Gesundheitstelegramm: Jugendliche

News zu Jugendliche

Schlechter hören wegen Passivrauchen

Jugendliche, deren Eltern rauchen, hören schlechter als solche, die ohne Tabakrauch aufgewachsen sind. Das zeigen Hörtests bei über 1500 jungen Menschen zwischen zwölf und neunzehn Jahren in den USA. Man vermutet, dass Tabakrauch bei Kindern die Durchblutung des Innenohrs stört. [2911]

21. Juli 2011  –  Ärzteblatt

Passivrauchen erhöht Blutdruck bei Knaben

Bei jungen Menschen kann der Blutdruck deutlich über den Normalwert steigen, wenn sie passiv dem Tabakrauch ausgesetzt sind. Jungen und Burschen reagieren offenbar viel empfindlicher als Mädchen. Das zeigt eine Studie bei über sechstausend Kindern und Jugendlichen zwischen acht und siebzehn Jahren in den USA. Noch ist unklar, ob der Blutdruck wieder sinkt, wenn die Belastung durch Tabakrauch aufhört. [2859]

4. Mai 2011  –  UPI Health News

Virus als Dickmacher?

Kinder, die mit dem Drüsenvirus (Adenovirus) AD36 angesteckt sind, wiegen im Durchschnitt fünfzehn Kilogramm mehr als Gleichaltrige ohne dieses Virus. Das zeigt eine Studie der Universität von Kalifornien an über hundertzwanzig Kindern und Jugendlichen im Alter bis zu achtzehn Jahren. Was dieses Ergebnis bedeutet, bleibt allerdings unklar. Vor allem heisst es nicht, dass das Virus dick macht. Es könnte auch sein, dass übergewichtige Kinder bloss anfälliger auf den Erreger sind. Dieser greift vor allem die Atemwege an. [2716]

22. September 2010  –  Welt

Paracetamol fördert Allergien

Die Substanz Paracetamol, in zahlreichen Präparaten gegen Schmerzen und Fieber enthalten, steigert bei jungen Menschen die Neigung zu Asthma, Ekzemen und allergischem Schnupfen. Das zeigt eine Umfrage bei mehr als dreihunderttausend Jugendlichen in fünfzig Ländern. Wer das Mittel regelmässig nimmt, hat ein zwei- bis dreifach höheres Risiko für Allergien; selbst gelegentlicher Anwendung steigt das Risiko noch um die Hälfte. Wahrscheinlich ist Paracetamol die Ursache, auch wenn die Studie das nicht beweist. [2694]

23. August 2010  –  Standard

Ursachen von Kopfschmerzen in der Jugend

Jugendliche, die mindestens einmal pro Woche Alkohol und täglich mehr als eine Tasse Kaffee trinken, die täglich rauchen und keinen Sport treiben, leiden mehr als andere an Kopfschmerzen und Migräne. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über tausend jungen Menschen zwischen 14 und 20 Jahren in Deutschland. [2643]

14. Juni 2010  –  Welt

Alkohol: Komatrinken schadet dem Gedächtnis

Botellones und andere Saufgelage haben für Jugendliche schlimme Folgen: Die hohen Konzentrationen von Alkohol zerstören im Hirn Zellen, in der Region des Hippocampus, die für das Langzeitgedächtnis verantwortlich ist. Das haben Versuche mit Affen gezeigt, die sich über längere Zeit täglich einen Rausch angetrunken hatten. [2632]

3. Juni 2010  –  Spiegel

Hautkrebstag: So beugt man vor

Die Krebsliga Schweiz empfiehlt, zwischen 11 und 15 Uhr im Schatten zu bleiben, im Sommer im Freien Hut, Sonnenbrille und schützende Kleidung zu tragen und nackte Haut reichlich mit Sonnenschutzmittel einzureiben. Besonders gut sollten Kinder und Jugendliche geschützt werden, denn ihre Haut ist empfindlicher als die von Erwachsenen. Sonnenbrände in den ersten 18 Lebensjahren führen später am häufigsten zu Hautkrebs. [2583]

10. Mai 2010  –  Medical Tribune

Wasserpfeife noch gefährlicher als Zigaretten

Das Rauchen von Wasserpfeifen (Shisha-Rauchen) ist bei Jugendlichen seit einigen Jahren im Trend - unter anderem deshalb, weil sie fälschlicherweise glauben, das sei weniger schädlich als Zigaretten. Das Gegenteil ist der Fall, warnt die deutsche Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung. In Wasserpfeifen verbrennt Tabak bei niedrigeren Temperaturen; so entstehen mehr Gifte. Ausserdem wird der kühlere Rauch tiefer inhaliert. [2476]

16. März 2010  –  Ärztezeitung

Passivrauchen schädigt Arterien schon in der Jugend

Schon Jugendliche im Alter von 13 Jahren, sonst gesund und fit, zeigen deutliche Veränderungen an den Wänden der Aorta, der Halsschlagader und der Arterie am Knöchel, wenn sie sich im Ausgang oft in verrauchter Luft aufhalten. Die Ärzte sprechen von einer präklinischen Arteriosklerose. Im Klartext: Die Wände der Arterien sind zwar noch nicht verkalkt, wohl aber verdickt und weniger elastisch, was den Blutfluss einengt. Zu diesem Ergebnis kommt eine finnische Studie an fast fünfhundert Jugendlichen. [2456]

5. März 2010  –  Ärztezeitung

Geimpfte Kinder weniger allergisch

Kinder, die alle empfohlenen Impfungen erhalten haben, leiden seltener an Heuschnupfen, Ekzemen oder Asthma als nicht komplett geimpfte Kinder. Das zeigt die Analyse der Daten von mehr als siebzehntausend Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Die Impfung senkt das Allergie-Risiko um etwa 7 bis 14 Prozent. Von einer Erhöhung, wie von vielen Eltern befürchtet, kann also keine Rede sein. [2368]

2. Februar 2010  –  Ärztezeitung

Jugendliche: klug wie Erwachsene, aber oft kindisch

Die Intelligenz sei mit 16 schon voll entwickelt, aber das Gefühlsleben sei zu diesem Zeitpunkt noch lange nicht ausgereift. Zu diesem Schluss kommen Psychologen der Temple-Uni in Philadelphia, nachdem sie tausend Personen zwischen zehn und dreissig getestet hatten. Wie lange es dauert, bis ein Mensch emotionell gereift ist, lässt die Studie klugerweise offen. Einige sind wohl schon mit zwanzig erwachsen, andere bleiben zeitlebens Kinder. [2323]

21. Januar 2010  –  Welt

Früh zu Bett, weniger depressiv

Jugendliche, die erst nach Mitternacht zu Bett gehen, leiden um 24 Prozent häufiger an Depressionen als ihre Altersgenossen, die schon um zehn Uhr nachts schlafen gehen. Wichtigster Punkt ist offenbar die Schlafdauer: Mit fünf oder weniger Stunden Schlaf pro Nacht liegt das Risiko einer Depression um 71 Prozent höher als bei acht Stunden pro Nacht. So deutlich der Zusammenhang, so fraglich die Ursache und Wirkung. Es ist denkbar, dass Schlafmangel depressiv macht. Genauso plausibel ist aber die Annahme, dass Menschen mit einer ausgeglichenen Psyche leichter Schlaf finden. [2253]

4. Januar 2010  –  Spiegel

Neue Korsette können krumme Rücken geradebiegen

Jugendliche mit einem seitlich gekrümmten Rücken (Skoliose) können dank modernster Korsett-Technik innerhalb von zwei bis drei Jahren wieder einen geraden Rücken bekommen. An der orthopädischen Klinik der Uni Regensburg setzt man dazu Korsette ein, die den Körper dazu zwingen, sich aktiv in die Gegenrichtung zu krümmen. Statt aber zu quetschen, geben die neuen Korsette den Rippen Platz, sich durch Atmung in der gewünschten Richtung auszubreiten. [2246]

1. Januar 2010  –  Ärztezeitung

Wirkt Johanniskraut gegen Depression?

Viele haben mit Johanniskraut (Hypericum) gegen Schlafstörungen und Depression positive Erfahrungen gemacht. Es gibt sogar Studien, die eine solche Wirkung bestätigt haben wollen. Doch dem kritischen wissenschaftlichen Blick halten sie nicht stand. Nur eine streng doppelblind durchgeführte Studie mit dem Präparat und einem Placebo ohne Wirkstoff könnte zeigen, ob Johanniskraut wirkt oder nicht. Eine solche Studie mit über zweihundert Kindern und Jugendlichen ist jetzt in Deutschland angelaufen. Bis die Ergebnisse vorliegen, darf man zumindest auf die Placebowirkung des Johanniskrauts hoffen. [2245]

31. Dezember 2009  –  Standard

Immer mehr Menschen kurzsichtig

In den 1970er Jahren waren in den USA etwa 25 Prozent der Menschen kurzsichtig, um die Jahrtausendwende waren es schon über 40 Prozent. Die Ursachen sind unklar. Man vermutet, dass häufiges Lesen und Arbeiten im Nahbereich eine Rolle spielen könnten. In der Jugend ist das Wachstum des Augapfels offenbar besonders flexibel. Ist der Blick von Jugendlichen dauernd auf Nähe eingestellt, könne sich der Augapfel verlängern. Dadurch verschiebt sich der Brennpunkt der Augenlinse vor die Netzhaut, und die Gegenstände erscheinen unscharf. Nach dieser Theorie kommt es nicht von ungefähr, dass gebildete Menschen oft eine Brille tragen. [2207]

16. Dezember 2009  –  Süddeutsche Zeitung

Haltungsschäden eher von Schulbank als vom Computer

Kinder und Jugendliche, die viel vor dem Computer sitzen, haben nicht mehr Haltungsschäden als jene, die nur selten oder gar nie am Bildschirm sind. Zu diesem Schluss kommt eine in Deutschland publizierte Studie. Alarmierend ist, dass etwa drei Viertel aller Schüler eine gestörte Haltung haben. Wahrscheinlichste Ursache sei die veraltete Ausstattung der Schulen, meinen die Autoren der Studie. [2191]

13. Dezember 2009  –  Medical Tribune

Warum Jugendliche nicht rauchen

Auf die Frage, warum sie nicht rauchen, geben fast achtzig Prozent der Jugendlichen gesundheitliche Gründe an. Sie fürchten vor allem Krebs; über die Gefahr für Herz und Kreislauf wissen sie kaum Bescheid. Besonders für Mädchen spielt auch eine Rolle, dass Rauchen eklig ist, übel riecht und die Zähne und Finger verfärbt. Etwa ein Viertel sieht im Rauchen keinen Nutzen, und für 20 Prozent ist es ganz einfach zu teuer. Jedoch sind Verbote und Altersgrenzen für die Jungen keine Gründe, nicht zu rauchen. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage bei über 700 deutschen Schülern in siebten bis neunten Schuljahr. [2122]

17. August 2009  –  PubMed 2040000 - PMID: 19629920

Trügerische Vorsätze zur Jungfräulichkeit

Programme für sexuelle Abstinenz bei Jugendlichen sind ein Fehlschlag - gerade auch in den USA, wo besonders viele junge Menschen Jungfräulichkeit gelobt haben. Fünf Jahre nach einem solchen Gelöbnis streiten über achtzig Prozent der Jungen ab, je ein solches abgelegt zu haben. Sie haben gleich oft Sex vor der Ehe, sind beim ersten Sex ebenso jung und haben kaum weniger Partner als jene, die sich keine Abstinenz vorgenommen haben. Zudem schützen sich die selbst erklärten Jungfrauen weniger gut gegen sexuell übertragbare Krankheiten und gegen Schwangerschaft. Dies zeigt eine repräsentative Studie an über dreitausend Studentinnen und Studenten in den USA.
 [2014]

7. Januar 2009  –  PubMed PMID: 19117832

Emotionale Intelligenz schützt vor Depression

Als letzten Ausweg in einer Situation der Verzweiflung verletzen sich Jugendliche bisweilen selbst. Dieses Risiko ist sehr klein bei Menschen mit einer hohen emotionalen Intelligenz. Dies liegt vor allem daran, dass diese geschickter als andere darin sind, Wege aus der Krise der Gefühle zu finden. Vor allem vermeiden sie es, zu grübeln, sich selber zu beschuldigen und passiv Hilfe zu erwarten. Emotionale Intelligenz hilft nicht nur, besser mit einer Depression fertig zu werden, sondern schützt bis zu einem gewissen Grad auch davor. [1998]

8. Dezember 2008  –  PubMed PMID: 19054434

Essen mit der Familie kann vor Drogen schützen

Mädchen, die im Alter von zwölf Jahren regelmässig zu Hause im Kreis der Familie essen, greifen über Jahre hinaus weniger zu Tabak, Alkohol und anderen Drogen als solche, die auswärts essen. Für Burschen dagegen bieten Mahlzeiten in der Familie keinen Schutz vor Drogen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an achthundert Jugendlichen in Minnesota.  [1914]

12. August 2008  –  PubMed PMID: 18639788

Stärker süchtig mit Zigarren plus Zigaretten

Jugendliche, die sowohl Zigaretten als auch Zigarren konsumieren, sind stärker abhängig vom Tabak als jene, die nur eines dieser Produkte rauchen. Das zeigt eine Studie an über viertausend amerikanischen Studenten. [1862]

8. Mai 2008  –  PubMed PMID: 18442343

Schon eine einzige Zigarette kann süchtig machen

Mehr als ein Viertel der Jugendlichen, die nur eine einzige Zigarette geraucht haben, zeigen danach deutliche Zeichen einer Abhängigkeit. Zu diesem Schluss kommt eine Umfrage bei über neunzigtausend Schülern in Neuseeland. [1790]

28. Januar 2008  –  PubMed PMID: 18207651

Öfter essen, weniger zunehmen

Wer das Frühstück auslässt, wird eher dick. Das hat man bei einer Befragung von holländischen Jugendlichen herausgefunden. Längeres Fasten fasst der Körper offenbar als Notsignal auf, das ihn veranlasst, mehr Fett zu speichern. [1756]

7. Dezember 2007  –  PubMed PMID: 18043703

Dicksein nur für Frauen ein grosses Problem

Mädchen, die in der Pubertät am meisten Gewicht auf die Waage bringen, haben zehn bis zwanzig Jahre später ein viermal höheres Risiko, stark depressiv zu werden, verglichen mit schlankeren Mödchen. Bei Burschen spielt jedoch das Gewicht keine solche Rolle. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über siebenhundert Jugendlichen in New York. [1725]

24. Oktober 2007  –  PubMed PMID: 17942847

Jung und depressiv: Besser kein Kaffee

Depressive junge Menschen leiden eher unter Angst, wenn sie viel Kaffee trinken. Bei Gesunden hat Kaffee keine solche Wirkung. Das zeigt eine Studie an über dreissig depressiven, verglichen mit zwanzig gesunden Jugendlichen, in den USA. [1724]

23. Oktober 2007  –  PubMed PMID: 17947257

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