Gesundheitstelegramm: Herztod

News zu Herztod

Mittagsschlaf macht fit und gesund

Zwanzig Minuten bis eine halbe Stunde Kurzschlaf (Powernapping) über Mittag kann das Risiko vorzeitigen Herztodes um ein Drittel senken. Die Leistungskraft am Arbeitsplatz nimmt zu, und im Alter sink das Risiko für Demenz. Zu diesem Schluss kommen Studien bei über zwanzigtausend Personen. [2909]

19. Juli 2011  –  Ärztezeitung

Vier gesunde Regeln gegen plötzlichen Herztod

Nicht rauchen, schlank bleiben, täglich eine halbe Stunde Sport treiben und sich gesund ernähren mit viel Obst und Gemüse - wer sich an diese vier Regeln hält, senkt sein Risiko für plötzlichen Herztod um 90 Prozent. Das haben Forscher aus Daten von mehr als achzigtausend amerikanischen Frauen berechnet. [2903]

11. Juli 2011  –  Ärzteblatt

Achtmal am Tag - besser als fünfmal

«Achtmal am Tag» Früchte und Gemüse essen hält besser gesund als die oft gehörte Empfehlung «fünfmal ...». Das zeigt eine europaweite Studie an über dreihunderttausend Personen. Acht Portionen Früchte und Gemüse senken das Risiko für vorzeitigen Herztod um durchschnittlich 22 Prozent. Eine Portion wiegt 80 Gramm und entspricht der Hälfte jeweils eines mittelgrossen Apfels, einer Birne, Orange oder Banane, einer ganzen Kiwi oder einer kleinen Karotte. [2810]

16. Februar 2011  –  WebMD

Zahnlücken gefährden das Herz

Mit jedem Zahn, der ausfällt, nimmt das Risiko für Herztod um etwa ein Viertel zu. Wer nur noch weniger als zehn eigene Zähne hat, lebt demnach mit einem siebenfach höheren Risiko als eine Person mit vollständigem Gebiss. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an mehr als siebentausend Männern und Frauen mit Zahnproblemen in Schweden. Schuld daran seien Entzündungen, die sich vom Mund aus im ganzen Körper verbreiten, vermuten die schwedischen Forscher. Hinzu kommt, dass schlechte Zahngesundheit oft mit einem allgemein weniger gesunden Lebensstil verbunden ist. [2527]

14. April 2010  –  Welt

Brot ohne Butter kann Herztod verhindern

Fast neun von zehn Briten essen zuviel gesättigte Fette. Würden sie Margarine statt Butter aufs Brot streichen, müssten über dreitausend Briten pro Jahr nicht an Herzinfarkt sterben. Das haben Experten berechnet. Schon zwei Scheiben Butterbrot und ein Milchkaffee decken 80 Prozent der empfohlenen Höchstmenge an gesättigtem Fett. Gesättigte Fette fördern Ablagerungen in den Arterien, während mehrfach ungesättigte vor allem Omega-3, diese verhindern helfen. [2310]

18. Januar 2010  –  Telegraph

Plötzlicher Herztod wegen Kokain

Von den Menschen, die an plötzlichem Herzstillstand sterben, sind drei Prozent jung, scheinbar gesund und fit - und sie konsumieren Kokain. Die Droge schädigt Herz und Arterien so stark, dass der Tod plötzlich und unerwartet eintreten kann. Schon geringe Mengen Kokain können schaden, vor allem auch zusammen mit Tabak und Alkohol. Das zeigt eine Studie an über sechshundert Fällen in Spanien. Alle Kokain-Toten waren Männer zwischen 21 und 45 Jahren, meist Raucher, und die meisten hatten kurz vor ihrem Tod auch Alkohol getrunken. [2293]

14. Januar 2010  –  Focus

Betablocker sind zweischneidige Schwerter

Vor nunmehr über drei Jahrzehnten hat man entdeckt, dass Betablocker nach einem Herzinfarkt die Gefahr eines zweiten Infarkts senken. Seither verschreibt man sie bei Angina pectoris und bei Herzschwäche zum Schutz vor dem Herztod. Doch in all den Jahren hat sich auch gezeigt, dass Betablocker zum Beispiel bei Diabetes die Sterblichkeit um 8 Prozent und das Risiko für Hirnschlag sogar um 30 Prozent erhöhen. Sie machen bisweilen müde, depressiv und impotent. Ob und wann sie sinnvoll sind, muss der Arzt deshalb von Fall zu Fall sorgfältig abwägen. [2137]

25. September 2009  –  PubMed PMID: 19702791

Zähne putzen für das Herz

Täglich Zähne und Zahnfleisch gründlich zu putzen kann mithelfen, auch Herz und Kreislauf gesund zu halten und so das Risiko für frühen Tod deutlich zu senken. Davon sind chinesische Mediziner überzeugt. Denn zahlreiche Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen Mundhygiene und Herztod. Eine mögliche Erklärung: In den Taschen von entzündetem Zahnfleisch nisten Bakterien, die sich auch im Blutkreislauf verbreiten und dort die Wände der Gefässe angreifen. Um diese Theorie zu erhärten, sind aber weitere Studien nötig. [2084]

22. April 2009  –  PubMed PMID: 19329257

Dick sein ist besser bei schwachem Herzen

Wer an einem zu schwachen Herzen leidet, an so genannter Herzinsuffizienz oder Herzschwäche, hat mit etwas mehr Speck auf den Rippen ein um zwanzig bis vierzig Prozent geringeres Risiko, daran zu sterben. Dies zeigt eine Auswertung von sieben Studien mit insgesamt über zwanzigtausend Patienten. Wie das Fett vor dem Herztod schützt, bleibt aber noch ungeklärt. [1902]

8. Juli 2008  –  PubMed PMID: 18585492

Vor dem Wettkampf Herz untersuchen

Die Fälle von plötzlichem Herztod beim Sport haben in der italienischen Region Veneto innerhalb von zwanzig Jahren um das Neunfache abgenommen. Der Grund ist einfach: Jeder Athlet muss vor dem Wettkampf einen sportmedizinischen Test bestehen. Rund zwei Prozent der Athleten werden danach vom Wettkampf ausgeschlossen. [1439]

13. Oktober 2006  –  JAMA 2006;296:1593

Herztod beim Sport extrem selten

Nur gerade einmal in 36 Millionen Stunden des mäßigen bis intensiven Trainings kommt es, statistisch gesehen, zu einem plötzlichen Herztod. Am besten davor geschützt sind Personen, die regelmäßig zwei oder mehr Stunden pro Woche trainieren. Für sie ist das Risiko beim Sport kaum größer als das Risiko in Ruhe. Das ist aus Daten von über sechzigtausend Frauen in den USA errechnet worden. [1270]

28. März 2006  –  JAMA 2006;295:1399

Wenn das Herz plötzlich stillsteht

Der plötzliche Herztod, ohne dass ein Infarkt vorliegt, kann viele Ursachen haben. Etwa in der Hälfte dieser Fälle kann man am Herzen eine krankhafte Veränderung sehen: Entzündung oder andere Schäden am Herzmuskel, erweiterte Herzkammern, Klappenfehler oder andere Störungen. Aber bei jedem zweiten Fall bleibt die Ursache unsichtbar. Man vermutet in diesem Fall eine Störung des Herzrhythmus. Entdeckt man eine solche rechtzeitig und ist ein Defibrillator zur Hand, kann man den Patienten wiederbeleben. [1251]

1. März 2006  –  Heart 2006;92:316

Diabetes und Herz: Frauen stärker gefährdet als Männer

Diabetes vom Typ 2 erhöht bei Frauen das Risiko eines Herztodes um das 3- bis 4-fache, während es sich bei Männern «nur» verdoppelt. Das hat man aus insgesamt 37 Studien berechnet, die seit 1966 weltweit veröffentlicht worden sind. [1219]

16. Januar 2006  –  British Medical Journal 2006;332:73

Herzinfarkt: Geld und Status wirken nur indirekt

Wer mehr verdient und einen hohen sozialen Status hat, ist weniger vom Herztod bedroht als eine weniger gut gestellte Person. Das zeigen zahlreiche Studien. Wie dieser Unterschied zu Stande kommt, hat nun eine Studie an über zehntausend Männern in Frankreich und Nordirland geklärt: Es sind die bekannten Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel, hoher Blutdruck, die bei hohem Status deutlich seltener sind als bei niedrigem. [1047]

19. Mai 2005  –  Int J Epidemiology 2005;34:268

Zu viel Eiweiß könnte dem Herzen schaden

Frauen, die sehr viel Eiweiß essen, sei es in Form von Fleisch, Milchprodukten oder pflanzlichen Ursprungs, haben ein höheres Risiko, den Herztod zu erleiden. Das zeigt eine Studie an mehr als zwanzigtausend Frauen in den USA. Experten empfehlen, einen Teil des Eiweißes durch Kohlenhydrate mit gleicher Anzahl Kalorien zu ersetzen. Das Risiko für Herzinfarkt solle sich so um 30 Prozent senken lassen. [991]

2. März 2005  –  Am J Epidemiology 2005;161:239

Arterien am Morgen weniger flexibel

Der Herztod schlägt am häufigsten bald nach dem Aufwachen zu. Warum? Jetzt hat man eine mögliche Antwort gefunden: Die Arterien sind früh am Morgen weniger gut in der Lage, sich zu erweitern und mehr Blut durchzulassen, als dies später am Tag der Fall ist. So verstopfen sie unter Umständen leichter. [799]

7. Juni 2004  –  Circulation 2004;109:2507

Ärger und Frust lassen Vorhof flimmern

Flimmern des Vorhofs ist eine nicht seltene Ursache von Herztod. Das Risiko, so zu sterben, ist deutlich höher für Menschen, die sich oft ärgern und die gegenüber anderen feindselig eingestellt sind. Das zeigt eine Studie an über 3000 Menschen in den USA. [743]

24. März 2004  –  Circulation 2004;109:1267

Plötzlicher Herztod: Liegt er in der Familie?

In einem Viertel der Familien, in denen ein Mitglied an einem plötzlichen Herzstillstand gestorben ist, findet man krankhafte Veränderungen am Herzen. [630]

3. November 2003  –  Lancet 1.11.2003

Fisch senkt den Puls

Wer mehr als einmal pro Woche Fisch isst, hat einen tieferen Puls. Je ruhiger das Herz schlägt, desto kleiner ist das Risiko eines plötzlichen Herztodes. [595]

28. September 2003  –  Circulation 2003;108:820

Reparatur-Zellen gegen Herztod

Neben Rauchen, hohem Blutdruck, Übergewicht und Cholesterin hat man einen weiteren Risikofaktor für Herzinfarkt entdeckt: zu wenig Reparaturzellen. Diese stammen aus dem Knochenmark, kreisen im Blut und reparieren beschädigte Innenwände der Arterien. [387]

14. Februar 2003  –  N Engl J Medicine 2003;348:593

Herztod beim Penaltyschießen

Am 30. Juni 1998 und in den Tagen danach ist in England die Zahl der Herzinfarkte um 25 % gestiegen. An diesem Tag hat England in der Fußball-WM gegen Argentinien im Penaltyschießen verloren. [343]

24. Dezember 2002  –  British Medical Journal 2002;325:1439

Job-Stress verdoppelt Risiko für Herztod

Wer am Arbeitsplatz durch tiefes Einkommen, fehlende Anerkennung und fehlende Karrierechancen gestresst ist, hat ein doppeltes Risiko, an Herzinfarkt zu sterben. Das zeigt eine finnische Studie, die gestresste und nicht gestresste Metallarbeiter vergleicht. [285]

22. Oktober 2002  –  British Medical Journal 2002;325:857

Mehr Muskeln, weniger Krebs

Je mehr Muskeln ein Mensch hat, desto kleiner ist sein Risiko, an Krebs zu erkranken. Auch die Fettschicht unter der Haut schützt vor Krebs. Viel Fett am Bauch dagegen steigert das Risiko für Herztod. [150]

3. Juni 2002  –  Am J Clin Nutrition 2002;75:1107

Milch gegen Diabetes und Herztod

Wer mehrmals pro Tag Milch und Milchprodukte konsumiert, hat ein kleineres Risiko, dass der Körper nicht mehr auf Insulin reagiert, was zu Diabetes Typ 2 und zu Herzkrankheit führt. [111]

25. April 2002  –  JAMA 2002;287:2081

Fisch schützt Männer vor plötzlichem Herztod

Männer mit gesunden Herzkranzgefässen, die häufig Fisch essen, sterben bis zu 80 Prozent seltener an plötzlichem Herztod. Man vermutet, dass die mehrfach ungesättigten Fettsäuren den Herzrhythmus verbessern. [99]

13. April 2002  –  N Engl J Medicine 2002;346:1113

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