Gesundheitstelegramm: Krebs Alkohol

News zu Krebs Alkohol

Alkohol als Krebsgift

Jedes Glas Alkohol über die zuträgliche Menge hinaus fördert Krebs. Zu diesem Schluss kommt eine italienische Analyse zahlreicher Studien. Als zuträglich gelten für Frauen täglich zehn Gramm Alkohol (ein viertel Liter Bier oder ein achtel Liter Wein) und für Männer zwanzig Gramm (ein halber Liter Bier oder ein viertel Liter Wein). [2993]

2. Dezember 2011  –  Focus

Experte rät vom täglichen Glas Rotwein ab

Ein Glas Rotwein pro Tag galt bisher als gesund für das Herz. Jetzt rät der deutsche Präventivmediziner Jürgen Rehm davon ab. Zum einen fördert Alkohol in jeder Dosis Krebs, also auch in geringen Mengen. Zum zweiten ist das Glas, das die meisten trinken, zu gross: Maximal ein Deziliter dürfte es sein. Drittens ist die schützende Wirkung auf das Herz zwar nachgewiesen, doch Rehm hält sie für geringer als oft behauptet wurde. Und schliesslich scheint das Zeitalter der allgemeingültigen Empfehlungen vorbei zu sein. Wer viele Herzkranke in seiner Verwandtschaft hat, dem könnte das tägliche Glas Rotwein eher nützen. Kommt dagegen Krebs in der Familie häufig vor, ist der Schaden per Saldo grösser als der Nutzen. [2849]

20. April 2011  –  Tages-Anzeiger

Einer von zehn Krebsfällen durch Alkohol

Bei Männern ist jeder zehnte Krebs durch Alkohol verursacht, bei Frauen aber nur etwa jeder dreissigste. Das haben Krebsforscher aus Daten von mehr als einer Drittelmillion Personen aus acht europäischen Ländern berechnet. Alkohol fördert Krebs vor allem im Kopf- und Halsbereich sowie in der Leber und im Darm, bei Frauen auch Brustkrebs. [2844]

11. April 2011  –  Ärzteblatt

Stillen schützt vor Brustkrebs

Frauen, die ihr Baby stillen, erkranken seltener an Brustkrebs. Günstig ist auch, früh ein Kind zu bekommen. Dies sind die beiden Hauptgründe, dass Brustkrebs in westlichen Industrieländern sechsmal häufiger vorkommt als in ländlichen Regionen Asiens und Afrikas. Doch auch mit einem westlichen Lebensstil können Frauen ihr Risiko senken: Nicht zuviel zunehmen, nur wenig Alkohol trinken, in den Wechseljahren keine Hormone nehmen. [2494]

24. März 2010  –  Ärztezeitung

Vitamin D gegen Darmkrebs

Personen mit einem hohen Spiegel von Vitamin D im Blut haben ein bis zu 40 Prozent geringeres Risiko für Krebs im Dickdarm und Enddarm als Personen mit wenig Vitamin. Das zeigt eine Studie an über tausend Personen in Europa. Doch Vorsicht: Zuviel Vitamin D ist giftig. Am besten lässt sich das Risiko senken, wenn man sich viel im Freien bewegt - Sonne regt die Haut zur Bildung von Vitamin D an, nur wenig Alkohol und rotes Fleisch konsumiert und nicht (mehr) raucht. [2341]

26. Januar 2010  –  Medical News Today

Leichter Wein, weniger Krebs

Wer täglich einen viertel Liter Wein trinkt, kann sein Risiko für Blasenkrebs um 7 Prozent senken, wenn er von einem schweren vierzehnprozentigen auf einen leichten Wein mit nur zehn Prozent Alkohol wechselt. Das zeigen Berechnungen des Weltfonds für Krebsforschung. Würden hundert Personen diesen Rat befolgen, könnte dies im Durchschnitt einen Krebsfall verhindern. Für andere Krebsarten sei ein ähnlicher Nutzen zu erwarten, meint die Organisation. [2308]

18. Januar 2010  –  BBC

Kein Alkohol mehr nach Brustkrebs

Frauen, die eine Brustkrebsoperation gut überstanden haben, tun gut daran, ganz auf Alkohol zu verzichten. Ihre Chancen, keinen Rückfall zu bekommen, stehen dann am besten. Nur schon drei oder vier Glas eine alkoholischen Getränks pro Woche erhöhen das Risiko eines Rückfalls um ein Drittel. Dies zeigt eine Studie an etwa 1900 Frauen nach Brustkrebs in den USA. [2192]

13. Dezember 2009  –  CNN International

Alkohol, Hormone und Brustkrebs

Frauen, die täglich Alkohol trinken, haben ein höheres Risiko für Brustkrebs nach den Wechseljahren - aber nur dann, wenn sie Hormone nehmen. Ohne Hormone erhöht Alkohol das Risiko nicht. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über fünftausend Frauen in Kopenhagen. [1733]

5. November 2007  –  PubMed PMID: 17966122

Alkohol und Brustkrebs

Jedes zusätzliche Glas Alkohol pro Tag lässt bei Frauen das Risiko für Brustkrebs um drei Prozent steigen. Diese Zahl stützt sich auf eine Statistik an über einer Viertelmillion Frauen in Europa. [1588]

13. April 2007  –  PubMed PMID: 17364225

Alkohol verstärkt schädliche Wirkung von UV

Wer sich zu oft und zu lange an der Sonne aufhält, muss mit einem höheren Risiko für schwarzen Hautkrebs (Melanom) rechnen. Dagegen helfen gute Kleidung und Mittel mit einem hohen Schutzfaktor. Dagegen hilft aber auch Abstinenz, denn Alkohol verstärkt die Wirkung der schädlicher UV-Strahlen. Das Risiko kann für starke Trinker bis doppelt so hoch sein als für Abstinenten, sagt eine Studie an über fünfhundert Personen im amerikanischen Sonnen-Staat Hawaii. [1398]

17. August 2006  –  Am J Epidemiology 2006;164:232

Krebs: Nur Vorbeugung nützt

Kaum Erfolg im Kampf gegen Krebs haben bisher bessere Methoden der Behandlung gebracht. Früherkennung gibt es nur für einige wenige Krebsarten. So bleibt als einzig wirksame Maßnahme die Vorbeugung. Ein Drittel der Todesfälle wäre durch gesundes Verhalten zu verhüten. Am wichtigsten: Nicht rauchen, wenig Alkohol, Gewicht nicht zu hoch werden lassen, viel Früchte und Gemüse essen. Dieses Fazit ziehen Forscher aus der Analyse von über 7 Millionen Todesfällen durch Krebs. [1179]

21. November 2005  –  Lancet 2005;366:1784

Brustkrebs: Alkohol fördert, Folsäure schützt

Frauen, die regelmäßig Alkohol trinken, haben ein höheres Risiko für Brustkrebs als Abstinentinnen. Umgekehrt wirkt Folsäure, sie schützt vor Brustkrebs, und zwar auch bei Frauen, die Alkohol trinken. Das zeigt eine Studie an über 17000 Frauen in Australien. [1149]

10. Oktober 2005  –  British Medical Journal 2005;331:807

Alkohol gegen Folsäure

Folsäure ist gesund, denn sie baut das Risiko für Herz-, Kreislaufkrankheiten und Krebs ab. Alkohol hebt einen Teil dieser positiven Wirkung auf, vor allem bei Personen, die nur knapp das Minimum der empfohlenen Menge Folsäure zu sich nehmen. [1093]

22. Juli 2005  –  Am J Clin Nutrition 2005;82:155

Vitamin B6 gegen Darmkrebs

Frauen, die viel Vitamin B6 zu sich nehmen, haben ein um ein Drittel niedrigeres Risiko für Darmkrebs als Frauen mit einem minimalen Konsum dieses Vitamins. Sogar um mehr als zwei Drittel sinkt das Risiko bei Frauen, die mäßig bis viel Alkohol trinken. Das zeigt eine Studie an über 60'000 Schwedinnen. [1076]

29. Juni 2005  –  Gastroenterology 2005;128:1830

Alkohol: Besser oft wenig als selten viel

Je mehr Alkohol man trinkt, desto höher ist das Risiko für Krebs der Prostata. Doch sehr wichtig ist, wie man trinkt: Am schlechtesten ist es, ein- bis zweimal pro Woche sich einen Rausch anzutrinken. [740]

18. März 2004  –  Am J Epidemiology 2004;159:444

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