Herzinfarkt: Archiv 71 bis 80

Archiv zu Herzinfarkt, 21.1. bis 12.4.2010

Experten warnen vor Diabetes-Epidemie

Am Weltkongress für Diabetes in Dresden warnen Spezialisten vor den Folgen dieser Krankheit, die sich immer mehr ausbreitet: 70 Prozent der Herzinfarkte gehen inzwischen auf das Konto von Diabetes; hinzu kommen weitere oft tödliche Folgen wie Depressionen, Demenz, Impotenz, Erblindung, Amputationen und Krebs. Einer der wichtigsten Risikofaktoren ist der Bauchumfang. Die beste Vorbeugung ist viel Bewegung und eine ausgewogene, nicht zu fette Ernährung. [2522]

12. April 2010  –  Welt

Schokolade als vorbeugendes Medikament

Ein bis zwei Stücke einer üblichen Tafel Schokolade pro Tag können das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall um mehr als ein Drittel senken. Zu diesem Schluss kommt eine deutsche Langzeitstudie an fast zwanzigtausend Personen im Alter von 35 bis 65 Jahren. Doch die Forscher warnen: Optimal sind nur gerade knapp zehn Gramm Schokolade pro Tag, und zwar an Stelle von anderen energiereichen Snacks. Andernfalls droht Übergewicht das Risiko wieder zu steigern. [2508]

31. März 2010  –  Spiegel

Pharmaindustrie kauft Wissenschaft

Autoren mit finanziellen Kontakten zur Pharmaindustrie kommen in Studien dreimal häufiger als andere zum Schluss, der Wirkstoff Rosiglitazon in Medikamenten gegen Diabetes sei unbedenklich für das Herz. Studien von unabhängigen Autoren haben dagegen mehr Herzinfarkte nach Einnahme dieser Medikamente gefunden. Die positiven Ansichten über den Wirkstoff kommen zu 94 Prozent von Autoren mit Industriekontakten, die negativen zu 47 Prozent von unabhängigen Autoren. [2487]

21. März 2010  –  Ärzteblatt

Jojo-Effekt auch beim Blutdruck gefährlich

Bei starken Schwankungen des Blutdrucks nach oben und unten ist das Risiko eine Schlaganfalls oder Herzinfarkts höher als bei gleichbleibend hohem Blutdruck: Es kann dann um das 15-fache steigen. Das zeigt eine Studie bei über zweitausend Patienten an der Uni von Oxford. Blutdrucksenker der drei Typen ACE-Hemmer, Angiotensin-2-Rezeptorblocker und Betablocker tendieren dazu, den Blutdruck stärker schwanken zu lassen. Eher stabilisierend wirken dagegen zwei andere Typen, nämlich Kalziumblocker und Diuretika. [2472]

12. März 2010  –  Telegraph

Immer mehr sterben an Blutvergiftung

Blutvergiftung (Sepsis) ist in Deutschland heute die dritthäufigste Todesursache nach Herzinfarkt und Krebs. Der Grund: Immer mehr Patienten, die früher keine Chance hatten, werden heute operiert, darunter viele ältere. Im Alter steigt das Risiko für Infektionen. Dies berichten Fachleute an einem Weltkongress für Trauma, Schock und Entzündung in München. [2468]

11. März 2010  –  Die Zeit

Jojo-Effekt fördert Herzinfarkt

Neben zu viel Speck am Bauch erhöhen auch starke Schwankungen des Gewichts nach oben und nach unten - bekannt als Jo-Jo-Effekt - das Risiko für Herzinfarkt. Dies gilt nicht nur für Übergewichtige, sondern auch für Menschen mit einem gesunden Körpergewicht. Zu diesem Schluss kommt eine Studie aus San Francisco. Fazit: Diätkuren sind ungesund, vielleicht sogar ungesünder als dick zu bleiben. [2467]

11. März 2010  –  Ärztezeitung

Studie stellt Body Mass Index in Frage

Das Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt oder andere Ursachen vorzeitigen Todes hat keinen Zusammenhang mit dem Body Mass Index BMI. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie der Ludwig-Maximilians-Uni in München. Die deutschen Forscher haben Daten von etwa zehntausend Personen über vier bis achteinhalb Jahre hinweg ausgewertet. Besser geeignet als der BMI sei der Taillenumfang auf Höhe des Bauchnabels, geteilt durch die Körpergrösse. Bei diesem WHtR (Waist-to-Height Ratio) liegt der kritische Wert für Männer und Frauen unter 40 Jahren bei 0,5 und für über 50-Jährige bei 0,6. [2450]

3. März 2010  –  Stern

Intelligenz wichtigster Schutzfaktor gegen Herzkrankheit

Risikofaktor Nummer eins für Angina pectoris und Herzinfarkt ist das Rauchen. Und der wichtigste Schutzfaktor ist eine hohe Intelligenz. Das hat eine Studie an über tausend Personen in Schottland gezeigt. Wer mehr weiss, weiss auch besser, was für die Gesundheit wichtig und was gefährlich ist, folgern die Autoren der Studie. Zusätzlich können die gleichen Faktoren, die dem Herz gefährlich werden, auch die Leistung des Gehirns beeinträchtigen. [2406]

12. Februar 2010  –  Telegraph

Migräne verdoppelt Risiko für Herzinfarkt

Gewöhnliche Migräne lässt das Risiko eines Herzinfarkts auf den doppelten Wert einer Person ohne Kopfschmerzen ansteigen. Leiden die Patienten zusätzlich unter Aura, das heisst Lichtempfindlichkeiten und Sehstörungen, steigt das Risiko gar auf den dreifachen Wert. Auch das Risiko für Schlaganfälle steigt. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über zehntausend Personen in den USA. Kein Grund zur Panik, sagen Experten. Sie raten Migränikern nur, ihre Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Cholesterin, Übergewicht und Neigung zu Diabetes gut zu kontrollieren. [2404]

12. Februar 2010  –  Süddeutsche Zeitung

Oft ins Freie, dem Herzen zuliebe

Wer sich oft an der frischen Luft aufhält, läuft weniger Gefahr, an Herzinfarkt zu sterben als ein Stubenhocker. Daran ist nicht nur die Bewegung schuld, sondern auch die Sonne auf der Haut. Sie regt den Körper an, Vitamin D zu bilden, und dieses senkt das Risiko für Herz und Kreislauf. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an mehr als fünfzehntausend Amerikanern schwarzer und weisser Hautfarbe. Die Schwarzen sterben häufiger an Herzinfarkt als die Weissen. Hauptgrund ist offenbar, dass dunkle Haut weniger Vitamin D bildet als helle. [2325]

21. Januar 2010  –  NZZ

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