Gesundheitstelegramm | Herzinfarkt
Kaffee macht Schagader elastisch
03. September 2010 - Schon eine bis zwei Tassen Kaffee pro Tag reichen aus, um die Hauptschlagader (Aorta) deutlich elastischer zu halten. Dadurch wird die Pulswelle weniger hart, was die Wände der Arterien schont und so das Risiko für Herzinfarkt senkt. Die Wirkung hat sich in einer Studie an über 600 Bewohnern einer griechischen Insel gezeigt. Sie beruht vermutlich auf Pflanzenfarbstoffen (Polyphenolen) und nicht auf dem Koffein. [2703]
Quelle: Focus
Sinkt Temperatur, steigt Gefahr fürs Herz
16. August 2010 - Mit dem Ende des Sommers nimmt die Gefahr für das Herz zu: Mit jedem Grad Celsius weniger auf dem Aussenthermometer steigt die Zahl der Herzinfarkte um zwei Prozent. Das zeigt eine britische Statistik in 15 Ballungsgebieten von England und Wales. Besonders anfällig auf tiefere Temperaturen sind Menschen im Alter von mehr als 75 Jahren. [2689]
Quelle: Ärzteblatt
Kalziumpräparate: Gut für Knochen, schlecht fürs Herz
02. August 2010 - Viele Frauen nach den Wechseljahren schlucken Tabletten mit Kalzium, um dem Abbau von Knochen (Osteoporose) vorzubeugen. Dieser Nutzen ist zwar durch Studien belegt - allerdings teuer erkauft: Kalziumpräparate erhöhen das Risiko für Herzinfarkt um 30 Prozent. Das zeigt die statistische Auswertung von elf klinischen Studien mit insgesamt zwölftausend Personen. Für jeden zweiten Knochenbruch, den die Präparate verhindern, erzeugen sie einen zusätzlichen Herzinfarkt. Zuviel Kalzium im Blut nach dem Schlucken einer Tablette kann offenbar die Verkalkung der Arterien begünstigen. Kalzium aus natürlichen Quellen hat keine solche Wirkung, da der Körper es nur langsam aufnimmt. [2678]
Quelle: Spiegel
Fünf wichtigste Risiken für Schlaganfall
22. Juni 2010 - Arterieller Bluthochdruck, ein dicker Bauch, Bewegungsmangel, Rauchen und ungesunde Ernährung sind, in dieser Reihenfolge, die fünf wichtigsten Risikofaktoren für einen Hirnschlag. Alle fünf Faktoren zusammen sind für 80 Prozent der Schlaganfälle verantwortlich. Zu diesem Ergebnis kommt die Interstroke-Studie mit dreitausend Patienten in 22 Ländern. Die gleichen fünf Faktoren bedingen auch Herzinfarkt, wobei das Rauchen am meisten zum Herzrisiko beiträgt. [2649]
Quelle: Ärzteblatt
Grosse haben weniger Herzprobleme
09. Juni 2010 - Frauen über 1,64 und Männer über 1,74 Meter haben das geringste Risiko, herzkrank zu werden oder an einem Herzinfarkt zu sterben. Kleine Menschen, also Frauen unter 1,53 und Männer unter 1,65 Meter haben vergleichsweise ein um die Hälfte höheres Risiko. Das haben finnische Wissenschaftler aus 52 Studien mit insgesamt drei Millionen Personen berechnet. Die Ursachen für diesen Unterschied sind unklar. Eventuell sind bei kleinen Menschen auch die Blutgefässe enger, wodurch sie schneller verstopfen könnten. Viel wichtiger als die Grösse sind jedoch Faktoren, die man beeinflussen kann: Bewegung, gesundes Essen und wenig Stress. [2638]
Quelle: Focus
Torjubel kann tödlich enden
08. Juni 2010 - Wer an einer Herzschwäche oder Angina pectoris leidet, sollte sich vor dem Fernseher in Acht nehmen, wenn die eigene Mannschaft spielt. Statistiken früherer Fussball-Weltmeisterschaften zeigen, dass während eines Spiels das Risko für einen Herzinfarkt um das Dreifache ansteigt. Bier und Zigaretten tragen wesentlich dazu bei. Wer gefährdet ist, soll sich nicht zu stark in den Bann des Spiels ziehen lassen, zum Beispiel für einige Minuten den Ton abschalten, raten Experten. Warnsignale eines Herzinfarkts sind Enge in der Brust, ausstrahlende Schmerzen im Arm, Atemnot, Schwitzen und Angst: Dann muss sofort der Notarzt gerufen werden. [2637]
Quelle: Standard
Antidepressiva gegen zweiten Infarkt
02. Juni 2010 - Nach einem Herzinfarkt wird etwa jeder fünfte Patient depressiv. Dadurch steigt das Risiko, bald wieder einen Infarkt zu erleiden. Dieses Risiko lässt sich durch eine Behandlung mit Antidepressiva deutlich senken. Laut einer deutschen Studie sinkt so das Risiko eines Zweitinfarkts um zwei Drittel und damit auf das Niveau von nicht depressiven Patienten. [2629]
Quelle: Ärztezeitung
Herzmuskel: Reparatur mit Zellen aus Fruchtblase?
02. Juni 2010 - Aus Stammzellen der Fruchtblase haben japanische Forscher Herzmuskelzellen gezüchtet, die sich eignen könnten, nach einem Herzinfarkt die zerstörten Stellen des Herzmuskels zu reparieren. Die gezüchteten Zellen werden vom Körper nicht abgestossen. Bei Mäusen funktioniert das schon recht gut. Doch bis zum klinischen Einsatz bei menschlichen Patienten ist noch ein weiter Weg. Die Fruchtblase ist ein Teil der Plazenta, die nach der Geburt meist weggeworfen wird. [2630]
Quelle: Ärzteblatt
Zweimal täglich Zähneputzen fürs Herz
29. Mai 2010 - Wer seine Zähne täglich zweimal putzt, verringert sein Risiko für Herzinfarkt. Bis zu siebzig Prozent höher ist dieses Risiko bei Menschen, die ihre Zähne selten oder nie putzen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an elftausend Personen in Schottland. Sie bestätigt Ergebnisse früherer Studien. Vermutlich greifen Bakterien, die das Zahnfleisch entzünden, auch die Blutgefässe an und lassen sie schneller verkalken. [2621]
Quelle: Daily Mail
Feinstaub erhöht den Blutdruck
19. Mai 2010 - Steigt die Belastung der Luft mit Feinstaub um 1,4 Mikrogramm pro Kubikmeter, erhöht sich der Blutdruck der Menschen um durchschnittlich einen Millimeter Quecksilbersäule. Das zeigen Messungen der Uni Duisburg-Essen in den stark belasteten Grossstädten des Ruhrgebiets. Der erhöhte Blutdruck ist ein Risiko für Herz und Kreislauf. Bereits frühere Studien zeigen, dass an Tagen mit extrem starker Feinstaubbelastung die Zahl der Herzinfarkte und Schlaganfälle zunimmt. [2599]
Quelle: Ärzteblatt
Olivenöl dämpft Entzündungen
20. April 2010 - Bestimmte Substanzen im Olivenöl unterdrücken die Wirkung von Genen, die das Immunsystem zu entzündlichen Reaktionen im Körper anstacheln. Das zeigen Versuche an der Uni von Cordoba. Entzündungen können, vor allem im Blutkreislauf, zu Schäden führen: Arterien verkalken, verstopfen und lösen so Herzinfarkt, Schlaganfall oder Demenz aus. [2541]
Quelle: Telegraph
Experten warnen vor Diabetes-Epidemie
12. April 2010 - Am Weltkongress für Diabetes in Dresden warnen Spezialisten vor den Folgen dieser Krankheit, die sich immer mehr ausbreitet: 70 Prozent der Herzinfarkte gehen inzwischen auf das Konto von Diabetes; hinzu kommen weitere oft tödliche Folgen wie Depressionen, Demenz, Impotenz, Erblindung, Amputationen und Krebs. Einer der wichtigsten Risikofaktoren ist der Bauchumfang. Die beste Vorbeugung ist viel Bewegung und eine ausgewogene, nicht zu fette Ernährung. [2522]
Quelle: Welt
Schokolade als vorbeugendes Medikament
31. März 2010 - Ein bis zwei Stücke einer üblichen Tafel Schokolade pro Tag können das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall um mehr als ein Drittel senken. Zu diesem Schluss kommt eine deutsche Langzeitstudie an fast zwanzigtausend Personen im Alter von 35 bis 65 Jahren. Doch die Forscher warnen: Optimal sind nur gerade knapp zehn Gramm Schokolade pro Tag, und zwar an Stelle von anderen energiereichen Snacks. Andernfalls droht Übergewicht das Risiko wieder zu steigern. [2508]
Quelle: Spiegel
Pharmaindustrie kauft Wissenschaft
21. März 2010 - Autoren mit finanziellen Kontakten zur Pharmaindustrie kommen in Studien dreimal häufiger als andere zum Schluss, der Wirkstoff Rosiglitazon in Medikamenten gegen Diabetes sei unbedenklich für das Herz. Studien von unabhängigen Autoren haben dagegen mehr Herzinfarkte nach Einnahme dieser Medikamente gefunden. Die positiven Ansichten über den Wirkstoff kommen zu 94 Prozent von Autoren mit Industriekontakten, die negativen zu 47 Prozent von unabhängigen Autoren. [2487]
Quelle: Ärzteblatt
Jojo-Effekt auch beim Blutdruck gefährlich
12. März 2010 - Bei starken Schwankungen des Blutdrucks nach oben und unten ist das Risiko eine Schlaganfalls oder Herzinfarkts höher als bei gleichbleibend hohem Blutdruck: Es kann dann um das 15-fache steigen. Das zeigt eine Studie bei über zweitausend Patienten an der Uni von Oxford. Blutdrucksenker der drei Typen ACE-Hemmer, Angiotensin-2-Rezeptorblocker und Betablocker tendieren dazu, den Blutdruck stärker schwanken zu lassen. Eher stabilisierend wirken dagegen zwei andere Typen, nämlich Kalziumblocker und Diuretika. [2472]
Quelle: Telegraph
Jojo-Effekt fördert Herzinfarkt
11. März 2010 - Neben zu viel Speck am Bauch erhöhen auch starke Schwankungen des Gewichts nach oben und nach unten - bekannt als Jo-Jo-Effekt - das Risiko für Herzinfarkt. Dies gilt nicht nur für Übergewichtige, sondern auch für Menschen mit einem gesunden Körpergewicht. Zu diesem Schluss kommt eine Studie aus San Francisco. Fazit: Diätkuren sind ungesund, vielleicht sogar ungesünder als dick zu bleiben. [2467]
Quelle: Ärztezeitung
Immer mehr sterben an Blutvergiftung
11. März 2010 - Blutvergiftung (Sepsis) ist in Deutschland heute die dritthäufigste Todesursache nach Herzinfarkt und Krebs. Der Grund: Immer mehr Patienten, die früher keine Chance hatten, werden heute operiert, darunter viele ältere. Im Alter steigt das Risiko für Infektionen. Dies berichten Fachleute an einem Weltkongress für Trauma, Schock und Entzündung in München. [2468]
Quelle: Die Zeit
Studie stellt Body Mass Index in Frage
03. März 2010 - Das Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt oder andere Ursachen vorzeitigen Todes hat keinen Zusammenhang mit dem Body Mass Index BMI. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie der Ludwig-Maximilians-Uni in München. Die deutschen Forscher haben Daten von etwa zehntausend Personen über vier bis achteinhalb Jahre hinweg ausgewertet. Besser geeignet als der BMI sei der Taillenumfang auf Höhe des Bauchnabels, geteilt durch die Körpergrösse. Bei diesem WHtR (Waist-to-Height Ratio) liegt der kritische Wert für Männer und Frauen unter 40 Jahren bei 0,5 und für über 50-Jährige bei 0,6. [2450]
Quelle: Stern
Migräne verdoppelt Risiko für Herzinfarkt
12. Februar 2010 - Gewöhnliche Migräne lässt das Risiko eines Herzinfarkts auf den doppelten Wert einer Person ohne Kopfschmerzen ansteigen. Leiden die Patienten zusätzlich unter Aura, das heisst Lichtempfindlichkeiten und Sehstörungen, steigt das Risiko gar auf den dreifachen Wert. Auch das Risiko für Schlaganfälle steigt. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über zehntausend Personen in den USA. Kein Grund zur Panik, sagen Experten. Sie raten Migränikern nur, ihre Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Cholesterin, Übergewicht und Neigung zu Diabetes gut zu kontrollieren. [2404]
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Intelligenz wichtigster Schutzfaktor gegen Herzkrankheit
12. Februar 2010 - Risikofaktor Nummer eins für Angina pectoris und Herzinfarkt ist das Rauchen. Und der wichtigste Schutzfaktor ist eine hohe Intelligenz. Das hat eine Studie an über tausend Personen in Schottland gezeigt. Wer mehr weiss, weiss auch besser, was für die Gesundheit wichtig und was gefährlich ist, folgern die Autoren der Studie. Zusätzlich können die gleichen Faktoren, die dem Herz gefährlich werden, auch die Leistung des Gehirns beeinträchtigen. [2406]
Quelle: Telegraph
Gefälschtes Abmagerungsmittel im Internet
21. Januar 2010 - Kaum ist die neue rezeptfreie Abmagerungskapsel ŤAlliť auf dem Markt, tauchen im Internet schon die ersten Fälschungen auf. Experten warnen, denn sie enthalten nicht den Wirkstoff Orlistat wie das Original, sondern einen, der nicht ohne Rezept abgegeben werden dürfte. Es drohen Todesfälle durch Herzinfarkt, Schlaganfall oder andere Komplikationen. [2321]
Quelle: Ärzteblatt
Oft ins Freie, dem Herzen zuliebe
21. Januar 2010 - Wer sich oft an der frischen Luft aufhält, läuft weniger Gefahr, an Herzinfarkt zu sterben als ein Stubenhocker. Daran ist nicht nur die Bewegung schuld, sondern auch die Sonne auf der Haut. Sie regt den Körper an, Vitamin D zu bilden, und dieses senkt das Risiko für Herz und Kreislauf. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an mehr als fünfzehntausend Amerikanern schwarzer und weisser Hautfarbe. Die Schwarzen sterben häufiger an Herzinfarkt als die Weissen. Hauptgrund ist offenbar, dass dunkle Haut weniger Vitamin D bildet als helle. [2325]
Quelle: NZZ
Brot ohne Butter kann Herztod verhindern
18. Januar 2010 - Fast neun von zehn Briten essen zuviel gesättigte Fette. Würden sie Margarine statt Butter aufs Brot streichen, müssten über dreitausend Briten pro Jahr nicht an Herzinfarkt sterben. Das haben Experten berechnet. Schon zwei Scheiben Butterbrot und ein Milchkaffee decken 80 Prozent der empfohlenen Höchstmenge an gesättigtem Fett. Gesättigte Fette fördern Ablagerungen in den Arterien, während mehrfach ungesättigte vor allem Omega-3, diese verhindern helfen. [2310]
Quelle: Telegraph
Abgase machen ein Drittel der Amerikaner krank
15. Januar 2010 - Weniger als dreihundert Meter von einer stark befahrenen Strasse leben 30 Prozent der Amerikaner. Sie alle werden durch die Abgase kränker. Vor allem Kinder leiden an Asthma und anderen Krankheiten der Atemwege. Die Erwachsenen erleiden mehr Herzinfarkte und Schlaganfälle. Neben den Abgasen sind vermutlich auch der Lärm und die oft schlechteren Wohnungen an den exponierten Lagen für die gesundheitlichen Nachteile verantwortlich. Wer dort lebt, gehört meist zur Unterschicht und lebt weniger gesund als der besser verdienende Teil der Bevölkerung. Es ist die Mischung aus schlechter Umwelt und ungesundem Lebensstil, die Menschen an Verkehrsadern krank macht. [2299]
Quelle: Ärzteblatt
Neue Fluglärmstudie: mehr Herzinfarkte, mehr Krebsfälle
12. Januar 2010 - Nicht nur Herz und Kreislauf leiden durch Fluglärm. Auch das Risiko für Krebs steigt. Zu diesem alarmierenden Schluss kommt eine neue grosse Studie: In der Umgebung des Flughafens Frankfurt am Main sind über eine Million Krankenakten analysiert und mit Daten aus nicht von Lärm betroffenen Regionen verglichen worden. Der Fluglärm rund um Frankfurt erzeuge in einer Bevölkerung von 1,7 Millionen rund 5500 Herzanfälle, 6000 Schlaganfälle und 3000 Fälle von Brustkrebs, haben die Forscher berechnet. [2283]
Quelle: FAZ
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