch aufgepasst: Das häufig verschriebene Mittel Paroxetin gegen Depression schwächt das ebenfalls oft verschriebene Mittel Tamoxifen gegen Brustkrebs. Das ist in einer Studie an mehr als zweitausend Frauen im kanadischen Staat Ontario entdeckt worden. Von sieben Frauen mit dieser Kombination von Medikamenten stirbt im Durchschnitt eine innerhalb von fünf Jahren. Andere Antidepressiva vom Typ SSRI (Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) haben keine solch fatale Nebenwirkung.  [2402]
Quelle: Ärzteblatt  
 
Forscher arbeiten an Impfstoff gegen Magenkrebs
09. Februar 2010 - Gegen die Magenbakterie Helicobacter pylori entwickeln Forscher in München eine vielversprechende Impfung. Sie schaltet indirekt ein Eiweiss der Bakterie aus, das diese von Angriffen des Immunsystems abschirmt. Helicobacter pylori, der Erreger von Magengeschwüren, ist auch für 90 Prozent der Fälle von Magenkrebs verantwortlich. Alle Versuche, einen Impfstoff zu entwickeln, sind bisher gescheitert. Ob der neue Ansatz mehr Erfolge bringt, wird sich zeigen.  [2392]
Quelle: Standard  
 
Nikotinbelag plus Luft ergibt Krebsgift
09. Februar 2010 - Tabakrauch schadet der Gesundheit nicht nur beim aktiven und passiven Rauchen, sondern auch nachdem er sich als dünner Nikotinfilm auf Vorhängen, Möbeln, Boden und Wänden abgelagert hat. Saure Dämpfe, wie sie in jeder Wohnung vorkommen, wandeln die Tabakrückstände in Nitrosamine um. Diese krebserregenden Stoffe nehmen zum Beispiel Babys beim Krabbeln über die Haut auf.  [2394]
Quelle: Focus  
 
Mehr Softdrinks, mehr Pankreaskrebs
08. Februar 2010 - Mit zwei oder mehr süssen Sprudelgetränken pro Woche steigt das (kleine) Risiko für Krebs der Bauchspeicheldrüse um fast neunzig Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine Langzeitstudie an über sechzigtausend Personen in Singapur. Ob wirklich die Süssgetränke der Grund sind, steht damit aber nicht fest. Denn Softdrink-Konsumenten leben generell ungesünder und rauchen mehr als die Nicht-Konsumenten. Pankreaskrebs ist zwar selten, aber fast immer tödlich. Patrick Swayze ist 2009 daran gestorben.  [2389]
Quelle: Daily Mail  
 
Äpfel gegen Darmkrebs
06. Februar 2010 - Äpfel enthalten bestimmte Antioxidantien, die auch dann noch wirken, nachdem sie Magen und Dünndarm passiert haben. Im Dickdarm machen sie freie Radikale unschädlich, die Krebs fördern. Das hat die Untersuchung von Stuhlproben am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg gezeigt. Bei Tieren senken die Antioxidantien aus dem Apfel das Krebsrisiko um 50 Prozent.  [2385]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Weltkrebstag: Risiko lässt sich um 40 % senken
04. Februar 2010 - Der heutige Weltkrebstag steht unter dem Motto «Auch Krebs lässt sich vermeiden». Die internationale Vereinigung gegen Krebs (UICC) weist darauf hin, dass 40 Prozent der Krebsfälle vermeidbar wären: Durch regelmässige Bewegung, gesunde Ernährung, Nichtrauchen und Impfung gegen krebserregende Viren.  [2374]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Forscher verwandeln Hautzellen in Nervenzellen
29. Januar 2010 - Mittels Viren haben Gen-Techniker die Erbmasse von Hautzellen bei Mäusen so verändert, dass sie sich innerhalb nur einer Woche in Nervenzellen verwandelt haben. Diese haben untereinander mittels von Synapsen Verbindung aufgenommen wie in einem normalen Hirn. Dass es bei Mäusen funktioniert, ist ein zwar wichtiger, aber bloss erster Schritt. Bevor man die Technik bei Menschen anwenden kann, muss man sicher sein, dass die eingeschleusten Gene die Hautzellen nicht in bösartige Krebszellen verwandeln.  [2356]
Quelle: Spiegel  
 
Zigaretten: pro fünf aktive eine passive
29. Januar 2010 - Wer täglich 17 Zigaretten raucht, konsumiert nicht etwa weniger, sondern mehr als ein Pack. Denn von je fünf aktiv gerauchten Zigaretten inhalieren Raucher den Qualm einer weiteren passiv aus der Umgebungsluft. Das haben Forscher des italienischen Krebsinstituts berechnet.  [2357]
Quelle: Focus  
 
Forscher wollen Krebs riechen können
28. Januar 2010 - In einem Labor in Philadelphia haben Forscher Mäuse darauf dressiert, krebskranke Artgenossen am Geruch ihres Urins zu unterscheiden. Da diese Methode der Früherkennung in der Praxis zu aufwendig ist, haben die Forscher ein chemisches Gerät entwickelt. Mit diesem konnten sie anhand des Urins 47 von 50 krebskranken Mäusen erkennen. Nächstes Ziel ist es, den Urin von Rauchern zu untersuchen und dort nach Spuren von Lungenkrebs zu fahnden. Für diese Krebsart gibt es bisher keine Früherkennung.  [2349]
Quelle: Süddeutsche Zeitung  
 
Vitamin D gegen Darmkrebs
26. Januar 2010 - Personen mit einem hohen Spiegel von Vitamin D im Blut haben ein bis zu 40 Prozent geringeres Risiko für Krebs im Dickdarm und Enddarm als Personen mit wenig Vitamin. Das zeigt eine Studie an über tausend Personen in Europa. Doch Vorsicht: Zuviel Vitamin D ist giftig. Am besten lässt sich das Risiko senken, wenn man sich viel im Freien bewegt - Sonne regt die Haut zur Bildung von Vitamin D an, nur wenig Alkohol und rotes Fleisch konsumiert und nicht (mehr) raucht.  [2341]
Quelle: Medical News Today  
 
Schadet Dicksein der Leber?
25. Januar 2010 - Nicht zu vieles Essen, sondern im Körper abgelagertes Fett soll das Risiko für Krebs fördern, insbesondere für Leberkrebs. Dieser drohe vor allem dann, wenn sich zuviel Fett in der Leber ablagert, sagen Studien. Nun will eine Studie an der Uni von San Diego, Kalifornien, die Ursache gefunden haben: Mehr Fett in der Leber fördere dort die Neigung zu Entzündungen, und diese erhöhen das Krebsrisiko. Diese Erkenntnisse haben die Forscher allerdings an Mäusen und nicht an Menschen gewonnen. Ob sie zutreffen, muss also vorläufig offen bleiben.  [2335]
Quelle: Focus  
 
Blaubeeren bremsen Gedächtnisverlust
24. Januar 2010 - Achtzehn Bewohner eines Altersheims in Cincinnati, USA, tranken täglich zwei Glas Blaubeerensaft oder ein ähnlich schmeckendes Getränk. Jene mit Saft schnitten zwölf Wochen später in einem Wort- und Gedächtnistest deutlich besser ab als die anderen, und sie waren auch deutlich weniger depressiv. Den Blaubeeren sagt man auch andere positive Wirkungen auf die Gesundheit nach: Sie sollen das Risiko für Krebs, Herz- und Lungenkrankheiten senken. Es lohnt sich also, die Ampel-Regel für gesundes Essen (täglich Grün, Gelb und Rot) durch die Farbe Blau zu ergänzen.  [2333]
Quelle: Telegraph  
 
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