Kindstod: Archiv

Archiv zu Kindstod, 1.1.2002 bis 6.4.2010

Stillen kann Baby das Leben retten

Würden 90 Prozent der Mütter ihre Babys sechs Monate lang stillen, könnte das zum Beispiel in den USA jedes Jahr 900 Kindern das Leben retten. Daneben würde es Kosten in Milliardenhöhe einsparen. Zu diesem Schluss kommt eine im Fachblatt Pediatrics veröffentliche Studie. Stillen stärkt die Abwehr des Babys gegen Viren und Bakterien und senkt das Risiko für viele gefährliche Krankheiten im Kindesalter - von Asthma über plötzlichen Kindstod bis zu Leukämie. In den USA liegt die Stillquote knapp über 40 Prozent; in der Schweiz und in Deutschland ist sie um etwa die Hälfte höher. [2511]

6. April 2010  –  Spiegel

Plötzlicher Kindstod hat immer drei Ursachen

Erstens das Alter: Nur im ersten Lebensjahr sterben Babys plötzlich und ohne erkennbare Ursache in ihren Bettchen. Zweitens Stressfaktoren wie Bauchlage oder rauchende Eltern. Drittens eine genetisch bedingte Anfälligkeit: Babys, die plötzlich verstorben sind, haben in der Hirnregion, wo sich das Atemzentrum befindet, einen Mangel an Serotonin. Das zeigen 35 Obduktionen an der Kinderklink Boston. [2382]

5. Februar 2010  –  Ärzteblatt

Schnuller kann plötzlichen Kindstod verhindern

Eines von etwa dreitausend Babys, das zum Einschlafen einen Schnuller bekommt, verdankt diesem sein Leben. Das hat man aus insgesamt sieben Studien zu diesem Thema berechnet. [1198]

16. Dezember 2005  –  Pediatrics 2005;116:e716

Zehntausende tote Babys wegen falscher Empfehlung

Babys sollten auf dem Rücken schlafen! Doch zwischen 1943 und 1988 haben zahlreiche Bücher über Babypflege empfohlen, die Babys zum Schlafen auf den Bauch zu legen. Mit fatalen Folgen, wie man jetzt berechnet hat: Durch die falsche Empfehlung sind weltweit mindestens 50'000 Babys unnötig gestorben - Opfer des plötzlichen Kindstodes. [1120]

30. August 2005  –  Int J Epidemiology 2005;34:874

Plötzlicher Kindstod: Schmutzige Luft als Risiko

In Kanada sind in Perioden hoher Abgaswerte von Schwefel- und von Stickoxid über 17 Prozent mehr Babys in ihren Bettchen plötzlich gestorben als in Perioden mit besseren Werten. Das zeigt eine Auswertung in zwölf großen Städten über einen Zeitraum von 15 Jahren. In Innenräumen ist übrigens Tabakrauch der Schadstoff Nummer eins. [809]

21. Juni 2004  –  Pediatrics 2004;113:e628

Stillen senkt Risiko für plötzlichen Kindstod

Wenn Babys die Brust und nicht die Flasche bekommen, schlafen sie weniger tief und wachen daher eher auf, wenn sie in Atemnot kommen. Das senkt das Risiko für plötzlichen Kindstod. [702]

30. Januar 2004  –  Arch Dis Childhood 2004;89:22

Mutter raucht: Baby weniger aufmerksam

Babys von Müttern, die in der Schwangerschaft geraucht haben, reagieren weniger aufmerksam auf Geräusche und lassen sich weniger gut aufwecken. Diese Unempfindlichkeit kann gefährlich sein und zu einem höheren Risiko für plötzlichen Kindstod führen. [363]

21. Januar 2003  –  Arch Dis Childhood 2003;88:30

Plötzlicher Kindstod häufiger in Familien von Schnarchern

Die Veranlagung zum Schnarchen ist teilweise erblich bedingt. Babys aus solchen Familien sterben doppelt so häufig den plötzlichen Kindstod wie Babys von nicht schnarchenden Eltern. Das zeigt eine Studie in Island. [272]

5. Oktober 2002  –  Respiratory + Critical Care 2002;166:833

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