
News zu Krebs Risiko
Gen-Analyse kann Krebs nicht vorhersagen
Immer mehr Menschen lassen sich ihr Genom analysieren und hoffen dann, aus den gelieferten Daten die Risiken für verschiedene Krankheiten erfahren zu können. Bei vielen Krebsarten, obwohl in der Analyse aufgelistet, versagt die Methode allerdings: Der grösste Teil des Risikos komme nicht aus den Genen, sondern aus der Umwelt, sagen amerikanische Gen- und Krebsforscher. [3081]
5. April 2012 – Ärzteblatt
Nahrungsergänzung mit den B-Vitaminen Folsäure, B6 und B12 sowie Omega-3-Fettsäuren kostet nur Geld, nützt aber nichts. Das zeigt eine französische Studie mit über zweitausend Personen. Die teuren Präparate helfen weder gegen Herzinfarkt und Schlaganfall noch gegen Krebs. Im Gegenteil: Bei Frauen steigern sie sogar das Krebsrisiko. [3062]
9. März 2012 – Ärztezeitung
Mit vier Tassen Kaffee pro Tag ist das durchschnittliche Risiko für Diabetes vom Typ 2 um 23 Prozent geringer als mit nur einer Tasse. Zu diesem Befund kommt eine Studie mit mehr als vierzigtausend Personen in Deutschland. Sie bestätigt Ergebnisse aus früheren Studien. Zwei weitere gute Nachrichten der deutschen Studie: Herz und Kreislauf bleiben auch bei hohem Kaffeekonsum so gesund wie ohne Kaffee; auch für Krebs spielt Kaffee keine Rolle. [3055]
29. Februar 2012 – Ärztezeitung
Steaks vom Grill fördern Darmpolypen
Rotes Fleisch, z.B. vom Rind oder Lamm, erhöht das Risiko für Darmpolypen, falls es stark erhitzt wird. Weisses Fleisch, z.B. vom Huhn oder Fisch, belastet die Darmschleimhaut nicht, ebenso wenig wie schonend gegartes rotes Fleisch. Zu diesem Schluss kommt eine Studie mit über sechstausend Personen in den USA. Polypen können eine Vorstufe zu Darmkrebs sein. [2984]
18. November 2011 – Ärztezeitung
Pro Gramm Ballaststoff ein Prozent weniger Darmkrebs
Mit jedem Gramm Ballaststoff in der täglichen Nahrung sinkt das Risiko für Darmkrebs um ein Prozent. Das haben britische Experten aus 25 Studien mit fast zwei Millionen Teilnehmern berechnet. Besonders viel Ballaststoffe sind in Haferflocken und anderen Getreide- und Vollkornprodukten enthalten. [2979]
11. November 2011 – Telegraph
Kleiner Wuchs, kleines Krebsrisiko
Pro zehn Zentimeter, die eine Frau grösser ist als 150 cm, nimmt ihr Krebsrisiko um 16 Prozent zu. Das zeigt die Auswertung der Daten von über einer Million Frauen. Bei Männern steigt das Krebsrisiko pro 10 cm um 10 Prozent. [2913]
26. Juli 2011 – Ärztezeitung
Schon einen Tag nach der letzten Zigarette beginnt das Risiko für Herzinfarkt zu sinken. Nach einem Monat beginnen sich die Flimmerhärchen in den Atemwegen wieder zu erholen; nach neun Monaten arbeiten sie wieder wie zuvor. Deshalb sei es nie zu spät für einen Rauchstopp, sagen Experten des deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg. [2875]
26. Mai 2011 – Ärztezeitung
Kaffee senkt Risiko von Prostatakrebs
Wer täglich Kaffee trinkt, läuft weniger Gefahr, an Krebs der Prostata zu erkranken. Wenn er doch erkrankt, hat er deutlich bessere Chancen zu überleben. Zu diesem Ergebnis kommt eine amerikanische Studie an über vierzigtausend Männern. Koffeinfreier Kaffee wirkt ebenso gut wie gewöhnlicher. Noch weiss man nicht, welche der vielen anderen Substanzen im Kaffee für die günstige Wirkung verantwortlich sind. [2870]
19. Mai 2011 – Spiegel
Strahlung: Wie hoch das Krebsrisiko steigt
Durchschnittlich erkranken 40 von 100 Menschen im Lauf ihres Lebens an Krebs. Nach einer Strahlendosis von 100 Millisievert steigt diese Zahl um eine Person auf 41, schätzt Albrecht Kellerer von der deutschen Gesellschaft für Strahlen- und Umweltforschung. 100 Millisievert ist die Dosis, die ein Mensch normalerweise aus natürlichen Quellen und Röntgenaufnahmen in 25 Jahren aufnimmt – oder der ein Arbeiter auf dem Katastrophengelände von Fukushima zeitweise innerhalb von fünf bis zehn Minuten ausgesetzt war. [2828]
17. März 2011 – FAZ
Krebsrisiko: Weniger Darmpolypen dank Sport
Polypen im Dickdarm sind Vorstufen von Darmkrebs. Sportlich aktive Menschen haben um 16 Prozent weniger Polypen als nicht aktive; bei fortgeschrittenen Polypen sind es sogar 30 Prozent weniger. Wie wirksam Sport Darmkrebs vorbeugt, lässt sich daraus nicht vorhersagen, denn nur ein kleiner Teil aller Polypen entwickelt sich bis zum Krebs. [2821]
4. März 2011 – Ärzteblatt
Asthma und Ekzem senken Krebsrisiko
Um ein Viertel bis ein Drittel niedriger ist das Risiko, an irgendeiner Art von Krebs zu erkranken, für Asthmatiker oder Ekzempatienten - verglichen mit Personen ohne Allergie. Das zeigt eine Studie an über dreitausend Patienten und gesunden Personen in Kanada. Schuld daran sei das überaktive Immunsystem, vermuten die Forscher: Es verursacht zwar allergische Beschwerden, bekämpft aber andererseits wirksamer bösartige Zellen im Körper. [2801]
28. Januar 2011 – Ärztezeitung
Prostatakrebs mit Sport behandeln
Männer mit Prostatakrebs können ihr Risiko, daran zu sterben, ungefähr halbieren, wenn sie mindestens drei Stunden pro Woche Sport treiben - etwa mit schnellem Gehen, Laufen, Schwimmen oder Radfahren. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über zweitausend Patienten in den USA. [2787]
6. Januar 2011 – Daily Mail
Tuberkulose erhöht Risiko für Lungenkrebs
Bis zu elfmal höher als gewöhnlich ist das Risiko für Lungenkrebs bei Menschen, die an Tuberkulose leiden oder gelitten haben. Das zeigt die Auswertung der Daten von über einer halben Million Patienten in Taiwan. Weltweit ist etwa ein Drittel der Bevölkerung mit Tuberkulose-Bazillen angesteckt. Doch nur bei einer von zehn angesteckten Personen bricht die Krankheit aus. [2785]
4. Januar 2011 – Spiegel
Wer täglich Aspirin nimmt, kann sein Risiko, an Krebs zu sterben, etwa um ein Fünftel senken. Diesen Schluss ziehen Forscher der Universität Oxford aus den Ergebnissen von fünf Studien mit über zwanzigtausend Patienten. Dennoch ist es für Gesunde nicht ratsam, den neuen Medien-Hype mitzumachen und täglich Aspirin zu schlucken. Das Medikament erhöht nämlich das Risiko von Darmblutungen, die ebenfalls tödlich sein können. In der Oxforder Studie sind nach Aspirin innerhalb von zwanzig Jahren zwar weniger Patienten an Krebs gestorben, aber nicht weniger an anderen Ursachen. [2767]
8. Dezember 2010 – Ärzteblatt
Solarium fördert Hautkrebs stärker als gedacht
Mehr als viermal höher ist das Risiko für schwarzen Hautkrebs (Melanom) bei Menschen, die regelmässig ins Solarium gehen und sich dort unter schnell bräunende Geräte legen. Wer mehr als fünfzig Stunden in seinem Leben auf üblichen Sonnenbänken verbracht hat, muss mit einem mehr als dreimal höheren Risiko rechnen. Generell haben Nutzer von Solarien ein um 75 Prozent höheres Risiko als Menschen, die sich nicht künstlich bräunen lassen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie an über tausend Melanom-Patienten in den USA. Sie lässt vermuten, die Krebsgefahr durch Solarien sei höher als bisher angenommen. [2618]
28. Mai 2010 – Ärztezeitung
Entwarnung: Kein Krebs durch Handy
Eine neue Studie der Weltgesundheitsorganisation hat Daten von über fünftausend Patienten mit Hirntumoren in dreizehn Ländern ausgewertet: Wenn überhaupt, dann haben Nutzer von Mobiltelefonen ein eher geringeres Risiko für Krebs als jene ohne Handy. Die Unterschiede sind jedoch statistisch nicht bedeutsam. Die untersuchten Personen haben pro Monat im Durchschnitt zwei bis drei Stunden mit dem Handy telefoniert. Ob ein deutlich längerer Gebrauch ein Risiko darstellen könnte, lässt sich mit dieser Studie demnach nicht ausschliessen. [2597]
18. Mai 2010 – Medical News Today
Superstudie soll Handy-Risiko endgültig klären
Fördern Mobiltelefone Krebs? Oder schützen sie gar vor Alzheimer, wie kürzlich eine Studie an Mäusen vermuten lässt? Alle bisherigen Studien an Menschen sagen nur wenig aus, weil sie von den Symptomen ausgehend den Handygebrauch rückblickend erfragt haben. Die nun geplante europäische Superstudie erfasst gleichzeitig den Handygebrauch und die Erkrankungen von fast hunderttausend Menschen in Grossbritannien, Holland und Skandinavien. Sie ist auf dreissig Jahre angelegt und wird drei bis vier Millionen Euro kosten, finanziert von Staaten und von der Industrie. [2547]
23. April 2010 – Telegraph
Ein halb durchgebratenes Steak (medium, rosé) ist gesünder als ein ganz durchgebratenes (well done, bien cuit). Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über 1700 Personen in Texas: Das Risiko für Blasenkrebs ist bei den Liebhabern des halbgaren Fleisches um die Hälfte kleiner als bei jenen, die es durchgebraten mögen. Grund dafür sind krebserregende Substanzen, die sich beim scharfen Anbraten bilden. Der Tipp für die kommende Grillsaison lautet also: Fleisch schonend erhitzen und nicht schwarz werden lassen! [2542]
21. April 2010 – Spiegel
Experten warnen vor Diabetes-Epidemie
Am Weltkongress für Diabetes in Dresden warnen Spezialisten vor den Folgen dieser Krankheit, die sich immer mehr ausbreitet: 70 Prozent der Herzinfarkte gehen inzwischen auf das Konto von Diabetes; hinzu kommen weitere oft tödliche Folgen wie Depressionen, Demenz, Impotenz, Erblindung, Amputationen und Krebs. Einer der wichtigsten Risikofaktoren ist der Bauchumfang. Die beste Vorbeugung ist viel Bewegung und eine ausgewogene, nicht zu fette Ernährung. [2522]
12. April 2010 – Welt
5 am Tag schützt kaum vor Krebs
Die weltweite Kampagne, die fünfmal am Tag Obst und Gemüse empfiehlt, schützt kaum vor Krebs. Nur um winzige 3 Prozent, statistisch zwar signifikant, aber praktisch unbedeutend, sinkt das Risiko laut einer Langzeitstudie an fast einer halben Million Menschen in den USA. Zehnmal grösser ist jedoch die positive Wirkung auf Herz und Kreislauf: Hier sinkt das Risiko um 30 Prozent. Hinzu kommen ein besserer Schutz gegen Diabetes und zahlreiche weitere positive Wirkungen. «Fünf am Tag» ist also weiterhin ein guter Rat. [2517]
8. April 2010 – Ärztezeitung
Stillen schützt vor Brustkrebs
Frauen, die ihr Baby stillen, erkranken seltener an Brustkrebs. Günstig ist auch, früh ein Kind zu bekommen. Dies sind die beiden Hauptgründe, dass Brustkrebs in westlichen Industrieländern sechsmal häufiger vorkommt als in ländlichen Regionen Asiens und Afrikas. Doch auch mit einem westlichen Lebensstil können Frauen ihr Risiko senken: Nicht zuviel zunehmen, nur wenig Alkohol trinken, in den Wechseljahren keine Hormone nehmen. [2494]
24. März 2010 – Ärztezeitung
Passivraucher-Gen: Variante erhöht Krebsrisiko
Ein Viertel der Lungenkrebspatienten hat nie zuvor geraucht. Bei ihnen haben jetzt Forscher zwei Varianten eines Gens auf dem Chromosom 13 entdeckt. Dieses Gen hat offenbar eine wichtige Schutzfunktion gegen Krebs. Die beiden entdeckten Varianten schwächen diese Funktion, so dass schon kleine Mengen Rauch, etwa beim Passivrauchen, Krebs auslösen können. [2491]
23. März 2010 – Spiegel
Frühe Glatze senkt Risiko für Prostatakrebs
Um 29 Prozent geringer ist das Risiko für Prostatakrebs bei Männern, die schon mit 30 Jahren eine Glatze bekommen. Das zeigt eine US-Studie bei etwa zweitausend Männern mittleren Alters. Frühe Glatzen zeigen einen hohen Spiegel des männlichen Hormons Testosteron an, und ein hoher Testosteronspiegel ist offenbar gut für die Prostata. [2485]
19. März 2010 – Ärztezeitung
Agentur warnt: Solarien so krebserregend wie Rauchen
Wer sich vor dem dreissigsten Lebensjahr regelmässig in Solarien bräunen lässt, steigert sein Risiko für Hautkrebs um 75 Prozent. Die Internationale Krebsforschungsagentur IARC stuft Solarien in die höchste Stufe der Krebsrisiken ein, vergleichbar mit Zigaretten oder Asbest. Immerhin ist aber Hautkrebs zu hundert Prozent heilbar, wenn rechtzeitig erkannt - im Unterschied zu Lungenkrebs. [2475]
15. März 2010 – Standard
Immer mehr sterben an Blutvergiftung
Blutvergiftung (Sepsis) ist in Deutschland heute die dritthäufigste Todesursache nach Herzinfarkt und Krebs. Der Grund: Immer mehr Patienten, die früher keine Chance hatten, werden heute operiert, darunter viele ältere. Im Alter steigt das Risiko für Infektionen. Dies berichten Fachleute an einem Weltkongress für Trauma, Schock und Entzündung in München. [2468]
11. März 2010 – Die Zeit
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