Gesundheitstelegramm | Immunsystem
Rauchen stört Wirkung von Genen
15. Juli 2010 - Schon wenige Züge aus einer Zigarette reichen aus, dass Hunderte von Genen im menschlichen Körper nicht mehr so funktionieren, wie sie sollten: Sie werden anders «abgelesen» als zuvor, was die Teilung der Zellen (zum Beispiel die Vermehrung als Krebsgeschwür) oder das Immunsystem negativ beeinflusst. Das zeigt eine Studie an über tausend Personen in Texas. [2666]
Quelle: Welt
Neue Allergiebremse entdeckt
08. Juni 2010 - Ein bisher unbekanntes Eiweiss namens Allergin-1 ist zuerst bei Mäusen, dann auch bei Menschen entdeckt worden. Es dämpft die Reaktion des Immunsystems, was im Fall von schweren Allergien Leben retten könnte. Zur Zeit wird die genaue Wirkung an Mäusen erforscht. Man hofft, die Substanz später einmal zur Behandlung allergischer Schocks einsetzen zu können. [2636]
Quelle: Spiegel
Krebs: Früherkennung durch Bluttest
03. Juni 2010 - Schon fünf Jahre bevor ein Krebs im Röntgenbild sichtbar wird, hinterlässt er Spuren im Blut. Britische Forscher haben jetzt einen Test entwickelt, mit dem sich diese Spuren entdecken lassen. Der Test kommt jetzt in den USA auf den Markt, Anfang 2011 auch in Grossbritannien. Er beruht darauf, dass Zellen des Immunsystems mit Antikörpern die Krebszellen angreifen. Die Antikörper lassen sich im Blut nachweisen. [2631]
Quelle: Telegraph
Natürlicher Schutz gegen Aids
09. Mai 2010 - Die meisten Menschen sind dem HI-Virus schutzlos ausgeliefert. Doch unter zweihundert Infizierten gibt es im Durchschnitt einen, der nur sehr langsam oder überhaupt nicht an Aids erkrankt - selbst wenn er nicht mit antiviralen Medikamenten behandelt wird. Diese Menschen tragen ein bestimmtes Gen, dessen Wirkung nun genauer erforscht werden konnte. Es befähigt Killerzellen des Immunsystems, die HI-Viren gezielt aufzuspüren und zu vernichten. Mit Hilfe dieses Gens hoffen Forscher, künftig einen wirksamen Impfstoff gegen Aids entwickeln zu können. [2580]
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Bier und Wein fördern Heuschnupfen
04. Mai 2010 - Allergiker tun gut daran, sich bei Bier und Wein zurückzuhalten. Die alkoholischen Getränke können nämlich die Neigung zu Niesen, Juckreiz, Kopfschmerzen und Asthma verstärken. Schuld daran sind Histamine, die sich bei der Gärung bilden. Histamine dienen dem Immunsystem dazu, die Reaktion gegen fremde Substanzen anzuheizen. Diese negative Wirkung von Wein und Bier zeige sich bei Frauen doppelt so stark als bei Männern, warnt die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin. [2570]
Quelle: Welt
Mehr Hygiene, mehr Allergien
01. Mai 2010 - Jahr für Jahr leiden immer mehr Menschen an Heuschnupfen und anderen Allergien. Schuld daran sei unter anderem eine übertriebene Hygiene, behauptet Duy Delespesse von der Uni Montreal. Der kanadische Mediziner kritisiert, dass moderne Kinder immer weniger mit Bakterien in Berührung kommen. Das unterfordere ihr Immunsystem, das dann übertrieben auf Pollen und andere Reizstoffe in der Umwelt reagiere. [2565]
Quelle: Standard
Gefährlicher Pilz breitet sich in Nordamerika aus
26. April 2010 - Ein Hefepilz der Gattung Cryptococcus hat sich im Nordwesten der USA und Kanadas zu einem höchst aggressiven Krankheitserreger entwickelt: Von 21 Menschen, die in jüngster Zeit angesteckt wurden, sind fünf gestorben. Der Pilz befällt die Atemwege und konnte bis vor kurzem nur Menschen mit einem geschwächten Immunsystem wie etwa HIV-Positiven gefährlich werden. Die neue Variante gefährdet auch Gesunde. Mit dem wärmeren Wetter könnte sie sich weiter verbreiten, befürchten Pilzexperten. [2551]
Quelle: Spiegel
Olivenöl dämpft Entzündungen
20. April 2010 - Bestimmte Substanzen im Olivenöl unterdrücken die Wirkung von Genen, die das Immunsystem zu entzündlichen Reaktionen im Körper anstacheln. Das zeigen Versuche an der Uni von Cordoba. Entzündungen können, vor allem im Blutkreislauf, zu Schäden führen: Arterien verkalken, verstopfen und lösen so Herzinfarkt, Schlaganfall oder Demenz aus. [2541]
Quelle: Telegraph
Die natürliche Müllabfuhr des Immunsystems
18. März 2010 - Antikörper bildet das Immunsystem nicht nur gegen Viren, Bakterien und andere gefährliche Eindringlinge von aussen. Von Geburt an produziert es auch die natürlichen Antikörper (NAK). Diese spüren im Körper alles auf, was verschlissen ist und daher entsorgt werden muss. Mangel an Bewegung und ungesunde Ernährung fördern den Verschleiss, was die NAK überfordert. Die NAK-Forschung hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen: Man hofft, auf dieser Grundlage bessere Medikamente gegen Krebs und Alzheimer entwickeln zu können. [2483]
Quelle: NZZ
Krank? Dann lieber dick als schlank!
16. März 2010 - Übergewicht gilt als schädlich für die Gesundheit. Das gilt aber nur, solange man gesund ist. Bei Patienten, die an einer Pumpschwäche des Herzens (Insuffizienz) oder verengten Herzkranzgefässen leiden, verlängert Übergewicht das Leben. Dieses Paradox erklärt Dr. Thomas Dorner von der Uni Graz damit, dass Fettzellen auch schädliche Gifte aus dem Verkehr ziehen und Blutfette das Immunsystem in seinem Kampf gegen Krankheitserreger unterstützen. Zudem ist Fett eine wertvolle Energiereserve für schwierige Zeiten, also auch im Fall einer Krankheit und im vorgerückten Alter. [2478]
Quelle: Medizinauskunft
Vitamin D aktiviert Immunzellen
09. März 2010 - Wer sich im Freien aufhält und die Sonne auf seine Haut scheinen lässt, aktiviert das Immunsystem. Um nämlich die Armee der Killerzellen im Kampf gegen Viren und Bakterien mobil zu machen, ist Vitamin D nötig. Dieses bildet sich in der von Sonne beschienenen Haut. Die immunsteigernde Wirkung des Vitamins haben dänische Forscher kürzlich entdeckt. [2461]
Quelle: Spiegel
Grippetod meist durch Bakterien, nicht Viren
19. Februar 2010 - Am gefährlichsten bei einer Grippe sind nicht die Viren, die sie verursacht haben, sondern Bakterien: Als lachende Dritte profitieren sie davon, dass das Immunsystem durch den Kampf gegen die Viren geschwächt ist. Dabei spielen Stresshormone eine wichtige Rolle. Sie dämpfen das Immunsystem und hindern es so daran, allzu heftig zu reagieren und das empfindliche Gewebe der Lunge zu zerstören. Die Kehrseite: Bakterien erhalten so ihrerseits eine Chance, die Lunge zu befallen. [2424]
Quelle: Welt
Spenderorgan dank Antikörper nicht abgestossen
19. Februar 2010 - Wer mit einer fremden Niere, Lunge oder einem fremden Herzen lebt, muss sein Leben lang Medikamente nehmen, die das Immunsystem drosseln und so verhindern, dass der Körper das fremde Organ abstösst. Nun haben französische Forscher in Nantes einen Antikörper entwickelt, der das Immunsystem gezielt daran hindert, gegen das fremde Organ mobil zu machen. Medikamente sind dazu nicht mehr nötig, zumindest nicht dauernd. Bei Affen nach Herz- oder Nierentransplantation hat es schon funktioniert. Bis die Methode bei Menschen eingesetzt werden kann, ist allerdings noch viel Forschung nötig. [2425]
Quelle: NZZ
Schlummersucht: Immunsystem greift Wach-Hormon an
19. Februar 2010 - Menschen mit der Schlafkrankheit Narkolepsie sind tagsüber schläfrig, können aber nachts oft nicht einschlafen. Eine wichtige Ursache haben jetzt Forscher der Uni Lausanne gefunden: Das eigene Immunsystem zerstört bestimmte Zellen im Hirn. Diese bilden das Hormon Orexin, das den Appetit fördert und wach hält. Dies eröffnet neue Chancen, die Krankheit künftig durch gezielte Immuntherapie zu behandeln. [2426]
Quelle: Tages-Anzeiger
Forscher arbeiten an Impfstoff gegen Magenkrebs
09. Februar 2010 - Gegen die Magenbakterie Helicobacter pylori entwickeln Forscher in München eine vielversprechende Impfung. Sie schaltet indirekt ein Eiweiss der Bakterie aus, das diese von Angriffen des Immunsystems abschirmt. Helicobacter pylori, der Erreger von Magengeschwüren, ist auch für 90 Prozent der Fälle von Magenkrebs verantwortlich. Alle Versuche, einen Impfstoff zu entwickeln, sind bisher gescheitert. Ob der neue Ansatz mehr Erfolge bringt, wird sich zeigen. [2392]
Quelle: Standard
Gen-Test ermittelt Risiko für Frühgeburt
05. Februar 2010 - Das Gen IL6R steuert bestimmte Substanzen, mit denen das Immunsystem Infektionen bekämpft. Kommt dieses Gen bei Mutter und Fötus in ungünstigen Varianten vor, verdoppelt sich das Risiko für eine Frühgeburt. Jedes Jahr kommen weltweit etwa 13 Millionen Babys zu früh zur Welt. Viele haben ein Leben lang Probleme mit der Gesundheit. Allerdings ist auch der Gen-Test bei Ungeborenen nicht ohne Risiko: In einem von hundert Fällen löst er eine Fehlgeburt aus. [2381]
Quelle: Spiegel
Folsäure dämpft Allergie
27. Januar 2010 - Das Vitamin Folsäure bremst die Neigung des Immunsystems, übermässig auf Pollen und andere Auslöser von Allergie zu reagieren. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über 8000 Personen am Johns Hopkins-Spital in Baltimore, USA. [2346]
Quelle: Ärztezeitung
Neue Stammzellen-Hoffnung gegen Blutkrebs
19. Januar 2010 - Mit Stammzellen aus der Nabelschnur hoffen Ärzte künftig Leukämie einfacher und besser behandeln zu können. Bisher hat man bei den Patienten die Zellen des Knochenmarks völlig zerstören und durch Knochenmark eines passenden Spenders ersetzen müssen. Passende Spender sind nur schwer zu finden. Stattdessen kann man das Knochenmark auch mit Zellen aus Nabelschnurblut ersetzen. Egal von welchem Baby die Zellen stammen - das Immunsystem des Empfängers stösst sie nicht ab. Erste Versuche mit menschlichen Patienten waren erfolgreich. Die Krebsmedizin setzt deshalb grosse Hoffnung in die neue Methode. [2315]
Quelle: BBC
Gute Zahnpflege nützt auch den Gelenken
28. Dezember 2009 - Wenn Bakterien das Zahnfleisch angreifen und die Zähne lockern, steigt auch das Risiko einer rheumatischen Arthritis. Umgekehrt leiden Rheumatiker bis zu siebenmal häufiger als andere an Paradontitis, einer Entzündung des Zahnhalteapparates. Über Ursachen und Wirkungen sind sich die Experten zwar noch nicht einig. Doch zwei Vermutungen sind recht plausibel. Zum einen scheiden Bakterien Enzyme aus, die die Gelenke angreifen können. Zum anderen lösen sie eine übermässige Reaktion des Immunsystems aus, die sich auch gegen das körpereigene Gewebe in den Gelenken richtet. Es lohnt sich also doppelt, die Zähne gut zu putzen. [2238]
Quelle: Ärztezeitung
Tamiflu-Resistenz jetzt auch in der Schweiz
23. Dezember 2009 - Bei zwei Patienten mit Schweinegrippe in der Schweiz hat man H1N1-Viren entdeckt, die gegen das Medikament Tamiflu weniger empfindlich reagieren als die bisher bekannten Viren. Dies war zu erwarten, nachdem solche Fälle schon in Deutschland und anderen europäischen Ländern aufgetreten sind. Gefährlich seien die resistenten Viren nur für Patienten mit einem schon geschwächten Immunsystem, nicht aber für die breite Bevölkerung, sagt das Bundesamt für Gesundheit (BAG). [2231]
Quelle: NZZ
Koala-Aids gibt Forschung neue Impulse
17. Dezember 2009 - Koalas, eine bedrohte Art, sind auch durch eine Aids-ähnliche Viruskrankheit in Gefahr. Sie schwächt das Immunsystem der Beutelbären. Doch die Forschung ist hier schon weiter als beim Menschen: Veterinärmediziner des Berliner Robert Koch Instituts sind auf bestem Weg, einen Impfstoff gegen Koala-Aids zu entwickeln. Die Erfahrungen bei Koalas könnten auch der Entwicklung eines Impfstoffs gegen HIV neue Impulse verleihen. [2213]
Quelle: Die Zeit
Schmerzmittel können Impfschutz schwächen
06. Dezember 2009 - Eine Impfung ist möglicherweise weniger wirksam bei Menschen, die Schmerzmittel nehmen. Diesen Verdacht äussern Forscher nach Versuchen mit Mäusen. Werden die Nager mit Paracetamol oder Acetylsalicylsäure (Aspirin) behandelt, bildet ihr Immunsystem weniger Antikörper. Das Ziel einer Impfung ist es aber, den Körper zur Bildung von bestimmten Antikörpern anzuregen. Ob die Erkenntnisse bei Mäusen sich auf den Menschen übertragen lassen, steht zwar noch nicht fest. Trotzdem ist es ratsam, vor einer Impfung die Einnahme von Schmerzmitteln eine Weile auszusetzen. Wer Aspirin als Herzpatient nimmt, sollte den Arzt fragen, ob er es eine Weile absetzen darf. [2164]
Quelle: Spiegel
Bifidusbakterien helfen alt werden
18. Mai 2009 - Aus dem Darm von hundertjährigen Chinesen haben Forscher zwei Stämme von Bifidusbakterien isoliert, im Reagenzglas gezüchtet und mit Milch an Mäuse verfüttert. Deren Abwehrkräfte des Immunsystems waren danach deutlich besser als bei Mäusen, die nur sterile Milch bekamen. Fazit: Eine gesunde Darmflora stärkt die Abwehrkräfte und hilft gesund alt zu werden. [2095]
Quelle: PubMed
PMID: 19410981
Impfung gegen Alzheimer macht langsame Fortschritte
26. Februar 2009 - Das giftige Eiweiss Amyloid beta gilt als mögliche Ursache von Alzheimer, denn es verklumpt im Hirn und lässt Hirnzellen absterben. Durch Impfung versucht man, das Immunsystem dazu zu bringen, Antikörper gegen das giftige Amyloid zu bilden. Diese machen es unschädlich, bevor es verklumpen kann. Bei Mäusen scheint es schon zu funktionieren. Erste klinische Versuche bei Menschen mussten jedoch wegen schwerer Nebenwirkungen gestoppt werden. Ein weiteres Problem liegt darin, dass man nicht sicher ist, ob die Klumpen von Amyloid wirklich die Ursache von Alzheimer sind und nicht bloss eine Begleiterscheinung. Dennoch forscht man weiter in diese Richtung und hat bei Mäusen einen neuen Impfstoff ohne Nebenwirkungen erprobt. Bis er an Menschen getestet werden kann, sind aber noch mehr Versuche nötig. [2050]
Quelle: PubMed
PMID: 19221518
Bewegung erhält Immunfunktion im Alter
20. Februar 2009 - Bei Senioren, die sich viel bewegen, bleibt das Immunsystem im Alter aktiver, während es bei inaktiven Senioren wichtige Teile seiner Abwehrkraft immer mehr verliert. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an etwa fünfzig Senioren in Japan. Ein aktives Immunsystem ist wichtig, um Entzündungen vorzubeugen. [2046]
Quelle: PubMed
PMID: 19203082
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