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Gesundheitstelegramm | Kinder

ADHS: Eine Million Falschdiagnosen
19. August 2010 - Allein in den USA leben fast eine Million Kinder mit einer vermutlich falschen Diagnose auf ADHS, dem Syndrom mit Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivität. Sie erhalten überflüssige Medikamente im Wert von über 300 Millionen Euro pro Jahr mit möglicherweise schädlichen Langzeitfolgen. Die Diagnose ADHS wird in den USA immer häufiger gestellt - zwar von Ärzten, aber oft auf Veranlassung überforderter Erzieher. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universität Michigan.  [2692]
Quelle: Standard  
 
Neue Regeln für Baby-Ernährung
14. Juli 2010 - Bis zum fünften Monat ausschliesslich Stillen (oder Säuglingsnahrung «Pre-» oder «1-»). Ab dem fünften bis siebten Monat zusätzlich als Beikost erster Brei mit Gemüse, Kartoffeln und Fleisch oder Fisch, später auch zweiter Brei mit Getreide und Milch. Ab dem sechsten bis achten Monat dritter Brei mit Getreide und Obst. Ab dem zehnten Monat schrittweise Familienkost einführen, beginnend etwa mit weichem Brot. Ab Ende des ersten Lebensjahres Kuhmilch zum Trinken. Auf diese gemeinsamen Empfehlungen haben sich jetzt deutsche Experten und Organisationen für Ernährung und Kindergesundheit geeinigt.  [2665]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Kinder brauchen Regeln und ungeteilte Zeit
02. Juli 2010 - Eltern, die ihren Kindern Vorbild sind und sich Zeit nehmen, ein Tagesrhythmus mit festen Regeln, Ritualen und gemeinsamem Essen sind die wichtigsten Bedingungen dafür, dass Kinder gesund aufwachsen können. Bei der gemeinsamen Zeit kommt es mehr auf die Qualität als auf die Quantität an: Schon eine Viertelstunde ungeteilte Aufmerksamkeit pro Tag reicht aus. Das zeigt eine Familienstudie der grössten deutschen Krankenversicherung AOK.  [2657]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Sommerkleidung: Auf Lichtschutzfaktor achten!
23. Juni 2010 - Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, um das Wievielfache länger als mit ungeschützter Haut man sich an der Sonne aufhalten darf. Ein weisses T-Shirt mit LSF 10 schützt also nur knapp zwei Stunden vor Sonnenbrand, bei Kindern gar nur eine Stunde. Je dichter der Stoff gewoben und je dunkler er gefärbt ist, desto besser schützt er. Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft Kleidung, die nach dem UV-Standard 801 geprüft ist.  [2650]
Quelle: Welt  
 
Zeitig zu Bett, besser in der Schule
07. Juni 2010 - Kinder, die regelmässig früh zu Bett gehen und pro Nacht elf Stunden schlafen, haben bessere Noten in Lesen, Schreiben und Mathematik als ihre Altersgenossen, die unregelmässig und spät Schlafen gehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie an achttausend Schulkindern in Kalifornien.  [2635]
Quelle: Telegraph  
 
Arzt wegen gefälschter impfkritischer Studie gesperrt
25. Mai 2010 - Weil er 1998 in einer gefälschten Studie behauptet hatte, die Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln führe bei Kindern zu mehr Autismus, ist dem britischen Arzt Andrew Wakefield die Zulassung entzogen worden. Wegen der falschen Behauptung haben zahlreiche Eltern in Europa ihre Kinder nicht mehr impfen lassen. Die Zahl der Masernfälle ist danach drastisch gestiegen. Seit die Behauptungen widerlegt sind, nimmt die Impfbereitschaft wieder zu. Wakefield ist inzwischen in die USA ausgewandert und zeigt keine Einsicht.  [2612]
Quelle: Welt  
 
Zucker lindert Baby-Schmerz
17. Mai 2010 - Ein Löffelchen voll Zuckersaft genügt, um das Weinen von Babys nach dem Pieks einer Impfnadel um die Hälfte zu verringern. Zu diesem Schluss kommt eine Auswertung von 14 Studien mit über 1600 Säuglingen und Kleinkindern im Alter von einem bis zwölf Monaten. Je jünger das Kind, desto besser wirkt der Zuckersaft. Die ideale Mischung ist ein Drittel Zucker mit zwei Dritteln Wasser.  [2593]
Quelle: Focus  
 
Immer mehr Kinder leiden an Diabetes
13. Mai 2010 - Es gab noch Zeiten, als man Diabetes vom Typ 2 «Altersdiabetes» nannte. Tempi passati: Heute tritt die Krankheit immer häufiger schon bei Kindern auf. In Deutschland erkranken jedes Jahr 200 Kinder daran. Grund: Sie bewegen sich zu wenig, essen ungesund und werden zu dick. Viele Eltern haben Angst vor Unfällen und bringen ihre Kinder per Auto zur Schule. Zu Hause sitzen sie vor dem Computer, statt draussen zu spielen.  [2589]
Quelle: Welt  
 
Hautkrebstag: So beugt man vor
10. Mai 2010 - Die Krebsliga Schweiz empfiehlt, zwischen 11 und 15 Uhr im Schatten zu bleiben, im Sommer im Freien Hut, Sonnenbrille und schützende Kleidung zu tragen und nackte Haut reichlich mit Sonnenschutzmittel einzureiben. Besonders gut sollten Kinder und Jugendliche geschützt werden, denn ihre Haut ist empfindlicher als die von Erwachsenen. Sonnenbrände in den ersten 18 Lebensjahren führen später am häufigsten zu Hautkrebs.  [2583]
Quelle: Medical Tribune  
 
Mehr Hygiene, mehr Allergien
01. Mai 2010 - Jahr für Jahr leiden immer mehr Menschen an Heuschnupfen und anderen Allergien. Schuld daran sei unter anderem eine übertriebene Hygiene, behauptet Duy Delespesse von der Uni Montreal. Der kanadische Mediziner kritisiert, dass moderne Kinder immer weniger mit Bakterien in Berührung kommen. Das unterfordere ihr Immunsystem, das dann übertrieben auf Pollen und andere Reizstoffe in der Umwelt reagiere.  [2565]
Quelle: Standard  
 
Viel Eiweiss beschleunigt Pubertät
30. April 2010 - Kinder, die sich besonders eiweissreich ernähren, kommen etwa ein halbes Jahr früher als andere in die Pubertät. Das zeigen Untersuchungen am Institut für Kinderernährung in Dortmund. Eiweiss ist auch wichtig für den Aufbau der Knochen und Muskeln in der Kindheit und Jugend - am besten kombiniert mit viel Obst und Gemüse.  [2564]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Kleinkinder brauchen mehr Kalorien
19. April 2010 - Immer mehr Eltern, besorgt um eine gesunde Ernährung, geben ihren Kleinkindern zuviel Gemüse und Früchte und zuwenig kalorienreichen Brei und eisenhaltiges Fleisch. Dies zeigt eine Umfrage in mehreren britischen Kindergärten. Kinder im Wachstum brauchen kalorienreichere Nahrung als Erwachsene, betonen britische Experten.  [2539]
Quelle: BBC  
 
Zehntausend Schritte sollst du gehen
16. April 2010 - Ein Manager geht im Durchschnitt etwa dreitausend Schritte am Tag, ein Verkäufer fünftausend. Nur Postboten und Hausfrauen mit Kindern kommen auf das von Gesundheitsexperten empfohlene Minimum von zehntausend Schritten. Um dies annähernd zu erreichen, genügen den meisten Menschen zusätzliche dreitausend Schritte. Dies entspricht einem Fussmarsch von einer halben bis dreiviertel Stunde. Es reicht schon, auf dem Weg zur Arbeit eine oder zwei Tramstationen früher auszusteigen. Das Risiko von Diabetes kann damit um 27 Prozent sinken, wie eine japanische Studie zeigt.  [2532]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Stillen kann Baby das Leben retten
06. April 2010 - Würden 90 Prozent der Mütter ihre Babys sechs Monate lang stillen, könnte das zum Beispiel in den USA jedes Jahr 900 Kindern das Leben retten. Daneben würde es Kosten in Milliardenhöhe einsparen. Zu diesem Schluss kommt eine im Fachblatt Pediatrics veröffentliche Studie. Stillen stärkt die Abwehr des Babys gegen Viren und Bakterien und senkt das Risiko für viele gefährliche Krankheiten im Kindesalter - von Asthma über plötzlichen Kindstod bis zu Leukämie. In den USA liegt die Stillquote knapp über 40 Prozent; in der Schweiz und in Deutschland ist sie um etwa die Hälfte höher.  [2511]
Quelle: Spiegel  
 
Fettwelle rollt aus den USA auf uns zu
20. März 2010 - Die amerikanischen Kinder werden immer dicker: Schon 7,3 Prozent der Buben und 5,5 Prozent der Mädchen sind extrem fettleibig - also mit einem Body Mass Index BMI 35 und mehr. Der Trend zeigt nach oben, auch in Deutschland. Dort gelten schon über 6 Prozent der Kinder als fettleibig, mit einem BMI 30 und mehr. Experten befürchten enorme gesundheitliche Probleme in zehn bis zwanzig Jahren, da Fettleibigkeit die gesunde Lebensspanne um zehn bis zwanzig Jahre verringert.  [2486]
Quelle: Spiegel  
 
Gesundheitsklima beeinflusst Partnerwahl
17. März 2010 - In Ländern mit niedriger Lebenserwartung, hoher Kindersterblichkeit und weit verbreiteten ansteckenden Krankheiten wirken Männer mit sehr männlichen Gesichtszügen für Frauen besonders attraktiv. Das zeigt eine Studie mit über viertausend Frauen aus 30 Ländern, denen digital auf maskulin oder metrosexuell getrimmte Fotos von Männern zum Bewerten vorgelegt worden sind. Harte, maskuline Züge gelten als uraltes Signal für gute Gene, die den Nachwuchs überlebensfähiger machen. Doch in Ländern mit hohem Entwicklungsstand sind Frauen eher an Männern mit weicheren Gesichtszügen interessiert, die Bereitschaft für Ehrlichkeit und stabile Beziehungen signalisieren.  [2480]
Quelle: Die Zeit  
 
Impfung: Verzerrte Info im Internet
09. März 2010 - Vor der Entscheidung, ihre Kinder impfen zu lassen, surfen viele Eltern im Internet. Neben seriöser Information finden sie dort aber auch viele Seiten von Impfgegnern. Diese schüren Angst durch aufgebauschte negative Einzelfälle und durch Verschwörungstheorien. Das Surfen auf Websites von Impfgegnern senkt tatsächlich die Impfbereitschaft. Zu diesem Schluss kommt eine Online-Studie der Uni Erfurt. Seriöse Impf-Sites zeichnen sich dadurch aus, dass sie neben den Vorteilen des Impfens auch die (minimalen) Risiken klar darstellen. Nur das Abwägen von Nutzen und Risiko erlaubt eine fundierte Entscheidung.  [2463]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Ohrkerzen unwirksam, nicht ohne Gefahr
23. Februar 2010 - Ohrenkerzen (Hopi-Kerzen) sollen Ohrenschmalz entfernen und sogar den Körper entgiften und allerlei Krankheiten heilen. Diese Versprechen der Anbieter entbehren jeder Grundlage. Zudem ist Ohrenschmalz nützlich, da es den Gehörgang schützt. Amerikanische Ohrenärzte warnen vor den Ohrkerzen, da sie nicht selten Fälle von Verbrennungen an der Ohrmuschel und durch Wachs verstopfte Gehörgänge behandeln müssen - immer häufiger auch bei Kindern.  [2434]
Quelle: Ärzteblatt  
 
Stotter-Gene entdeckt
12. Februar 2010 - Drei Gene, wichtig unter anderem für den reibungslosen Sprachfluss, sind an stotternden und nicht stotternden Menschen aus Pakistan, den USA und England identifiziert worden. Die Entdeckung stützt die Vermutung, dass Stottern zum Teil erblich ist. Sie nährt auch die Hoffnung, später einmal mit gezielter Zufuhr der fehlenden Enzyme die Sprachstörung heilen zu können. Die meisten Stotterer sind Kinder, und bei den meisten verliert sich die Störung mit dem Älterwerden. Von den Erwachsenen stottern weltweit etwa ein Prozent.  [2405]
Quelle: Die Zeit  
 
Schleckmäuler haben eher Hang zu Depression
11. Februar 2010 - Kinder, die sich besonders zu Süssigkeiten und Süssgetränken hingezogen fühlen, neigen stärker als andere zu Depressionen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an etwa dreihundert Kindern im Alter von fünf bis zwölf Jahren in den USA. Die Ursachen für den Zusammenhang bleiben vorerst unklar. Ähnlich wie Alkohol wirkt auch Süsses auf die Belohnungszentren im Hirn. Depressive Kinder könnten Schleckmäuler werden, um sich besser zu fühlen, vermutet die leitende Forscherin der Studie.  [2403]
Quelle: BBC  
 
Kinderschuhe: zwei von drei sind zu klein
10. Februar 2010 - Fast 70 Prozent der Strassenschuhe und fast 90 Prozent der Hausschuhe für drei- bis sechsjährige Kinder sind zu kurz und engen die Zehen ein. Zu diesem alarmierenden Befund kommt eine Studie der Uni Wien an über achthundert Kindern im Vorschulalter. Das zeigt massive Folgen: Drei Viertel der untersuchten Kinder haben verformte Zehen. Kinderfüsse brauchen mindestens 12 und ideal 17 Millimeter Spielraum im Schuh. Die Angaben auf den Packungen sind meist falsch. Nur das Messen der Füsse und Schuhe im Laden garantiert einen passenden Kauf.  [2396]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Autismus häufiger bei Kindern alter Mütter
10. Februar 2010 - Das Risiko für Autismus ist für das Kind einer 40-Jährigen um die Hälfte höher als für das Kind einer 25-Jährigen. Das zeigt eine Studie an fast fünf Millionen Kindern in Kalifornien. Zum Glück bleibt das absolute Risiko aber gering: Es steigt von 0,5-1 Prozent nur auf 0,8-1,5 Prozent.  [2400]
Quelle: Daily Mail  
 
Wegen Schweinegrippe-Panik fehlen jetzt andere Impfstoffe
09. Februar 2010 - Alle hatten Angst vor der Schweinegrippe - unnötig, wie sich jetzt zeigt. Der Schaden ist mehr als nur finanziell: Während man unnötige Impfdosen gegen Schweinegrippe entsorgen muss, fehlt es in Deutschland zur Zeit an Impfstoff, um Babys vor gefährlichen Kinderkrankheiten zu schützen.  [2391]
Quelle: Welt  
 
Computer noch nichts für Kinder
08. Februar 2010 - Dinge anfassen und Dinge bewegen fördert die Intelligenz von Kindern bis zwölf Jahren am besten. Am Computer kommt dies zu kurz: Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben und Störungen der Konzentration sind die Folge. Deshalb warnt Manfred Spitzer, Hirnforscher und Psychiater an der Uni Ulm davor, Kinder zu früh an Computer zu setzen. Der Bildschirm lähmt den kindlichen Bewegungsdrang noch mehr als die Schulbank.  [2386]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Plötzlicher Kindstod hat immer drei Ursachen
05. Februar 2010 - Erstens das Alter: Nur im ersten Lebensjahr sterben Babys plötzlich und ohne erkennbare Ursache in ihren Bettchen. Zweitens Stressfaktoren wie Bauchlage oder rauchende Eltern. Drittens eine genetisch bedingte Anfälligkeit: Babys, die plötzlich verstorben sind, haben in der Hirnregion, wo sich das Atemzentrum befindet, einen Mangel an Serotonin. Das zeigen 35 Obduktionen an der Kinderklink Boston.  [2382]
Quelle: Ärzteblatt  
 
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