Gesundheitstelegramm: Kondom

News zu Kondom

Deutsche Statistik: Wie Frauen verhüten

Von den 17 Millionen deutschen Frauen im gebärfähigen Alter verhüten 39 Prozent mit der Pille, 28 Prozent mit Kondomen, 12 Prozent mit Spirale (je zur Hälfte Kupfer- und Hormonspirale), je 8 Prozent durch «natürliche» Methoden und durch Sterilisation; 24 Prozent verhüten gar nicht, und 12 Prozent verzichten auf Geschlechtsverkehr. Schätzungsweise zehntausend Mädchen unter 18 werden jährlich schwanger. Von den Männern lassen sich 2 Prozent sterilisieren. [2362]

1. Februar 2010  –  Welt

Stop Aids, aber auch Stop HPV

Etwa die Hälfte der jungen Erwachsenen, die eine neue Partnerschaft eingehen, sind infiziert mit dem Papillomvirus HPV. Falls man kein Kondom verwendet, kann man sich sehr leicht damit anstecken. Das Virus erzeugt kleine Warzen in den Schleimhäuten der Geschlechtsorgane. Aus diesen können sich im schlimmsten Fall auch Krebsgeschwüre entwickeln. Das Kondom lohnt sich also auch beim Sex mit einem garantiert HIV-freien Partner. [2319]

20. Januar 2010  –  Bild

Pille gegen Ansteckung mit HIV

Eine Pille mit den Wirkstoffen Tenofovir und Emtricitab kann das Risiko, sich mit HIV anzustecken, deutlich senken. Dies zeigt eine Studie an über 19000 Personen, veröffentlicht in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift. Der Schutz ist allerdings nicht so gut, dass er Kondome ersetzen könnte. Aber die Pille lohnt sich auf jeden Fall für Risikopersonen und für Prostituierte. Sinnvoll ist sie auch für Paare, die sich Kinder wünschen und bei denen ein Partner HIV-positiv ist. Die Pille schützt nur vor HIV, nicht aber vor anderen Geschlechtskrankheiten wie Syphilis oder Gonorrhoe (Tripper). [2185]

11. Dezember 2009  –  Bild

Depressiv: Mehr Risiko beim Sex

Depressive Jugendliche neigen mehr als andere dazu, beim Sex kein Kondom zu benützen, auch sonst nichts gegen eine Schwangerschaft zu tun und Alkohol oder andere Drogen zu nehmen. Das hat eine Studie an amerikanischen High Schools ergeben. [1389]

4. August 2006  –  Pediatrics 2006;118:189

Aids in China eine Zeitbombe

Fachleute befürchten, dass sich in China bald eine ähnliche Aids-Tragödie abspielen könnte wie heute in Afrika. Schuld daran ist die Ein-Kind-Politik, die zu einem großen Überschuss an Männern geführt hat. Sobald diese ins sexuell aktive Alter kommen, erwartet man eine starke Zunahme der Prostitution und eine Ausbreitung von HIV, falls die Prävention mit Safer Sex und Kondomen scheitern sollte. [1020]

12. April 2005  –  AIDS 2005;19:539

Beschneidung senkt HIV-Risiko

Beschnittene Männer stecken sich weniger mit den Aids erregenden Viren an. Die Vorhaut ist offenbar voll von Zellen, die ein leichtes Ziel für Angriffe des HI-Virus sind. Doch dieser Schutz reicht bei weitem nicht aus: Das einzige sichere Mittel ist das Kondom. [746]

29. März 2004  –  Lancet 2004;363:1039

China vor Aids-Epidemie

In China sind laut offiziellen Angaben bis zu einer Million Menschen mit HIV infiziert. Von den 1,2 Milliarden Chinesen haben fast 20 Prozent noch nie etwas von Aids gehört; nur 20 Prozent wissen, dass es durch Sex übertragen wird , und nur 2,6 Prozent, dass man sich durch Kondome schützen kann. [670]

17. Dezember 2003  –  Lancet 2003;327:1383

Kondom für Frauen unsicher

In 7 bis 21 Prozent der Fälle kommt es zur Übertragung von Sperma. [396]

23. Februar 2003  –  Am J Epidemiology 2003;157:289

Für elf Dollar einen Fall von Aids verhüten

In Afrika könnte man durch Verteilung von Kondomen und durch mehr Sicherheit bei den Blutkonserven für nur elf Dollar einen Fall von HIV bzw. Aids verhüten. Die Behandlung kostet dagegen mehrere Tausend Dollar. [131]

15. Mai 2002  –  Lancet 2002;359:1635

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