Gesundheitstelegramm: Intelligenz

News zu Intelligenz

Intelligenz senkt Risiko für Selbstmord

Bei Männern, die gemessen am Intelligenzquotient (IQ) zu den oberen zehn Prozent gehören, ist das Risiko, sich selbst umzubringen, neunmal kleiner als bei den Männern in den untersten zehn Prozent. Das zeigt eine Studie an schwedischen Rekruten. Dieser deutliche Unterschied hat vermutlich mehrere Ursachen. Sie reichen von wirtschaftlichem Stress bis zu den Fertigkeiten, Krisen zu bewältigen. [2634]

7. Juni 2010  –  Ärzteblatt

Macht Rauchen dumm?

Bei jungen Rauchern liegt der Intelligenzquotient IQ durchschnittlich um 7 Punkte tiefer als bei nicht rauchenden Altersgenossen. Das zeigt eine israelische Studie an rund zwanzigtausend Soldaten zwischen 18 und 21 Jahren. Wie es dazu kommt, erklärt dieser Zusammenhang allerdings nicht. Sind dümmere Menschen anfälliger für das Rauchen? Oder macht das Rauchen dumm? Am wahrscheinlichsten trifft beides zu. Je mehr Zigaretten pro Tag, desto deutlicher die IQ-Differenz. Dies spricht mindestens teilweise für eine schädliche Wirkung des Rauchs auf die grauen Zellen. [2515]

7. April 2010  –  Standard

Wo im Hirn die Intelligenz sitzt

Die grauen Zellen, die Menschen schlau machen, sitzen verteilt in verschiedenen Regionen im vorderen und seitlichen Teil des Schädels. Entscheidend für die Intelligenz ist vor allem, wie gut die Verbindungen zwischen diesen Regionen funktionieren. Zu diesem Schluss kommen amerikanische Hirnforscher, die über zweihundert Patienten mit jeweils genau bekannten örtlichen Schäden am Gehirn untersucht haben. [2443]

26. Februar 2010  –  Spiegel

Intelligenz wichtigster Schutzfaktor gegen Herzkrankheit

Risikofaktor Nummer eins für Angina pectoris und Herzinfarkt ist das Rauchen. Und der wichtigste Schutzfaktor ist eine hohe Intelligenz. Das hat eine Studie an über tausend Personen in Schottland gezeigt. Wer mehr weiss, weiss auch besser, was für die Gesundheit wichtig und was gefährlich ist, folgern die Autoren der Studie. Zusätzlich können die gleichen Faktoren, die dem Herz gefährlich werden, auch die Leistung des Gehirns beeinträchtigen. [2406]

12. Februar 2010  –  Telegraph

Computer noch nichts für Kinder

Dinge anfassen und Dinge bewegen fördert die Intelligenz von Kindern bis zwölf Jahren am besten. Am Computer kommt dies zu kurz: Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben und Störungen der Konzentration sind die Folge. Deshalb warnt Manfred Spitzer, Hirnforscher und Psychiater an der Uni Ulm davor, Kinder zu früh an Computer zu setzen. Der Bildschirm lähmt den kindlichen Bewegungsdrang noch mehr als die Schulbank. [2386]

8. Februar 2010  –  Ärztezeitung

Gestillte Babys klüger, aber nicht durch das Stillen

Frauen mit einem hohen IQ geben ihren Babys eher die Brust als weniger intelligente Frauen. Das und nicht etwa das Stillen mache den Unterschied aus. Auch Omega-3-Präparate seien wirkungslos. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie der Uni Southampton. Intelligenz ist zu einem guten Teil vererbt. Dennoch sei Stillen bis zu einem Alter von sechs Monaten sehr zu empfehlen, meinen Experten. Es fördert die Entwicklung des Babys und dessen Gesundheit optimal.  [2324]

21. Januar 2010  –  Telegraph

Jugendliche: klug wie Erwachsene, aber oft kindisch

Die Intelligenz sei mit 16 schon voll entwickelt, aber das Gefühlsleben sei zu diesem Zeitpunkt noch lange nicht ausgereift. Zu diesem Schluss kommen Psychologen der Temple-Uni in Philadelphia, nachdem sie tausend Personen zwischen zehn und dreissig getestet hatten. Wie lange es dauert, bis ein Mensch emotionell gereift ist, lässt die Studie klugerweise offen. Einige sind wohl schon mit zwanzig erwachsen, andere bleiben zeitlebens Kinder. [2323]

21. Januar 2010  –  Welt

Senken Blutdrucksenker auch Demenz?

Zwei oft verschriebene Typen von Medikamenten gegen Bluthochdruck (Angiotensinblocker und ACE-Hemmer) scheinen das Risiko für Demenz im Alter um 24 Prozent senken zu können - in der Kombination sogar um 46 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine US-Studie an über achthunderttausend Senioren. Zweifel sind jedoch angebracht: Die fraglichen Medikamente sind teurer als andere, so dass sich eher die besser gestellten Patienten damit behandeln lassen. Bei diesen ist die Intelligenz-Reserve oft grösser, und sie leben auch öfter gesünder als die weniger gut situierten Patienten. [2301]

15. Januar 2010  –  Ärzteblatt

Zehn Risikofaktoren für Demenz

Doppelt bis vierfach zählen ein schwaches Abschneiden im Gedächtnis- und Intelligenztest und Magerkeit mit einem Body Mass Index von weniger als 19. Einfach bis doppelt zählt ein hohes Alter. Einfach zählen die folgenden sieben Faktoren: Eine ungünstige Variante des Apo-E-Gens (Alzheimer-Risikofaktor), Rückbildung der weissen Hirnmasse (erkennbar im Scanner), erweiterte Hohlräume im Hirn, Verkalkung der Halsschlagader, eine durchgemachte Bypass-Operation, schwache körperliche Fitness und Alkoholabstinenz. Letzteres könnte daran liegen, dass körperlich eingeschränkte Menschen oft keinen Alkohol mehr trinken. Laut einer kalifornischen Statistik können Senioren mit keinen oder nur wenigen Risikofaktoren zu 96 Prozent sicher sein, geistig fit zu bleiben. [2105]

5. Juni 2009  –  PubMed PMID: 19439724

Nicht Geld, sondern Hirn hält gesund

Menschen mit einem hohen Einkommen sind in der Regel gesünder sind als solche, die nur wenig verdienen. In zahreichen Studien ist dies festgestellt worden. Doch viele Fachleute bezweifeln, ob sich dies mit Ursache und Wirkung begründen lässt. Nun zeigen neuere Analysen, dass es nicht das Geld ist, das gesund macht. Vielmehr ist es die Intelligenz: Menschen mit einem hohen IQ sind gesünder als solche mit einem niedrigen. Der Zusammenhang mit dem Einkommen lässt sich dadurch erklären, dass intelligente Menschen höhere berufliche Positionen erreichen und somit mehr verdienen. [2089]

29. April 2009  –  PubMed PMID: 19350755

Laktat ist Energie fürs Hirn

Milchsäure (Laktat) bildet sich bei starker Anstrengung in den Muskeln und reichert sich im Blut an. Zusammen mit dem Blutzucker dient es dem Hirn als Energiequelle. Steigt der Laktatwert beim Sport, drosselt das Hirn den Verbrauch an Blutzucker und steigert die Verwertung des Laktats. Dies zeigen Laborversuche an jungen gesunden Menschen in Kopenhagen. Dies könnte mit erklären, warum die Intelligenz bei körperlicher Anstrengung zunimmt. [2082]

17. April 2009  –  PubMed PMID: 19337275

Psychopharmaka fördern Demenz

Schlaf- und Beruhigungsmittel, Medikamente gegen Depression und Psychosen schwächen die geistigen Leistungen bei älteren Menschen, insbesondere die Aufmerksamkeit, das Planen, Setzen von Zielen, die Beurteilung des eigenen Handelns und die Fähigkeit, dieses auf intelligente Weise zu steuern. Sie fördern damit die Neigung zu Demenz. Zu diesem Schluss kommen Tests an über zweihundert Betagten mit Demenz in Holland: Je höher der Konsum an Psychopharmaka, desto schlechter die Leistung in den Intelligenztests. Am wahrscheinlichsten ist die Erklärung, dass die Mittel Demenz fördern. Es könnte aber auch sein, dass dementen Personen mehr Mittel verschrieben werden. Um dies zu klären, sind weitere Studien nötig. [2055]

5. März 2009  –  PubMed PMID: 19243660

Fitte Schüler sind schlauer

Schüler mit einer guten Fitness erreichen in einem Intelligenztest bessere Ergebnisse. Dies zeigt eine Studie an neun- bis zehnjährigen Kindern in den USA. Die fitten Kinder schnitten in einem Test besser ab, bei dem es darum ging, sich nicht ablenken zu lassen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. [2043]

17. Februar 2009  –  PubMed PMID: 19209995

Emotionale Intelligenz schützt vor Depression

Als letzten Ausweg in einer Situation der Verzweiflung verletzen sich Jugendliche bisweilen selbst. Dieses Risiko ist sehr klein bei Menschen mit einer hohen emotionalen Intelligenz. Dies liegt vor allem daran, dass diese geschickter als andere darin sind, Wege aus der Krise der Gefühle zu finden. Vor allem vermeiden sie es, zu grübeln, sich selber zu beschuldigen und passiv Hilfe zu erwarten. Emotionale Intelligenz hilft nicht nur, besser mit einer Depression fertig zu werden, sondern schützt bis zu einem gewissen Grad auch davor. [1998]

8. Dezember 2008  –  PubMed PMID: 19054434

Altersturnen verbessert Intelligenz und Stimmung

Senioren, die regelmässig das Altersturnen besuchen, werden intelligenter und fühlen sich besser als jene, die nicht aktiv sind. Besonders günstig auf Intelligenz und Stimmung wirken Übungen, die Kraft und Gleichgewicht verbessern. Entspannungs- und Dehnungsübungen verbessern hauptsächlich die Stimmung. Dies zeigt eine Studie an über hundert Bewohnern von autralischen Alterssiedlungen. [1988]

24. November 2008  –  PubMed PMID: 18927162

Bewegung macht geistig fit

Ältere Menschen, die sich öfter bewegen, schneiden in Tests über Gedächtnis und Intelligenz besser ab als solche, die ihre Zeit vor allem mit Sitzen verbringen. Wie eine Studie in Chicago zeigt, hängen die geistigen Leistungen nicht damit zusammen, als wie aktiv sich die Senioren selbst sehen. Nur die Aufzeichnungen mit Geräten, die alle Bewegungen während des Tages exakt erfassen, decken die positive Wirkung der Regsamkeit auf. [1944]

23. September 2008  –  PubMed PMID: 18669949

Auch Kleinhirn wichtig für das Denken

Neben dem Grosshirn spielt auch das Kleinhirn bei der Intelligenz eine wichtige Rolle, wie Untersuchungen bei Kindern am Inselspital Bern zeigen: Schäden am Kleinhirn schwächen unter anderem die verbale Intelligenz und die Fähigkeit, die Dauer zwischen zwei Ereignissen zu schätzen. [1697]

14. September 2007  –  PubMed PMID: 17786820

IQ: Kein Nachteil für Zwillinge

Zwillinge haben, was ihre Intelligenz betrifft, keinen Nachteil gegenüber einzeln geborenen Kindern. Auch ihre Chancen für eine akademische Karriere sind genau gleich gut. Zu diesem Schluss kommt eine neue dänische Studie an mehr als zehntausend Personen. Die Ergebnisse früherer Studien sind damit nicht bestätigt worden. Diese hatten einen Unterschied gefunden. [1472]

29. November 2006  –  British Medical Journal 2006;333:1095

Stillen macht gesünder, aber nicht intelligenter

Dass Stillen gesund ist für das Baby, zeigen viele Studien. Doch es hat auch seine Grenzen. Zwar sind gestillte Babys, statistisch gesehen, intelligenter als solche, die mit der Flasche aufgezogen werden. Doch das liegt vor allem daran, dass Mütter mit einem hohen IQ eher stillen als solche mit einem niedrigen IQ. Die höhere Intelligenz der gestillten Kinder kommt also eher von den Genen als von der Muttermilch. [1456]

7. November 2006  –  British Medical Journal 2006;333:945

Große Studenten in Schweden

In Schweden haben Männer über 194 cm zwei- bis dreimal wahrscheinlicher an der Uni studiert als Männer unter 165 cm. Dieser Unterschied zeigt sich auch bei Brüdern. Man nimmt deshalb an, die Vererbung spiele keine wichtige Rolle für dieses Ergebnis. Auch wenn man Männer mit gleicher Intelligenz vergleicht, studieren große eher. Offenbar haben Große bei der Selektion die besseren Chancen als Kleine. [1340]

12. Juni 2006  –  Int J Epidemiology 2006;35:658

Kein Nachteil durch Amalgam bei Kindern

Ob die Zähne von Kindern mit Amalgam oder mit einer Komposit-Füllung ohne Quecksilber geflickt werden, hat keinen Einfluss auf die Intelligenz und auf die Funktion der Nieren. Das haben zwei Vergleiche in den USA und in Portugal gezeigt. Jeweils über fünfhundert Kinder sind mit Amalgam und mit Komposit behandelt worden. Tests an Intelligenz und Blutwerten haben keine Unterschiede zwischen beiden Gruppen ergeben. Jedoch haben sich Füllungen mit Amalgam als haltbarer erwiesen. [1292]

25. April 2006  –  JAMA 2006;295:1775+1784

Intelligenz hängt nicht von der Größe des Hirns ab

In Kanada sind die Hirne von hundert Verstorbenen seziert worden, bei denen man zu Lebzeiten den Intelligenz-Quotienten (IQ) gemessen hatte. Je nach Art der Intelligenz, ob bei Frauen oder Männern, bei Rechts- oder Linkshändern, ist das Ergebnis mal so, mal anders. Fazit: Die Größe des Hirns hat keinen Einfluss auf die Intelligenz. [1237]

9. Februar 2006  –  Brain 2006;129:386

Genies leben länger

Personen mit einem IQ von 135 und mehr haben eine überdurchschnittlich hohe Lebenserwartung. Für jeden Punkt über diesen Wert hinaus sinkt das Risiko, an einer Krankheit früh zu sterben, um etwa zwei Prozent. Erst bei einem IQ von 163 ist der Gipfel erreicht; noch höhere Intelligenz bringt keinen weiteren Zuwachs an Lebenserwartung. Das hat eine Studie an über 800 Hochbegabten in den USA ergeben. [1173]

11. November 2005  –  Am J Epidemiology 2005;162:887

Intelligenz macht Alte nicht (un-) glücklicher

Die Zufriedenheit im Alter hängt nicht vom IQ ab. Das zeigt eine Studie an über fünfhundert Menschen des Jahrgangs 1921 in Schottland. [1089]

18. Juli 2005  –  British Medical Journal 2005-331:141

Hoher Blutdruck schadet der Intelligenz

Bei Personen mit hohem Blutdruck fällt der IQ mit dem Alter schneller ab als bei Personen mit normalem Blutdruck. [917]

18. November 2004  –  Hypertension 2004;44:631

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