
News zu Hirnschlag
Wie und warum Schokolade gesund ist
Die Risiken für Herzinfarkt, Hirnschlag und Diabetes können bei regelmässigem Konsum von dunkler Schokolade um je ungefähr ein Drittel sinken. Wirksam sind Bestandteile des Kakaos. Gegen Herzschwäche (Herzinsuffizienz) helfen diese allerdings nicht. Negativ wirkt sich der hohe Fett- und Zuckergehalt aus. Den besten Vorteil bietet daher schwarze Schokolade mit einem hohen Anteil an Kakao. Zu diesem Schluss kommt die Auswertung von Studien mit insgesamt über hunderttausend Personen. [2933]
1. September 2011 – Die Zeit
Kaffee senkt Risiko für Schlaganfall
Frauen, die täglich mindestens eine Tasse Kaffee trinken, haben ein niedrigeres Risiko für Hirnschlag als Frauen, die keinen Kaffee trinken: Das Risiko sinkt um 22 bis 25 Prozent laut einer Studie bei über dreissigtausend Schwedinnen. Für diese Wirkung genügt eine Tasse pro Tag. Jene Frauen, die täglich mehr als fünf Tassen Kaffee trinken, haben keinen zusätzlichen Vorteil. Wie die Wirkung zustande kommt, ist noch unbekannt. Man vermutet, dass Kaffee die Entzündungen im Blutkreislauf reduziert oder die Empfindlichkeit für Insulin erhöht. [2826]
14. März 2011 – WebMD
Spaziergänge schützen vor Schlaganfall
Mehrere Stunden Spazieren pro Woche senken bei Frauen ab 45 Jahren das Risiko für Hirnschlag um fast ein Drittel - bei Frauen, die dabei schnell gehen, sogar um mehr als ein Drittel. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an fast vierzigtausend Frauen in den USA. Ob der Schutz auch für Männer gilt, hat die Studie nicht untersucht. Doch es schadet bestimmt nicht, wenn Männer ihre Frauen auf den Spaziergängen begleiten. [2652]
25. Juni 2010 – Medical Tribune
Fünf wichtigste Risiken für Schlaganfall
Arterieller Bluthochdruck, ein dicker Bauch, Bewegungsmangel, Rauchen und ungesunde Ernährung sind, in dieser Reihenfolge, die fünf wichtigsten Risikofaktoren für einen Hirnschlag. Alle fünf Faktoren zusammen sind für 80 Prozent der Schlaganfälle verantwortlich. Zu diesem Ergebnis kommt die Interstroke-Studie mit dreitausend Patienten in 22 Ländern. Die gleichen fünf Faktoren bedingen auch Herzinfarkt, wobei das Rauchen am meisten zum Herzrisiko beiträgt. [2649]
22. Juni 2010 – Ärzteblatt
Nach Schlaganfall erst singen, dann sprechen
Menschen, die nach einem Hirnschlag nicht mehr sprechen können, hilft Singen weiter. Während das Sprachzentrum in der linken Hirnhälfte sitzt, ist der Sinn für Musik auf beide Seiten des Gehirns verteilt. Von dort aus knüpfen die grauen Zellen neue Verbindungen zum zerstörten Sprachzentrum. Die Musiktherapie erfordert aber Geduld, denn der Fortschritt stellt sich bei täglichem Üben erst nach zwei bis drei Monaten ein. [2432]
23. Februar 2010 – Süddeutsche Zeitung
Wer pro Woche eine halbe Tafel Schokolade verzehrt, mindert das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, um fast die Hälfte. Wer weniger, dafür aber täglich etwas Schokolade nascht, kommt auf ein 22 Prozent tieferes Risiko. Zu diesem Schluss kommen zwei in Kanada vorgestellte Studien. Als nützlich gelten Flavonoide, die zu den Antioxidantien gehören und vor allem in dunkler Schokolade enthalten sind. [2418]
17. Februar 2010 – Ärztezeitung
Nach Schlaganfall Medikamente nicht absetzen
Wer sich nach einem Hirnschlag gut erholt, sollte die vom Arzt verschriebenen Medikamente trotzdem weiter nehmen. Nun zeigt eine schwedische Studie, dass 26 bis 55 Prozent der Patienten zwei Jahre nach dem Anfall eines oder mehrere Medikamente absetzen. Die Medikamente sind wichtig, um das Risiko eines zweiten Schlaganfalls zu senken. [2373]
3. Februar 2010 – Ärztezeitung
Antidepressivum hilft nach Schlaganfall
Nach einem Hirnschlag erholen sich die geistigen Fähigkeiten der Patienten besser, wenn sie ein Antidepressivum vom Typ SSRI bekommen. Dieses Medikament hindert die Zellen daran, den Botenstoff Serotonin zu schnell aufzubrauchen. Serotonin regt die Aktivität der grauen Zellen an und hebt die Stimmung. Daneben sind sie auch für Wachstum und Regeneration von Nervenzellen wichtig. [2365]
2. Februar 2010 – Focus
Bei Fitten fliesst Blut besser
Bei fitten Menschen ist das Blut flüssiger als bei unfitten, wodurch es besser durch die haarfeinen Gefässe bis in die Organe gelangt. Sport, als natürlicher Blutverdünner, senkt somit auch das Risiko von Verstopfungen, die zu Herzinfarkt oder Hirnschlag führen können. [2145]
30. Oktober 2009 – PubMed PMID: 19786866
Betablocker sind zweischneidige Schwerter
Vor nunmehr über drei Jahrzehnten hat man entdeckt, dass Betablocker nach einem Herzinfarkt die Gefahr eines zweiten Infarkts senken. Seither verschreibt man sie bei Angina pectoris und bei Herzschwäche zum Schutz vor dem Herztod. Doch in all den Jahren hat sich auch gezeigt, dass Betablocker zum Beispiel bei Diabetes die Sterblichkeit um 8 Prozent und das Risiko für Hirnschlag sogar um 30 Prozent erhöhen. Sie machen bisweilen müde, depressiv und impotent. Ob und wann sie sinnvoll sind, muss der Arzt deshalb von Fall zu Fall sorgfältig abwägen. [2137]
25. September 2009 – PubMed PMID: 19702791
Auch rauchloser Tabak schlecht fürs Herz
Wer Tabak nicht raucht, sondern als Snus oder in anderen rauchlosen Formen konsumiert, schont zwar seine Lungen. Doch das Risiko für Herz und Kreislauf bleibt erhöht, wie eine Zusammenfassung von elf Studien zeigt. Es ist zwar kleiner als beim Rauchen, aber für Tod durch Hirnschlag noch immer um 40 Prozent höher als bei jenen Personen, die in keiner Form Tabak konsumieren. [2133]
16. September 2009 – PubMed PMID: 19690343
Beweglichkeit ist gut für den Kreislauf
Wer auf dem Boden mit gestreckten Beinen sitzend die Zehen mit den Fingern berühren kann, hat, statistisch gesehen, die gesünderen, weil flexibleren Arterien als jemand, der nicht so beweglich ist. Dies zeigt ein Text an über fünfhundert Personen zwischen zwanzig und achtzig Jahren in Texas. Flexible Arterien dämpfen die Pulswelle besser als harte, lassen deshalb den Blutdruck weniger stark ansteigen und sind weniger anfällig für Schäden, die zu Herzinfarkt oder Hirnschlag führen können. [2129]
9. September 2009 – PubMed PMID: 19666849
Passivrauchen erhöht das Risiko für Hirnschlag
Ein Paar lebt in der gleichen Wohnung. Der eine Partner hört mit dem Rauchen auf, der andere raucht weiter. In einem solchen Fall ist das Risiko des Ex-Rauchers, einen Hirnschlag zu bekommen, ähnlich hoch wie beim rauchenden Partner. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über sechzehntausend verheirateten Rentnern in den USA. [1970]
29. Oktober 2008 – PubMed PMID: 18692737
Sport wenn schwanger, fitter im Alter
Frauen, die auch in der Schwangerschaft weiter sportlich aktiv bleiben, sind in den Wechseljahren fitter und haben ein geringeres Risiko für Herzinfarkt und Hirnschlag als Schwangere, die mit dem Sport aufhören. Dies zeigt eine Studie an 39 Frauen in Vermont. [1953]
6. Oktober 2008 – PubMed PMID: 18667190
Fitness senkt Risiko für Hirnschlag
Wer fit ist, hat ein deutlich geringeres Risiko, in den folgenden Jahren einen Hirnschlag zu erleiden oder gar daran zu sterben, verglichen mit einer unsportlichen Person. Dies zeigt eine Studie in den USA an über vierzigtausend Männern und über zehntausen Frauen. [1928]
1. September 2008 – PubMed PMID: 18688008
Nietzsche war Migräniker, nicht Syphilitiker
Friedrich Nietzsche, einer der einflussreichsten Philosophen der Neuzeit, litt nach einer neuen retrospektiven Diagnose seit seiner Kindheit an Migräne mit Aura. Später kamen Depressionen hinzu, gefolgt von Demenz und Hirnschlag im vorgerückten Alter. Für die oft behauptete Syphilis gibt es nach neuster Erkenntnis keine Hinweise. [1901]
4. Juli 2008 – PubMed PMID: 18575181
Mit Musik schneller vom Hirnschlag erholt
Patienten, die nach einem Schlaganfall regelmässig Musik hören, erholen sich schneller als solche, die Hörbücher hören oder gar keine Tonkonserven nutzen. Die Fortschritte sind vor allem beim Wortgedächtnis und in der Aufmerksamkeit zu beobachten. Die Musikhörer sind auch weniger depressiv. Das zeigt ein Experiment mit sechzig Patienten in Finnland. [1810]
25. Februar 2008 – PubMed PMID: 18287122
Hirnschlag: Warnsignale ernst nehmen
Plötzliche und oft einseitige Lähmungen, Taubheitsgefühl, Sinnes- und Sprachstörungen, Kopfschmerzen - das sind die typischen Warnzeichen eines Schlaganfalls. Auch wenn der Arzt nach einer solchen «Streifung» keinen eigentlichen Hirnschlag diagnostiziert, ist doch oft mit Schäden zu rechnen. Sie sind im Durchschnitt etwa halb so gross wie nach einem eindeutigen Hirnschlag. Zu diesem Schluss kommt eine britische Studie an rund zwanzigtausend Personen. [1675]
15. August 2007 – PubMed PMID: 17673720
Migräne: Aura bestimmt das Risiko
Migräne kann das Risiko für Herzinfarkt und Hirnschlag erhöhen. Allerdings nur dann, wenn die Kopfschmerzen von einer Aura (z.B. Augenflimmern) begleitet sind. Gewöhnliche Migräne ohne Aura wirkt sich nicht negativ auf den Kreislauf aus. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über zwanzigtausend Frauen in den USA. [1654]
16. Juli 2007 – PubMed PMID: 17622918
Gutes Cholesterin gegen Schlaganfall
Das gesunde HDL-Cholesterin senkt deutlich das Risiko für Hirninfarkt, die Form des Schlaganfalls oder Hirnschlags, die durch verstopfte Arterien im Hirn verursacht ist. Das folgt nach neustem Stand des Wissens aus zahlreichen Studien. HDL lässt sich erhöhen durch viel Bewegung; Essen mit wenig Fett, vor allem wenig Trans-Fette, und viel Fasern; wenig Alkohol und das Reduzieren von Übergewicht. [1567]
21. März 2007 – Stroke 2007;38:1104
Kalzium und Vitamin D kein Problem für den Kreislauf
Ablagerungen von Kalk in so genannten Plaques verstopfen Arterien und sind Ursache für Herzinfarkt und Schlaganfall. Doch Kalk ist auch ein wichtiger Baustein für die Knochen, und eine gute Versorgung mit Kalzium ist lebenswichtig. Ebenso wichtig ist Vitamin D, das der Körper benötigt, um Kalzium aufzunehmen. Zum Glück führt eine gute Versorgung mit Kalzium nicht zu mehr Plaques in den Adern und fördert somit weder Infarkt noch Hirnschlag. Diese Entwarnung stützt sich auf eine Studie an über dreißigtausend Frauen in den USA. [1543]
25. Februar 2007 – Circulation 2007;115:846
Nach Schlaganfall Nikotinsucht weg
So schlimm ein Hirnschlag ist - ab und zu kann er sogar eine positive Nebenwirkung haben: Findet er in einer bestimmten Region des Hirns statt, der so genannten Insel, dann die Sucht nach Tabak auf einen Schlag verschwinden: Selbst schwere Raucher hören von einem Tag auf den anderen auf zu rauchen. [1515]
27. Januar 2007 – PNAS 2007;104:1319
Depression fördert Schlaganfall
Das Risiko für einen Schlaganfall ist bei depressiven Personen mittleren Alters viermal höher als bei gleichaltrigen, die sich psychisch wohl fühlen. Ab 65 Jahren ist kein solcher Unterschied mehr festzustellen. Medikamente gegen Depression verändern das Risiko für Hirnschlag nicht. Das hat man bei mehr als viertausend Teilnehmern der Framingham-Studie festgestellt. [1508]
18. Januar 2007 – Stroke 2007;38:16
Aphasie: Besser singen als sprechen!
Wer an Aphasie leidet, also nach einem Unfall oder Schlaganfall nicht mehr sprechen kann, macht am meisten Fortschritte, wenn er Worte singt statt spricht. Das zeigt ein Versuch mit acht Patienten mit Hirnschlag in Kanada. [1449]
27. Oktober 2006 – Brain 2006;129:2571
Ein Extrakt aus Tomaten, dessen Menge sechs frischen Tomaten entspricht, kann die Blutgerinnung um mehr als ein Fünftel reduzieren. Besonders günstig ist diese Wirkung bei Personen, die an verengten Gefäßen leiden und deshalb für Herzinfarkt und Hirnschlag anfällig sind. Dies ist das Resultat eines Versuchs mit neunzig gesunden Personen in Schottland. [1432]
4. Oktober 2006 – Am J Clin Nutrition 2006;84:561
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