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Gesundheitstelegramm | Hiv

Hilft Pockenimpfung auch gegen Aids?
19. Mai 2010 - Bis in die 1950er Jahre ist die Bevölkerung fast weltweit gegen Pocken geimpft worden. Der Kampf gegen die Pockenviren war so erfolgreich, dass die Pocken als ausgerottet galten und die Impfung überflüssig wurde. Kurze Zeit später begann sich ein anderes Virus weltweit auszubreiten: HIV und die Krankheit Aids. Nun vermuten US-Forscher, die Impfung gegen Pocken habe auch die Verbreitung des HI-Virus verhindert. Diese Vermutung muss aber erst noch genauer untersucht werden, bevor man allenfalls Pockenimpfungen gegen HIV empfehlen könnte.  [2598]
Quelle: Süddeutsche Zeitung  
 
Gefährlicher Pilz breitet sich in Nordamerika aus
26. April 2010 - Ein Hefepilz der Gattung Cryptococcus hat sich im Nordwesten der USA und Kanadas zu einem höchst aggressiven Krankheitserreger entwickelt: Von 21 Menschen, die in jüngster Zeit angesteckt wurden, sind fünf gestorben. Der Pilz befällt die Atemwege und konnte bis vor kurzem nur Menschen mit einem geschwächten Immunsystem wie etwa HIV-Positiven gefährlich werden. Die neue Variante gefährdet auch Gesunde. Mit dem wärmeren Wetter könnte sie sich weiter verbreiten, befürchten Pilzexperten.  [2551]
Quelle: Spiegel  
 
Tuberkulose-Alarm in Südafrika und Osteuropa
23. März 2010 - Im südlichen Afrika und in Osteuropa nehmen die Infektionen an Tuberkulose dramatisch zu. Sorge bereiten vor allem die gleichzeitige Infektion mit HIV und Tuberkulose und die immer weitere Verbreitung von Tuberkuluse-Erregern, die gegen Antibiotika resistent sind. Weltweit sind 2008 über 9 Millionen Menschen neu an Tuberkulose erkrankt, 1,8 Millionen sind daran gestorben.  [2493]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Aids häufigste Todesursache junger Frauen
04. März 2010 - Bei Frauen im gebärfähigen Alter ist Aids weltweit die Todesursache Nummer eins, sagen die neusten Statistiken der UNO. Die Organisation UNAids kommt zu dem erschreckenden Schluss, dass bis zu 70 Prozent aller Frauen ein- oder mehrmals in ihrem Leben zu ungeschütztem Sex gezwungen werden. Dreissig Jahre nach Entdeckung des Erregers HIV ist der Anteil Infizierter bei Frauen in bestimmten Altersgruppen bis zu dreimal höher als bei Männern. Besonders schlimm ist die Situation in Afrika.  [2455]
Quelle: BBC  
 
Leugnen von HIV tötet Hunderttausende
01. Februar 2010 - In Südafrika sind über dreihunderttausend Menschen unnötig früh an Aids gestorben, und über dreissigtausend Babys sind mit HIV angesteckt worden, weil die Regierung Südafrikas einem HIV-Leugner aufgesessen ist. Der Amerikaner Peter Duesberg leugnet stur die wissenschaftlich längst bewiesene Tatsache, dass das HI-Virus Aids verursacht. Auch in der Schweiz gibt es Virus-Leugner. Sie haben aber nicht Aids im Visier, sondern H1N1 und Schweinegrippe. Abstruse Verschwörungstheorien verbreiten sich dank Internet heute viel schneller als früher.  [2359]
Quelle: NZZ  
 
Stop Aids, aber auch Stop HPV
20. Januar 2010 - Etwa die Hälfte der jungen Erwachsenen, die eine neue Partnerschaft eingehen, sind infiziert mit dem Papillomvirus HPV. Falls man kein Kondom verwendet, kann man sich sehr leicht damit anstecken. Das Virus erzeugt kleine Warzen in den Schleimhäuten der Geschlechtsorgane. Aus diesen können sich im schlimmsten Fall auch Krebsgeschwüre entwickeln. Das Kondom lohnt sich also auch beim Sex mit einem garantiert HIV-freien Partner.  [2319]
Quelle: Bild  
 
Weiblicher Sex ist komplizierter
06. Januar 2010 - Beim Mann ist alles ganz einfach: Sexuelle Reize sprechen sein Gehirn an (das wichtigste Sexualorgan bei beiden Geschlechtern) und bringen gleichzeitig sein Blut in Wallung. Bei Frauen ist die Sache viel komplizierter. Mal springt heisse Erregung das Hirn an, während der Körper kalt bleibt. Mal gerät das Blut in Wallung, während das Gehirn nichts von Sex wissen will. Und manchmal geschieht das Wunder, von dem jeder Mann träumt - Kopf und Körper im Taumel der Lust. Zu diesem Schluss kommt Meredith Chivers, eine der weltweit führenden Sexforscherinnen, nach einer Auswertung von über hundert Studien. Fazit: Die Kunst der Verführung verlangt Männern mehr ab als Frauen.  [2264]
Quelle: Welt  
 
Koala-Aids gibt Forschung neue Impulse
17. Dezember 2009 - Koalas, eine bedrohte Art, sind auch durch eine Aids-ähnliche Viruskrankheit in Gefahr. Sie schwächt das Immunsystem der Beutelbären. Doch die Forschung ist hier schon weiter als beim Menschen: Veterinärmediziner des Berliner Robert Koch Instituts sind auf bestem Weg, einen Impfstoff gegen Koala-Aids zu entwickeln. Die Erfahrungen bei Koalas könnten auch der Entwicklung eines Impfstoffs gegen HIV neue Impulse verleihen.  [2213]
Quelle: Die Zeit  
 
HIV: Bessere Behandlung, weniger Selbstmorde
16. Dezember 2009 - Menschen mit HIV neigen mehr als der Durchschnitt zum Selbstmord. Bis vor wenigen Jahren waren vor allem die geringen Heilungschancen und die soziale Ausgrenzung daran schuld. Seit es die hochaktive antiretrovirale Therapie (HAART) gibt, sind die Selbstmorde bei den Betroffenen in der Schweiz deutlich zurückgegangen. Noch immer liegen sie aber über dem Durchschnitt der Bevölkerung.  [2208]
Quelle: NZZ  
 
Pille gegen Ansteckung mit HIV
11. Dezember 2009 - Eine Pille mit den Wirkstoffen Tenofovir und Emtricitab kann das Risiko, sich mit HIV anzustecken, deutlich senken. Dies zeigt eine Studie an über 19000 Personen, veröffentlicht in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift. Der Schutz ist allerdings nicht so gut, dass er Kondome ersetzen könnte. Aber die Pille lohnt sich auf jeden Fall für Risikopersonen und für Prostituierte. Sinnvoll ist sie auch für Paare, die sich Kinder wünschen und bei denen ein Partner HIV-positiv ist. Die Pille schützt nur vor HIV, nicht aber vor anderen Geschlechtskrankheiten wie Syphilis oder Gonorrhoe (Tripper).  [2185]
Quelle: Bild  
 
Grippe: Hausmittel nur für Junge und sonst Gesunde
03. Dezember 2009 - Egal ob Schweine- oder saisonale Grippe - für Kinder, Schwangere, Senioren über 65, chronisch Kranke (Niere, Atemorgane, Herz), Immunschwache (nach Transplantation, mit HIV) ist es ratsam, zum Arzt zu gehen. Auch junge und sonst gesunde Erwachsene sollten zum Arzt, wenn das Fieber über 40 Grad steigt, wenn Entzündungen in der Lunge, im Mittelohr oder in den Nasennebenhöhlen auftreten oder der Kopf stark schmerzt. Bewährte Hausmittel sind Essigsocken gegen hohes Fieber, Inhalation, Gurgeln, Lutschpastillen, heisser Kräutertee (mindestens zwei Liter täglich). Kein Alkohol, kein Kaffee, kein Schwarztee.  [2161]
Quelle: Gesundheit Sprechstunde  
 
HIV-Ansteckung: Beschneidung halbiert Risiko
20. Dezember 2006 - Das Risiko, sich mit HIV, dem Erreger von Aids, oder mit einer anderen sexuell übertragbaren Krankheit anzustecken, ist bei beschnittenen Männern nur halb so hoch wie bei nicht beschnittenen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie in Neuseeland.  [1487]
Quelle: Pediatrics  2006;118:1971
 
Tuberkulose: Alarm aus Afrika
06. November 2006 - Immer mehr HIV-Infizierte sterben in Südafrika an Tuberkulose, weil die Bazillen gegen alle bekannten Antibiotika unempfindlich geworden sind. Experten warnen jetzt vor der Gefahr neuer, gefährlicher Epidemien von Tuberkulose.  [1455]
Quelle: Lancet  2006;368:1575
 
HIV-Ansteckung im Suff
14. Juni 2006 - Das Risiko, sich beim Sex mit HIV anzustecken, nimmt um etwa 40 bis 60 Prozent zu, wenn ein Partner Alkohol getrunken hat, und sogar um 60 bis 80 Prozent, wenn beide betrunken sind. Denn Alkohol fördert unsicheren Sex. Das hat eine Studie an mehreren Tausend Frauen und Männern in Uganda gezeigt. Das Ergebnis dürfte sich auch auf westliche Länder übertragen lassen.  [1342]
Quelle: AIDS  2006;20:1191
 
HIV bleibt unverändert gefährlich
16. Mai 2006 - Der Erreger von Aids ist seit 1984, als er zum ersten Mal entdeckt wurde, weder gefährlicher noch harmloser geworden: Die Virulenz oder Aggressivität von HIV-1 ist in den mehr als zwanzig Jahren bis heute praktisch unverändert geblieben. Das zeigt eine Studie an HIV-Infizierten in der Schweiz. HIV-1 kommt in mehreren Stämmen vor, die verschieden virulent sind.  [1313]
Quelle: AIDS  2006;20:889
 
Kind zeugen trotz HIV
13. Mai 2006 - HIV-positive Männer können Samen spenden, der von HIV gereinigt und dann für eine künstliche Befruchtung verwendet wird. So läuft die Frau oder das Baby keinerlei Risiko, später an Aids zu erkranken. Die Methode mittels einer speziellen Flüssigkeit und einer Zentrifuge ist in Japan entwickelt worden. Dort sind schon 27 Babys auf diese Weise zur Welt gekommen.  [1310]
Quelle: AIDS  2006;20:967
 
Aids-Erreger vermehrt sich langsamer
17. Oktober 2005 - Der Aids-Erreger HIV hat sich früher schneller vermehrt als heute. Das zeigt ein Vergleich von Proben aus der Zeit des ersten Auftretens beim Menschen mit solchen aus jüngster Zeit. Das ist wohl mit ein Grund dafür, dass die Krankheit Aids heute weniger schnell ausbricht und sich besser als früher mit Medikamenten behandeln lässt. Zur Entwarnung gibt es aber keinen Grund: Das Virus tötet nach wie vor.  [1154]
Quelle: AIDS  2005;19:1555
 
HIV fördert Alzheimer
25. April 2005 - Im Hirn von Patienten mit HIV lagert sich mehr Beta-Amyloid ab als bei gesunden Personen. Das Amyloid gilt als eine Ursache für Alzheimer. Vermutlich handelt es sich nicht um eine Wirkung des HI-Virus, sondern um eine Nebenwirkung der Medikamente gegen Aids. [1029]
Quelle: AIDS  2005;19:407
 
Aids in China eine Zeitbombe
12. April 2005 - Fachleute befürchten, dass sich in China bald eine ähnliche Aids-Tragödie abspielen könnte wie heute in Afrika. Schuld daran ist die Ein-Kind-Politik, die zu einem großen Überschuss an Männern geführt hat. Sobald diese ins sexuell aktive Alter kommen, erwartet man eine starke Zunahme der Prostitution und eine Ausbreitung von HIV, falls die Prävention mit Safer Sex und Kondomen scheitern sollte.  [1020]
Quelle: AIDS  2005;19:539
 
Beschneidung senkt HIV-Risiko
29. März 2004 - Beschnittene Männer stecken sich weniger mit den Aids erregenden Viren an. Die Vorhaut ist offenbar voll von Zellen, die ein leichtes Ziel für Angriffe des HI-Virus sind. Doch dieser Schutz reicht bei weitem nicht aus: Das einzige sichere Mittel ist das Kondom. [746]
Quelle: Lancet  2004;363:1039
 
Virus gegen Aids
05. März 2004 - HIV-Positive überleben länger, wenn sie mit einem nicht krank machenden Virus namens GBV-C infiziert sind. Das Virus nistet sich in weißen Blutkörperchen ein und stört offenbar die Vermehrung von HIV. [730]
Quelle: N Engl J Medicine  2004;350:981
 
China vor Aids-Epidemie
17. Dezember 2003 - In China sind laut offiziellen Angaben bis zu einer Million Menschen mit HIV infiziert. Von den 1,2 Milliarden Chinesen haben fast 20 Prozent noch nie etwas von Aids gehört; nur 20 Prozent wissen, dass es durch Sex übertragen wird , und nur 2,6 Prozent, dass man sich durch Kondome schützen kann. [670]
Quelle: Lancet  2003;327:1383
 
HIV-Impfung: Fehlschlag
24. November 2003 - Die Bemühungen um eine Impfung gegen Aids haben einen Rückschlag erlitten: In Thailand hat sich ein neuer Impfstoff als unwirksam erwiesen. Weder schützt er vor Ansteckung noch bremst er den Verlauf der Krankheit. [651]
Quelle: JAMA  22.11.2003
 
HIV: Nach Behandlung mehr Herzinfarkte
21. November 2003 - Die Behandlung mit kombinierten antiviralen Medikamenten gegen HIV erhöht das Risiko für Herzinfarkt um ein Viertel. Bei den meisten HIV-positiven Menschen ist dieses Risiko aber sehr gering, so dass der Nutzen sehr viel größer ist als der Schaden. [649]
Quelle: N Engl J Medicine  2003;349:1993
 
Test für Aids-Impfstoff in der Schweiz
05. Mai 2003 - In Lausanne und in London werden ab Juni zwei neue Impfstoffe gegen HIV an Freiwilligen getestet. Die Impfungen sind an der Uni Regensburg (D) und von einer französischen Firma entwickelt worden. [458]
Quelle: British Medical Journal  2003;326:952
 
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