
News zu Knochen Frau
Knochendichte: Wie oft messen?
Frauen ohne Risikofaktoren für Osteoporose sollten die Knochendichte mit 70 Jahren messen lassen. Mit Risikofaktoren (Rauchen, Alkohol, Bewegungsarmut, graziler Körperbau, Osteoporose bei Blutsverwandten) kann dieser Test schon ab 60 Jahren ratsam sein. Bei normalem Ergebnis ist eine zweite Messung erst nach etwa 15 Jahren nötig, bei mittelstarkem Knochenschwund je nach Alter nach drei bis fünf Jahren, bei starkem Knochenschwund nach ein bis zwei Jahren. Diese Empfehlungen lassen sich aus einer neuen US-Studie mit fast fünftausend Frauen ableiten. [3036]
2. Februar 2012 – Ärztezeitung
Pille gegen Magensäure schwächt Knochen
Medikamente, die im Magen die Bildung von Säure hemmen, können bei Frauen das Risiko für Knochenbrüche am Hüftgelenk um etwa ein Drittel steigern. Das zeigt eine Studie mit achtzigtausend Frauen ab den Wechseljahren. Sie hatten die Medikamente jahrelang genommen. Wie stark Männer von einer schnelleren Osteoporose betroffen sind, ist bisher nicht untersucht worden. Die Medikamente gegen Magensäure, Protonenpumpenhemmer, kenntlich an der Endung -prazol des Präparatnamens, werden meist gegen Sodbrennen, sauren Reflux und Magengeschwüre verschrieben. Sie sind teilweise auch rezeptfrei erhältlich. [3035]
1. Februar 2012 – Telegraph
Bei Osteoporose richtig reagieren
Hat der Arzt eine Osteoporose (Knochenschwund) festgestellt, soll man oder frau sich nicht schonen, sondern erst recht Sport treiben, am besten leichtes Krafttraining und Gymnastik. Viel Milch, Fisch, Sojaprodukte und Gemüse zu sich nehmen, um den Körper mit Kalzium und Vitamin D zu versorgen. Nach einer Knochenoperation an der Wirbelsäule ist heute keine Bettruhe mehr nötig. (Quelle: Dachverband Osteologie DVO) [3030]
25. Januar 2012 – Ärztezeitung
Übergewicht schützt vor Knochenbruch
Je schlanker Frauen nach der Menopause sind, desto öfter brechen sie den Schenkelhals am Hüftgelenk. Das zeigen Statistiken bei gegen einer Million Frauen in Grossbritannien und Australien. Belastet durch das höhere Gewicht verstärken sich die Knochen und brechen dadurch weniger. Bei Stürzen federn Fettpolster den Aufprall ab. Auch Sport belastet die Knochen und bremst so deren Abbau. [2932]
31. August 2011 – Ärztezeitung
Osteoporose: Kalzium allein hilft nicht
Nahrungszusätze mit Kalzium können den Abbau von Knochen im Alter nicht stoppen. Im Gegenteil: Zu viel Kalzium kann das Risiko für Knochenbrüche sogar ansteigen lassen. Zudem können die Arterien verkalken, was Herzinfarkt begünstigt. Zu diesem Schluss kommt eine schwedische Studie mit über sechzigtausend Frauen. Gut für die Knochen ist Kalzium nur zusammen mit Vitamin D. [2876]
27. Mai 2011 – Ärzteblatt
Nitroglycerin-Salbe stärkt Knochen
Eine Salbe mit dem kostengünstigen Wirkstoff Nitroglycerin kann bei Frauen nach der Menopause den Abbau von Knochen bremsen und so der Osteoporose vorbeugen. Das zeigt eine klinischer Versuch an der Universität von Toronto. Ob damit auch das Risiko von Knochenbrüchen sinkt, lässt sich vorerst nicht beweisen. Zudem verursacht die Salbe Kopfschmerzen bei etwa einem Drittel der behandelten Frauen. Nitroglycerin, ursprünglich als Sprengstoff bekannt, wird auch erfolgreich gegen Angina pectoris eingesetzt. [2818]
1. März 2011 – Ärzteblatt
Frauen, die am Bauch Fettpolster ansetzen, haben schwächere Knochen und ein höheres Risiko, an Osteoporose zu erkranken. Schädlich ist neben Speckröllchen am Bauch vor allem auch das Fett, das sich in der Tiefe des Bauchs zwischen den Organen ablagert und von aussen nicht sicht- und tastbar ist. Fett an anderen Körperstellen schadet den Knochen dagegen nicht. Das zeigt eine Studie an einem Spital in Boston. [2762]
1. Dezember 2010 – Welt
Kalziumpräparate: Gut für Knochen, schlecht fürs Herz
Viele Frauen nach den Wechseljahren schlucken Tabletten mit Kalzium, um dem Abbau von Knochen (Osteoporose) vorzubeugen. Dieser Nutzen ist zwar durch Studien belegt - allerdings teuer erkauft: Kalziumpräparate erhöhen das Risiko für Herzinfarkt um 30 Prozent. Das zeigt die statistische Auswertung von elf klinischen Studien mit insgesamt zwölftausend Personen. Für jeden zweiten Knochenbruch, den die Präparate verhindern, erzeugen sie einen zusätzlichen Herzinfarkt. Zuviel Kalzium im Blut nach dem Schlucken einer Tablette kann offenbar die Verkalkung der Arterien begünstigen. Kalzium aus natürlichen Quellen hat keine solche Wirkung, da der Körper es nur langsam aufnimmt. [2678]
2. August 2010 – Spiegel
Bei Raucherinnen ist das Risiko, wegen Osteoporose geschwächte Knochen zu haben, etwa doppelt so hoch wie bei Frauen, die nie geraucht haben. Was sonst erst im hohen Alter auftritt, daran leiden Raucherinnen schon im Alter zwischen zwanzig und vierzig Jahren. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über siebenhundert Frauen in Japan. [2148]
4. November 2009 – PubMed PMID: 19830380
Sonne und Vitamin D können Krebs verhüten
Ein Mangel an Vitamin D fördert das Risiko für verschiedene Arten von Krebs bei Frauen. Diese Wirkung des Vitamins, bisher vor allem als wichtig für die Knochen bekannt, ist erst in neuerer Zeit entdeckt worden. Vitamin D wird unter anderem in der Haut gebildet, die der Sonne ausgesetzt ist. Ein zu starker Sonnenschutz kann also das Risiko für Krebs erhöhen. [1814]
29. Februar 2008 – PubMed PMID: 18289805
Mit schwachen Knochen erst recht Sport treiben
Ältere Frauen, denen der Arzt gesagt hat, sie hätten eine Osteoporose, haben oft unnötig Angst um ihre Knochen und bewegen sich deshalb weniger. Das zeigt eine Umfrage bei dänischen Patientinnen. Gerade das schwächt aber die Knochen noch mehr und erhöht das Risiko von Brüchen. Experten raten deshalb: Mit Osteoporose erst recht Sport treiben. [1698]
17. September 2007 – PubMed PMID: 17846934
Will eine Frau bis ins hohe Alter möglichst starke Knochen behalten, sollte sie sich viel bewegen, Grüntee trinken, sich beim Alkohol mässigen und nicht rauchen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über sechshundert älteren Frauen in Japan. [1672]
10. August 2007 – PubMed PMID: 17657549
Antidepressiva können Knochen schwächen
Medikamente vom Prozac-Typ (SSRI) gegen Depression fördern den Knochenschwund bei älteren Frauen und Männern. Zu diesem Schluss kommen Studien an den Universitäten von Minneapolis und Portland. Fazit: Diese Medikamente sollten nur bei schweren Depressionen verschrieben werden. [1649]
9. Juli 2007 – PubMed PMID: 17592096, 17592097
Kalzium und Vitamin D reduzieren Krebsrisiko
Bei Frauen nach den Wechseljahren sind Kalzium und Vitamin D zu mehr gut als für die Knochen: Sie senken auch das Risiko für verschiedene Arten von Krebs. Das zeigt eine Studie an über tausend Frauen in Nebraska. [1637]
21. Juni 2007 – PubMed PMID: 17556697
Krankes Herz, brüchige Knochen
Frauen, die an einer Herz- und Kreislaufkrankheit leiden, haben ein doppelt bis dreifach höheres Risiko für einen Bruch des Hüftgelenks. Das zeigt eine Studie an über dreitausend älteren Schwedinnen. [1614]
21. Mai 2007 – PubMed PMID: 17492247
Kalzium aus natürlichen Quellen besser
Nehmen Frauen Kalzium vor allem aus der Nahrung auf, kann der Körper es leichter in die Knochen einbauen als wenn sie das Kalzium mit Präparaten zu sich nehmen. Das zeigt eine Studie an über hundert gesunden älteren Frauen in den USA. [1610]
15. Mai 2007 – PubMed PMID: 17490982
Kalzium und Vitamin D kein Problem für den Kreislauf
Ablagerungen von Kalk in so genannten Plaques verstopfen Arterien und sind Ursache für Herzinfarkt und Schlaganfall. Doch Kalk ist auch ein wichtiger Baustein für die Knochen, und eine gute Versorgung mit Kalzium ist lebenswichtig. Ebenso wichtig ist Vitamin D, das der Körper benötigt, um Kalzium aufzunehmen. Zum Glück führt eine gute Versorgung mit Kalzium nicht zu mehr Plaques in den Adern und fördert somit weder Infarkt noch Hirnschlag. Diese Entwarnung stützt sich auf eine Studie an über dreißigtausend Frauen in den USA. [1543]
25. Februar 2007 – Circulation 2007;115:846
Schwanger? Vitamin D wichtig für Baby!
Schwangere Frauen tun gut daran, Präparate mit Vitamin D zu nehmen, vor allem im Winter. Das nützt nicht nur den Frauen, sondern auch den werdenden Babys. Ihre Knochen werden stärker und sind später besser geschützt vor Brüchen durch Osteoporose. Zu diesem Befund kommt eine Langzeitstudie an 198 Kindern in Southampton. [1214]
9. Januar 2006 – Lancet 2006;367:36
Das beste Training für die Knochen
Schnelle Bewegungen beim Krafttraining sind für die Knochen besser als langsame. Das zeigt ein Vergleich bei Frauen, die bis auf das Tempo genau gleich trainierten. Bei den Frauen, die schnell trainierten, blieb die Masse der Knochen erhalten, bei den Frauen, die langsam trainierten, nahm sie dagegen ab. [1107]
11. August 2005 – Circulation 2005;112:862
Mineralwasser, das reich ist an Silizium, kann das Risiko für Alzheimer senken. Das hat eine Studie an über tausend älteren Frauen in Frankreich gezeigt. Bisher war vor allem die positive Wirkung des Siliziums auf die Knochen bekannt. [1021]
13. April 2005 – Am J Clin Nutrition 2005;81:897
Schizophrenie schwächt Knochen
Männer mit Schizophrenie haben schwächere Knochen als gesunde Männer. Bei Frauen gibt es diesen Zusammenhang nicht. [953]
7. Januar 2005 – Am J Psychiatry 2005;162:162
Abnehmen kann Knochen schwächen
Wenn der Körper überflüssiges Gewicht abbaut, benötigt er mehr Kalzium als sonst. Bei gleichbleibender Zufuhr droht ein Verlust an Knochen, besonders bei Frauen. [829]
19. Juli 2004 – Am J Clin Nutrition 2004;80:123
Mini-Dosis Hormon für starke Knochen
Das weibliche Geschlechtshormon Östrogen hat man älteren Frauen oft gegen Verlust an Knochen (Osteoporose) verschrieben. Doch das ist in Verruf geraten, nachdem viele Studien in letzter Zeit unerwünschte Wirkungen aufgedeckt hatten. Eine neue Studie zeigt nun, dass schon ein Viertel der bisher üblichen Dosis genügt, die Knochen zu stärken. Die Nebenwirkungen sind sehr gering. [565]
27. August 2003 – JAMA 2003;290:1042
Knochen brüchiger, dafür dicker
Die schlechte Nachricht: Frauen nach den Wechseljahren verlieren Knochenmasse, der Knochen wird dadurch brüchiger (Osteoporose). Die gute Nachricht: die Knochen werden dafür dicker, was den Verlust teilweise wieder ausgleicht. Das zeigt eine Studie in Schweden. [539]
25. Juli 2003 – N Engl J Medicine 2003;349:327
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