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Gesundheitstelegramm | Herztod

Zahnlücken gefährden das Herz
14. April 2010 - Mit jedem Zahn, der ausfällt, nimmt das Risiko für Herztod um etwa ein Viertel zu. Wer nur noch weniger als zehn eigene Zähne hat, lebt demnach mit einem siebenfach höheren Risiko als eine Person mit vollständigem Gebiss. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an mehr als siebentausend Männern und Frauen mit Zahnproblemen in Schweden. Schuld daran seien Entzündungen, die sich vom Mund aus im ganzen Körper verbreiten, vermuten die schwedischen Forscher. Hinzu kommt, dass schlechte Zahngesundheit oft mit einem allgemein weniger gesunden Lebensstil verbunden ist.  [2527]
Quelle: Welt  
 
Brot ohne Butter kann Herztod verhindern
18. Januar 2010 - Fast neun von zehn Briten essen zuviel gesättigte Fette. Würden sie Margarine statt Butter aufs Brot streichen, müssten über dreitausend Briten pro Jahr nicht an Herzinfarkt sterben. Das haben Experten berechnet. Schon zwei Scheiben Butterbrot und ein Milchkaffee decken 80 Prozent der empfohlenen Höchstmenge an gesättigtem Fett. Gesättigte Fette fördern Ablagerungen in den Arterien, während mehrfach ungesättigte vor allem Omega-3, diese verhindern helfen.  [2310]
Quelle: Telegraph  
 
Plötzlicher Herztod wegen Kokain
14. Januar 2010 - Von den Menschen, die an plötzlichem Herzstillstand sterben, sind drei Prozent jung, scheinbar gesund und fit - und sie konsumieren Kokain. Die Droge schädigt Herz und Arterien so stark, dass der Tod plötzlich und unerwartet eintreten kann. Schon geringe Mengen Kokain können schaden, vor allem auch zusammen mit Tabak und Alkohol. Das zeigt eine Studie an über sechshundert Fällen in Spanien. Alle Kokain-Toten waren Männer zwischen 21 und 45 Jahren, meist Raucher, und die meisten hatten kurz vor ihrem Tod auch Alkohol getrunken.  [2293]
Quelle: Focus  
 
Betablocker sind zweischneidige Schwerter
25. September 2009 - Vor nunmehr über drei Jahrzehnten hat man entdeckt, dass Betablocker nach einem Herzinfarkt die Gefahr eines zweiten Infarkts senken. Seither verschreibt man sie bei Angina pectoris und bei Herzschwäche zum Schutz vor dem Herztod. Doch in all den Jahren hat sich auch gezeigt, dass Betablocker zum Beispiel bei Diabetes die Sterblichkeit um 8 Prozent und das Risiko für Hirnschlag sogar um 30 Prozent erhöhen. Sie machen bisweilen müde, depressiv und impotent. Ob und wann sie sinnvoll sind, muss der Arzt deshalb von Fall zu Fall sorgfältig abwägen.  [2137]
Quelle: PubMed  PMID: 19702791
 
Zähne putzen für das Herz
22. April 2009 - Täglich Zähne und Zahnfleisch gründlich zu putzen kann mithelfen, auch Herz und Kreislauf gesund zu halten und so das Risiko für frühen Tod deutlich zu senken. Davon sind chinesische Mediziner überzeugt. Denn zahlreiche Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen Mundhygiene und Herztod. Eine mögliche Erklärung: In den Taschen von entzündetem Zahnfleisch nisten Bakterien, die sich auch im Blutkreislauf verbreiten und dort die Wände der Gefässe angreifen. Um diese Theorie zu erhärten, sind aber weitere Studien nötig.  [2084]
Quelle: PubMed  PMID: 19329257
 
Dick sein ist besser bei schwachem Herzen
08. Juli 2008 - Wer an einem zu schwachen Herzen leidet, an so genannter Herzinsuffizienz oder Herzschwäche, hat mit etwas mehr Speck auf den Rippen ein um zwanzig bis vierzig Prozent geringeres Risiko, daran zu sterben. Dies zeigt eine Auswertung von sieben Studien mit insgesamt über zwanzigtausend Patienten. Wie das Fett vor dem Herztod schützt, bleibt aber noch ungeklärt.  [1902]
Quelle: PubMed  PMID: 18585492
 
Vor dem Wettkampf Herz untersuchen
13. Oktober 2006 - Die Fälle von plötzlichem Herztod beim Sport haben in der italienischen Region Veneto innerhalb von zwanzig Jahren um das Neunfache abgenommen. Der Grund ist einfach: Jeder Athlet muss vor dem Wettkampf einen sportmedizinischen Test bestehen. Rund zwei Prozent der Athleten werden danach vom Wettkampf ausgeschlossen.  [1439]
Quelle: JAMA  2006;296:1593
 
Herztod beim Sport extrem selten
28. März 2006 - Nur gerade einmal in 36 Millionen Stunden des mäßigen bis intensiven Trainings kommt es, statistisch gesehen, zu einem plötzlichen Herztod. Am besten davor geschützt sind Personen, die regelmäßig zwei oder mehr Stunden pro Woche trainieren. Für sie ist das Risiko beim Sport kaum größer als das Risiko in Ruhe. Das ist aus Daten von über sechzigtausend Frauen in den USA errechnet worden.  [1270]
Quelle: JAMA  2006;295:1399
 
Wenn das Herz plötzlich stillsteht
01. März 2006 - Der plötzliche Herztod, ohne dass ein Infarkt vorliegt, kann viele Ursachen haben. Etwa in der Hälfte dieser Fälle kann man am Herzen eine krankhafte Veränderung sehen: Entzündung oder andere Schäden am Herzmuskel, erweiterte Herzkammern, Klappenfehler oder andere Störungen. Aber bei jedem zweiten Fall bleibt die Ursache unsichtbar. Man vermutet in diesem Fall eine Störung des Herzrhythmus. Entdeckt man eine solche rechtzeitig und ist ein Defibrillator zur Hand, kann man den Patienten wiederbeleben.  [1251]
Quelle: Heart  2006;92:316
 
Diabetes und Herz: Frauen stärker gefährdet als Männer
16. Januar 2006 - Diabetes vom Typ 2 erhöht bei Frauen das Risiko eines Herztodes um das 3- bis 4-fache, während es sich bei Männern «nur» verdoppelt. Das hat man aus insgesamt 37 Studien berechnet, die seit 1966 weltweit veröffentlicht worden sind.  [1219]
Quelle: British Medical Journal  2006;332:73
 
Herzinfarkt: Geld und Status wirken nur indirekt
19. Mai 2005 - Wer mehr verdient und einen hohen sozialen Status hat, ist weniger vom Herztod bedroht als eine weniger gut gestellte Person. Das zeigen zahlreiche Studien. Wie dieser Unterschied zu Stande kommt, hat nun eine Studie an über zehntausend Männern in Frankreich und Nordirland geklärt: Es sind die bekannten Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel, hoher Blutdruck, die bei hohem Status deutlich seltener sind als bei niedrigem. [1047]
Quelle: Int J Epidemiology  2005;34:268
 
Zu viel Eiweiß könnte dem Herzen schaden
02. März 2005 - Frauen, die sehr viel Eiweiß essen, sei es in Form von Fleisch, Milchprodukten oder pflanzlichen Ursprungs, haben ein höheres Risiko, den Herztod zu erleiden. Das zeigt eine Studie an mehr als zwanzigtausend Frauen in den USA. Experten empfehlen, einen Teil des Eiweißes durch Kohlenhydrate mit gleicher Anzahl Kalorien zu ersetzen. Das Risiko für Herzinfarkt solle sich so um 30 Prozent senken lassen. [991]
Quelle: Am J Epidemiology  2005;161:239
 
Arterien am Morgen weniger flexibel
07. Juni 2004 - Der Herztod schlägt am häufigsten bald nach dem Aufwachen zu. Warum? Jetzt hat man eine mögliche Antwort gefunden: Die Arterien sind früh am Morgen weniger gut in der Lage, sich zu erweitern und mehr Blut durchzulassen, als dies später am Tag der Fall ist. So verstopfen sie unter Umständen leichter. [799]
Quelle: Circulation  2004;109:2507
 
Ärger und Frust lassen Vorhof flimmern
24. März 2004 - Flimmern des Vorhofs ist eine nicht seltene Ursache von Herztod. Das Risiko, so zu sterben, ist deutlich höher für Menschen, die sich oft ärgern und die gegenüber anderen feindselig eingestellt sind. Das zeigt eine Studie an über 3000 Menschen in den USA. [743]
Quelle: Circulation  2004;109:1267
 
Plötzlicher Herztod: Liegt er in der Familie?
03. November 2003 - In einem Viertel der Familien, in denen ein Mitglied an einem plötzlichen Herzstillstand gestorben ist, findet man krankhafte Veränderungen am Herzen. [630]
Quelle: Lancet  1.11.2003
 
Fisch senkt den Puls
28. September 2003 - Wer mehr als einmal pro Woche Fisch isst, hat einen tieferen Puls. Je ruhiger das Herz schlägt, desto kleiner ist das Risiko eines plötzlichen Herztodes.  [595]
Quelle: Circulation  2003;108:820
 
Reparatur-Zellen gegen Herztod
14. Februar 2003 - Neben Rauchen, hohem Blutdruck, Übergewicht und Cholesterin hat man einen weiteren Risikofaktor für Herzinfarkt entdeckt: zu wenig Reparaturzellen. Diese stammen aus dem Knochenmark, kreisen im Blut und reparieren beschädigte Innenwände der Arterien. [387]
Quelle: N Engl J Medicine  2003;348:593
 
Herztod beim Penaltyschießen
24. Dezember 2002 - Am 30. Juni 1998 und in den Tagen danach ist in England die Zahl der Herzinfarkte um 25 % gestiegen. An diesem Tag hat England in der Fußball-WM gegen Argentinien im Penaltyschießen verloren. [343]
Quelle: British Medical Journal  2002;325:1439
 
Job-Stress verdoppelt Risiko für Herztod
22. Oktober 2002 - Wer am Arbeitsplatz durch tiefes Einkommen, fehlende Anerkennung und fehlende Karrierechancen gestresst ist, hat ein doppeltes Risiko, an Herzinfarkt zu sterben. Das zeigt eine finnische Studie, die gestresste und nicht gestresste Metallarbeiter vergleicht. [285]
Quelle: British Medical Journal  2002;325:857
 
Mehr Muskeln, weniger Krebs
03. Juni 2002 - Je mehr Muskeln ein Mensch hat, desto kleiner ist sein Risiko, an Krebs zu erkranken. Auch die Fettschicht unter der Haut schützt vor Krebs. Viel Fett am Bauch dagegen steigert das Risiko für Herztod. [150]
Quelle: Am J Clin Nutrition  2002;75:1107
 
Milch gegen Diabetes und Herztod
25. April 2002 - Wer mehrmals pro Tag Milch und Milchprodukte konsumiert, hat ein kleineres Risiko, dass der Körper nicht mehr auf Insulin reagiert, was zu Diabetes Typ 2 und zu Herzkrankheit führt. [111]
Quelle: JAMA  2002;287:2081
 
Fisch schützt Männer vor plötzlichem Herztod
13. April 2002 - Männer mit gesunden Herzkranzgefässen, die häufig Fisch essen, sterben bis zu 80 Prozent seltener an plötzlichem Herztod. Man vermutet, dass die mehrfach ungesättigten Fettsäuren den Herzrhythmus verbessern. [99]
Quelle: N Engl J Medicine  2002;346:1113
 

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