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Gesundheitstelegramm | Kinder

Impfung: Verzerrte Info im Internet
09. März 2010 - Vor der Entscheidung, ihre Kinder impfen zu lassen, surfen viele Eltern im Internet. Neben seriöser Information finden sie dort aber auch viele Seiten von Impfgegnern. Diese schüren Angst durch aufgebauschte negative Einzelfälle und durch Verschwörungstheorien. Das Surfen auf Websites von Impfgegnern senkt tatsächlich die Impfbereitschaft. Zu diesem Schluss kommt eine Online-Studie der Uni Erfurt. Seriöse Impf-Sites zeichnen sich dadurch aus, dass sie neben den Vorteilen des Impfens auch die (minimalen) Risiken klar darstellen. Nur das Abwägen von Nutzen und Risiko erlaubt eine fundierte Entscheidung.  [2463]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Ohrkerzen unwirksam, nicht ohne Gefahr
23. Februar 2010 - Ohrenkerzen (Hopi-Kerzen) sollen Ohrenschmalz entfernen und sogar den Körper entgiften und allerlei Krankheiten heilen. Diese Versprechen der Anbieter entbehren jeder Grundlage. Zudem ist Ohrenschmalz nützlich, da es den Gehörgang schützt. Amerikanische Ohrenärzte warnen vor den Ohrkerzen, da sie nicht selten Fälle von Verbrennungen an der Ohrmuschel und durch Wachs verstopfte Gehörgänge behandeln müssen - immer häufiger auch bei Kindern.  [2434]
Quelle: Ärzteblatt  
 
Stotter-Gene entdeckt
12. Februar 2010 - Drei Gene, wichtig unter anderem für den reibungslosen Sprachfluss, sind an stotternden und nicht stotternden Menschen aus Pakistan, den USA und England identifiziert worden. Die Entdeckung stützt die Vermutung, dass Stottern zum Teil erblich ist. Sie nährt auch die Hoffnung, später einmal mit gezielter Zufuhr der fehlenden Enzyme die Sprachstörung heilen zu können. Die meisten Stotterer sind Kinder, und bei den meisten verliert sich die Störung mit dem Älterwerden. Von den Erwachsenen stottern weltweit etwa ein Prozent.  [2405]
Quelle: Die Zeit  
 
Schleckmäuler haben eher Hang zu Depression
11. Februar 2010 - Kinder, die sich besonders zu Süssigkeiten und Süssgetränken hingezogen fühlen, neigen stärker als andere zu Depressionen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an etwa dreihundert Kindern im Alter von fünf bis zwölf Jahren in den USA. Die Ursachen für den Zusammenhang bleiben vorerst unklar. Ähnlich wie Alkohol wirkt auch Süsses auf die Belohnungszentren im Hirn. Depressive Kinder könnten Schleckmäuler werden, um sich besser zu fühlen, vermutet die leitende Forscherin der Studie.  [2403]
Quelle: BBC  
 
Kinderschuhe: zwei von drei sind zu klein
10. Februar 2010 - Fast 70 Prozent der Strassenschuhe und fast 90 Prozent der Hausschuhe für drei- bis sechsjährige Kinder sind zu kurz und engen die Zehen ein. Zu diesem alarmierenden Befund kommt eine Studie der Uni Wien an über achthundert Kindern im Vorschulalter. Das zeigt massive Folgen: Drei Viertel der untersuchten Kinder haben verformte Zehen. Kinderfüsse brauchen mindestens 12 und ideal 17 Millimeter Spielraum im Schuh. Die Angaben auf den Packungen sind meist falsch. Nur das Messen der Füsse und Schuhe im Laden garantiert einen passenden Kauf.  [2396]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Autismus häufiger bei Kindern alter Mütter
10. Februar 2010 - Das Risiko für Autismus ist für das Kind einer 40-Jährigen um die Hälfte höher als für das Kind einer 25-Jährigen. Das zeigt eine Studie an fast fünf Millionen Kindern in Kalifornien. Zum Glück bleibt das absolute Risiko aber gering: Es steigt von 0,5-1 Prozent nur auf 0,8-1,5 Prozent.  [2400]
Quelle: Daily Mail  
 
Wegen Schweinegrippe-Panik fehlen jetzt andere Impfstoffe
09. Februar 2010 - Alle hatten Angst vor der Schweinegrippe - unnötig, wie sich jetzt zeigt. Der Schaden ist mehr als nur finanziell: Während man unnötige Impfdosen gegen Schweinegrippe entsorgen muss, fehlt es in Deutschland zur Zeit an Impfstoff, um Babys vor gefährlichen Kinderkrankheiten zu schützen.  [2391]
Quelle: Welt  
 
Computer noch nichts für Kinder
08. Februar 2010 - Dinge anfassen und Dinge bewegen fördert die Intelligenz von Kindern bis zwölf Jahren am besten. Am Computer kommt dies zu kurz: Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben und Störungen der Konzentration sind die Folge. Deshalb warnt Manfred Spitzer, Hirnforscher und Psychiater an der Uni Ulm davor, Kinder zu früh an Computer zu setzen. Der Bildschirm lähmt den kindlichen Bewegungsdrang noch mehr als die Schulbank.  [2386]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Plötzlicher Kindstod hat immer drei Ursachen
05. Februar 2010 - Erstens das Alter: Nur im ersten Lebensjahr sterben Babys plötzlich und ohne erkennbare Ursache in ihren Bettchen. Zweitens Stressfaktoren wie Bauchlage oder rauchende Eltern. Drittens eine genetisch bedingte Anfälligkeit: Babys, die plötzlich verstorben sind, haben in der Hirnregion, wo sich das Atemzentrum befindet, einen Mangel an Serotonin. Das zeigen 35 Obduktionen an der Kinderklink Boston.  [2382]
Quelle: Ärzteblatt  
 
Fachjournal zieht impfkritische Studie zurück
03. Februar 2010 - Vor zwölf Jahren hat Lancet eine Studie über angebliche Nebenwirkungen der Dreifachimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln veröffentlich. Nun hat die weltweit älteste und einer der angesehensten medizinischen Fachzeitschriften diese Studie vollständig zurückgezogen. Sie hatte die Impfung mit Autismus bei Kindern in Verbindung gebracht - auf Basis ungenauer Daten, wie Lancet jetzt einräumt. Die Studie hatte vor allem in den USA für grossen Wirbel gesorgt: Besorgte Eltern weigerten sich, ihre Kinder impfen zu lassen, und Eltern von autistischen Kindern strengten Sammelklagen an.  [2370]
Quelle: Süddeutsche Zeitung  
 
Geimpfte Kinder weniger allergisch
02. Februar 2010 - Kinder, die alle empfohlenen Impfungen erhalten haben, leiden seltener an Heuschnupfen, Ekzemen oder Asthma als nicht komplett geimpfte Kinder. Das zeigt die Analyse der Daten von mehr als siebzehntausend Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Die Impfung senkt das Allergie-Risiko um etwa 7 bis 14 Prozent. Von einer Erhöhung, wie von vielen Eltern befürchtet, kann also keine Rede sein.  [2368]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Expertin: Tee nur gesund ohne Zucker
27. Januar 2010 - Tee ist beliebt und gesund. Doch Christiana Gerbracht, leitende Beraterin am Deutschen Institut für Ernährungsforschung, warnt vor dem Zucker im Tee: Das Getränk bleibt nur so kurze Zeit im Magen, dass man sich nicht satt fühlt, obwohl der Körper viel Energie aufnimmt. Eltern sollten ihre Kinder keinen gesüssten Tee trinken lassen, meint sie. Denn dies würde die Vorliebe für allerlei dick machende Süssgetränke wecken.  [2347]
Quelle: Welt  
 
Kinderwunsch: Kein Rauch, kein Alkohol, kein Übergewicht
22. Januar 2010 - Viele Frauen, die sich vergeblich ein Kind wünschen, könnten auf eine künstliche Befruchtung (In-Vitro-Fertilisation IVF) verzichten und trotzdem schwanger werden. Vor dem teuren und oft erfolglosen Eingriff lohnt es sich, wenn nötig, einige Gewohnheiten umzustellen. Rauchen vermindert die Fruchtbarkeit bei Mann und Frau. Bei der Frau wirken sich auch Alkoholkonsum und starkes Übergewicht negativ aus. Eine europäische Arbeitsgruppe fordert jetzt sogar ein Verbot der IVF für alkoholabhängige Frauen.  [2330]
Quelle: Ärzteblatt  
 
Jugendliche: klug wie Erwachsene, aber oft kindisch
21. Januar 2010 - Die Intelligenz sei mit 16 schon voll entwickelt, aber das Gefühlsleben sei zu diesem Zeitpunkt noch lange nicht ausgereift. Zu diesem Schluss kommen Psychologen der Temple-Uni in Philadelphia, nachdem sie tausend Personen zwischen zehn und dreissig getestet hatten. Wie lange es dauert, bis ein Mensch emotionell gereift ist, lässt die Studie klugerweise offen. Einige sind wohl schon mit zwanzig erwachsen, andere bleiben zeitlebens Kinder.  [2323]
Quelle: Welt  
 
Aus beliebten Kinder werden gesündere Erwachsene
20. Januar 2010 - Kinder, die in der Schulzeit viele Freunde haben und in ihren Cliquen beliebt sind, leiden als Erwachsene deutlich weniger an wichtigen Krankheiten als jene Kinder, die keine oder nur wenige Freunde haben: Neunmal seltener an Herzkrankheiten, viermal seltener an Diabetes und nur halb so oft an psychischen Störungen. Das zeigt eine Studie an etwa viertausend Schülern in Schweden, die 1966 befragt und dreissig Jahre später medizinisch untersucht worden sind.  [2320]
Quelle: Welt  
 
Kinderwunsch: Vorteil mit Folsäure
18. Januar 2010 - Das Vitamin Folsäure kann bei Männern die Zahl der Spermien um bis zu drei Viertel erhöhen und ihre Qualität um ein Drittel verbessern. Das Spurenelement Zink unterstützt diese Wirkung. Das zeigen Studien der Universität Berkeley. Folsäure kommt in grünem Gemüse vor. Paaren mit Kinderwunsch empfehlen Experten zusätzlich ein Präparat mit täglich 400 Mikrogramm Folsäure.  [2309]
Quelle: Medical Tribune  
 
Kräuter wirksam gegen Malaria
16. Januar 2010 - Der einjährige Beifuss (Artemisia annua) enthält eine gegen Malaria wirksame Substanz. Das Gen für den Wirkstoff ist kürzlich entschlüsselt worden. Damit ist es nun möglich, noch wirksamere Pflanzen zu züchten. Aus Stachelmohn, einem in Afrika verbreiteten Unkraut, lässt sich ein wirksamer Tee gegen die Fieberschübe brauen. Die Kräuter sind billig und reichen für die Mehrheit der Patienten aus. Nur in den schwersten Fällen und bei kleinen Kindern sei es nötig, teure Pharmapräparate aus dem Westen zu verwenden, meint ein Forscher.  [2304]
Quelle: Tages-Anzeiger  
 
Abgase machen ein Drittel der Amerikaner krank
15. Januar 2010 - Weniger als dreihundert Meter von einer stark befahrenen Strasse leben 30 Prozent der Amerikaner. Sie alle werden durch die Abgase kränker. Vor allem Kinder leiden an Asthma und anderen Krankheiten der Atemwege. Die Erwachsenen erleiden mehr Herzinfarkte und Schlaganfälle. Neben den Abgasen sind vermutlich auch der Lärm und die oft schlechteren Wohnungen an den exponierten Lagen für die gesundheitlichen Nachteile verantwortlich. Wer dort lebt, gehört meist zur Unterschicht und lebt weniger gesund als der besser verdienende Teil der Bevölkerung. Es ist die Mischung aus schlechter Umwelt und ungesundem Lebensstil, die Menschen an Verkehrsadern krank macht.  [2299]
Quelle: Ärzteblatt  
 
Retortenbabys neigen später zu Übergewicht und Diabetes
12. Januar 2010 - Babys aus einer Zeugung im Reagenzglas neigen dazu, besonders leicht auf die Welt zu kommen und an allerlei Geburtsgebrechen zu leiden. Nun hat man einen wichtigen Grund dafür gefunden: Die Gene, selbst wenn sie die Fortpflanzung unbeschadet überstanden haben, arbeiten nicht richtig. Schuld daran ist offenbar die veränderte Umgebung der Zellen im Reagenzglas. Dies zeigt eine neue Studie der Temple Uni in Philadelphia. Die Forscher befürchten, dass diese Schäden an die Nachkommen übergehen, falls die Retortenbabys später einmal selbst Kinder bekommen.  [2284]
Quelle: Telegraph  
 
Mit Hirnscanner Autismus früh entdecken
11. Januar 2010 - Schulkinder mit Autismus erfassen die Bedeutung eines gesprochenen Wortes elf Millisekunden langsamer als nicht betroffene Kinder. Dies entspricht dem zeitlichen Unterschied zwischen der Silbe «Ele-» und dem ganzen Wort «Elefant». Zu diesem Befund kommen Versuche mit einem Magnet-Encephalografen an über vierzig Kindern im Alter von etwa zehn Jahren. Autismus tritt bei etwa einem von hundert Kindern in diesem Alter auf. Je früher man die Störung erkennt, desto besser die Chancen, die Kinder in der Schule optimal zu fördern. Weitere Versuche sollen nun zeigen, ob die Verzögerung im Hören schon bei jüngeren Kindern zu erkennen ist.  [2279]
Quelle: Telegraph  
 
Abspecken geht auch ohne den Teller, der motzt
08. Januar 2010 - Der neuste Schrei zum Abnehmen ist ein Teller mit eingebauter Waage und Uhr. Isst man ihn zu schnell leer, beginnt er nervtötend zu piepsen. Das funktioniert, wenn man einer britischen Studie glauben soll. Je rund fünfzig Kinder haben über ein Jahr lang von Pieps-Tellern und normalen Tellern gegessen. Jene der Versuchsgruppe assen um elf Prozent langsamer und hatten am Schluss 3,2 Prozent weniger Körperfett als jene mit normalen Tellern. Die schwedischen Entwickler des Geräts hoffen jetzt auf das grosse Geschäft mit Adipositas-Kliniken. Doch es geht auch ohne, mit einem simplen Trick: Vor dem Schlucken einfach noch einige Male länger kauen.  [2270]
Quelle: Ärzteblatt  
 
Wirkt Johanniskraut gegen Depression?
31. Dezember 2009 - Viele haben mit Johanniskraut (Hypericum) gegen Schlafstörungen und Depression positive Erfahrungen gemacht. Es gibt sogar Studien, die eine solche Wirkung bestätigt haben wollen. Doch dem kritischen wissenschaftlichen Blick halten sie nicht stand. Nur eine streng doppelblind durchgeführte Studie mit dem Präparat und einem Placebo ohne Wirkstoff könnte zeigen, ob Johanniskraut wirkt oder nicht. Eine solche Studie mit über zweihundert Kindern und Jugendlichen ist jetzt in Deutschland angelaufen. Bis die Ergebnisse vorliegen, darf man zumindest auf die Placebowirkung des Johanniskrauts hoffen.  [2245]
Quelle: Standard  
 
Erdnüsse von Kleinkindern fernhalten!
24. Dezember 2009 - Erdnüsse sind für Kleinkinder gefährlicher als kleine Spielzeugteile: Etwa jeder dritte Fremdkörper, der in die Atemwege von Kleinkindern gelangt, ist eine Erdnuss. Dies zeigen die neusten Zahlen der deutschen Gesellschaft für pädiatrische Pneumologie.  [2233]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Künstliche Befruchtung boomt in der Schweiz
18. Dezember 2009 - Letztes Jahr haben sich in der Schweiz etwa sechstausend Paare wegen Unfruchtbarkeit behandeln lassen, 9 Prozent mehr als im Vorjahr. Nur ein Drittel der Frauen wurde danach schwanger. Grund für die Kinderlosigkeit ist je zur Hälfte die Unfruchtbarkeit des Mannes und der Frau. In einem Viertel der Fälle sind beide unfruchtbar.  [2216]
Quelle: 20 Minuten  
 
Spass und gute Laune machen schlau
17. Dezember 2009 - Schon Darwin hat vor hundertfünfzig Jahren entdeckt, dass auch Affen lachen. Moderne Forschung bestätigt das und sieht im Lachen, besonders häufig bei Affenkindern, eine Motivation zum Spiel. Sowohl Menschen als auch Affenkinder lernen spielend am besten. Dass Kitzel-Spiele bei Babys besonders beliebt sind, kommt wohl nicht von ungefähr. Sie wollen ihren Spass haben, denn dann machen sie am meisten Fortschritte, die Welt kennenzulernen.  [2210]
Quelle: Berliner Zeitung  
 
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