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Gesundheitstelegramm | Hirnschlag

Spaziergänge schützen vor Schlaganfall
25. Juni 2010 - Mehrere Stunden Spazieren pro Woche senken bei Frauen ab 45 Jahren das Risiko für Hirnschlag um fast ein Drittel - bei Frauen, die dabei schnell gehen, sogar um mehr als ein Drittel. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an fast vierzigtausend Frauen in den USA. Ob der Schutz auch für Männer gilt, hat die Studie nicht untersucht. Doch es schadet bestimmt nicht, wenn Männer ihre Frauen auf den Spaziergängen begleiten.  [2652]
Quelle: Medical Tribune  
 
Fünf wichtigste Risiken für Schlaganfall
22. Juni 2010 - Arterieller Bluthochdruck, ein dicker Bauch, Bewegungsmangel, Rauchen und ungesunde Ernährung sind, in dieser Reihenfolge, die fünf wichtigsten Risikofaktoren für einen Hirnschlag. Alle fünf Faktoren zusammen sind für 80 Prozent der Schlaganfälle verantwortlich. Zu diesem Ergebnis kommt die Interstroke-Studie mit dreitausend Patienten in 22 Ländern. Die gleichen fünf Faktoren bedingen auch Herzinfarkt, wobei das Rauchen am meisten zum Herzrisiko beiträgt.  [2649]
Quelle: Ärzteblatt  
 
Nach Schlaganfall erst singen, dann sprechen
23. Februar 2010 - Menschen, die nach einem Hirnschlag nicht mehr sprechen können, hilft Singen weiter. Während das Sprachzentrum in der linken Hirnhälfte sitzt, ist der Sinn für Musik auf beide Seiten des Gehirns verteilt. Von dort aus knüpfen die grauen Zellen neue Verbindungen zum zerstörten Sprachzentrum. Die Musiktherapie erfordert aber Geduld, denn der Fortschritt stellt sich bei täglichem Üben erst nach zwei bis drei Monaten ein.  [2432]
Quelle: Süddeutsche Zeitung  
 
Schokolade gegen Hirnschlag
17. Februar 2010 - Wer pro Woche eine halbe Tafel Schokolade verzehrt, mindert das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, um fast die Hälfte. Wer weniger, dafür aber täglich etwas Schokolade nascht, kommt auf ein 22 Prozent tieferes Risiko. Zu diesem Schluss kommen zwei in Kanada vorgestellte Studien. Als nützlich gelten Flavonoide, die zu den Antioxidantien gehören und vor allem in dunkler Schokolade enthalten sind.  [2418]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Nach Schlaganfall Medikamente nicht absetzen
03. Februar 2010 - Wer sich nach einem Hirnschlag gut erholt, sollte die vom Arzt verschriebenen Medikamente trotzdem weiter nehmen. Nun zeigt eine schwedische Studie, dass 26 bis 55 Prozent der Patienten zwei Jahre nach dem Anfall eines oder mehrere Medikamente absetzen. Die Medikamente sind wichtig, um das Risiko eines zweiten Schlaganfalls zu senken.  [2373]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Antidepressivum hilft nach Schlaganfall
02. Februar 2010 - Nach einem Hirnschlag erholen sich die geistigen Fähigkeiten der Patienten besser, wenn sie ein Antidepressivum vom Typ SSRI bekommen. Dieses Medikament hindert die Zellen daran, den Botenstoff Serotonin zu schnell aufzubrauchen. Serotonin regt die Aktivität der grauen Zellen an und hebt die Stimmung. Daneben sind sie auch für Wachstum und Regeneration von Nervenzellen wichtig.  [2365]
Quelle: Focus  
 
Bei Fitten fliesst Blut besser
30. Oktober 2009 - Bei fitten Menschen ist das Blut flüssiger als bei unfitten, wodurch es besser durch die haarfeinen Gefässe bis in die Organe gelangt. Sport, als natürlicher Blutverdünner, senkt somit auch das Risiko von Verstopfungen, die zu Herzinfarkt oder Hirnschlag führen können.  [2145]
Quelle: PubMed  PMID: 19786866
 
Betablocker sind zweischneidige Schwerter
25. September 2009 - Vor nunmehr über drei Jahrzehnten hat man entdeckt, dass Betablocker nach einem Herzinfarkt die Gefahr eines zweiten Infarkts senken. Seither verschreibt man sie bei Angina pectoris und bei Herzschwäche zum Schutz vor dem Herztod. Doch in all den Jahren hat sich auch gezeigt, dass Betablocker zum Beispiel bei Diabetes die Sterblichkeit um 8 Prozent und das Risiko für Hirnschlag sogar um 30 Prozent erhöhen. Sie machen bisweilen müde, depressiv und impotent. Ob und wann sie sinnvoll sind, muss der Arzt deshalb von Fall zu Fall sorgfältig abwägen.  [2137]
Quelle: PubMed  PMID: 19702791
 
Auch rauchloser Tabak schlecht fürs Herz
16. September 2009 - Wer Tabak nicht raucht, sondern als Snus oder in anderen rauchlosen Formen konsumiert, schont zwar seine Lungen. Doch das Risiko für Herz und Kreislauf bleibt erhöht, wie eine Zusammenfassung von elf Studien zeigt. Es ist zwar kleiner als beim Rauchen, aber für Tod durch Hirnschlag noch immer um 40 Prozent höher als bei jenen Personen, die in keiner Form Tabak konsumieren.  [2133]
Quelle: PubMed  PMID: 19690343
 
Beweglichkeit ist gut für den Kreislauf
09. September 2009 - Wer auf dem Boden mit gestreckten Beinen sitzend die Zehen mit den Fingern berühren kann, hat, statistisch gesehen, die gesünderen, weil flexibleren Arterien als jemand, der nicht so beweglich ist. Dies zeigt ein Text an über fünfhundert Personen zwischen zwanzig und achtzig Jahren in Texas. Flexible Arterien dämpfen die Pulswelle besser als harte, lassen deshalb den Blutdruck weniger stark ansteigen und sind weniger anfällig für Schäden, die zu Herzinfarkt oder Hirnschlag führen können.  [2129]
Quelle: PubMed  PMID: 19666849
 
Passivrauchen erhöht das Risiko für Hirnschlag
29. Oktober 2008 - Ein Paar lebt in der gleichen Wohnung. Der eine Partner hört mit dem Rauchen auf, der andere raucht weiter. In einem solchen Fall ist das Risiko des Ex-Rauchers, einen Hirnschlag zu bekommen, ähnlich hoch wie beim rauchenden Partner. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über sechzehntausend verheirateten Rentnern in den USA.  [1970]
Quelle: PubMed  PMID: 18692737
 
Sport wenn schwanger, fitter im Alter
06. Oktober 2008 - Frauen, die auch in der Schwangerschaft weiter sportlich aktiv bleiben, sind in den Wechseljahren fitter und haben ein geringeres Risiko für Herzinfarkt und Hirnschlag als Schwangere, die mit dem Sport aufhören. Dies zeigt eine Studie an 39 Frauen in Vermont.  [1953]
Quelle: PubMed  PMID: 18667190
 
Fitness senkt Risiko für Hirnschlag
01. September 2008 - Wer fit ist, hat ein deutlich geringeres Risiko, in den folgenden Jahren einen Hirnschlag zu erleiden oder gar daran zu sterben, verglichen mit einer unsportlichen Person. Dies zeigt eine Studie in den USA an über vierzigtausend Männern und über zehntausen Frauen.  [1928]
Quelle: PubMed  PMID: 18688008
 
Nietzsche war Migräniker, nicht Syphilitiker
04. Juli 2008 - Friedrich Nietzsche, einer der einflussreichsten Philosophen der Neuzeit, litt nach einer neuen retrospektiven Diagnose seit seiner Kindheit an Migräne mit Aura. Später kamen Depressionen hinzu, gefolgt von Demenz und Hirnschlag im vorgerückten Alter. Für die oft behauptete Syphilis gibt es nach neuster Erkenntnis keine Hinweise.  [1901]
Quelle: PubMed  PMID: 18575181
 
Mit Musik schneller vom Hirnschlag erholt
25. Februar 2008 - Patienten, die nach einem Schlaganfall regelmässig Musik hören, erholen sich schneller als solche, die Hörbücher hören oder gar keine Tonkonserven nutzen. Die Fortschritte sind vor allem beim Wortgedächtnis und in der Aufmerksamkeit zu beobachten. Die Musikhörer sind auch weniger depressiv. Das zeigt ein Experiment mit sechzig Patienten in Finnland.  [1810]
Quelle: PubMed  PMID: 18287122
 
Hirnschlag: Warnsignale ernst nehmen
15. August 2007 - Plötzliche und oft einseitige Lähmungen, Taubheitsgefühl, Sinnes- und Sprachstörungen, Kopfschmerzen - das sind die typischen Warnzeichen eines Schlaganfalls. Auch wenn der Arzt nach einer solchen «Streifung» keinen eigentlichen Hirnschlag diagnostiziert, ist doch oft mit Schäden zu rechnen. Sie sind im Durchschnitt etwa halb so gross wie nach einem eindeutigen Hirnschlag. Zu diesem Schluss kommt eine britische Studie an rund zwanzigtausend Personen.  [1675]
Quelle: PubMed  PMID: 17673720
 
Migräne: Aura bestimmt das Risiko
16. Juli 2007 - Migräne kann das Risiko für Herzinfarkt und Hirnschlag erhöhen. Allerdings nur dann, wenn die Kopfschmerzen von einer Aura (z.B. Augenflimmern) begleitet sind. Gewöhnliche Migräne ohne Aura wirkt sich nicht negativ auf den Kreislauf aus. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über zwanzigtausend Frauen in den USA.  [1654]
Quelle: PubMed  PMID: 17622918
 
Gutes Cholesterin gegen Schlaganfall
21. März 2007 - Das gesunde HDL-Cholesterin senkt deutlich das Risiko für Hirninfarkt, die Form des Schlaganfalls oder Hirnschlags, die durch verstopfte Arterien im Hirn verursacht ist. Das folgt nach neustem Stand des Wissens aus zahlreichen Studien. HDL lässt sich erhöhen durch viel Bewegung; Essen mit wenig Fett, vor allem wenig Trans-Fette, und viel Fasern; wenig Alkohol und das Reduzieren von Übergewicht.  [1567]
Quelle: Stroke  2007;38:1104
 
Kalzium und Vitamin D kein Problem für den Kreislauf
25. Februar 2007 - Ablagerungen von Kalk in so genannten Plaques verstopfen Arterien und sind Ursache für Herzinfarkt und Schlaganfall. Doch Kalk ist auch ein wichtiger Baustein für die Knochen, und eine gute Versorgung mit Kalzium ist lebenswichtig. Ebenso wichtig ist Vitamin D, das der Körper benötigt, um Kalzium aufzunehmen. Zum Glück führt eine gute Versorgung mit Kalzium nicht zu mehr Plaques in den Adern und fördert somit weder Infarkt noch Hirnschlag. Diese Entwarnung stützt sich auf eine Studie an über dreißigtausend Frauen in den USA.  [1543]
Quelle: Circulation  2007;115:846
 
Nach Schlaganfall Nikotinsucht weg
27. Januar 2007 - So schlimm ein Hirnschlag ist - ab und zu kann er sogar eine positive Nebenwirkung haben: Findet er in einer bestimmten Region des Hirns statt, der so genannten Insel, dann die Sucht nach Tabak auf einen Schlag verschwinden: Selbst schwere Raucher hören von einem Tag auf den anderen auf zu rauchen.  [1515]
Quelle: New Scientist  25.1.2007
 
Depression fördert Schlaganfall
18. Januar 2007 - Das Risiko für einen Schlaganfall ist bei depressiven Personen mittleren Alters viermal höher als bei gleichaltrigen, die sich psychisch wohl fühlen. Ab 65 Jahren ist kein solcher Unterschied mehr festzustellen. Medikamente gegen Depression verändern das Risiko für Hirnschlag nicht. Das hat man bei mehr als viertausend Teilnehmern der Framingham-Studie festgestellt.  [1508]
Quelle: Stroke  2007;38:16
 
Aphasie: Besser singen als sprechen!
27. Oktober 2006 - Wer an Aphasie leidet, also nach einem Unfall oder Schlaganfall nicht mehr sprechen kann, macht am meisten Fortschritte, wenn er Worte singt statt spricht. Das zeigt ein Versuch mit acht Patienten mit Hirnschlag in Kanada.  [1449]
Quelle: Brain  2006;129:2571
 
Tomaten helfen Blut verdünnen
04. Oktober 2006 - Ein Extrakt aus Tomaten, dessen Menge sechs frischen Tomaten entspricht, kann die Blutgerinnung um mehr als ein Fünftel reduzieren. Besonders günstig ist diese Wirkung bei Personen, die an verengten Gefäßen leiden und deshalb für Herzinfarkt und Hirnschlag anfällig sind. Dies ist das Resultat eines Versuchs mit neunzig gesunden Personen in Schottland.  [1432]
Quelle: Am J Clin Nutrition  2006;84:561
 
Migräne kann bei Frauen ein Risiko für das Herz sein
25. Juli 2006 - Zum Glück trifft das für die meisten Fälle nicht zu. Gewöhnliche Migräne ohne Aura ist kein Risiko für Herz und Kreislauf. Nur bei etwa zwanzig bis dreißig Prozent der Fälle, wo eine Aura in Form von Sehstörungen und Kribbeln in den Nerven auftritt, ist das Risiko für Herzinfarkt und Hirnschlag etwa doppelt so hoch wie bei Menschen ohne Migräne. Das zeigt eine Studie an über fünftausend Frauen in den USA.  [1381]
Quelle: JAMA  2006;296:283
 
Schlaganfall und Status: Wende mit 75
09. Juli 2006 - Menschen mit einem hohen Status, gemessen an Einkommen und Bildung, sind im statistischen Mittel nur halb so anfällig für Hirnschlag wie solche mit einem niedrigen Status. Das gilt allerdings nur bis zum Alter von 74 Jahren. Danach kehrt das Risiko und ist am niedrigsten bei Personen mit einem niedrigen Status. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über zweitausend älteren Frauen und Männern in den USA.  [1367]
Quelle: Stroke  2006;37:1368
 
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