Gesundheitstelegramm: Iq

News zu Iq

Statistik: Streit um Strahlentote

Wieviele Menschen sind nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl an radioaktiver Strahlung gestorben? Die Schätzungen gehen weit auseinander: offiziell sind 47 der etwa 600'000 Aufräumarbeiter (Liquidatoren) und 15 Anwohner des Kraftwerks an Schilddrüsenkrebs gestorben. Ukrainische Amtsstellen sprechen von mehreren zehntausend verstorbenen Liquidatoren. In ganz Europa sind laut WHO 4000 Menschen zusätzlich an Krebs gestorben, laut Greenpeace bis zu 90'000. Krebs hat aber auch andere Ursachen und ist zudem häufig. So lässt sich nur schwer nachweisen, wieviele Krebstote die Strahlung verursacht hat. [2830]

21. März 2011  –  Süddeutsche Zeitung

Intelligenz senkt Risiko für Selbstmord

Bei Männern, die gemessen am Intelligenzquotient (IQ) zu den oberen zehn Prozent gehören, ist das Risiko, sich selbst umzubringen, neunmal kleiner als bei den Männern in den untersten zehn Prozent. Das zeigt eine Studie an schwedischen Rekruten. Dieser deutliche Unterschied hat vermutlich mehrere Ursachen. Sie reichen von wirtschaftlichem Stress bis zu den Fertigkeiten, Krisen zu bewältigen. [2634]

7. Juni 2010  –  Ärzteblatt

Macht Rauchen dumm?

Bei jungen Rauchern liegt der Intelligenzquotient IQ durchschnittlich um 7 Punkte tiefer als bei nicht rauchenden Altersgenossen. Das zeigt eine israelische Studie an rund zwanzigtausend Soldaten zwischen 18 und 21 Jahren. Wie es dazu kommt, erklärt dieser Zusammenhang allerdings nicht. Sind dümmere Menschen anfälliger für das Rauchen? Oder macht das Rauchen dumm? Am wahrscheinlichsten trifft beides zu. Je mehr Zigaretten pro Tag, desto deutlicher die IQ-Differenz. Dies spricht mindestens teilweise für eine schädliche Wirkung des Rauchs auf die grauen Zellen. [2515]

7. April 2010  –  Standard

Gestillte Babys klüger, aber nicht durch das Stillen

Frauen mit einem hohen IQ geben ihren Babys eher die Brust als weniger intelligente Frauen. Das und nicht etwa das Stillen mache den Unterschied aus. Auch Omega-3-Präparate seien wirkungslos. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie der Uni Southampton. Intelligenz ist zu einem guten Teil vererbt. Dennoch sei Stillen bis zu einem Alter von sechs Monaten sehr zu empfehlen, meinen Experten. Es fördert die Entwicklung des Babys und dessen Gesundheit optimal.  [2324]

21. Januar 2010  –  Telegraph

Aus beliebten Kinder werden gesündere Erwachsene

Kinder, die in der Schulzeit viele Freunde haben und in ihren Cliquen beliebt sind, leiden als Erwachsene deutlich weniger an wichtigen Krankheiten als jene Kinder, die keine oder nur wenige Freunde haben: Neunmal seltener an Herzkrankheiten, viermal seltener an Diabetes und nur halb so oft an psychischen Störungen. Das zeigt eine Studie an etwa viertausend Schülern in Schweden, die 1966 befragt und dreissig Jahre später medizinisch untersucht worden sind. [2320]

20. Januar 2010  –  Welt

Blaues Licht hebt die Stimmung

Ein Mangel an Tageslicht kann im Winter zu Depressionen führen. Entscheidend ist vor allem der blaue Anteil im Lichtspektrum. Die Sehzellen, die beim Menschen die innere Uhr von Schlafen und Wachen steuern, reagieren vor allem auf blaues Licht. Auch in deutschen Klassenzimmern ist blaues Licht getestet worden. Es steigert die Lernleistung der Schüler um fünf IQ-Punkte. Moderne LED-Bildschirme haben einen höheren Blau-Anteil und wirken im Büro deshalb leistungssteigernd. Doch fürs Fernsehen am Abend sind sie nachteilig, da sie das Einschlafen erschweren. [2242]

30. Dezember 2009  –  SonntagsZeitung

Nicht Geld, sondern Hirn hält gesund

Menschen mit einem hohen Einkommen sind in der Regel gesünder sind als solche, die nur wenig verdienen. In zahreichen Studien ist dies festgestellt worden. Doch viele Fachleute bezweifeln, ob sich dies mit Ursache und Wirkung begründen lässt. Nun zeigen neuere Analysen, dass es nicht das Geld ist, das gesund macht. Vielmehr ist es die Intelligenz: Menschen mit einem hohen IQ sind gesünder als solche mit einem niedrigen. Der Zusammenhang mit dem Einkommen lässt sich dadurch erklären, dass intelligente Menschen höhere berufliche Positionen erreichen und somit mehr verdienen. [2089]

29. April 2009  –  PubMed PMID: 19350755

Prügelstrafe macht dumm

Harte Körperstrafen verlangsamen das Wachstum des Hirns bei Kindern. Als junge Erwachsene verfügen sie dann über eine deutlich geringere Masse der grauen Zellen: Je nach Region des Hirns ist sie um 14 bis 19 Prozent geringer als bei Kindern, die nie körperlich bestraft wurden. Die Leistung beim IQ-Test sind entsprechend geringer. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über vierzig Personen in Japan.  [2069]

25. März 2009  –  PubMed PMID: 19285558

Viel Meeresfische für Schwangere

Schwangere Frauen tun gut daran, viel Meeresfische und Meeresfrüchte zu essen. Am besten für das werdende Kind sind mehr als 340 Gramm pro Woche. Dann können sich die Nerven und Muskeln des Babys am besten entwickeln; sie werden einen höheren IQ und bessere soziale Fähigkeiten entwickeln. Bei geringeren Mengen ist dies nicht der Fall. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über elftausend Schwangeren und ihren Kindern in den USA. Die zahlreichen nützlichen Stoffe in der Nahrung aus dem Meer sind also weit wichtiger als die wenigen Schadstoffe, mit denen sie belastet ist. [1536]

18. Februar 2007  –  Lancet 2007;369:578

Intelligente essen eher vegetarisch

Wer einen hohen IQ hat, neigt eher als andere dazu, auf Fleisch zu verzichten. Frauen neigen eher als Männer zum Vegetarismus. Das zeigt sich in einer Studie an über achttausend Personen des Jahrgangs 1970 in Großbritannien. Die Klügeren denken offenbar mehr nach, auch über das Essen. Stur sind dabei aber nicht: Ein Drittel der «Vegetarier» isst auch Fisch und Geflügel. [1522]

4. Februar 2007  –  British Medical Journal 2007;334:245

Klügere essen gesünder und treiben mehr Sport

Kinder mit einem hohen IQ essen später als Erwachsene mehr Früchte, Gemüse und Vollkornbrot als Kinder mit einem niedrigen IQ. Das zeigt eine Studie an über achttausend Kindern, deren IQ im Jahr 1980 und deren Essgewohnheiten im Jahr 2000 erfasst worden sind. Auch treiben die Klügeren mehr Sport. [1504]

12. Januar 2007  –  Pediatrics 2007;119:e38

IQ: Kein Nachteil für Zwillinge

Zwillinge haben, was ihre Intelligenz betrifft, keinen Nachteil gegenüber einzeln geborenen Kindern. Auch ihre Chancen für eine akademische Karriere sind genau gleich gut. Zu diesem Schluss kommt eine neue dänische Studie an mehr als zehntausend Personen. Die Ergebnisse früherer Studien sind damit nicht bestätigt worden. Diese hatten einen Unterschied gefunden. [1472]

29. November 2006  –  British Medical Journal 2006;333:1095

Fitness auch für das Hirn

Wer im Alter noch fit ist, hat auch einen höheren IQ und ein geringeres Risiko, dement zu werden. Das zeigt ein Test an über vierhundert Betagten in Schottland: Je kräftiger ihr Händedruck und je besser ihre Leistungen auf dem Laufband und in der Lungenfunktion, desto besser auch ihre geistige Präsenz. [1459]

10. November 2006  –  Neurology 2006;67:1195

Stillen macht gesünder, aber nicht intelligenter

Dass Stillen gesund ist für das Baby, zeigen viele Studien. Doch es hat auch seine Grenzen. Zwar sind gestillte Babys, statistisch gesehen, intelligenter als solche, die mit der Flasche aufgezogen werden. Doch das liegt vor allem daran, dass Mütter mit einem hohen IQ eher stillen als solche mit einem niedrigen IQ. Die höhere Intelligenz der gestillten Kinder kommt also eher von den Genen als von der Muttermilch. [1456]

7. November 2006  –  British Medical Journal 2006;333:945

Hoher IQ schützt vor frühem Tod

In Schweden müssen alle Rekruten einen IQ-Test absolvieren. Nach den Jahrgängen von 1949 bis 1951 hat man dreißig Jahre später in den Sterberegistern gesucht. Dabei hat sich gezeigt, dass jene mit einem hohen IQ deutlich seltener verstorben sind als jene mit einem niedrigen IQ. Das gilt für alle bekannten Ursachen, von Herzinfarkt über verschiedene andere Krankheiten bis zu Unfällen, Mord und Totschlag. [1339]

11. Juni 2006  –  Int J Epidemiology 2006;35:665

Intelligenz hängt nicht von der Größe des Hirns ab

In Kanada sind die Hirne von hundert Verstorbenen seziert worden, bei denen man zu Lebzeiten den Intelligenz-Quotienten (IQ) gemessen hatte. Je nach Art der Intelligenz, ob bei Frauen oder Männern, bei Rechts- oder Linkshändern, ist das Ergebnis mal so, mal anders. Fazit: Die Größe des Hirns hat keinen Einfluss auf die Intelligenz. [1237]

9. Februar 2006  –  Brain 2006;129:386

Genies leben länger

Personen mit einem IQ von 135 und mehr haben eine überdurchschnittlich hohe Lebenserwartung. Für jeden Punkt über diesen Wert hinaus sinkt das Risiko, an einer Krankheit früh zu sterben, um etwa zwei Prozent. Erst bei einem IQ von 163 ist der Gipfel erreicht; noch höhere Intelligenz bringt keinen weiteren Zuwachs an Lebenserwartung. Das hat eine Studie an über 800 Hochbegabten in den USA ergeben. [1173]

11. November 2005  –  Am J Epidemiology 2005;162:887

Intelligenz macht Alte nicht (un-) glücklicher

Die Zufriedenheit im Alter hängt nicht vom IQ ab. Das zeigt eine Studie an über fünfhundert Menschen des Jahrgangs 1921 in Schottland. [1089]

18. Juli 2005  –  British Medical Journal 2005-331:141

Klüger und gesünder

Menschen mit einem hohen IQ erleiden weniger Herzinfarkte und fühlen sich gesünder als weniger intelligente Menschen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über 5000 Personen in England. [1038]

6. Mai 2005  –  Am J Epidemiology 2005;161:831

Hoher Blutdruck schadet der Intelligenz

Bei Personen mit hohem Blutdruck fällt der IQ mit dem Alter schneller ab als bei Personen mit normalem Blutdruck. [917]

18. November 2004  –  Hypertension 2004;44:631

Hoher IQ, niedriger Blutdruck

Diesen Zusammenhang haben Statistiker in Schottland gefunden. Noch ist unklar, ob intelligente Menschen gesünder leben, oder ob ein niedriger Blutdruck sich günstig auf das Gehirn auswirkt. [797]

3. Juni 2004  –  J Hypertension 2004;22:893

Hoher IQ schützt vor geistigem Abbau

Wer mit 15 Jahren einen hohen Intelligenzquotienten hat, bleibt auch im hohen Alter geistig fitter. Das zeigt eine Studie an über 2000 Personen in Kanada. [732]

8. März 2004  –  British Medical Journal 2004;328:552

Stillen macht klüger

Babys, die sehr leicht auf die Welt gekommen sind, bleiben in der Entwicklung oft etwas zurück. Stillen verbessert die Chancen: Der IQ mit sechs bis acht Jahren ist im Durchschnitt bis zu 5 Punkte höher. [659]

3. Dezember 2003  –  Am J Epidemiology 2003;158:1075

Blei noch giftiger als vermutet

Je mehr Blei im Blut von Kindern kreist, desto kleiner ist ihr IQ. Als Grenzwert gelten 10 Mikrogramm Blei pro Deziliter Blut. Doch schon bei diesem Wert ist der IQ durchschnittlich um 7 bis 8 Punkte vermindert, sagt eine neue Studie. [445]

17. April 2003  –  N Engl J Medicine 2003;348:1517

IQ verlängert das Leben

Menschen mittleren Alters haben eine um so höhere Lebenserwartung, je höher ihr Intelligenzquotient (IQ) ist. [397]

24. Februar 2003  –  Am J Epidemiology 2003;157:327

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