
News zu Knochen, 2.2.2012 bis 10.5.2013
Rückenschmerzen wegen Bakterien in Bandscheiben?
Schwächen Bakterien die Bandscheiben, so dass es zum Vorfall (Diskushernie) und einem Knochenmarködem in den Wirbelkörpern kommt? Dänische Forscher haben zwei Gründe für diese neue und überraschende Vermutung gefunden: Bakterien im Gallertkern erkrankter Bandscheiben und eine Besserung der Rückenschmerzen, wenn die Patienten mit Antibiotika behandelt werden. [3326]
10. Mai 2013 – Ärzteblatt
Osteoporose: Milch und Joghurt besser als Käse
Milchprodukte enthalten viel Kalzium, nötig zum Aufbau von Knochenmasse. Doch nicht alle sind gleich gut geeignet, um Knochenschwund (Osteoporose) vorzubeugen. Am besten wirken Milch und Joghurt. Käse oder Rahm (Sahne) haben dagegen keinen günstigen Einfluss auf die Knochen, sagt eine Studie der Harvard Medical School in Boston. [3264]
5. Februar 2013 – Ärzteblatt
Bei Reizdarm auf Knochen achten
Wer an einem Reizdarm leidet, tut gut daran, auf eine gute Versorgung mit Kalzium zu achten. Denn Reizdarm verdoppelt das Risiko für Osteoporose. Das zeigt eine US-Studie mit über dreihunderttausend Patienten. Auch bei anderen Verdauungsstörungen und Unverträglichkeiten wie Zöliakie tritt Osteoporose massiv höufiger auf als sonst. [3253]
21. Januar 2013 – Ärztezeitung
Ins Freie statt Vitamin-D-Tropfen
Die letzten sonnigen Spätherbsttage nutzen, um die Vitamin-D-Speicher für den Winter aufzufüllen, empfiehlt ein Fachkommentar der Deutschen Ärztezeitung. Zehn bis fünfzehn Minuten täglich mit unbedecktem Gesicht und nackten Armen im Freien genügen, um 80 Prozent des Bedarfs an Vitamin D zu decken. Die restlichen 20 Prozent lassen sich mit der Ernährung decken. Umstritten ist hingegen der Nutzen von D3-Präparaten: Laut Studien wirken sie weder gegen Erkältung, Herzkrankheiten oder Krebs noch für die Knochen. [3196]
16. Oktober 2012 – Ärztezeitung
Trockene Alkoholiker: Knochen wieder stärker
Alkoholsucht schwächt unter anderem auch die Knochen. Deren Dichte nimmt ab, weil Alkohol das Knochenvitamin D3 aufbraucht. Schon nach zwei Monaten Abstinenz steigt das Vitamin D3 wieder an, und die Knochendichte nimmt zu. Das zeigt eine Studie mit über fünfzig Männern in Innsbruck. [3182]
25. September 2012 – Ärztezeitung
Kalziumpräparate fördern Herzinfarkt
Wer gegen den Abbau von Knochen regelmässig Kalziumtabletten nimmt, muss mit einem nahezu verdoppelten Risiko für Herzinfarkt rechnen. Das zeigt eine Studie an der Universität Zürich mit Daten von über zwanzigtausend Personen aus Europa. Sie bestätigt eine ähnliche Untersuchung aus dem Jahr 2010. Man vermutet, dass Kalzium aus den Präparaten auch zu Verkalkung der Arterien führt. Die Knochen werden nach neusten Erkenntnissen höchstens minimal gestärkt. [3113]
29. Mai 2012 – Ärzteblatt
Patienten mit Bluthochdruck, die im Winter ein Präparat mit Vitamin D nehmen, können ihren Blutdruck um drei bis sechs mm Hg senken. Das zeigt eine Studie mit knapp über hundert Personen in Dänemark. Die Wirkung ist zwar nur gering und muss noch in grösseren Studien bestätigt werden. Da aber Vitamin D auch für gesunde Knochen und Nerven wichtig ist, lohnt sich eine ausreichende Versorgung in jedem Fall. [3106]
15. Mai 2012 – Ärztezeitung
Schmerzmittel behindern Erholung nach Herzinfarkt
Schmerzsignale regen den Herzmuskel zur Reparatur der zerstörten Zellen an, indem sie Stammzellen aus dem Knochenmark den Weg zur schadhaften Stelle weisen. Dort bilden die Stammzellen neue Blutgefässe, die den Herzmuskel versorgen. Schmerzmittel behindern diesen natürlichen Vorgang. Das zeigen Experimente mit Mäusen, die jetzt auch bei menschlichen Patienten bestätigt worden sind. [3087]
17. April 2012 – Telegraph
Schadet Vitamin E den Knochen?
Vitamin E, in vielen Vitaminpräparaten enthalten, könnte mehr schaden als nützen. Mäuse jedenfalls haben bei einem Mangel an Vitamin E besonders starke Knochen. Diesen überraschenden Befund haben japanische Forscher entdeckt. Hoch dosierte Präparate könnten sich auch bei Menschen negativ auswirken, warnen die Forscher. Unbedenklich sei aber das natürliche Vitamin E aus der Nahrung. [3059]
6. März 2012 – Ärzteblatt
Knochendichte: Wie oft messen?
Frauen ohne Risikofaktoren für Osteoporose sollten die Knochendichte mit 70 Jahren messen lassen. Mit Risikofaktoren (Rauchen, Alkohol, Bewegungsarmut, graziler Körperbau, Osteoporose bei Blutsverwandten) kann dieser Test schon ab 60 Jahren ratsam sein. Bei normalem Ergebnis ist eine zweite Messung erst nach etwa 15 Jahren nötig, bei mittelstarkem Knochenschwund je nach Alter nach drei bis fünf Jahren, bei starkem Knochenschwund nach ein bis zwei Jahren. Diese Empfehlungen lassen sich aus einer neuen US-Studie mit fast fünftausend Frauen ableiten. [3036]
2. Februar 2012 – Ärztezeitung
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