
News zu Herzkranzgefässe
Herz-OP: Mehr Stents, weniger Bypässe
Stents sind kleine Metallhülsen, die Verengungen in Herzkranzgefässen erweitern. Sie lassen sich schonend über Sonden (Katheter) anbringen und ersetzen immer häufiger die aufwendigen Bypass-Operationen. Schon fast die Hälfte der Stents sind mit Medikamenten beschichtet, die ein erneutes Verstopfen verhindern sollen, Tendenz zunehmend. Das zeigen die neusten Statistiken aus Deutschland. [2950]
30. September 2011 – Ärztezeitung
Häufiges Jäten, Kies rechen, Rasen mähen, Erde umgraben und ähnliche Arbeiten im Garten senken das Risiko für Herzinfarkt um 15 Prozent - bei sonst gleichen Risikofaktoren. Das zeigt eine japanische Studie an über hundert Personen mit Verdacht auf enge Herzkranzgefässe. Gärtnern ist so gesund, weil es neben körperlichem Training auch Stress abbaut, vermuten die Autoren der Studie. [2845]
12. April 2011 – Ärztezeitung
Wer in einem Ort auf 2000 Meter über Meereshöhe wohnt, lebt im Durchschnitt ein bis drei Jahre länger als im Flachland. Als Vorteil erweist sich der niedrigere Sauerstoffgehalt der Höhenluft, wodurch sich mehr Herzkranzgefässe bilden. Die geringere Anfälligkeit für Herzinfarkt ist der Hauptgrund für die höhere Lebenserwartung in der Höhe. Jedoch führt die Lungenkrankheit COPD in der Höhe schneller zum Tod als im Flachland. Diese Zusammenhänge zwischen Höhenlage und Sterblichkeit sind in einer amerikanischen Studie entdeckt worden. [2836]
29. März 2011 – Ärzteblatt
Entzündungen in den Gelenken sind die Ursache für rheumatische Schmerzen. Daneben droht die Gefahr, dass sich die Entzündungen auch in die Blutgefässe ausbreiten, dort die Innenwände der Arterien schädigen und so die Verkalkung fördern. Besonders gefährdet sind die Herzkranzgefässe, was zum Herzinfarkt führen kann, und die Arterien, die das Gehirn versorgen, was einen Schlaganfall fördert. Deshalb empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie, Gelenkbeschwerden früh zu behandeln. Das lindert Beschwerden, schützt aber auch den Kreislauf. [2710]
14. September 2010 – Welt
Jogging gut, Marathon schlecht für das Herz
Übermässig verkalkte Herzkranzgefässe haben Herzspezialisten bei einer Gruppe von 25 Sportlern gefunden, die jedes Jahr mindestens einen Marathonlauf absolviert hatten. Eine US-Studie hatte die Herzen der Sportler mit denen von 23 Nichtsportlern verglichen. Laufen gilt sonst als gesund für das Herz - wenn man es nicht übertreibt. Bei extremer Ausdauerleistung treten überall im Körper mehr Entzündungsherde auf, und diese greifen die Innenwände der Arterien an. An den verletzten Stellen lagert sich mit der Zeit Kalk ab. [2490]
22. März 2010 – Ärztezeitung
Krank? Dann lieber dick als schlank!
Übergewicht gilt als schädlich für die Gesundheit. Das gilt aber nur, solange man gesund ist. Bei Patienten, die an einer Pumpschwäche des Herzens (Insuffizienz) oder verengten Herzkranzgefässen leiden, verlängert Übergewicht das Leben. Dieses Paradox erklärt Dr. Thomas Dorner von der Uni Graz damit, dass Fettzellen auch schädliche Gifte aus dem Verkehr ziehen und Blutfette das Immunsystem in seinem Kampf gegen Krankheitserreger unterstützen. Zudem ist Fett eine wertvolle Energiereserve für schwierige Zeiten, also auch im Fall einer Krankheit und im vorgerückten Alter. [2478]
16. März 2010 – Medizinauskunft
Pulsierende Druckhose statt Bypass
Wenn die Herzkranzgefässe mehr und mehr verstopfen, braucht man nicht mehr unbedingt unters Messer und sich Bypässe legen lassen. Eine überraschend andere Methode haben Forscher der Berliner Charité erprobt, und zwar mit Erfolg. Sie ziehen den Patienten eine mit Luft aufblasbare Druckhose an, die im Sekundentakt das Blut aus den Beinen in Richtung Herz presst. Diese kräftigen Druckimpulse regen das Herz zu höherer Pumpleistung an, worauf sich im Herzmuskel neue Blutgefässe bilden: Ohne Bypass lässt sich so eine annähernd doppelte Durchblutung erreichen. [2331]
23. Januar 2010 – Spiegel
Fitness putzt die Arterien durch
Bei gesunden Personen, die sich im Test auf einem Fahrrad-Ergometer als fit erweisen, sind in den Arterien, vor allem in den Herzkranzgefässen, weniger kalkige Ablagerungen zu finden als bei weniger fitten Personen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie an über zweitausend jungen Erwachsenen in Arizona. [1959]
14. Oktober 2008 – PubMed PMID: 18653190
Patienten, die an verengten Herzkranzgefässen leiden, haben oft auch weniger gesunde Zähne als Personen mit einem gesunden Herzen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über vierzig Personen in Italien. Man geht davon aus, dass Bakterien sich vom Mund aus im ganzen Körper verteilen und in den Arterien zu Entzündungen führen, worauf sich an diesen Stellen kalkige Ablagerungen bilden, was die Arterien verengt und letztlich einen Herzinfarkt verursachen kann. [1699]
18. September 2007 – PubMed PMID: 17802899
Hohes Idealgewicht nach Bypass-Operation
Der ideale Body Mass Index (BMI) für Patienten nach einer Bypass-Operation an den Herzkranzgefässen liegt bei 30, also sehr viel höher als das, was für Gesunde als annehmbar gilt: Die Sterblichkeit nach dem Eingriff ist dann am geringsten. Sowohl für tiefere als auch für höhere Gewichte steigt sie jeweils an. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über achtzigtausend Herzpatienten in den USA. [1668]
4. August 2007 – PubMed PMID: 17588373
Fisch schützt Männer vor plötzlichem Herztod
Männer mit gesunden Herzkranzgefässen, die häufig Fisch essen, sterben bis zu 80 Prozent seltener an plötzlichem Herztod. Man vermutet, dass die mehrfach ungesättigten Fettsäuren den Herzrhythmus verbessern. [99]
13. April 2002 – N Engl J Medicine 2002;346:1113
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