Gesundheitstelegramm: Hormon

News zu Hormon

Grippeimpfung: Männer morgens, Frauen nachmittags

Männer sollten sich am Morgen gegen Grippe impfen lassen, Frauen am Nachmittag. Dazu raten Forscher der Universität Birmingham. Denn die hormonelle Uhr tickt bei Frauen und Männern verschieden, und sie hat einen grossen Einfluss auf das Immunsystem. Allerdings sind weitere Studien nötig, um diesen noch vorläufigen Befund zu erhärten. [3009]

23. Dezember 2011  –  BBC

Mehr kauen, besser abnehmen

Wer jeden Bissen dreissig- statt nur fünfmal kaut, hat nach der Mahlzeit einen deutlich höheren Spiegel zweier Sättigungshormone im Blut. Soweit das Ergebnis eines Experiments in Japan. Ob sich der Tipp auch in weniger Essen und einer schlankeren Linie auszahlt, ist noch nicht untersucht worden. Der Versuch lohnt sich allemal, denn wer sich beim Essen mehr Zeit nimmt, kann es auch besser geniessen. [2951]

3. Oktober 2011  –  Ärztezeitung

Testosteron und Vaterschaft: Sprung abwärts

Männer mit einem hohen Spiegel des männlichen Hormons Testosteron haben bessere Chancen, Vater zu werden als solche mit einem niedrigen Spiegel. Doch kaum ist das Baby auf der Welt, sinkt der Hormonspiegel markant und steigt danach langsam wieder an - sofern der Vater sich um den Nachwuchs kümmert. Das zeigt eine Studie mit sechshundert Männern auf den Philippinen. [2941]

13. September 2011  –  Ärztezeitung

Alter, nicht Menopause fördert Herzinfarkte

Frauen erleiden nach der Menopause häufiger als vorher einen Herzinfarkt. Das liegt aber nicht an der Menopause, wie früher vermutet, sondern rein am Alter. Die schwindenden Hormone haben keine Einfluss. Ihr Ersatz lässt das Risiko für Herzinfarkt sogar ansteigen. Zu diesem Schluss kommen Analysen von Sterberegistern in England, Wales und den USA. [2938]

8. September 2011  –  Ärzteblatt

Testosteron dämpft Entzündungen und Allergien

Männer leiden seltener als Frauen an Entzündungen und Allergien. Den Grund haben Forscher der Universität Jena im Sexualhormon Testosteron gefunden. Es drosselt die Bildung von Stoffen, die das Immunsystem zu entzündlichen Reaktionen antreiben. [2914]

28. Juli 2011  –  Welt

Frauen: Besseres Gedächtnis mit Testosteron

Ältere Frauen leisten im Gedächtnistest mehr, wenn sie mit einem Testosteron-Spray auf der Haut behandelt worden sind. Das zeigt ein Versuch mit 39 Frauen in Melbourne. Der Spray erhöht den Hormonspiegel auf Werte, die für junge Frauen typisch sind. An Demenz leiden mehr Frauen als Männer, wobei Testosteron den Unterschied ausmachen könnte. Bei Frauen ist der Testosteronspiegel etwa zehn- bis zwanzigmal niedriger als bei Männern. [2883]

8. Juni 2011  –  UPI Health News

Schlafmangel macht dick

Bei Personen, die zu wenig schlafen, erhöht sich der Spiegel des appetitsteigernden Hormons Ghrelin im Blut. Dies kann Bemühungen, durch Diät abzunehmen, fast völlig zunichte machen. Zu diesem Schluss kommen Untersuchungen in einem Schlaflabor der Universität Chicago. [2734]

18. Oktober 2010  –  Ärzteblatt

Frauen empfinden mehr Schmerzen als Männer

Im Durchschnitt nehmen Frauen Schmerzen intensiver wahr als Männer. Das liegt an den Hormonen: Das männliche Hormon Testosteron dämpft die Schmerzreize. Das zeigt sich auch bei Geschlechtsumwandlungen: Frühere Frauen leiden als Männer weniger unter chronischen Schmerzen; bei Männern, die zu Frauen geworden sind, ist es genau umgekehrt. Die stärksten Schmerzen müssen jedoch Frauen bei der Geburt aushalten. Dann setzt der weibliche Körper Endorphine als natürliche Schmerzmittel frei. [2714]

20. September 2010  –  Spiegel - SchulSpiegel

Weniger Krebs dank Stress?

Bei Mäusen, die ständig unter leichtem Stress leben, wachsen Krebsgeschwüre langsamer als bei ruhig gehaltenen Tieren. Zum Teil bilden sich die Tumore sogar zurück. Stress drosselt bei Mäusen das Hormon Leptin, das auch bei Menschen als Appetitzügler bekannt ist. Ob Stress auch menschliche Krebszellen bremst, ist damit aber noch nicht bewiesen. [2663]

12. Juli 2010  –  Süddeutsche Zeitung

Schaden Kassenbons der männlichen Potenz?

Kassenzettel aus dem Supermarkt können bis zu 1,5 Prozent Bisphenol A (BPA) enthalten. Die Chemikalie wirkt im Körper ähnlich wie weibliches Sexhormon. Männer in Betrieben, die BPA herstellen, leiden öfter als andere unter Störungen der Libido und der Potenz. BPA ist nicht in allen Kassenbons enthalten, sondern nur in jenen aus Thermopapier mit einer glatten Oberfläche. [2651]

24. Juni 2010  –  Welt

Keine Wechseljahre beim Mann

Die angeblichen Wechseljahre des Mannes sind eine Erfindung der Pharmaindustrie. Angeblich sei ein Mangel an Testosteron schuld an vielen Beschwerden, von Erektionsstörungen über Müdigkeit, nachlassende Leistung bis zu Depression. Doch die oft verschriebenen teuren Hormonpräparate nützen nichts, wie eine Studie an über dreitausend Männern in acht europäischen Ländern zeigt: Die Beschwerden alternder Männer haben nichts mit dem Testosteronspiegel zu tun. Nur gerade zwei Prozent der untersuchten Männer haben eine Unterfunktion der Hoden und zu tiefe Hormonwerte. Beschwerden mit Hormonpräparaten zu behandeln, könne sogar gefährlich sein, warnen die Forscher. [2647]

18. Juni 2010  –  Tages-Anzeiger

Mädchen immer früher geschlechtsreif

Schon mit neun Jahren treten Mädchen heute in die Pubertät ein - im Durchschnitt ein Jahr früher als noch 1991 und mehr als fünf Jahre früher als noch vor hundertfünfzig Jahren. Das berichten Forscher der Uniklinik Kopenhagen. Sie schlagen Alarm, weil eine sehr frühe sexuelle Entwicklung die Mädchen psychisch überfordern kann. Auch die Risiken für Brustkrebs und Herzkrankheiten nehmen zu. Als Ursachen für die frühe Reife gelten eine bessere Ernährung und ein hoher Fleischkonsum. Aber auch Umweltchemikalien mit hormonähnlichen Eigenschaften, etwa Bisphenol A, kommen in Frage. [2646]

17. Juni 2010  –  Welt

Ultraschall statt «Pille für den Mann»?

Eine einzige Behandlung der Hoden mit Ultraschall soll genügen, Männer für ein halbes Jahr unfruchtbar zu machen. Davon sind Forscher der Uni von North Carolina überzeugt. Mit einem Stipendium der Bill und Melinda Gates-Stiftung wollen sie die Methode praxisreif machen. Falls dies gelingt, wäre es die wohl kostengünstigste und, da hormonfrei, auch schonendste Art der Empfängnisverhütung. Anders als die Vasektomie ist wäre sie auch nicht endgültig. [2591]

14. Mai 2010  –  BBC

Mamas Stimme wirkt wie eine Umarmung

Die Umarmung einer vertrauten Person lässt den Spiegel des «Kuschelhormons» Oxytocin im Blut ansteigen. Dasselbe geschieht auch, wenn diese Person bloss anruft. Das hat ein Versuch mit über sechzig Mädchen unter Stress gezeigt. Egal ob mit Umarmung oder Mamas Stimme am Telefon: Der Oxytocin-Spiegel stieg gleichermassen, ebenso sank der Spiegel des Stresshormons Cortisol. [2588]

12. Mai 2010  –  Ärztezeitung

Jubiläum: 50 Jahre die Pille

Im Sommer 1960 ist unter dem Namen Enovid in den USA die erste Antibabypille auf den Markt gekommen. Das Präparat war damals schon drei Jahre auf dem Markt, allerdings erst gegen Menstruationsbeschwerden zugelassen. Von vielen Frauen als Befreiung gefeiert, stand die Pille wegen Nebenwirkungen in der Kritik. Zunächst ging es um Moral, danach um Thrombosen. Die Hormondosis ist im Lauf der Jahre massiv reduziert worden. Die Pille gilt heute als gut verträglich, bequem und sicher. [2579]

8. Mai 2010  –  Focus

Mit der Pille weniger Freude am Sex

Zwar befreit die Pille den weiblichen Sex vor der Angst, ungewollt schwanger zu werden. Doch viele Frauen haben trotz Pille weniger Lust auf Sex oder leiden gar an Beschwerden beim Verkehr. Solche Sexualstörungen sind am häufigsten bei Frauen, die hormonelle Präparate nehmen, also die Pille oder eine Hormonspirale. Am seltensten sind sie bei Frauen, die anders oder gar nicht verhüten. Das zeigt eine Studie an über tausend Studentinnen in Deutschland. [2573]

5. Mai 2010  –  Focus

Nasenspray steigert Mitgefühl

Eine kleine Dosis des Hormons Oxytocin, per Nasenspray verabreicht, vermag Männer ebenso einfühlsam zu machen wie Frauen. Das zeigt ein Experiment an der Uni Bonn. Oxytocin, auch als Kuschelhormon bekannt, fördert die Bindung zwischen Partnern, steigert die Lust beim Sex, löst aber bei Frauen auch Geburtswehen aus. [2562]

30. April 2010  –  Die Zeit

Starke Muskeln, starke Knochen und umgekehrt

Muskeln regen über Signalstoffe den Aufbau von Knochenmasse an. Umgekehrt sondern Knochen Hormone ab, die das Muskelwachstum fördern. Diese neue Erkenntnis bringt eine Studie in den USA. Bisher war man von einer bloss indirekten Wirkung ausgegangen: Anstrengung belastet die Knochen mechanisch, was sie zur Verstärkung anregt. [2559]

29. April 2010  –  Spiegel

Kommt Bauch, geht Testosteron

Bei Männern, die in die Jahre kommen, kann der Spiegel des männlichen Geschlechtshormons Testosteron stabil bleiben. Setzt sich jedoch am Bauch zu viel Fett an, sinkt der Testosteronspiegel. Das zeigt eine grosse europäische Studie. An Testosteronmangel leiden nur etwa fünf Prozent der älteren Männer. Unter den Patienten in Arztpraxen steigt dieser Anteil jedoch auf ein Drittel bis die Hälfte. Die wichtigsten Risikofaktoren sind, neben zu hohem Bauchumfang, Diabetes, Bluthochdruck und schlechte Blutfettwerte. Als wirksame Vorbeugung gilt regelmässige Bewegung, auch beim Sex. [2557]

28. April 2010  –  Ärztezeitung

Mangel an Testosteron bedeutet kürzeres Leben

Viel Testosteron - langes Leben? So wie die «Welt» gestern getitelt hat, stimmt es allerdings nicht. Richtig ist, dass zu wenig von dem männlichen Hormon mit einem kürzeren Leben verbunden ist. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an fast zweitausend Männern in Deutschland. Ob der niedrige Testosteronspiegel eine Ursache oder bloss eine Begleiterscheinung von Krankheit und frühem Tod ist, lässt sich aus der Studie nicht folgern. Und schon gar nicht können die Forscher dazu raten, mit Testosteron auf Rezept das Leben verlängern zu wollen. [2519]

8. April 2010  –  Welt

Die Pille langfristig kein Risiko für Frauen

Frauen über 45, die in jungen Jahren eine Antibaby-Pille mit hoher Hormondosis eingenommen haben, können aufatmen: Ihr Sterberisiko ist nicht höher als bei Frauen, die nie die Pille genommen haben. Das zeigt eine schottische Studie mit mehr als vierzigtausend Frauen, die bis zu 39 Jahre lang beobachtet worden sind. Moderne Pillen enthalten weniger Hormone als früher, um das Risiko für Herz und Kreislauf zu senken. [2504]

29. März 2010  –  Ärztezeitung

Stillen schützt vor Brustkrebs

Frauen, die ihr Baby stillen, erkranken seltener an Brustkrebs. Günstig ist auch, früh ein Kind zu bekommen. Dies sind die beiden Hauptgründe, dass Brustkrebs in westlichen Industrieländern sechsmal häufiger vorkommt als in ländlichen Regionen Asiens und Afrikas. Doch auch mit einem westlichen Lebensstil können Frauen ihr Risiko senken: Nicht zuviel zunehmen, nur wenig Alkohol trinken, in den Wechseljahren keine Hormone nehmen. [2494]

24. März 2010  –  Ärztezeitung

Frühe Glatze senkt Risiko für Prostatakrebs

Um 29 Prozent geringer ist das Risiko für Prostatakrebs bei Männern, die schon mit 30 Jahren eine Glatze bekommen. Das zeigt eine US-Studie bei etwa zweitausend Männern mittleren Alters. Frühe Glatzen zeigen einen hohen Spiegel des männlichen Hormons Testosteron an, und ein hoher Testosteronspiegel ist offenbar gut für die Prostata. [2485]

19. März 2010  –  Ärztezeitung

Nervenstoff bremst Alzheimer

Noradrenalin, ein hormonähnlicher Stoff, überträgt Signale zwischen Nervenzellen, hemmt aber auch Entzündungen im Gehirn und damit das Fortschreiten von Alzheimer. Denn Entzündungen zerstören Hirnsubstanz. Die positive Wirkung des Noradrenalins ist bei Mäusen in einem Bonner Labor entdeckt worden. Ob er bei Menschen ebenso wirkt, muss sich erst noch zeigen. Und bis zu Medikamenten auf Noradrenalin-Basis ist noch ein weiter Weg. [2479]

17. März 2010  –  Focus

Sättigungshormon Leptin als Hoffnung für Diabetiker

Menschen mit Diabetes vom Typ 1 müssen ihr Leben lang Insulin spritzen. Eine kombinierte Spritze mit Insulin und Leptin senkt den Blutzuckerspiegel noch wirksamer und hilft besser gegen Übergewicht, an dem viele Diabetiker leiden. Die neue Behandlung hat sich bei Mäusen im Labor bewährt und könnte künftig auch menschlichen Patienten helfen. Leptin ist ein Hormon, das in den Fettzellen gebildet wird und das Hungergefühl bremst. Beim Abnehmen hilft es leider nicht, da die meisten Übergewichtigen zuviel davon haben, aber nicht darauf reagieren. [2448]

2. März 2010  –  Focus

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