Gesundheitstelegramm: Krebs

News zu Krebs

Schwanger: Weniger Reis essen

Eine halbe Tasse Reis kann soviel Arsen enthalten, wie die WHO als Grenzwert festgelegt hat. Arsen ist ein Gift, das für ungeborene Kinder am schädlichsten ist: Es bremst das Wachstum, schwächt das Immunsystem und fördert Krebs. Schwangere Frauen sollten daher nicht täglich Reis essen, raten Experten. [2997]

8. Dezember 2011  –  Focus

Alkohol als Krebsgift

Jedes Glas Alkohol über die zuträgliche Menge hinaus fördert Krebs. Zu diesem Schluss kommt eine italienische Analyse zahlreicher Studien. Als zuträglich gelten für Frauen täglich zehn Gramm Alkohol (ein viertel Liter Bier oder ein achtel Liter Wein) und für Männer zwanzig Gramm (ein halber Liter Bier oder ein viertel Liter Wein). [2993]

2. Dezember 2011  –  Focus

Steaks vom Grill fördern Darmpolypen

Rotes Fleisch, z.B. vom Rind oder Lamm, erhöht das Risiko für Darmpolypen, falls es stark erhitzt wird. Weisses Fleisch, z.B. vom Huhn oder Fisch, belastet die Darmschleimhaut nicht, ebenso wenig wie schonend gegartes rotes Fleisch. Zu diesem Schluss kommt eine Studie mit über sechstausend Personen in den USA. Polypen können eine Vorstufe zu Darmkrebs sein. [2984]

18. November 2011  –  Ärztezeitung

Pro Gramm Ballaststoff ein Prozent weniger Darmkrebs

Mit jedem Gramm Ballaststoff in der täglichen Nahrung sinkt das Risiko für Darmkrebs um ein Prozent. Das haben britische Experten aus 25 Studien mit fast zwei Millionen Teilnehmern berechnet. Besonders viel Ballaststoffe sind in Haferflocken und anderen Getreide- und Vollkornprodukten enthalten. [2979]

11. November 2011  –  Telegraph

Lungenkrebs: Metastasen mit Mikrowellen verschmoren

Durch die Haut wird eine Sonde an den Tumor herangeführt. Dann folgt eine fünf- bis zehnminütige Bestrahlung. Die Mikrowellen zerstören die Krebszellen durch Hitze. Mit dieser neuen, in Frankfurt erprobten Methode lässt sich die Behandlung von Lungenkrebs im fortgeschrittenen Stadium deutlich verbessern. [2976]

8. November 2011  –  Ärztezeitung

Prostatakrebs aushungern

Krebszellen der Prostata nehmen mehr Nährstoffe auf als gesunde Zellen, denn sie besitzen in ihrer Wand mehr Nährstoffpumpen. Dadurch wachsen sie schneller. Typisch bei Prostatakrebs sind übermässige Pumpen für die Aminosäure Leucin. Das haben australische Forscher entdeckt. Sie hoffen, mit neuen Medikamenten die Pumpen gezielt angreifen zu können. Leucin kommt vor allem in rotem Fleisch vor. Dessen Konsum zu vermindern könnte bei Prostatakrebs günstig sein. [2974]

4. November 2011  –  UPI Health News

Krebszellen leuchten vor Operation

Patienten mit Hirntumor erhalten eine fluoreszierende Substanz. Diese reichert sich gezielt in Tumorzellen an und bringt diese zum Leuchten. Unter UV-Licht kann dann der Chirurg viel präziser als bisher operieren. Diese neue Methode wird jetzt in England an über sechzig Patienten getestet. [2971]

1. November 2011  –  BBC

Vitamin D hilft Krebs verhüten

Drei von vier Krebspatienten haben einen zu niedrigen Spiegel von Vitamin D im Blut. Jene mit dem niedrigsten Spiegel leiden besonders oft an Krebs im fortgeschrittenen Stadium. Das hat eine Studie mit 160 Patienten in den USA ergeben. [2953]

5. Oktober 2011  –  UPI Health News

Boden-Keim soll neue Waffe gegen Krebs werden

Eine Bakterie der Gattung Clostridium gedeiht nur tief im Boden, wo kein Sauerstoff hinkommt. Die gleichen Bedingungen herrschen im Innern von festen Tumoren wie Brustkrebs, Prostatakrebs oder Hirntumor. Das wollen Forscher der Universität Nottingham jetzt nutzen, um mittels Clostridium-Keimen zelltötende Medikamente in den Krebs zu schleusen. Im gesunden Gewebe, wo stets Sauerstoff vorhanden ist, könnten die Keime nicht überleben und würden die Zellen von einem Angriff verschonen. Erste Versuche mit Krebspatienten sind 2013 geplant. [2935]

5. September 2011  –  BBC

Weniger Hautkrebs dank Kaffee

Bestimmte Arten von Hautkrebs, etwa Basaliome oder Spinaliome, entwickeln sich seltener bei Frauen, die täglich sechs oder mehr Tassen Kaffee trinken. Nur koffeinhaltiger Kaffee zeigt diese Wirkung. Es greift offenbar Enzyme an, die Krebszellen vor einem Angriff des Immunsystems schützen. [2924]

19. August 2011  –  Ärzteblatt

Grill-Marinade gegen Krebs

Eine Marinade mit Rosmarin, Thymian und Knoblauch verringert die Menge an krebserregenden Substanzen, die beim Grillen von Fleisch entstehen, um fast neunzig Prozent. Auch Senf, Salbei und Basilikum wirken ähnlich gut. Zu diesem Schluss kommen Versuche an der staatlichen Universität von Kansas. [2920]

15. August 2011  –  Welt

Kleiner Wuchs, kleines Krebsrisiko

Pro zehn Zentimeter, die eine Frau grösser ist als 150 cm, nimmt ihr Krebsrisiko um 16 Prozent zu. Das zeigt die Auswertung der Daten von über einer Million Frauen. Bei Männern steigt das Krebsrisiko pro 10 cm um 10 Prozent. [2913]

26. Juli 2011  –  Ärztezeitung

Weisser Hautkrebs durch Viren und UV

Nur wenn Viren die Zellen der Haut geschädigt haben, kann UV-Strahlung weissen Hautkrebs auslösen. Das vermuten Krebsforscher nach Versuchen an Labormäusen. Die Hautkrebs-Viren sind verwandt mit solchen, die Warzen oder Gebärmutterhalskrebs auslösen. Jetzt wollen Forscher einen Impfstoff gegen weissen Hautkrebs entwickeln. [2910]

20. Juli 2011  –  Welt

Bald Impfung gegen Krebs?

Bei Mäusen hat ein Impfstoff gezielt Prostatakrebs zerstört, ohne gesunden Zellen zu schaden. In etwa zwei Jahren hoffen amerikanische und britische Forscher einen entsprechenden Impfstoff bei Menschen testen zu können. Bis zur Zulassung als Medikament dürften dann noch weitere Jahre vergehen. [2892]

22. Juni 2011  –  Spiegel

Handy krebserregend? Experten uneinig!

Alle paar Monate melden sich Experten mit neuen Warnungen und Entwarnungen. Zur Zeit ist wieder Warnung angesagt: Ein Gremium der WHO stuft die Strahlung aus Mobilfunk als «möglicherweise krebserregend» ein. Gefordert sind jetzt mehr Studien. Wie auch immer ihr Ergebnis sein wird - betroffen sind höchstens starke Handynutzer. [2879]

1. Juni 2011  –  Ärztezeitung

Rauchstopp wirkt sofort

Schon einen Tag nach der letzten Zigarette beginnt das Risiko für Herzinfarkt zu sinken. Nach einem Monat beginnen sich die Flimmerhärchen in den Atemwegen wieder zu erholen; nach neun Monaten arbeiten sie wieder wie zuvor. Deshalb sei es nie zu spät für einen Rauchstopp, sagen Experten des deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg. [2875]

26. Mai 2011  –  Ärztezeitung

Kaffee senkt Risiko von Prostatakrebs

Wer täglich Kaffee trinkt, läuft weniger Gefahr, an Krebs der Prostata zu erkranken. Wenn er doch erkrankt, hat er deutlich bessere Chancen zu überleben. Zu diesem Ergebnis kommt eine amerikanische Studie an über vierzigtausend Männern. Koffeinfreier Kaffee wirkt ebenso gut wie gewöhnlicher. Noch weiss man nicht, welche der vielen anderen Substanzen im Kaffee für die günstige Wirkung verantwortlich sind. [2870]

19. Mai 2011  –  Spiegel

Bester Sonnenschutz: Mittagssonne meiden!

Um drei Viertel lässt sich die mögliche Belastung mit UV-Strahlen reduzieren, wenn man zwischen elf und fünfzehn Uhr die Sonne meidet. Das sagt Professor Eggert Stockfleth, Leiter der Europäischen Hautkrebsstiftung. In Europa nehmen die Neuerkrankungen an Hautkrebs jedes Jahr um etwa fünf Prozent zu. [2862]

9. Mai 2011  –  Ärztezeitung

Experte rät vom täglichen Glas Rotwein ab

Ein Glas Rotwein pro Tag galt bisher als gesund für das Herz. Jetzt rät der deutsche Präventivmediziner Jürgen Rehm davon ab. Zum einen fördert Alkohol in jeder Dosis Krebs, also auch in geringen Mengen. Zum zweiten ist das Glas, das die meisten trinken, zu gross: Maximal ein Deziliter dürfte es sein. Drittens ist die schützende Wirkung auf das Herz zwar nachgewiesen, doch Rehm hält sie für geringer als oft behauptet wurde. Und schliesslich scheint das Zeitalter der allgemeingültigen Empfehlungen vorbei zu sein. Wer viele Herzkranke in seiner Verwandtschaft hat, dem könnte das tägliche Glas Rotwein eher nützen. Kommt dagegen Krebs in der Familie häufig vor, ist der Schaden per Saldo grösser als der Nutzen. [2849]

20. April 2011  –  Tages-Anzeiger

Einer von zehn Krebsfällen durch Alkohol

Bei Männern ist jeder zehnte Krebs durch Alkohol verursacht, bei Frauen aber nur etwa jeder dreissigste. Das haben Krebsforscher aus Daten von mehr als einer Drittelmillion Personen aus acht europäischen Ländern berechnet. Alkohol fördert Krebs vor allem im Kopf- und Halsbereich sowie in der Leber und im Darm, bei Frauen auch Brustkrebs. [2844]

11. April 2011  –  Ärzteblatt

Statistik: Streit um Strahlentote

Wieviele Menschen sind nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl an radioaktiver Strahlung gestorben? Die Schätzungen gehen weit auseinander: offiziell sind 47 der etwa 600'000 Aufräumarbeiter (Liquidatoren) und 15 Anwohner des Kraftwerks an Schilddrüsenkrebs gestorben. Ukrainische Amtsstellen sprechen von mehreren zehntausend verstorbenen Liquidatoren. In ganz Europa sind laut WHO 4000 Menschen zusätzlich an Krebs gestorben, laut Greenpeace bis zu 90'000. Krebs hat aber auch andere Ursachen und ist zudem häufig. So lässt sich nur schwer nachweisen, wieviele Krebstote die Strahlung verursacht hat. [2830]

21. März 2011  –  Süddeutsche Zeitung

Strahlung: Wie hoch das Krebsrisiko steigt

Durchschnittlich erkranken 40 von 100 Menschen im Lauf ihres Lebens an Krebs. Nach einer Strahlendosis von 100 Millisievert steigt diese Zahl um eine Person auf 41, schätzt Albrecht Kellerer von der deutschen Gesellschaft für Strahlen- und Umweltforschung. 100 Millisievert ist die Dosis, die ein Mensch normalerweise aus natürlichen Quellen und Röntgenaufnahmen in 25 Jahren aufnimmt – oder der ein Arbeiter auf dem Katastrophengelände von Fukushima zeitweise innerhalb von fünf bis zehn Minuten ausgesetzt war. [2828]

17. März 2011  –  FAZ

Krebsrisiko: Weniger Darmpolypen dank Sport

Polypen im Dickdarm sind Vorstufen von Darmkrebs. Sportlich aktive Menschen haben um 16 Prozent weniger Polypen als nicht aktive; bei fortgeschrittenen Polypen sind es sogar 30 Prozent weniger. Wie wirksam Sport Darmkrebs vorbeugt, lässt sich daraus nicht vorhersagen, denn nur ein kleiner Teil aller Polypen entwickelt sich bis zum Krebs. [2821]

4. März 2011  –  Ärzteblatt

Nanoteilchen: ähnlich wie Asbest?

Nanoteilchen messen nur wenige Millionstel Millimeter. Sie werden immer öfter für Beschichtungen mit besonders vorteilhaften Eigenschaften eingesetzt, aber auch zum Beispiel in Sonnencreme. Da die Teilchen so winzig sind, können sie bis tief in die Lungen gelangen und dort, ähnlich wie Asbest, Krebs auslösen. Diese Gefahr sieht Prof. Thomas Kraus aus Aachen. Allerdings seien nur Personen gefährdet, die in der Herstellung mit Nanoteilchen in Kontakt kommen, nicht aber Konsumenten der damit hergestellten Produkte. Wie gefährlich die Teilchen wirklich sind, wird künftige Forschung zeigen müssen. [2817]

28. Februar 2011  –  Focus

Impfung gegen Genital-Viren schützt auch Männer

Bei Frauen hat kann eine Impfung gegen das Humane Papilloma-Virus HPV vor Genitalwarzen und -krebs schützen. Dass die Impfung auch Männer schützt, zeigt eine Studie an über viertausend männlichen Personen zwischen 16 und 26 Jahren in den USA. Gegen Krebsvorstufen schützt die Impfung fast zu hundert Prozent. [2806]

10. Februar 2011  –  Ärztezeitung

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