Gesundheitstelegramm | Jugendliche
Ursachen von Kopfschmerzen in der Jugend
14. Juni 2010 - Jugendliche, die mindestens einmal pro Woche Alkohol und täglich mehr als eine Tasse Kaffee trinken, die täglich rauchen und keinen Sport treiben, leiden mehr als andere an Kopfschmerzen und Migräne. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über tausend jungen Menschen zwischen 14 und 20 Jahren in Deutschland. [2643]
Quelle: Welt
Alkohol: Komatrinken schadet dem Gedächtnis
03. Juni 2010 - Botellones und andere Saufgelage haben für Jugendliche schlimme Folgen: Die hohen Konzentrationen von Alkohol zerstören im Hirn Zellen, in der Region des Hippocampus, die für das Langzeitgedächtnis verantwortlich ist. Das haben Versuche mit Affen gezeigt, die sich über längere Zeit täglich einen Rausch angetrunken hatten. [2632]
Quelle: Spiegel
Hautkrebstag: So beugt man vor
10. Mai 2010 - Die Krebsliga Schweiz empfiehlt, zwischen 11 und 15 Uhr im Schatten zu bleiben, im Sommer im Freien Hut, Sonnenbrille und schützende Kleidung zu tragen und nackte Haut reichlich mit Sonnenschutzmittel einzureiben. Besonders gut sollten Kinder und Jugendliche geschützt werden, denn ihre Haut ist empfindlicher als die von Erwachsenen. Sonnenbrände in den ersten 18 Lebensjahren führen später am häufigsten zu Hautkrebs. [2583]
Quelle: Medical Tribune
Wasserpfeife noch gefährlicher als Zigaretten
16. März 2010 - Das Rauchen von Wasserpfeifen (Shisha-Rauchen) ist bei Jugendlichen seit einigen Jahren im Trend - unter anderem deshalb, weil sie fälschlicherweise glauben, das sei weniger schädlich als Zigaretten. Das Gegenteil ist der Fall, warnt die deutsche Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung. In Wasserpfeifen verbrennt Tabak bei niedrigeren Temperaturen; so entstehen mehr Gifte. Ausserdem wird der kühlere Rauch tiefer inhaliert. [2476]
Quelle: Ärztezeitung
Passivrauchen schädigt Arterien schon in der Jugend
05. März 2010 - Schon Jugendliche im Alter von 13 Jahren, sonst gesund und fit, zeigen deutliche Veränderungen an den Wänden der Aorta, der Halsschlagader und der Arterie am Knöchel, wenn sie sich im Ausgang oft in verrauchter Luft aufhalten. Die Ärzte sprechen von einer präklinischen Arteriosklerose. Im Klartext: Die Wände der Arterien sind zwar noch nicht verkalkt, wohl aber verdickt und weniger elastisch, was den Blutfluss einengt. Zu diesem Ergebnis kommt eine finnische Studie an fast fünfhundert Jugendlichen. [2456]
Quelle: Ärztezeitung
Geimpfte Kinder weniger allergisch
02. Februar 2010 - Kinder, die alle empfohlenen Impfungen erhalten haben, leiden seltener an Heuschnupfen, Ekzemen oder Asthma als nicht komplett geimpfte Kinder. Das zeigt die Analyse der Daten von mehr als siebzehntausend Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Die Impfung senkt das Allergie-Risiko um etwa 7 bis 14 Prozent. Von einer Erhöhung, wie von vielen Eltern befürchtet, kann also keine Rede sein. [2368]
Quelle: Ärztezeitung
Jugendliche: klug wie Erwachsene, aber oft kindisch
21. Januar 2010 - Die Intelligenz sei mit 16 schon voll entwickelt, aber das Gefühlsleben sei zu diesem Zeitpunkt noch lange nicht ausgereift. Zu diesem Schluss kommen Psychologen der Temple-Uni in Philadelphia, nachdem sie tausend Personen zwischen zehn und dreissig getestet hatten. Wie lange es dauert, bis ein Mensch emotionell gereift ist, lässt die Studie klugerweise offen. Einige sind wohl schon mit zwanzig erwachsen, andere bleiben zeitlebens Kinder. [2323]
Quelle: Welt
Früh zu Bett, weniger depressiv
04. Januar 2010 - Jugendliche, die erst nach Mitternacht zu Bett gehen, leiden um 24 Prozent häufiger an Depressionen als ihre Altersgenossen, die schon um zehn Uhr nachts schlafen gehen. Wichtigster Punkt ist offenbar die Schlafdauer: Mit fünf oder weniger Stunden Schlaf pro Nacht liegt das Risiko einer Depression um 71 Prozent höher als bei acht Stunden pro Nacht. So deutlich der Zusammenhang, so fraglich die Ursache und Wirkung. Es ist denkbar, dass Schlafmangel depressiv macht. Genauso plausibel ist aber die Annahme, dass Menschen mit einer ausgeglichenen Psyche leichter Schlaf finden. [2253]
Quelle: Spiegel
Neue Korsette können krumme Rücken geradebiegen
01. Januar 2010 - Jugendliche mit einem seitlich gekrümmten Rücken (Skoliose) können dank modernster Korsett-Technik innerhalb von zwei bis drei Jahren wieder einen geraden Rücken bekommen. An der orthopädischen Klinik der Uni Regensburg setzt man dazu Korsette ein, die den Körper dazu zwingen, sich aktiv in die Gegenrichtung zu krümmen. Statt aber zu quetschen, geben die neuen Korsette den Rippen Platz, sich durch Atmung in der gewünschten Richtung auszubreiten. [2246]
Quelle: Ärztezeitung
Wirkt Johanniskraut gegen Depression?
31. Dezember 2009 - Viele haben mit Johanniskraut (Hypericum) gegen Schlafstörungen und Depression positive Erfahrungen gemacht. Es gibt sogar Studien, die eine solche Wirkung bestätigt haben wollen. Doch dem kritischen wissenschaftlichen Blick halten sie nicht stand. Nur eine streng doppelblind durchgeführte Studie mit dem Präparat und einem Placebo ohne Wirkstoff könnte zeigen, ob Johanniskraut wirkt oder nicht. Eine solche Studie mit über zweihundert Kindern und Jugendlichen ist jetzt in Deutschland angelaufen. Bis die Ergebnisse vorliegen, darf man zumindest auf die Placebowirkung des Johanniskrauts hoffen. [2245]
Quelle: Standard
Immer mehr Menschen kurzsichtig
16. Dezember 2009 - In den 1970er Jahren waren in den USA etwa 25 Prozent der Menschen kurzsichtig, um die Jahrtausendwende waren es schon über 40 Prozent. Die Ursachen sind unklar. Man vermutet, dass häufiges Lesen und Arbeiten im Nahbereich eine Rolle spielen könnten. In der Jugend ist das Wachstum des Augapfels offenbar besonders flexibel. Ist der Blick von Jugendlichen dauernd auf Nähe eingestellt, könne sich der Augapfel verlängern. Dadurch verschiebt sich der Brennpunkt der Augenlinse vor die Netzhaut, und die Gegenstände erscheinen unscharf. Nach dieser Theorie kommt es nicht von ungefähr, dass gebildete Menschen oft eine Brille tragen. [2207]
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Haltungsschäden eher von Schulbank als vom Computer
13. Dezember 2009 - Kinder und Jugendliche, die viel vor dem Computer sitzen, haben nicht mehr Haltungsschäden als jene, die nur selten oder gar nie am Bildschirm sind. Zu diesem Schluss kommt eine in Deutschland publizierte Studie. Alarmierend ist, dass etwa drei Viertel aller Schüler eine gestörte Haltung haben. Wahrscheinlichste Ursache sei die veraltete Ausstattung der Schulen, meinen die Autoren der Studie. [2191]
Quelle: Medical Tribune
Warum Jugendliche nicht rauchen
17. August 2009 - Auf die Frage, warum sie nicht rauchen, geben fast achtzig Prozent der Jugendlichen gesundheitliche Gründe an. Sie fürchten vor allem Krebs; über die Gefahr für Herz und Kreislauf wissen sie kaum Bescheid. Besonders für Mädchen spielt auch eine Rolle, dass Rauchen eklig ist, übel riecht und die Zähne und Finger verfärbt. Etwa ein Viertel sieht im Rauchen keinen Nutzen, und für 20 Prozent ist es ganz einfach zu teuer. Jedoch sind Verbote und Altersgrenzen für die Jungen keine Gründe, nicht zu rauchen. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage bei über 700 deutschen Schülern in siebten bis neunten Schuljahr. [2122]
Quelle: PubMed
2040000 - PMID: 19629920
Trügerische Vorsätze zur Jungfräulichkeit
07. Januar 2009 - Programme für sexuelle Abstinenz bei Jugendlichen sind ein Fehlschlag - gerade auch in den USA, wo besonders viele junge Menschen Jungfräulichkeit gelobt haben. Fünf Jahre nach einem solchen Gelöbnis streiten über achtzig Prozent der Jungen ab, je ein solches abgelegt zu haben. Sie haben gleich oft Sex vor der Ehe, sind beim ersten Sex ebenso jung und haben kaum weniger Partner als jene, die sich keine Abstinenz vorgenommen haben. Zudem schützen sich die selbst erklärten Jungfrauen weniger gut gegen sexuell übertragbare Krankheiten und gegen Schwangerschaft. Dies zeigt eine repräsentative Studie an über dreitausend Studentinnen und Studenten in den USA.
[2014]
Quelle: PubMed
PMID: 19117832
Emotionale Intelligenz schützt vor Depression
08. Dezember 2008 - Als letzten Ausweg in einer Situation der Verzweiflung verletzen sich Jugendliche bisweilen selbst. Dieses Risiko ist sehr klein bei Menschen mit einer hohen emotionalen Intelligenz. Dies liegt vor allem daran, dass diese geschickter als andere darin sind, Wege aus der Krise der Gefühle zu finden. Vor allem vermeiden sie es, zu grübeln, sich selber zu beschuldigen und passiv Hilfe zu erwarten. Emotionale Intelligenz hilft nicht nur, besser mit einer Depression fertig zu werden, sondern schützt bis zu einem gewissen Grad auch davor. [1998]
Quelle: PubMed
PMID: 19054434
Essen mit der Familie kann vor Drogen schützen
12. August 2008 - Mädchen, die im Alter von zwölf Jahren regelmässig zu Hause im Kreis der Familie essen, greifen über Jahre hinaus weniger zu Tabak, Alkohol und anderen Drogen als solche, die auswärts essen. Für Burschen dagegen bieten Mahlzeiten in der Familie keinen Schutz vor Drogen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an achthundert Jugendlichen in Minnesota. [1914]
Quelle: PubMed
PMID: 18639788
Stärker süchtig mit Zigarren plus Zigaretten
08. Mai 2008 - Jugendliche, die sowohl Zigaretten als auch Zigarren konsumieren, sind stärker abhängig vom Tabak als jene, die nur eines dieser Produkte rauchen. Das zeigt eine Studie an über viertausend amerikanischen Studenten. [1862]
Quelle: PubMed
PMID: 18442343
Schon eine einzige Zigarette kann süchtig machen
28. Januar 2008 - Mehr als ein Viertel der Jugendlichen, die nur eine einzige Zigarette geraucht haben, zeigen danach deutliche Zeichen einer Abhängigkeit. Zu diesem Schluss kommt eine Umfrage bei über neunzigtausend Schülern in Neuseeland. [1790]
Quelle: PubMed
PMID: 18207651
Öfter essen, weniger zunehmen
07. Dezember 2007 - Wer das Frühstück auslässt, wird eher dick. Das hat man bei einer Befragung von holländischen Jugendlichen herausgefunden. Längeres Fasten fasst der Körper offenbar als Notsignal auf, das ihn veranlasst, mehr Fett zu speichern. [1756]
Quelle: PubMed
PMID: 18043703
Dicksein nur für Frauen ein grosses Problem
24. Oktober 2007 - Mädchen, die in der Pubertät am meisten Gewicht auf die Waage bringen, haben zehn bis zwanzig Jahre später ein viermal höheres Risiko, stark depressiv zu werden, verglichen mit schlankeren Mödchen. Bei Burschen spielt jedoch das Gewicht keine solche Rolle. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über siebenhundert Jugendlichen in New York. [1725]
Quelle: PubMed
PMID: 17942847
Jung und depressiv: Besser kein Kaffee
23. Oktober 2007 - Depressive junge Menschen leiden eher unter Angst, wenn sie viel Kaffee trinken. Bei Gesunden hat Kaffee keine solche Wirkung. Das zeigt eine Studie an über dreissig depressiven, verglichen mit zwanzig gesunden Jugendlichen, in den USA. [1724]
Quelle: PubMed
PMID: 17947257
Selbsthypnose gegen Kopfweh
01. Juni 2007 - Bei Kindern und Jugendlichen mit ständig wiederkehrenden Kopfschmerzen hat sich ein Training zur Selbsthypnose als sehr wirksam erwiesen: Die Dauer ging auf etwa ein Achtel zurück, die Intensität der Schmerzen auf die Hälfte. [1623]
Quelle: PubMed
PMID: 17517250
Allergien bei Kindern nehmen weltweit zu
04. September 2006 - Asthma, Ekzeme, Schnupfen und Augenbrennen durch Allergie nehmen weltweit deutlich zu, vor allem bei Kindern im frühen Schulalter. Etwas geringer ist die Zunahme bei Jugendlichen kurz vor der Pubertät. Das zeigt eine Studie an fast einer halben Million Kindern und Jugendlichen in über fünfzig Ländern weltweit. [1410]
Quelle: Lancet
2006;368:733
Depressiv: Mehr Risiko beim Sex
04. August 2006 - Depressive Jugendliche neigen mehr als andere dazu, beim Sex kein Kondom zu benützen, auch sonst nichts gegen eine Schwangerschaft zu tun und Alkohol oder andere Drogen zu nehmen. Das hat eine Studie an amerikanischen High Schools ergeben. [1389]
Quelle: Pediatrics
2006;118:189
Die beste Diät gegen Homocystein
15. Juni 2006 - Viel Vollkorn und viel Milch und Milchprodukte, nur wenig Geflügel, sagt eine Studie an über zweitausend Jugendlichen in den USA. Homocystein, ein Stoff, der sich beim Abbau von Eiweiß im menschlichen Körper bildet, gilt als schädlich für die Gefäße. Er erhöht das Risiko für Krankheiten von Herz und Kreislauf und für Demenz. [1343]
Quelle: Am J Clin Nutrition
2006;83:1380
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