
News zu Kraft
Bei Osteoporose richtig reagieren
Hat der Arzt eine Osteoporose (Knochenschwund) festgestellt, soll man oder frau sich nicht schonen, sondern erst recht Sport treiben, am besten leichtes Krafttraining und Gymnastik. Viel Milch, Fisch, Sojaprodukte und Gemüse zu sich nehmen, um den Körper mit Kalzium und Vitamin D zu versorgen. Nach einer Knochenoperation an der Wirbelsäule ist heute keine Bettruhe mehr nötig. (Quelle: Dachverband Osteologie DVO) [3030]
25. Januar 2012 – Ärztezeitung
Zuviel Salz in der Nahrung steigert den Blutdruck und bringt so Herz und Kreislauf in Gefahr. Diese Tatsache bleibt unbestritten. Doch jetzt lässt eine neue kanadische Studie vermuten, dass auch zuwenig Salz ungesund ist - ausgerechnet für Menschen mit Bluthochdruck. Als optimale Salzmenge haben die Kanadier 8 Gramm pro Tag ermittelt - doppelt so viel wie die WHO empfiehlt. Bevor aber nicht weitere Studien dieses Ergebnis bestätigen, werden die bisherigen Empfehlungen in Kraft bleiben. [2990]
28. November 2011 – Ärzteblatt
Mittagsschlaf macht fit und gesund
Zwanzig Minuten bis eine halbe Stunde Kurzschlaf (Powernapping) über Mittag kann das Risiko vorzeitigen Herztodes um ein Drittel senken. Die Leistungskraft am Arbeitsplatz nimmt zu, und im Alter sink das Risiko für Demenz. Zu diesem Schluss kommen Studien bei über zwanzigtausend Personen. [2909]
19. Juli 2011 – Ärztezeitung
Statistik: Streit um Strahlentote
Wieviele Menschen sind nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl an radioaktiver Strahlung gestorben? Die Schätzungen gehen weit auseinander: offiziell sind 47 der etwa 600'000 Aufräumarbeiter (Liquidatoren) und 15 Anwohner des Kraftwerks an Schilddrüsenkrebs gestorben. Ukrainische Amtsstellen sprechen von mehreren zehntausend verstorbenen Liquidatoren. In ganz Europa sind laut WHO 4000 Menschen zusätzlich an Krebs gestorben, laut Greenpeace bis zu 90'000. Krebs hat aber auch andere Ursachen und ist zudem häufig. So lässt sich nur schwer nachweisen, wieviele Krebstote die Strahlung verursacht hat. [2830]
21. März 2011 – Süddeutsche Zeitung
Akupunktur gegen einseitige Sehschwäche?
Kinder mit einseitiger Sehschwäche müssen über dem stärkeren Auge stundenlang eine Augenklappe tragen, damit das schwächere Auge nach und nach stärker wird. Bei Kleinkindern wirkt diese Methode am besten, bei Schulkindern schon deutlich schlechter. Im Alter zwischen sieben und zwölf könnte Akupunktur rund um das schwächere Auge eine Alternative sein: In einem chinesisch-amerikanischen Versuch an 88 Schulkindern hat sich die Sehkraft des schwächeren Auges nach fünfzehn Wochen Akupunktur ebenso stark verbessert wie mit täglich zweistündigem Tragen einer Augenklappe. [2772]
15. Dezember 2010 – Spiegel
Leichte Belastung lässt Muskeln schneller wachsen
Wer Kraft trainieren will, stemmt am besten relativ leichte Gewichte, allerdings so lange, bis er oder sie nicht mehr kann. Der entscheidende Reiz für das Wachstum der Muskeln kommt von der Erschöpfung, nicht aber von der maximalen Belastung. Dies lässt eine kanadische Studie an zwanzig jungen Freizeitsportlern vermuten. Das Ergebnis tönt plausibel, denn von leichten Belastungen können sich Muskeln schneller wieder erholen als von schweren. Wegen der kleinen Zahl von Teilnehmern ist es allerdings erst vorläufig und muss noch durch grössere Studien erhärtet werden. [2693]
20. August 2010 – Scienceticker
Teures Krebsmittel in der Kritik
Das Roche-Mittel Avastin, ein Umsatzrenner gegen Krebs, zeigt keine wesentliche Wirkung. Die Lebenszeit der Patienten verlängere sich kaum, und dies stehe in keinem Verhältnis zu den monatlichen Behandlungskosten von 5000 Euro. Zu diesem vernichtenden Schluss kommt ein Gutachten im Auftrag einer deutschen Krankenkasse. Zahlreiche Studien hätten eine Wirkung nachgewiesen, kontert Roche. Doch zahlreiche dieser Studien sind von der Industrie gesponsert, was die Aussagekraft der Ergebnisse mindert. [2572]
4. Mai 2010 – Spiegel
Patienten mit Herzproblemen, Krebs, Rheuma und anderen chronischen Krankheiten leiden oft an Ängsten. Mit regelmässigem halbstündigem Training lässt sich diese Angst deutlich reduzieren. Ob Walking, Aerobic oder Krafttraining spielt keine Rolle. Zu diesem Schluss kommt eine neue Auswertung von ingesamt 40 Studien mit etwa 3000 Patienten. [2563]
30. April 2010 – Ärztezeitung
Training in Raten wirkt schneller
Zehnmal eine Minute strampeln mit maximaler Kraft, dazwischen jeweils eine Minute Pause zur Erholung: Ein solches Intervalltraining, dreimal pro Woche, fördert die Fitness von Herz und Kreislauf innerhalb von vierzehn Tagen ebenso gut wie zehn Stunden Ausdauertraining mit mässiger Intensität - aber in einem Fünftel der Zeit. Zu diesem Ergebnis kommt ein Versuch mit sieben jungen Männern an der Uni von Hamilton in Ontario. Für das Intervalltraining braucht es nur einen Hometrainer und eine Uhr mit Sekundenzeiger. Ältere Menschen sollten jedoch mit einem Pulsmesser darauf achten, ihren maximalen Puls (220 minus Alter) nicht zu überschreiten. [2473]
15. März 2010 – Medical News Today
Mehr Muskeln im Alter halten gesund
Bis zum achtzigsten Lebensjahr verliert auch ein gesunder Mensch im Durchschnitt etwa ein Drittel seiner Muskelmasse. Besser ist wohl, die Sache positiv zu sehen: Zwei Drittel bleiben erhalten, und dieser Anteil lässt sich durch Krafttraining steigern. Muskelkraft ist einer der wichtigsten und oft unterschätzten Gesundheitsfaktoren im Alter, sagt Jürgen Schölmerich von der Uni Regensburg. Schwache Muskeln und ein schlechter Sinn für das Gleichgewicht - beides Folgen von Bewegungsmangel - sind die häufigsten Ursachen von Stürzen. Beim folgenden Aufenthalt im Spital bringen dann oft Thrombosen und Lungenentzündungen den vorzeitigen Tod. [2454]
4. März 2010 – Ärzteblatt
Schmerzen, deren Ursache man kennt, tun nur halb so weh wie solche mit unbekannter Ursache. Die Kraft der Gedanken, auch bekannt als Placebo-Effekt, lässt sich sogar im MRT-Scanner nachweisen: Die Schmerznerven sind messbar ruhiger. Wer sich also eine Bandscheibe operieren lässt, sollte sich die entfernte kaputte Bandscheibe unbedingt zeigen lassen und am besten als Souvenir mit nach Hause nehmen: Das Risiko für Beinschmerzen und Muskelschwäche sowie der Verbrauch von Schmerzmitteln nehmen dann deutlich ab, wie eine kontrollierte Studie gezeigt hat. [2452]
3. März 2010 – Ärztezeitung
Bewegung ist die beste vorbeugende Medizin, um gesund zu bleiben. Doch es muss nicht unbedingt Sport sein, sagt der deutsche Sportmediziner Hans Bloss. Wer im Alltag für genug Bewegung sorgt, zum Beispiel durch Treppensteigen statt Lift und durch Einkaufsbummel zu Fuss, tut unter Umständen seiner Gesundheit mehr Gutes als durch häufiges Joggen oder Besuche im Kraftstudio. Wer Sport zu Wettkampfzwecken betreibe, schaffe zusätzlichen Stress, statt ihn abzubauen, meint Bloss. Zuviel und einseitiges Training sei schlechter als gar kein Training. [2446]
1. März 2010 – Focus
Händedruck zeigt Nähe des Todes an
Drück mir die Hand und ich sage dir, wie lange du noch zu leben hast? So einfach ist es natürlich nicht. Doch bei den ältesten Senioren gibt es statistisch einen klaren Zusammenhang: Je stärker ihr Händedruck, desto höher ihre Chance, die nächsten paar Jahre zu überleben. Das zeigt eine Studie an über fünfhundert sehr alten Einwohnern von Leiden, Holland. Dass ein gezieltes Krafttraining das Leben verlängert, ist damit aber nicht gesagt. [2398]
10. Februar 2010 – Science Daily
Sport ist gesund für 80 Prozent
Eine satte Mehrheit von 80 Prozent der Bevölkerung ist in der glücklichen Lage, durch Jogging, Aerobic oder Krafttraining ihre Atmung und ihren Kreislauf fitter machen zu können. Das zeigt eine Studie an über fünfhundert Personen in Europa und in den USA. Bei den restlichen 20 Prozent sprechen Herz und Kreislauf nicht wesentlich auf das Training an. Diese Menschen zu entdecken und individuell zu beraten ist das Ziel der Genomik. Bisher hat man 30 Gene entdeckt, die für die Leistung von Herz und Kreislauf zuständig sind. Deren Bestimmung auf breiter Front ist allerdings noch Zukunftsmusik. [2383]
5. Februar 2010 – Telegraph
Parkinson: Ein Müllproblem der Hirnzellen?
Mangelnde Entsorgung von verbrauchten Strukturen aus den Hirnzellen kann eine Ursache der Parkinson-Krankheit sein. Das vermuten Forscher der Uni Tübingen. Hirnzellen sind besonders reich an Mitochondrien, kleinen Kraftwerken, die alle Zellen des Körpers mit energiereichen Substanzen versorgen. Verbrauchte Mitochondrien werden mit bestimmten Stoffen markiert und dann von der Zelle entsorgt. Fehlen die Markier-Stoffe, reichern sich die toten Mitochondrien in der Zelle an und lassen sie absterben. [2377]
4. Februar 2010 – Medizinauskunft
Senioren, die zweimal pro Woche ihre Muskeln mit Hanteln und Kraftmaschinen stärken, sind geistig fitter als jene, die nie oder nur einmal pro Woche trainieren oder statt des Trainings nur leichte Gleichgewichtsübungen machen. Das zeigt eine Studie an über hundert älteren Damen in Vancouver. Die Leistungen in Gedächtnis- und Wortfindungstests verbessern sich im Lauf des Trainings. [2348]
27. Januar 2010 – Ärzteblatt
Bewegung senkt Risiko für Demenz
Senioren, die sich regelmässig bewegen, können so ihr Risiko einer leichten Schwäche der geistigen Fähigkeiten um 30 bis 40 Prozent senken. Soweit das Zwischenergebnis einer zur Zeit laufenden Studie. Mit leichter Geistesschwäche steigt das Risiko einer schweren Demenz um das Fünf- bis Zehnfache einer geistig fitten Person. Am wirksamsten für die grauen Zellen ist offenbar mässige Intensität, zum Beispiel durch schnelles Gehen, Wandern, Aerobic, Krafttraining, Schwimmen, Tennis Doppel, Yoga, Kampfsport, Gewichtheben und Golf ohne Wagen. [2289]
13. Januar 2010 – Medpage Today
Ginkgo schützt kaum vor Demenz
Mit Kapseln und Tabletten aus Ginkgo biloba machen einige Hersteller hohe Umsätze. Ginkgo soll unter anderem den geistigen Abbau bei Alzheimer und anderen Formen von Demenz bremsen. Doch diese Wirkung ist jetzt in einer Studie an über 3000 Personen in den USA nicht bestätigt worden: Ginkgo wirkt nicht besser als ein Scheinpräparat (Placebo). Ein Hersteller kritisiert die Studie mit dem Argument, dass die Geisteskraft der untersuchten Personen auch mit Placebo kaum abgenommen habe. Ginkgo nütze aber nur dann, wenn die Hirnleistung bereits angegriffen sei. [2247]
1. Januar 2010 – Spiegel
Kraft plus Ausdauer senkt Blutdruck am meisten
Bisher hat man vor allem Ausdauertraining empfohlen, um den Blutdruck zu senken. Nun zeigt eine neue Studie, dass eine Kombination von Kraft- und Ausdauertraining noch besser wirkt: Bei über sechzig Patienten mit arteriellem Bluthochdruck in Lübeck hat das kombinierte Training in zwölf Wochen den Blutdruck unter Belastung um 8 bis 21 Millimeter Quecksilbersäule gesenkt. [2169]
8. Dezember 2009 – Ärztezeitung
Leichtes Training am besten für die Stimmung
Strenges Krafttraining ist am besten für starke Muskeln, doch leichtes Krafttraining mit längeren Pausen zwischen den einzelnen Übungen ist besser für eine positive Stimmung. Dies zeigt ein Vergleich verschieden strenger Trainingsprogramme in den USA. Fazit: Locker macht's mehr Spass. Und da man mit mehr Freude auch länger durchhält, ist es wohl auch für die Muskeln auf lange Sicht am besten. [2151]
10. November 2009 – PubMed PMID: 19834350
Ob man ein Neugeborenes zweimal pro Woche in sauberem Wasser badet oder mit einem nassen Lappen sorgfältig wäscht, spielt keine Rolle. In beiden Fällen behält Babys Haut ihre Abwehrkraft gegen eindringende Keime und gegen das Austrocknen. Dies zeigt eine Studie an der Hautklinik der Berliner Charité. [2134]
21. September 2009 – PubMed PMID: 19690450
Herz am fittesten mit Kraft und Ausdauer
Ein Training, das Kraft und Ausdauer kombiniert, fördert die Fitness von Herz und Kreislauf am besten. Weniger wirksam sind dagegen ein reines Ausdauer- oder ein reines Krafttraining. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an neunzig zuvor untrainierten älteren Männern in Finnland. [2113]
22. Juni 2009 – PubMed PMID: 19516157
Bewegung erhält Immunfunktion im Alter
Bei Senioren, die sich viel bewegen, bleibt das Immunsystem im Alter aktiver, während es bei inaktiven Senioren wichtige Teile seiner Abwehrkraft immer mehr verliert. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an etwa fünfzig Senioren in Japan. Ein aktives Immunsystem ist wichtig, um Entzündungen vorzubeugen. [2046]
20. Februar 2009 – PubMed PMID: 19203082
Nach Aerobic im Wasser fitter als an Land
Turnübungen im Wasser, auch als Aquafit oder Wasser-Aerobic bekannt, verbessern die Fitness mehr als ähnliche Übungen an Land bei gleicher Pulszahl. Dies gilt für die Leistung von Herz, Kreislauf und Atmung ebenso wie für die Muskelkraft des Oberkörpers und die Beweglichkeit von Rumpf und Beinen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Versuch mit fünfzig gesunden älteren Frauen in Brasilien. [2028]
27. Januar 2009 – PubMed PMID: 19149838
Sich selbst Anfeuern gibt mehr Kraft
Es ist mehr als nur Show, wenn Hochspringer vor dem Sprung sich selbst anfeuern und das Publikum auffordern, sie dabei zu unterstützen. Solch motivierende Selbstgespräche steigern die Leistung beim Sport deutlich, wie jetzt eine britische Studie an zwölf jungen Männern gezeigt hat: Sie springen dann im Durchschnitt um über einen Zentimeter höher als nach Selbstgesprächen, die nichts mit sportlicher Leistung zu tun haben. Eine ähnliche Steigerung macht bei Spitzenspringern mehr als drei Zentimeter aus. [2027]
26. Januar 2009 – PubMed PMID: 19130644
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