
News zu Kalzium
Bei Osteoporose richtig reagieren
Hat der Arzt eine Osteoporose (Knochenschwund) festgestellt, soll man oder frau sich nicht schonen, sondern erst recht Sport treiben, am besten leichtes Krafttraining und Gymnastik. Viel Milch, Fisch, Sojaprodukte und Gemüse zu sich nehmen, um den Körper mit Kalzium und Vitamin D zu versorgen. Nach einer Knochenoperation an der Wirbelsäule ist heute keine Bettruhe mehr nötig. (Quelle: Dachverband Osteologie DVO) [3030]
25. Januar 2012 – Ärztezeitung
Osteoporose: Kalzium allein hilft nicht
Nahrungszusätze mit Kalzium können den Abbau von Knochen im Alter nicht stoppen. Im Gegenteil: Zu viel Kalzium kann das Risiko für Knochenbrüche sogar ansteigen lassen. Zudem können die Arterien verkalken, was Herzinfarkt begünstigt. Zu diesem Schluss kommt eine schwedische Studie mit über sechzigtausend Frauen. Gut für die Knochen ist Kalzium nur zusammen mit Vitamin D. [2876]
27. Mai 2011 – Ärzteblatt
Wie lange bleibt radioaktive Strahlung gefährlich?
In den ersten vier Tagen nach dem Atomunfall sind aus dem Reaktor von Fukushima im Vergleich zur Gesamtmenge aus Tschernobyl etwa halb so viel radioaktives Cäsium und etwa ein Fünftel so viel radioaktives Jod in die Umwelt gelangt. Jod zerfällt schnell: Bei einer Halbwertszeit von wenigen Tagen ist es nach drei Monaten vollständig abgebaut. Cäsium hingegen hat eine Halbwertszeit von 30 Jahren. Es gelangt über die Nahrung (z.B. Blattgemüse, Milch) in den Organismus. Besonders gefährlich ist Strontium, das an Stelle von Kalzium in die Knochen eingebaut wird. [2832]
23. März 2011 – NZZ
Zu viel Kalzium kann dem Herzen schaden
Gut für die Knochen, aber in zu grossen Mengen schädlich für das Herz: Nach neusten Studien kann zu viel Kalzium das Risiko für Herzinfarkt um 30 Prozent erhöhen. Dieses Risiko ist aus Daten von über zehntausend Personen errechnet worden. Gesunde Menschen kommen mit einer gesunden Ernährung und ausreichend Käse, Milch, Grünkohl, Mandeln und anderen natürlichen Quellen genügend Kalzium. Deshalb raten Experten, Präparate aus Drogerie und Apotheke, etwa bei Osteoporose, nur nach Absprache mit dem Arzt zu nehmen. [2707]
9. September 2010 – Süddeutsche Zeitung
Kalziumpräparate: Gut für Knochen, schlecht fürs Herz
Viele Frauen nach den Wechseljahren schlucken Tabletten mit Kalzium, um dem Abbau von Knochen (Osteoporose) vorzubeugen. Dieser Nutzen ist zwar durch Studien belegt - allerdings teuer erkauft: Kalziumpräparate erhöhen das Risiko für Herzinfarkt um 30 Prozent. Das zeigt die statistische Auswertung von elf klinischen Studien mit insgesamt zwölftausend Personen. Für jeden zweiten Knochenbruch, den die Präparate verhindern, erzeugen sie einen zusätzlichen Herzinfarkt. Zuviel Kalzium im Blut nach dem Schlucken einer Tablette kann offenbar die Verkalkung der Arterien begünstigen. Kalzium aus natürlichen Quellen hat keine solche Wirkung, da der Körper es nur langsam aufnimmt. [2678]
2. August 2010 – Spiegel
Jojo-Effekt auch beim Blutdruck gefährlich
Bei starken Schwankungen des Blutdrucks nach oben und unten ist das Risiko eine Schlaganfalls oder Herzinfarkts höher als bei gleichbleibend hohem Blutdruck: Es kann dann um das 15-fache steigen. Das zeigt eine Studie bei über zweitausend Patienten an der Uni von Oxford. Blutdrucksenker der drei Typen ACE-Hemmer, Angiotensin-2-Rezeptorblocker und Betablocker tendieren dazu, den Blutdruck stärker schwanken zu lassen. Eher stabilisierend wirken dagegen zwei andere Typen, nämlich Kalziumblocker und Diuretika. [2472]
12. März 2010 – Telegraph
Hopfen und Malz für starke Knochen
Für starke Knochen braucht der Mensch neben Kalzium auch Silizium, und reich an diesem Mineral sind die Spelzen der Gerste ebenso wie der Hopfen. Beim Bierbrauen gelangt Silizium aus beiden Quellen in die Würze. Vor allem helles Bier ist deshalb reich an Silizium. Das zeigt eine Studie der Uni von Kalifornien. Doch die Forscher warnen: Mehr als zwei Glas Bier pro Tag ist schlecht für die Knochen, weil Alkohol Knochenmasse abbaut. [2390]
8. Februar 2010 – Telegraph
Vitamin D ohne Kalzium wirkungslos
Für Senioren empfehlen Fachleute Präparate mit Vitamin D, vor allem im Winter, um die Knochen zu stärken. Doch ohne genügend Kalzium, nämlich mindestens ein Gramm pro Tag, nützt das gar nichts. Dieses Fazit ziehen Mediziner aus den Ergebnissen von sieben grossen Studien. Vitamin D benötigt der Körper, um aus Kalzium neue Knochenmasse aufzubauen. [2305]
17. Januar 2010 – Ärzteblatt
Die meisten Experten für Ernährung empfehlen Milch und Michprodukte, weil sie wertvolle Bestandteile enthalten, zum Beispiel Kalzium für die Knochen und Eiweiss für den Aufbau der Muskeln. Doch nun schlägt ein Fachmann aus Osnabrück Alarm. Nach seiner Theorie fördert Milch zahlreiche Zivilisationskrankheiten wie Herzinfarkt, Diabetes, Krebs, Übergewicht und sogar Demenz. Schuld daran sei ein schlechter Einfluss der Milch auf die Regulierung des Insulins und des Wachstums. Vor allem Schwangere sollten Milch meiden, da die entscheidenden Weichen für den Stoffwechsel schon beim Fetus gestellt werden. Da sich in der Milchfrage die Experten offenbar uneins sind, gilt wohl weiterhin die alte Regel der Ernährung: Möglichst vielseitig, und nichts im Übermass konsumieren, auch Milch nicht. [2052]
2. März 2009 – PubMed PMID: 19232475
Milch senkt Risiko für Darmkrebs
Menschen, die viel Milch trinken, haben ein um etwa zwanzig Prozent geringeres Risiko, an Krebs des Dickdarms zu erkranken als solche, die wenig oder keine Milch trinken. Dies ist das Fazit aus sechzig Studien mit insgesamt über zwanzigtausend Fällen von Dickdarmkrebs. Die günstige Wirkung ist teilweise auf das Kalzium in der Milch zurückzuführen. Auch Milchprodukte senken das Risiko. [2018]
13. Januar 2009 – PubMed PMID: 19116875
Milchtrinker sind, statistisch gesehen, etwas schlanker als Milch-Abstinenten, und sie erkranken auch seltener an Diabetes vom Typ 2 und an Krankheiten von Herz und Kreislauf. Milch enthält viel Kalzium, und dieses bremst die Aufnahme von Fett in den Darm. Einige Aminosäuren aus dem Milch-Eiweiss scheinen zudem den Appetit zu zügeln. Am besten ist entrahmte Milch, da Milchfett eher ungünstig auf das Herz wirkt. [1996]
4. Dezember 2008 – PubMed PMID: 19024947
Kalzium hilft Fettpolster vorbeugen
Frauen, die mit dem Essen und Trinken viel Kalzium aufnehmen, setzen weniger Fett an als solche mit einer spärlichen Aufnahme. Dies zeigt eine Studie bei neunundvierzig Frauen in Kalifornien. [1964]
21. Oktober 2008 – PubMed PMID: 18689557
Kalzium und Vitamin D reduzieren Krebsrisiko
Bei Frauen nach den Wechseljahren sind Kalzium und Vitamin D zu mehr gut als für die Knochen: Sie senken auch das Risiko für verschiedene Arten von Krebs. Das zeigt eine Studie an über tausend Frauen in Nebraska. [1637]
21. Juni 2007 – PubMed PMID: 17556697
Kalzium aus natürlichen Quellen besser
Nehmen Frauen Kalzium vor allem aus der Nahrung auf, kann der Körper es leichter in die Knochen einbauen als wenn sie das Kalzium mit Präparaten zu sich nehmen. Das zeigt eine Studie an über hundert gesunden älteren Frauen in den USA. [1610]
15. Mai 2007 – PubMed PMID: 17490982
Viel Kalzium und wenig Fett gegen Darmkrebs
Wer täglich mindestens 900 Milligram Kalzium zu sich nimmt und fettarm isst, hat ein um die Hälfte niedrigeres Risiko für Krebs des Dickdarms als eine Person, die täglich weniger als ein halbes Gramm Kalzium, aber viel Fett zu sich nimmt. Zusammen mit viel Fett schützt Kalzium jedoch kaum noch vor dem Krebs. Das zeigt eine Studie an über sechshundert Personen in den USA. [1544]
26. Februar 2007 – JAMA 2007;297:709
Kalzium und Vitamin D kein Problem für den Kreislauf
Ablagerungen von Kalk in so genannten Plaques verstopfen Arterien und sind Ursache für Herzinfarkt und Schlaganfall. Doch Kalk ist auch ein wichtiger Baustein für die Knochen, und eine gute Versorgung mit Kalzium ist lebenswichtig. Ebenso wichtig ist Vitamin D, das der Körper benötigt, um Kalzium aufzunehmen. Zum Glück führt eine gute Versorgung mit Kalzium nicht zu mehr Plaques in den Adern und fördert somit weder Infarkt noch Hirnschlag. Diese Entwarnung stützt sich auf eine Studie an über dreißigtausend Frauen in den USA. [1543]
25. Februar 2007 – Circulation 2007;115:846
Kinder brauchen keinen Kalziumzusatz
Es hat keinen Zweck, gesunde Kinder Kapseln oder Tabletten mit Kalzium schlucken zu lassen, denn auf die Knochen hat das nicht die erwünschte stärkende Wirkung. Dieses Fazit zieht eine Studie an über zweitausend Schulkindern in Australien. [1441]
17. Oktober 2006 – British Medical Journal 2006;333:775
Magnesium und Kalzium gegen Diabetes
Magnesium und Kalzium senken die Gefahr, an Diabetes vom Typ 2 zu erkranken, indem sie den Stoffwechsel des Insulins stabil halten. Für Magnesium hat man einen täglichen Bedarf von etwa 300 Milligramm errechnet, gestützt auf die Laborwerte von über tausend Personen in den USA. [1418]
14. September 2006 – Am J Epidemiology 2006;164:449
Kalzium und Vitamin D gegen Brustkrebs?
Eine Anzahl von Studien weist darauf hin, dass Kalzium und Vitamin D der Entstehung von Brustkrebs entgegenwirken. Die Ergebnisse sind allerdings erst vorläufig. Um sie zu erhärten, sind weitere Studien nötig. [1401]
22. August 2006 – Cancer EB&P 2006;15:1427
Kalzium: Mineralwasser kann Milch ersetzen
Milch ist eine der wichtigsten Quellen für Kalzium. Doch nicht alle mögen oder vertragen Milch gut. Kein Problem: Mineralwasser, falls es reich ist an Kalzium, kann Milch gut ersetzen. Der Körper kann das Kalzium aus dem Wasser ebenso gut oder sogar noch besser aufnehmen wie aus der Milch. Das hat ein Labortest in den USA gezeigt. [1396]
15. August 2006 – Am J Clin Nutrition 2006;84:371
Milch und Kalzium können Blutdruck senken
Milch und Milchprodukte enthalten viel Kalzium. Ein hoher Konsum von Milch, Milchprodukten und Kalzium aus anderen Quellen kann den Blutdruck senken. Der Unterschied kann bis zu 10 Millimeter Hg ausmachen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über neunhundert Männern in Frankreich. [1314]
17. Mai 2006 – J Hypertension 2006;24:671
Der Konsum von Milch und Milchprodukten kann das Risiko für Krebs des Dickdarms bis auf die Hälfte senken. So viel macht der Unterschied zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Milchkonsum aus. Man geht davon aus, dass unter anderem das Kalzium in der Milch eine schützende Wirkung hat. Das zeigt eine Studie an über vierzigtausend Schweden, von denen etwa jeder Hunderste an Darmkrebs erkrankt ist. [1281]
12. April 2006 – Am J Clin Nutrition 2006;83:667
Zu hoher Blutdruck: Was hilft? Was hilft nicht?
Gesund und salzarm essen, sich viel bewegen und nur wenig Alkohol trinken - all das kann helfen, einen zu hohen Blutdruck zu senken. Nutzlos sind dagegen Entspannungsübungen und Nahrungszusätze mit Kalzium, Kalium oder Magnesium. Zu diesem Schluss kommt eine Auswertung von über hundert Studien. [1238]
10. Februar 2006 – J Hypertension 2006;24:215
Kalzium, vor allem aus Milch und Milchprodukten, schützt vor Hirnschlag. Personen, die viel Milch konsumieren, können das Risiko für Schlaganfall fast halbieren im Vergleich mit Personen, die nur sehr wenig oder gar nie Milch trinken. Das zeigt eine Studie an über hunderttausend Personen in Japan. [1222]
19. Januar 2006 – Stroke 2006;37:20
Kalzium: Bedarf steigt mit dem Alter
Frauen über 75 nehmen Kalzium um ein Viertel schlechter auf als in jüngeren Jahren. Sie müssen also entsprechend mehr zu sich nehmen. [903]
29. Oktober 2004 – Am J Clin Nutrition 2004;80:998
Zum Suchwort «kalzium» gibt es mehr als 25 Kurznachrichten. Mit einem zusätzlichen Suchwort können Sie die Zahl der Treffer eingrenzen.
Mehr News
Suche einschränken:
mehr als ein Suchwort eingeben.
Ernährung
Tagesbedarf an Vitaminen, Flüssigkeitt, Energie, Fett, Salz usw. Bausteine und ihre Wirkungen.
Laktoseintoleranz
Ursachen, 5 Warnsignale, einfacher 3-Phasen-Test. Was Sie essen dürfen und was besser nicht …
Zöliakie
Warnsignale, Ursachen und Wirkungen der Allergie. Mit dem richtigen Essen gesund bleiben …
Zu dieser Serie
Seltene Tumore
Die Diagnose Krebs löst immer Ängste aus - besonders dann, wenn es sich um seltene Krebsarten handelt. Doch auch solche lassen sich heute gut behandeln. Wichtig ist die Früherkennung.
Mehr von Gesundheit TV
Ist es schon Alzheimer, wenn das Gehirn mit dem Alter nachlässt? Wie entsteht Alzheimer? Woran erkennt man die Krankheit? Wie kann man sie behandeln? Antworten ...
Ton: Lautsprechersymbol klicken