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Gesundheitstelegramm | Hormon

Weniger Krebs dank Stress?
12. Juli 2010 - Bei Mäusen, die ständig unter leichtem Stress leben, wachsen Krebsgeschwüre langsamer als bei ruhig gehaltenen Tieren. Zum Teil bilden sich die Tumore sogar zurück. Stress drosselt bei Mäusen das Hormon Leptin, das auch bei Menschen als Appetitzügler bekannt ist. Ob Stress auch menschliche Krebszellen bremst, ist damit aber noch nicht bewiesen.  [2663]
Quelle: Süddeutsche Zeitung  
 
Schaden Kassenbons der männlichen Potenz?
24. Juni 2010 - Kassenzettel aus dem Supermarkt können bis zu 1,5 Prozent Bisphenol A (BPA) enthalten. Die Chemikalie wirkt im Körper ähnlich wie weibliches Sexhormon. Männer in Betrieben, die BPA herstellen, leiden öfter als andere unter Störungen der Libido und der Potenz. BPA ist nicht in allen Kassenbons enthalten, sondern nur in jenen aus Thermopapier mit einer glatten Oberfläche.  [2651]
Quelle: Welt  
 
Keine Wechseljahre beim Mann
18. Juni 2010 - Die angeblichen Wechseljahre des Mannes sind eine Erfindung der Pharmaindustrie. Angeblich sei ein Mangel an Testosteron schuld an vielen Beschwerden, von Erektionsstörungen über Müdigkeit, nachlassende Leistung bis zu Depression. Doch die oft verschriebenen teuren Hormonpräparate nützen nichts, wie eine Studie an über dreitausend Männern in acht europäischen Ländern zeigt: Die Beschwerden alternder Männer haben nichts mit dem Testosteronspiegel zu tun. Nur gerade zwei Prozent der untersuchten Männer haben eine Unterfunktion der Hoden und zu tiefe Hormonwerte. Beschwerden mit Hormonpräparaten zu behandeln, könne sogar gefährlich sein, warnen die Forscher.  [2647]
Quelle: Tages-Anzeiger  
 
Mädchen immer früher geschlechtsreif
17. Juni 2010 - Schon mit neun Jahren treten Mädchen heute in die Pubertät ein - im Durchschnitt ein Jahr früher als noch 1991 und mehr als fünf Jahre früher als noch vor hundertfünfzig Jahren. Das berichten Forscher der Uniklinik Kopenhagen. Sie schlagen Alarm, weil eine sehr frühe sexuelle Entwicklung die Mädchen psychisch überfordern kann. Auch die Risiken für Brustkrebs und Herzkrankheiten nehmen zu. Als Ursachen für die frühe Reife gelten eine bessere Ernährung und ein hoher Fleischkonsum. Aber auch Umweltchemikalien mit hormonähnlichen Eigenschaften, etwa Bisphenol A, kommen in Frage.  [2646]
Quelle: Welt  
 
Ultraschall statt «Pille für den Mann»?
14. Mai 2010 - Eine einzige Behandlung der Hoden mit Ultraschall soll genügen, Männer für ein halbes Jahr unfruchtbar zu machen. Davon sind Forscher der Uni von North Carolina überzeugt. Mit einem Stipendium der Bill und Melinda Gates-Stiftung wollen sie die Methode praxisreif machen. Falls dies gelingt, wäre es die wohl kostengünstigste und, da hormonfrei, auch schonendste Art der Empfängnisverhütung. Anders als die Vasektomie ist wäre sie auch nicht endgültig.  [2591]
Quelle: BBC  
 
Mamas Stimme wirkt wie eine Umarmung
12. Mai 2010 - Die Umarmung einer vertrauten Person lässt den Spiegel des «Kuschelhormons» Oxytocin im Blut ansteigen. Dasselbe geschieht auch, wenn diese Person bloss anruft. Das hat ein Versuch mit über sechzig Mädchen unter Stress gezeigt. Egal ob mit Umarmung oder Mamas Stimme am Telefon: Der Oxytocin-Spiegel stieg gleichermassen, ebenso sank der Spiegel des Stresshormons Cortisol.  [2588]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Jubiläum: 50 Jahre die Pille
08. Mai 2010 - Im Sommer 1960 ist unter dem Namen Enovid in den USA die erste Antibabypille auf den Markt gekommen. Das Präparat war damals schon drei Jahre auf dem Markt, allerdings erst gegen Menstruationsbeschwerden zugelassen. Von vielen Frauen als Befreiung gefeiert, stand die Pille wegen Nebenwirkungen in der Kritik. Zunächst ging es um Moral, danach um Thrombosen. Die Hormondosis ist im Lauf der Jahre massiv reduziert worden. Die Pille gilt heute als gut verträglich, bequem und sicher.  [2579]
Quelle: Focus  
 
Mit der Pille weniger Freude am Sex
05. Mai 2010 - Zwar befreit die Pille den weiblichen Sex vor der Angst, ungewollt schwanger zu werden. Doch viele Frauen haben trotz Pille weniger Lust auf Sex oder leiden gar an Beschwerden beim Verkehr. Solche Sexualstörungen sind am häufigsten bei Frauen, die hormonelle Präparate nehmen, also die Pille oder eine Hormonspirale. Am seltensten sind sie bei Frauen, die anders oder gar nicht verhüten. Das zeigt eine Studie an über tausend Studentinnen in Deutschland.  [2573]
Quelle: Focus  
 
Nasenspray steigert Mitgefühl
30. April 2010 - Eine kleine Dosis des Hormons Oxytocin, per Nasenspray verabreicht, vermag Männer ebenso einfühlsam zu machen wie Frauen. Das zeigt ein Experiment an der Uni Bonn. Oxytocin, auch als Kuschelhormon bekannt, fördert die Bindung zwischen Partnern, steigert die Lust beim Sex, löst aber bei Frauen auch Geburtswehen aus.  [2562]
Quelle: Die Zeit  
 
Starke Muskeln, starke Knochen und umgekehrt
29. April 2010 - Muskeln regen über Signalstoffe den Aufbau von Knochenmasse an. Umgekehrt sondern Knochen Hormone ab, die das Muskelwachstum fördern. Diese neue Erkenntnis bringt eine Studie in den USA. Bisher war man von einer bloss indirekten Wirkung ausgegangen: Anstrengung belastet die Knochen mechanisch, was sie zur Verstärkung anregt.  [2559]
Quelle: Spiegel  
 
Kommt Bauch, geht Testosteron
28. April 2010 - Bei Männern, die in die Jahre kommen, kann der Spiegel des männlichen Geschlechtshormons Testosteron stabil bleiben. Setzt sich jedoch am Bauch zu viel Fett an, sinkt der Testosteronspiegel. Das zeigt eine grosse europäische Studie. An Testosteronmangel leiden nur etwa fünf Prozent der älteren Männer. Unter den Patienten in Arztpraxen steigt dieser Anteil jedoch auf ein Drittel bis die Hälfte. Die wichtigsten Risikofaktoren sind, neben zu hohem Bauchumfang, Diabetes, Bluthochdruck und schlechte Blutfettwerte. Als wirksame Vorbeugung gilt regelmässige Bewegung, auch beim Sex.  [2557]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Mangel an Testosteron bedeutet kürzeres Leben
08. April 2010 - Viel Testosteron - langes Leben? So wie die «Welt» gestern getitelt hat, stimmt es allerdings nicht. Richtig ist, dass zu wenig von dem männlichen Hormon mit einem kürzeren Leben verbunden ist. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an fast zweitausend Männern in Deutschland. Ob der niedrige Testosteronspiegel eine Ursache oder bloss eine Begleiterscheinung von Krankheit und frühem Tod ist, lässt sich aus der Studie nicht folgern. Und schon gar nicht können die Forscher dazu raten, mit Testosteron auf Rezept das Leben verlängern zu wollen.  [2519]
Quelle: Welt  
 
Die Pille langfristig kein Risiko für Frauen
29. März 2010 - Frauen über 45, die in jungen Jahren eine Antibaby-Pille mit hoher Hormondosis eingenommen haben, können aufatmen: Ihr Sterberisiko ist nicht höher als bei Frauen, die nie die Pille genommen haben. Das zeigt eine schottische Studie mit mehr als vierzigtausend Frauen, die bis zu 39 Jahre lang beobachtet worden sind. Moderne Pillen enthalten weniger Hormone als früher, um das Risiko für Herz und Kreislauf zu senken.  [2504]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Stillen schützt vor Brustkrebs
24. März 2010 - Frauen, die ihr Baby stillen, erkranken seltener an Brustkrebs. Günstig ist auch, früh ein Kind zu bekommen. Dies sind die beiden Hauptgründe, dass Brustkrebs in westlichen Industrieländern sechsmal häufiger vorkommt als in ländlichen Regionen Asiens und Afrikas. Doch auch mit einem westlichen Lebensstil können Frauen ihr Risiko senken: Nicht zuviel zunehmen, nur wenig Alkohol trinken, in den Wechseljahren keine Hormone nehmen.  [2494]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Frühe Glatze senkt Risiko für Prostatakrebs
19. März 2010 - Um 29 Prozent geringer ist das Risiko für Prostatakrebs bei Männern, die schon mit 30 Jahren eine Glatze bekommen. Das zeigt eine US-Studie bei etwa zweitausend Männern mittleren Alters. Frühe Glatzen zeigen einen hohen Spiegel des männlichen Hormons Testosteron an, und ein hoher Testosteronspiegel ist offenbar gut für die Prostata.  [2485]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Nervenstoff bremst Alzheimer
17. März 2010 - Noradrenalin, ein hormonähnlicher Stoff, überträgt Signale zwischen Nervenzellen, hemmt aber auch Entzündungen im Gehirn und damit das Fortschreiten von Alzheimer. Denn Entzündungen zerstören Hirnsubstanz. Die positive Wirkung des Noradrenalins ist bei Mäusen in einem Bonner Labor entdeckt worden. Ob er bei Menschen ebenso wirkt, muss sich erst noch zeigen. Und bis zu Medikamenten auf Noradrenalin-Basis ist noch ein weiter Weg.  [2479]
Quelle: Focus  
 
Sättigungshormon Leptin als Hoffnung für Diabetiker
02. März 2010 - Menschen mit Diabetes vom Typ 1 müssen ihr Leben lang Insulin spritzen. Eine kombinierte Spritze mit Insulin und Leptin senkt den Blutzuckerspiegel noch wirksamer und hilft besser gegen Übergewicht, an dem viele Diabetiker leiden. Die neue Behandlung hat sich bei Mäusen im Labor bewährt und könnte künftig auch menschlichen Patienten helfen. Leptin ist ein Hormon, das in den Fettzellen gebildet wird und das Hungergefühl bremst. Beim Abnehmen hilft es leider nicht, da die meisten Übergewichtigen zuviel davon haben, aber nicht darauf reagieren.  [2448]
Quelle: Focus  
 
Unerwartetes bleibt länger haften
01. März 2010 - Wenn etwas passiert, das ein Mensch nicht erwartet hat, werden die gleichen Teile des Gehirns aktiv, die auch für angenehme Ereignisse zuständig sind: Das Belohnungszentrum schüttet dann mehr von dem Hirnhormon Dopamin aus. Je mehr Dopamin, desto länger bleibt das Ereignis im Langzeitgedächtnis gespeichert. Das zeigt eine Studie an der Uni Bonn.  [2445]
Quelle: Ärzteblatt  
 
Getränkedosen sind Hormonschleudern
25. Februar 2010 - In den Lackschichten im Innern von Getränkedosen hat ein deutsches Labor alarmierende Werte der Chemikalie Bisphenol A gefunden. Dieser Stoff stört im menschlichen Körper das Gleichgewicht der Hormone: Er wirkt ähnlich wie das weibliche Hormon Östrogen. Es drohen Schäden wie Sexualstörungen, verminderte Fruchtbarkeit, Schwächung der Hirnzellen, Krankheiten von Herz und Kreislauf sowie Diabetes.  [2439]
Quelle: Medizinauskunft  
 
Ab März steigen Testosteron und Vitamin D wieder
25. Februar 2010 - Bald hat die saisonale Schwankung des männlichen Sexhormons Testosteron ihren Tiefpunkt erreicht. Im Frühling beginnt der Spiegel im Blut wieder zu steigen und erreicht im August seinen Höhepunkt. Die gleiche Kurve zeigt sich beim Vitamin D. Das zeigen Forschungen der Uni Graz. Die Forscher vermuten sogar einen Zusammenhang zwischen dem Vitamin und dem Hormon: Sie wollen untersuchen, ob Vitamin-D-Tropfen gegen Testosteronmangel und Unfruchtbarkeit helfen könnten.  [2440]
Quelle: Standard  
 
Weibliches Sexualhormon schützt Hirn nach Unfall
22. Februar 2010 - Das weibliche Hormon Progesteron könnte Patienten, auch männlichen, nach schweren Kopfverletzungen helfen. Forschern im Labor war aufgefallen, dass Rättinnen ein Schädeltrauma besser überleben als männliche Ratten. Spritzen die Forscher den Rattenmännern nach Hirnverletzung weibliches Hormon, überleben auch sie den Unfall besser. Ob es auch bei Menschen hilft, soll jetzt ein klinischer Versuch mit über tausend Patienten zeigen.  [2430]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Grippetod meist durch Bakterien, nicht Viren
19. Februar 2010 - Am gefährlichsten bei einer Grippe sind nicht die Viren, die sie verursacht haben, sondern Bakterien: Als lachende Dritte profitieren sie davon, dass das Immunsystem durch den Kampf gegen die Viren geschwächt ist. Dabei spielen Stresshormone eine wichtige Rolle. Sie dämpfen das Immunsystem und hindern es so daran, allzu heftig zu reagieren und das empfindliche Gewebe der Lunge zu zerstören. Die Kehrseite: Bakterien erhalten so ihrerseits eine Chance, die Lunge zu befallen.  [2424]
Quelle: Welt  
 
Schlummersucht: Immunsystem greift Wach-Hormon an
19. Februar 2010 - Menschen mit der Schlafkrankheit Narkolepsie sind tagsüber schläfrig, können aber nachts oft nicht einschlafen. Eine wichtige Ursache haben jetzt Forscher der Uni Lausanne gefunden: Das eigene Immunsystem zerstört bestimmte Zellen im Hirn. Diese bilden das Hormon Orexin, das den Appetit fördert und wach hält. Dies eröffnet neue Chancen, die Krankheit künftig durch gezielte Immuntherapie zu behandeln.  [2426]
Quelle: Tages-Anzeiger  
 
Glücklichsein hält Herz gesünder
18. Februar 2010 - Auf der 5-stufigen Skala der Zufriedenheit (sehr glücklich, glücklich, neutral, unglücklich, sehr unglücklich) bedeutet jeder Anstieg um einen Punkt ein 22 Prozent tieferes Risiko, herzkrank zu werden. Das zeigt eine US-Studie an 1700 Personen. Der Grund liegt wahrscheinlich darin, dass glückliche Menschen weniger unter Stress leiden und sich Glückshormone positiv auswirken.  [2422]
Quelle: BBC  
 
Bindungshormon macht Autisten sozialer
16. Februar 2010 - Das Hormon Oxytocin, als Nasenspray verabreicht, verbessert die soziale Kompetenz von Autisten: Sie werden fähig, anderen Menschen in die Augen zu schauen, was sie sonst stets vermeiden. Das zeigt ein Experiment mit dreizehn Autisten in Frankreich. Oxytocin wird vom Gehirn ausgeschüttet, besonders in vertrauten Situationen wie beim Stillen oder in einer engen Liebesbeziehung. Es fördert Vertrauen und soziale Bindung und reduziert den Stress.  [2417]
Quelle: Focus  
 
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