Gesundheitstelegramm | Herzinfarkt
Jojo-Effekt auch beim Blutdruck gefährlich
12. März 2010 - Bei starken Schwankungen des Blutdrucks nach oben und unten ist das Risiko eine Schlaganfalls oder Herzinfarkts höher als bei gleichbleibend hohem Blutdruck: Es kann dann um das 15-fache steigen. Das zeigt eine Studie bei über zweitausend Patienten an der Uni von Oxford. Blutdrucksenker der drei Typen ACE-Hemmer, Angiotensin-2-Rezeptorblocker und Betablocker tendieren dazu, den Blutdruck stärker schwanken zu lassen. Eher stabilisierend wirken dagegen zwei andere Typen, nämlich Kalziumblocker und Diuretika. [2472]
Quelle: Telegraph
Jojo-Effekt fördert Herzinfarkt
11. März 2010 - Neben zu viel Speck am Bauch erhöhen auch starke Schwankungen des Gewichts nach oben und nach unten - bekannt als Jo-Jo-Effekt - das Risiko für Herzinfarkt. Dies gilt nicht nur für Übergewichtige, sondern auch für Menschen mit einem gesunden Körpergewicht. Zu diesem Schluss kommt eine Studie aus San Francisco. Fazit: Diätkuren sind ungesund, vielleicht sogar ungesünder als dick zu bleiben. [2467]
Quelle: Ärztezeitung
Immer mehr sterben an Blutvergiftung
11. März 2010 - Blutvergiftung (Sepsis) ist in Deutschland heute die dritthäufigste Todesursache nach Herzinfarkt und Krebs. Der Grund: Immer mehr Patienten, die früher keine Chance hatten, werden heute operiert, darunter viele ältere. Im Alter steigt das Risiko für Infektionen. Dies berichten Fachleute an einem Weltkongress für Trauma, Schock und Entzündung in München. [2468]
Quelle: Die Zeit
Studie stellt Body Mass Index in Frage
03. März 2010 - Das Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt oder andere Ursachen vorzeitigen Todes hat keinen Zusammenhang mit dem Body Mass Index BMI. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie der Ludwig-Maximilians-Uni in München. Die deutschen Forscher haben Daten von etwa zehntausend Personen über vier bis achteinhalb Jahre hinweg ausgewertet. Besser geeignet als der BMI sei der Taillenumfang auf Höhe des Bauchnabels, geteilt durch die Körpergrösse. Bei diesem WHtR (Waist-to-Height Ratio) liegt der kritische Wert für Männer und Frauen unter 40 Jahren bei 0,5 und für über 50-Jährige bei 0,6. [2450]
Quelle: Stern
Migräne verdoppelt Risiko für Herzinfarkt
12. Februar 2010 - Gewöhnliche Migräne lässt das Risiko eines Herzinfarkts auf den doppelten Wert einer Person ohne Kopfschmerzen ansteigen. Leiden die Patienten zusätzlich unter Aura, das heisst Lichtempfindlichkeiten und Sehstörungen, steigt das Risiko gar auf den dreifachen Wert. Auch das Risiko für Schlaganfälle steigt. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über zehntausend Personen in den USA. Kein Grund zur Panik, sagen Experten. Sie raten Migränikern nur, ihre Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Cholesterin, Übergewicht und Neigung zu Diabetes gut zu kontrollieren. [2404]
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Intelligenz wichtigster Schutzfaktor gegen Herzkrankheit
12. Februar 2010 - Risikofaktor Nummer eins für Angina pectoris und Herzinfarkt ist das Rauchen. Und der wichtigste Schutzfaktor ist eine hohe Intelligenz. Das hat eine Studie an über tausend Personen in Schottland gezeigt. Wer mehr weiss, weiss auch besser, was für die Gesundheit wichtig und was gefährlich ist, folgern die Autoren der Studie. Zusätzlich können die gleichen Faktoren, die dem Herz gefährlich werden, auch die Leistung des Gehirns beeinträchtigen. [2406]
Quelle: Telegraph
Gefälschtes Abmagerungsmittel im Internet
21. Januar 2010 - Kaum ist die neue rezeptfreie Abmagerungskapsel ŤAlliť auf dem Markt, tauchen im Internet schon die ersten Fälschungen auf. Experten warnen, denn sie enthalten nicht den Wirkstoff Orlistat wie das Original, sondern einen, der nicht ohne Rezept abgegeben werden dürfte. Es drohen Todesfälle durch Herzinfarkt, Schlaganfall oder andere Komplikationen. [2321]
Quelle: Ärzteblatt
Oft ins Freie, dem Herzen zuliebe
21. Januar 2010 - Wer sich oft an der frischen Luft aufhält, läuft weniger Gefahr, an Herzinfarkt zu sterben als ein Stubenhocker. Daran ist nicht nur die Bewegung schuld, sondern auch die Sonne auf der Haut. Sie regt den Körper an, Vitamin D zu bilden, und dieses senkt das Risiko für Herz und Kreislauf. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an mehr als fünfzehntausend Amerikanern schwarzer und weisser Hautfarbe. Die Schwarzen sterben häufiger an Herzinfarkt als die Weissen. Hauptgrund ist offenbar, dass dunkle Haut weniger Vitamin D bildet als helle. [2325]
Quelle: NZZ
Brot ohne Butter kann Herztod verhindern
18. Januar 2010 - Fast neun von zehn Briten essen zuviel gesättigte Fette. Würden sie Margarine statt Butter aufs Brot streichen, müssten über dreitausend Briten pro Jahr nicht an Herzinfarkt sterben. Das haben Experten berechnet. Schon zwei Scheiben Butterbrot und ein Milchkaffee decken 80 Prozent der empfohlenen Höchstmenge an gesättigtem Fett. Gesättigte Fette fördern Ablagerungen in den Arterien, während mehrfach ungesättigte vor allem Omega-3, diese verhindern helfen. [2310]
Quelle: Telegraph
Abgase machen ein Drittel der Amerikaner krank
15. Januar 2010 - Weniger als dreihundert Meter von einer stark befahrenen Strasse leben 30 Prozent der Amerikaner. Sie alle werden durch die Abgase kränker. Vor allem Kinder leiden an Asthma und anderen Krankheiten der Atemwege. Die Erwachsenen erleiden mehr Herzinfarkte und Schlaganfälle. Neben den Abgasen sind vermutlich auch der Lärm und die oft schlechteren Wohnungen an den exponierten Lagen für die gesundheitlichen Nachteile verantwortlich. Wer dort lebt, gehört meist zur Unterschicht und lebt weniger gesund als der besser verdienende Teil der Bevölkerung. Es ist die Mischung aus schlechter Umwelt und ungesundem Lebensstil, die Menschen an Verkehrsadern krank macht. [2299]
Quelle: Ärzteblatt
Neue Fluglärmstudie: mehr Herzinfarkte, mehr Krebsfälle
12. Januar 2010 - Nicht nur Herz und Kreislauf leiden durch Fluglärm. Auch das Risiko für Krebs steigt. Zu diesem alarmierenden Schluss kommt eine neue grosse Studie: In der Umgebung des Flughafens Frankfurt am Main sind über eine Million Krankenakten analysiert und mit Daten aus nicht von Lärm betroffenen Regionen verglichen worden. Der Fluglärm rund um Frankfurt erzeuge in einer Bevölkerung von 1,7 Millionen rund 5500 Herzanfälle, 6000 Schlaganfälle und 3000 Fälle von Brustkrebs, haben die Forscher berechnet. [2283]
Quelle: FAZ
Gesunde Fettpolster bei Frauen
12. Januar 2010 - Am Po, um die Hüften und an den Oberschenkeln sind Fettpolster für Frauen nicht schädlich, sondern sogar ausgesprochen gesund: Sie senken das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes. Diesen Schluss ziehen britische Forscher aus den bisher veröffentlichten Studien. Nur um die Taille und am Bauch schaden Fettpolster mehr als sie nützen. Der Body Mass Index scheint also bei Frauen nicht der Weisheit letzter Schluss zu sein. Ob das Fett weg soll oder doch besser bleibt wo es ist, entscheidet frau wohl besser nach dem Blick in den Spiegel oder aufs Messband. [2285]
Quelle: BBC
Frauen übersehen oft Warnsignale für Herzinfarkt
07. Januar 2010 - Sie fühlen sich oft ungewöhnlich müde? Sie finden in letzter Zeit kaum richtig Schlaf? Sie sind kurzatmig? Ihnen ist übel, und Sie leiden an Schmerzen im Oberbauch? Sie haben ungewöhnlich starke Hals- oder Nackenschmerzen? Wenn Sie eine Frau sind, dann könnten Sie einen Herzinfarkt erlitten haben und sollten unbedingt einen Arzt aufsuchen! Laut Umfrage einer deutschen Krankenkasse kennen nur die wenigsten Frauen diese Anzeichen für einen weiblichen Herzinfarkt. Sie unterscheiden sich deutlich von den klassischen Symptomen des Mannes (Engegefühl und Schmerzen im Brustkorb). [2265]
Quelle: Welt
Schädlicher Gerinnungsstoff führt zum Herzinfarkt
06. Januar 2010 - Nur eine einzige von vielen Substanzen, die das Blut gerinnen lassen, ist dafür verantwortlich, dass die Arterien verstopfen. Es handelt sich um ein Eiweiss namens Phospholipase D 1 (PLD 1). Es aktiviert einen Klebstoff, der die Blutklumpen stabilisiert. Für die normale Blutgerinnung ist PLD 1 nicht unbedingt erforderlich. Diese Erkenntnis könnte man künftig nutzen, um mit Medikamenten das menschliche PLD 1 gezielt zu blockieren. So könnte man die Gefahr eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls bannen, ohne wie bisher die Blutgerinnung herabsetzen zu müssen. Bis dahin werden aber selbst bei raschen Fortschritten noch viele Jahre vergehen. [2262]
Quelle: Ärztezeitung
Aspirin nichts für Gesunde
04. Januar 2010 - Zwar können Patienten nach einem Herzinfarkt das Risiko eines zweiten Infarkts senken, indem sie Aspirin nehmen. Doch für Gesunde mit einem geringen Herzrisiko ist es nicht ratsam, vorbeugend Aspirin zu nehmen. Zu diesem Schluss kommt eine Auswertung von sechs Studien mit über neunzigtausend gesunden Personen. Negativ fällt vor allem die Gefahr von inneren Blutungen ins Gewicht. Sich regelmässig bewegen, gesund essen und nicht zu rauchen ist der weitaus bessere Schutz für das Herz. [2251]
Quelle: SonntagsZeitung
Auch Champagner gut für das Herz
17. Dezember 2009 - Es muss nicht immer Rotwein sein: Auch ein bis zwei Gläschen Champagner oder Sekt pro Tag ist günstig für das Herz. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der britischen Uni von Reading. Der Schaumwein steht dem Rotwein, der in dieser Hinsicht am besten untersucht ist, in nichts nach. Allerdings gibt es keine Studien, die einen Zusammenhang mit der Häufigkeit von Herzinfarkten zeigen könnten. Auch ist massvolles Trinken angesagt: Ab mehr als zwei Gläsern täglich wird es ungesund. [2209]
Quelle: Focus
Zelltherapie schützt Herz nach Infarkt
15. Dezember 2009 - Herzinfarkt überlebt, Herz operiert, und was dann? Seit einigen Jahren ist die folgende Zelltherapie im Gespräch: Der Chirurg entnimmt dem Patienten bestimmte Zellen aus dem Knochenmark, bereitet sie auf und führt sie dann über einen Herzkatheter zum beschädigten Herzmuskel. Die Methode nützt offenbar, wie eine neue Studie zeigt: Die Patienten haben eine grössere Chance zu überleben und vor weiteren Komplikationen am Herzen verschont zu bleiben. [2201]
Quelle: Ärztezeitung
Mehr Herzinfarkte und Schlaganfälle durch Fluglärm
14. Dezember 2009 - Das Wohnen in der Nähe eines Flughafens schadet der Gesundheit. Verglichen mit Menschen, die in ruhigen Gegenden wohnen, erkranken Anwohner eines Flughafens mehr als doppelt so häufig an Krankheiten von Herz und Kreislauf. Das ist ab einem Lärmpegel von 60 und mehr Dezibel zu beobachten. [2195]
Quelle: Spiegel
Gutes Cholesterin schützt besser vor Herzinfarkt als gedacht
10. Dezember 2009 - Um das Risiko für Herzinfarkt zu senken, kann man in Bezug auf Cholesterin zwei Dinge tun: das schlechte LDL-Cholesterin senken und das gute HDL-Cholesterin erhöhen. Letzteres bringt mehr, als die Ärzte bisher dachten, wie eine neue Studie zeigt: Ein HDL-Anstieg um 5 Milligramm pro Deziliter Blut senkt das Risiko um 20 Prozent - nicht nur für Herzinfarkt, sondern auch für Schlaganfall. [2180]
Quelle: Ärztezeitung
Bei Fitten fliesst Blut besser
30. Oktober 2009 - Bei fitten Menschen ist das Blut flüssiger als bei unfitten, wodurch es besser durch die haarfeinen Gefässe bis in die Organe gelangt. Sport, als natürlicher Blutverdünner, senkt somit auch das Risiko von Verstopfungen, die zu Herzinfarkt oder Hirnschlag führen können. [2145]
Quelle: PubMed
PMID: 19786866
Betablocker sind zweischneidige Schwerter
25. September 2009 - Vor nunmehr über drei Jahrzehnten hat man entdeckt, dass Betablocker nach einem Herzinfarkt die Gefahr eines zweiten Infarkts senken. Seither verschreibt man sie bei Angina pectoris und bei Herzschwäche zum Schutz vor dem Herztod. Doch in all den Jahren hat sich auch gezeigt, dass Betablocker zum Beispiel bei Diabetes die Sterblichkeit um 8 Prozent und das Risiko für Hirnschlag sogar um 30 Prozent erhöhen. Sie machen bisweilen müde, depressiv und impotent. Ob und wann sie sinnvoll sind, muss der Arzt deshalb von Fall zu Fall sorgfältig abwägen. [2137]
Quelle: PubMed
PMID: 19702791
Beweglichkeit ist gut für den Kreislauf
09. September 2009 - Wer auf dem Boden mit gestreckten Beinen sitzend die Zehen mit den Fingern berühren kann, hat, statistisch gesehen, die gesünderen, weil flexibleren Arterien als jemand, der nicht so beweglich ist. Dies zeigt ein Text an über fünfhundert Personen zwischen zwanzig und achtzig Jahren in Texas. Flexible Arterien dämpfen die Pulswelle besser als harte, lassen deshalb den Blutdruck weniger stark ansteigen und sind weniger anfällig für Schäden, die zu Herzinfarkt oder Hirnschlag führen können. [2129]
Quelle: PubMed
PMID: 19666849
Auch zu tiefer Blutdruck kann schaden
09. März 2009 - Bei Patienten mit instabiler, das heisst sich plötzlich ändernder Angina pectoris, wächst das Risiko eines Herzinfarkts mit sinkendem Blutdruck. Zu diesem der gängigen Meinung widersprechenden Befund kommt eine grosse Studie an über hunderttausend Patienten in den USA. Hoher Blutdruck gilt als Risiko für den Kreislauf, weil er die Innenwände der Blutgefässe stärker belastet, was zu mehr Verletzungen, Entzündungen und danach zu Verstopfungen der Gefässe führt. Andererseits lässt ein zu schwacher Druck den Blutfluss in verengten Gefässen eher versiegen. Die Kurve des Risikos, bezogen auf den Blutdruck hat deshalb die Form des Buchstabens J: Sie steigt bei sehr kleinem Druck erheblich und bei sehr grossem Druck stark an. Irgendwo dazwischen liegt der günstigste Wert, der von Person zu Person individuell verschieden sein dürfte. [2057]
Quelle: PubMed
PMID: 19249424
Positive Bilanz rauchfreier Arbeitsplätze
06. März 2009 - Gesetze zum Schutz vor dem Passivrauchen am Arbeitsplatz verbessern die Gesundheit, senken die Zahl der Spitaleintritte, insbesondere wegen Herzinfarkt, und haben einen neutralen oder leicht positiven Einfluss auf die Wirtschaft. Diese positive erste Bilanz ziehen irische Forscher aus den Studien, die bisher zu diesem Thema publiziert worden sind. [2056]
Quelle: PubMed
PMID: 19231902
Schadet Milch der Gesundheit?
02. März 2009 - Die meisten Experten für Ernährung empfehlen Milch und Michprodukte, weil sie wertvolle Bestandteile enthalten, zum Beispiel Kalzium für die Knochen und Eiweiss für den Aufbau der Muskeln. Doch nun schlägt ein Fachmann aus Osnabrück Alarm. Nach seiner Theorie fördert Milch zahlreiche Zivilisationskrankheiten wie Herzinfarkt, Diabetes, Krebs, Übergewicht und sogar Demenz. Schuld daran sei ein schlechter Einfluss der Milch auf die Regulierung des Insulins und des Wachstums. Vor allem Schwangere sollten Milch meiden, da die entscheidenden Weichen für den Stoffwechsel schon beim Fetus gestellt werden. Da sich in der Milchfrage die Experten offenbar uneins sind, gilt wohl weiterhin die alte Regel der Ernährung: Möglichst vielseitig, und nichts im Übermass konsumieren, auch Milch nicht. [2052]
Quelle: PubMed
PMID: 19232475
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