
News zu Impfung
Grippeimpfung: Männer morgens, Frauen nachmittags
Männer sollten sich am Morgen gegen Grippe impfen lassen, Frauen am Nachmittag. Dazu raten Forscher der Universität Birmingham. Denn die hormonelle Uhr tickt bei Frauen und Männern verschieden, und sie hat einen grossen Einfluss auf das Immunsystem. Allerdings sind weitere Studien nötig, um diesen noch vorläufigen Befund zu erhärten. [3009]
23. Dezember 2011 – BBC
Grippeimpfung halbiert Risiko für Herzpatienten
Für Herzpatienten, die gegen Grippe geimpft sind, sinkt das Risiko, wegen einer Herzschwäche oder einem Herzanfall ins Spital zu müssen oder daran zu sterben, auf die Hälfte. Das zeigt eine thailändische Studie mit über vierhundert Patienten. [2996]
7. Dezember 2011 – Ärztezeitung
Masern-Gefahr in Europa nimmt zu
In Europa sind von Januar bis Juli 2011 über zwanzigtausend Menschen an Masern erkrankt, die meisten in Frankreich und in anderen westeuropäischen Ländern. Neun sind an Masern gestorben. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schlägt Alarm und rät dringend zu mehr Impfungen. [2967]
26. Oktober 2011 – Ärztezeitung
Erste wirksame Impfung gegen Malaria
Ein neuer Impfstoff, an Tropeninstituten unter anderem in der Schweiz und in Deutschland entwickelt, kann das Risiko, an Malaria zu erkranken, um die Hälfte senken. Der Erreger von Malaria ist ein Parasit, der rote Blutkörperchen befällt. Weil komplizierter als Bakterien oder Viren, ist er für das Immunsystem schwieriger zu bekämpfen. Eine fünfzigprozentige Wirkung gilt vor diesem Hintergrund als grosser Erfolg für den neuen Impfstoff. Er könnte in den nächsten Jahren Millionen von Menschenleben retten. [2965]
21. Oktober 2011 – Süddeutsche Zeitung
Grippe fördert Schlafkrankheit
Die normalerweise seltene Schlafkrankheit Narkolepsie hat nach der Grippe-Pandemie des Virus H1N1 weltweit stark zugenommen. Schuld daran ist das Virus und nicht die Impfung, wie neuste Beobachtungen in China zeigen. Die Abwehr des Immunsystems gegen die Grippe greift auch Nervenzellen an, die den Schlaf regeln. Dies führt tagsüber zu unkontrollierten Schlafanfällen. [2929]
26. August 2011 – Die Zeit
Bei Mäusen hat ein Impfstoff gezielt Prostatakrebs zerstört, ohne gesunden Zellen zu schaden. In etwa zwei Jahren hoffen amerikanische und britische Forscher einen entsprechenden Impfstoff bei Menschen testen zu können. Bis zur Zulassung als Medikament dürften dann noch weitere Jahre vergehen. [2892]
22. Juni 2011 – Spiegel
Impfgegner torpedieren Ausrottung der Masern
Dank Impfung der Kinder sind die Masern in weiten Teilen der Welt ausgerottet, sogar in vielen Ländern Afrikas. Doch in Deutschland und auch in der Schweiz ist die gefährliche, auch tödliche Krankheit im Vormarsch. Immer mehr Eltern im deutschsprachigen Europa lassen ihre Kinder nicht impfen. Von schweizerischen und deutschen Krankheitsherden breiten sich die Masern ins übrige Europa aus. [2869]
18. Mai 2011 – Welt
Impfung gegen Zeckenkrankheit FSME
Die Frühsommer-Meningo-Encephalitis FSME ist eine gefährliche Infekion der Hirnhaut, übertragen durch Zecken. Dagegen kann man sich wirksam und kostengünstig impfen lassen, am besten ab Ende März. Zu empfehlen ist dies vor allem für Personen, die sich oft im Freien aufhalten, besonders in den Risikogebieten Österreich, südliche und mittlere deutsche Bundesländer und nördliche Schweizer Kantone. [2831]
22. März 2011 – Ärztezeitung
Impfung gegen Genital-Viren schützt auch Männer
Bei Frauen hat kann eine Impfung gegen das Humane Papilloma-Virus HPV vor Genitalwarzen und -krebs schützen. Dass die Impfung auch Männer schützt, zeigt eine Studie an über viertausend männlichen Personen zwischen 16 und 26 Jahren in den USA. Gegen Krebsvorstufen schützt die Impfung fast zu hundert Prozent. [2806]
10. Februar 2011 – Ärztezeitung
Versuchs-Medikament stoppt Alzheimer
Durch eine Impfung mit bestimmten Antikörpern lässt sich Alzheimer bei Mäusen stoppen: Zwar werden die Nager nicht gesund, doch schreitet die Krankheit nicht weiter voran. Dieser Erfolg ist Forschern in Göttingen gelungen. Sie gehen davon aus, dass dieser Ansatz auch bei Menschen wirkt und dass erste Medikamente schon in etwa zwei Jahren an menschlichen Patienten getestet werden können. Die neue Behandlung stoppt die Bildung giftiger Eiweisse in den grauen Zellen, lässt aber deren Ablagerungen in den sogenannten Plaques in Ruhe. Nach neusten Erkenntnissen sind die Plaques nicht nur unschädlich, sondern im Gegenteil sogar nützlich als eine Art Abfallsäcke oder Mülleimer für giftige Eiweisse. [2748]
8. November 2010 – Welt
Impfung gegen Multiple Sklerose in zehn Jahren?
Bei Multpler Sklerose (MS) greifen fehlgeleitete eigene Immunzellen die Nervenfasern an. Nun ist es einem deutsch-amerikanischen Forscherteam in Dresden und Boston gelungen, die schädlichen Zellen durch eine Impfung zu blockieren - allerdings erst bei Mäusen. Sollte die Forschung weiterhin so gute Fortschritte machen, könnte eine Impfung gegen MS schon in etwa zehn Jahren auf den Markt kommen. [2733]
15. Oktober 2010 – Spiegel
Nach Grippeimpfung weniger Herzinfarkte?
Ob eine Impfung gegen saisonale Grippe auch gegen Herzinfarkt schützt, ist schon in einigen Studien erforscht worden, mit unterschiedlichen Ergebnissen. Die neuste Studie vergleicht über sechzehntausend Infarktpatienten mit öhnlichen, aber gesund gebliebenen Personen in Wales. Sie kommt zum Schluss, die Impfung senke das Risiko für Herzinfarkt um etwa zwanzig Prozent. Dies gilt allerdings nur bei Personen mit erhöhten Risikofaktoren für Herzinfarkt. Kritiker bemängeln, dass solche Fallvergleiche problematisch sind, sogar in grosser Zahl: Zahlreiche nicht kontrollierte Faktoren verzerren das Ergebnis und können so zu falschen Schlüssen führen. [2717]
23. September 2010 – Ärzteblatt
Arzt wegen gefälschter impfkritischer Studie gesperrt
Weil er 1998 in einer gefälschten Studie behauptet hatte, die Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln führe bei Kindern zu mehr Autismus, ist dem britischen Arzt Andrew Wakefield die Zulassung entzogen worden. Wegen der falschen Behauptung haben zahlreiche Eltern in Europa ihre Kinder nicht mehr impfen lassen. Die Zahl der Masernfälle ist danach drastisch gestiegen. Seit die Behauptungen widerlegt sind, nimmt die Impfbereitschaft wieder zu. Wakefield ist inzwischen in die USA ausgewandert und zeigt keine Einsicht. [2612]
25. Mai 2010 – Welt
Hilft Pockenimpfung auch gegen Aids?
Bis in die 1950er Jahre ist die Bevölkerung fast weltweit gegen Pocken geimpft worden. Der Kampf gegen die Pockenviren war so erfolgreich, dass die Pocken als ausgerottet galten und die Impfung überflüssig wurde. Kurze Zeit später begann sich ein anderes Virus weltweit auszubreiten: HIV und die Krankheit Aids. Nun vermuten US-Forscher, die Impfung gegen Pocken habe auch die Verbreitung des HI-Virus verhindert. Diese Vermutung muss aber erst noch genauer untersucht werden, bevor man allenfalls Pockenimpfungen gegen HIV empfehlen könnte. [2598]
19. Mai 2010 – Süddeutsche Zeitung
Impfung gegen Arteriosklerose?
Schwedische Forscher haben einen Impfstoff erprobt, der die Verkalkung von Arterien (Arteriosklerose) verhindert. Bei Mäusen hat es schon funktioniert. Der Impfstoff verhindert, dass Immunzellen das LDL-Cholesterin angreifen, was zu einer Entzündung führt und die inneren Wände der Arterien beschädigt. An den beschädigten Stellen lagert sich Kalk an. In einer nächsten Phase soll nun der Impfstoff an Patienten mit einem hohen Risiko für Arteriosklerose getestet werden. [2592]
17. Mai 2010 – Ärzteblatt
Impfung gegen Zecken lohnt sich
Nur noch weniger als 100 Menschen erkranken pro Jahr in Österreich an der durch Zecken übertragenen Hirnhautentzündung FSME. Vor dreissig Jahren zählte man jeweils über 700 solche Patienten. Diesen Erfolg verdanken die Österreicher einer konsequenten Impfpolitik: Zwei Drittel der Bevölkerung haben einen kompletten Impfschutz, 90 Prozent mindestens einen Teilschutz. Die Zahl der Zecken hat in den Jahren ständig zugenommen. Nach dem kalten Winter verspricht 2010 ein besonders schlimmes Zeckenjahr zu werden. [2516]
7. April 2010 – Ärztezeitung
Impfung gegen Alzheimer macht wieder Fortschritte
Nach Rückschlägen in den vergangenen Jahren haben Forscher an der Psychiatrischen Uniklinik Zürich drei verschiedene Antikörper für eine Impfung gegen Alzheimer entwickelt. Sie werden voraussichtlich schon bald für die Prüfung am Menschen zugelassen. Zehn weitere Impfstoffe aus anderen Labors werden zur Zeit schon an Patienten erprobt, viele weitere befinden sich in der Pipeline. Ein vielversprechender Ansatz der Zürcher Forscher besteht darin, in geistig rüstigen Senioren nach natürlichen Antikörpern gegen Alzheimer zu suchen, diese zu züchten und Patienten im Frühstadium der Demenz damit zu behandeln. [2469]
11. März 2010 – Spiegel
Impfung: Verzerrte Info im Internet
Vor der Entscheidung, ihre Kinder impfen zu lassen, surfen viele Eltern im Internet. Neben seriöser Information finden sie dort aber auch viele Seiten von Impfgegnern. Diese schüren Angst durch aufgebauschte negative Einzelfälle und durch Verschwörungstheorien. Das Surfen auf Websites von Impfgegnern senkt tatsächlich die Impfbereitschaft. Zu diesem Schluss kommt eine Online-Studie der Uni Erfurt. Seriöse Impf-Sites zeichnen sich dadurch aus, dass sie neben den Vorteilen des Impfens auch die (minimalen) Risiken klar darstellen. Nur das Abwägen von Nutzen und Risiko erlaubt eine fundierte Entscheidung. [2463]
9. März 2010 – Ärztezeitung
Zweifel am Nutzen von Grippe-Impfungen
Ob es nützt, Personen über 65 gegen Grippe zu impfen, ist fraglich. Von 75 Studien zu diesem Thema sind die meisten so mangelhaft, dass sie keine eindeutigen Schlüsse zulassen. Dieses Fazit ziehen Wissenschaftler der Cochrane Collaboration. Ältere Menschen verlassen sich da wohl besser auf das Händewaschen als auf den Pieks. [2421]
18. Februar 2010 – Medpage Today
Forscher arbeiten an Impfstoff gegen Magenkrebs
Gegen die Magenbakterie Helicobacter pylori entwickeln Forscher in München eine vielversprechende Impfung. Sie schaltet indirekt ein Eiweiss der Bakterie aus, das diese von Angriffen des Immunsystems abschirmt. Helicobacter pylori, der Erreger von Magengeschwüren, ist auch für 90 Prozent der Fälle von Magenkrebs verantwortlich. Alle Versuche, einen Impfstoff zu entwickeln, sind bisher gescheitert. Ob der neue Ansatz mehr Erfolge bringt, wird sich zeigen. [2392]
9. Februar 2010 – Standard
Weltkrebstag: Risiko lässt sich um 40 % senken
Der heutige Weltkrebstag steht unter dem Motto «Auch Krebs lässt sich vermeiden». Die internationale Vereinigung gegen Krebs (UICC) weist darauf hin, dass 40 Prozent der Krebsfälle vermeidbar wären: Durch regelmässige Bewegung, gesunde Ernährung, Nichtrauchen und Impfung gegen krebserregende Viren. [2374]
4. Februar 2010 – Ärztezeitung
Fachjournal zieht impfkritische Studie zurück
Vor zwölf Jahren hat Lancet eine Studie über angebliche Nebenwirkungen der Dreifachimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln veröffentlich. Nun hat die weltweit älteste und einer der angesehensten medizinischen Fachzeitschriften diese Studie vollständig zurückgezogen. Sie hatte die Impfung mit Autismus bei Kindern in Verbindung gebracht - auf Basis ungenauer Daten, wie Lancet jetzt einräumt. Die Studie hatte vor allem in den USA für grossen Wirbel gesorgt: Besorgte Eltern weigerten sich, ihre Kinder impfen zu lassen, und Eltern von autistischen Kindern strengten Sammelklagen an. [2370]
3. Februar 2010 – Süddeutsche Zeitung
Geimpfte Kinder weniger allergisch
Kinder, die alle empfohlenen Impfungen erhalten haben, leiden seltener an Heuschnupfen, Ekzemen oder Asthma als nicht komplett geimpfte Kinder. Das zeigt die Analyse der Daten von mehr als siebzehntausend Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Die Impfung senkt das Allergie-Risiko um etwa 7 bis 14 Prozent. Von einer Erhöhung, wie von vielen Eltern befürchtet, kann also keine Rede sein. [2368]
2. Februar 2010 – Ärztezeitung
Zum ersten Mal in der Geschichte der Medizin kommt jetzt eine Impfung gegen Krebs auf den Markt. Das Präparat bekämpft schwarzen Hautkrebs bei Hunden. Für Menschen ist ein ähnlicher Impfstoff erst in der dritten Phase der klinischen Prüfung. Diese wird schätzungsweise noch ein Jahr dauern. Anders als die meisten anderen Impfungen, etwa gegen Grippe, wirkt die Krebs-Impfung erst dann, wenn die Krankheit schon ausgebrochen ist. [2290]
13. Januar 2010 – Welt
Wann kommt der Super-Impfstoff gegen Grippe?
Jedes Jahr lassen sich weltweit über dreihundert Millionen Menschen gegen Grippe impfen. Der Impfstoff wird seit sechzig Jahren nach der gleichen Methode hergestellt. Pro Impfdosis braucht es ein Hühnerei, in dem die Viren gezüchtet und dann abgetötet werden. Die Forschung nach wirksameren Methoden läuft auf Hochtouren. Am vielversprechendsten ist der Plan, eine Impfung gegen alle Varianten des sehr wandelbaren Grippevirus zu entwickeln. Im Visier der Forscher steht ein Protein im Innern des Virus, das bei allen Viren gleich ist. Bis zu einer Anwendung dürften aber noch viele Jahre vergehen. [2211]
17. Dezember 2009 – NZZ
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