Gesundheitstelegramm | Herz
Krank? Dann lieber dick als schlank!
16. März 2010 - Übergewicht gilt als schädlich für die Gesundheit. Das gilt aber nur, solange man gesund ist. Bei Patienten, die an einer Pumpschwäche des Herzens (Insuffizienz) oder verengten Herzkranzgefässen leiden, verlängert Übergewicht das Leben. Dieses Paradox erklärt Dr. Thomas Dorner von der Uni Graz damit, dass Fettzellen auch schädliche Gifte aus dem Verkehr ziehen und Blutfette das Immunsystem in seinem Kampf gegen Krankheitserreger unterstützen. Zudem ist Fett eine wertvolle Energiereserve für schwierige Zeiten, also auch im Fall einer Krankheit und im vorgerückten Alter. [2478]
Quelle: Medizinauskunft
Training in Raten wirkt schneller
15. März 2010 - Zehnmal eine Minute strampeln mit maximaler Kraft, dazwischen jeweils eine Minute Pause zur Erholung: Ein solches Intervalltraining, dreimal pro Woche, fördert die Fitness von Herz und Kreislauf innerhalb von vierzehn Tagen ebenso gut wie zehn Stunden Ausdauertraining mit mässiger Intensität - aber in einem Fünftel der Zeit. Zu diesem Ergebnis kommt ein Versuch mit sieben jungen Männern an der Uni von Hamilton in Ontario. Für das Intervalltraining braucht es nur einen Hometrainer und eine Uhr mit Sekundenzeiger. Ältere Menschen sollten jedoch mit einem Pulsmesser darauf achten, ihren maximalen Puls (220 minus Alter) nicht zu überschreiten. [2473]
Quelle: Medical News Today
Jojo-Effekt auch beim Blutdruck gefährlich
12. März 2010 - Bei starken Schwankungen des Blutdrucks nach oben und unten ist das Risiko eine Schlaganfalls oder Herzinfarkts höher als bei gleichbleibend hohem Blutdruck: Es kann dann um das 15-fache steigen. Das zeigt eine Studie bei über zweitausend Patienten an der Uni von Oxford. Blutdrucksenker der drei Typen ACE-Hemmer, Angiotensin-2-Rezeptorblocker und Betablocker tendieren dazu, den Blutdruck stärker schwanken zu lassen. Eher stabilisierend wirken dagegen zwei andere Typen, nämlich Kalziumblocker und Diuretika. [2472]
Quelle: Telegraph
Jojo-Effekt fördert Herzinfarkt
11. März 2010 - Neben zu viel Speck am Bauch erhöhen auch starke Schwankungen des Gewichts nach oben und nach unten - bekannt als Jo-Jo-Effekt - das Risiko für Herzinfarkt. Dies gilt nicht nur für Übergewichtige, sondern auch für Menschen mit einem gesunden Körpergewicht. Zu diesem Schluss kommt eine Studie aus San Francisco. Fazit: Diätkuren sind ungesund, vielleicht sogar ungesünder als dick zu bleiben. [2467]
Quelle: Ärztezeitung
Immer mehr sterben an Blutvergiftung
11. März 2010 - Blutvergiftung (Sepsis) ist in Deutschland heute die dritthäufigste Todesursache nach Herzinfarkt und Krebs. Der Grund: Immer mehr Patienten, die früher keine Chance hatten, werden heute operiert, darunter viele ältere. Im Alter steigt das Risiko für Infektionen. Dies berichten Fachleute an einem Weltkongress für Trauma, Schock und Entzündung in München. [2468]
Quelle: Die Zeit
Kaffee gut für den Herzrhythmus
08. März 2010 - Täglich vier oder mehr Tassen Kaffee fördern, entgegen weit verbreiteter Meinung, einen regelmässigen Herzrhythmus: Das Risiko für Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien) ist dann um 18 Prozent geringer als bei Kaffee-Abstinenten. Bei täglich einer bis drei Tassen sinkt das Risiko um 7 Prozent. Zu diesem Schluss kommt eine Langzeitstudie an über hunderttausend Menschen in den USA. Die günstige Wirkung des Kaffees beruht wahrscheinlich auf dem Koffein. Sie ist allerdings nicht so stark, dass man es als Mittel gegen Herzstolpern empfehlen dürfte. Doch der falsche Verdacht, Kaffee sei schädlich für den Herzrhythmus, ist damit wohl endgültig vom Tisch. [2458]
Quelle: Ärztezeitung
Studie stellt Body Mass Index in Frage
03. März 2010 - Das Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt oder andere Ursachen vorzeitigen Todes hat keinen Zusammenhang mit dem Body Mass Index BMI. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie der Ludwig-Maximilians-Uni in München. Die deutschen Forscher haben Daten von etwa zehntausend Personen über vier bis achteinhalb Jahre hinweg ausgewertet. Besser geeignet als der BMI sei der Taillenumfang auf Höhe des Bauchnabels, geteilt durch die Körpergrösse. Bei diesem WHtR (Waist-to-Height Ratio) liegt der kritische Wert für Männer und Frauen unter 40 Jahren bei 0,5 und für über 50-Jährige bei 0,6. [2450]
Quelle: Stern
Getränkedosen sind Hormonschleudern
25. Februar 2010 - In den Lackschichten im Innern von Getränkedosen hat ein deutsches Labor alarmierende Werte der Chemikalie Bisphenol A gefunden. Dieser Stoff stört im menschlichen Körper das Gleichgewicht der Hormone: Er wirkt ähnlich wie das weibliche Hormon Östrogen. Es drohen Schäden wie Sexualstörungen, verminderte Fruchtbarkeit, Schwächung der Hirnzellen, Krankheiten von Herz und Kreislauf sowie Diabetes. [2439]
Quelle: Medizinauskunft
Vitamin D kann Risiko für Diabetes halbieren
24. Februar 2010 - Bei Menschen mit einem hohen Spiegel von Vitamin D im Blut kommt Diabetes nur halb so häufig vor wie bei jenen mit einem niedrigen Spiegel. Auch das Risiko für Herzkrankheiten sinkt um ein Drittel. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung von zwei Dutzend Studien mit insgesamt gegen hunderttausend Personen. Sie zeigen allerdings nicht, ob Vitamin D tatsächlich die Ursache ist: Es kann das Risiko halbieren - oder die Krankheit erhöht den Bedarf, was den Spiegel senkt. [2435]
Quelle: Die Zeit
Känguruh-Methode kann «tote» Babys retten
22. Februar 2010 - In Südamerika, Afrika, Indien und Pakistan sind Totgeburten dank einer einfachen, aber wirksamen Methode um ein Drittel zurückgegangen: Das vermeintlich tote Baby wird auf den Bauch der Mutter gelegt, wo es Wärme bekommt und den Herzschlag der Mutter spürt. Zusätzlich weckt sanfte Massage am Rücken und an den Fusssohlen die Lebensgeister. Diese «Känguruh-Methode» hat sich auch im Westen bewährt, vor allem nach Frühgeburten. [2431]
Quelle: Ärzteblatt
Spenderorgan dank Antikörper nicht abgestossen
19. Februar 2010 - Wer mit einer fremden Niere, Lunge oder einem fremden Herzen lebt, muss sein Leben lang Medikamente nehmen, die das Immunsystem drosseln und so verhindern, dass der Körper das fremde Organ abstösst. Nun haben französische Forscher in Nantes einen Antikörper entwickelt, der das Immunsystem gezielt daran hindert, gegen das fremde Organ mobil zu machen. Medikamente sind dazu nicht mehr nötig, zumindest nicht dauernd. Bei Affen nach Herz- oder Nierentransplantation hat es schon funktioniert. Bis die Methode bei Menschen eingesetzt werden kann, ist allerdings noch viel Forschung nötig. [2425]
Quelle: NZZ
Glücklichsein hält Herz gesünder
18. Februar 2010 - Auf der 5-stufigen Skala der Zufriedenheit (sehr glücklich, glücklich, neutral, unglücklich, sehr unglücklich) bedeutet jeder Anstieg um einen Punkt ein 22 Prozent tieferes Risiko, herzkrank zu werden. Das zeigt eine US-Studie an 1700 Personen. Der Grund liegt wahrscheinlich darin, dass glückliche Menschen weniger unter Stress leiden und sich Glückshormone positiv auswirken. [2422]
Quelle: BBC
Migräne verdoppelt Risiko für Herzinfarkt
12. Februar 2010 - Gewöhnliche Migräne lässt das Risiko eines Herzinfarkts auf den doppelten Wert einer Person ohne Kopfschmerzen ansteigen. Leiden die Patienten zusätzlich unter Aura, das heisst Lichtempfindlichkeiten und Sehstörungen, steigt das Risiko gar auf den dreifachen Wert. Auch das Risiko für Schlaganfälle steigt. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über zehntausend Personen in den USA. Kein Grund zur Panik, sagen Experten. Sie raten Migränikern nur, ihre Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Cholesterin, Übergewicht und Neigung zu Diabetes gut zu kontrollieren. [2404]
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Intelligenz wichtigster Schutzfaktor gegen Herzkrankheit
12. Februar 2010 - Risikofaktor Nummer eins für Angina pectoris und Herzinfarkt ist das Rauchen. Und der wichtigste Schutzfaktor ist eine hohe Intelligenz. Das hat eine Studie an über tausend Personen in Schottland gezeigt. Wer mehr weiss, weiss auch besser, was für die Gesundheit wichtig und was gefährlich ist, folgern die Autoren der Studie. Zusätzlich können die gleichen Faktoren, die dem Herz gefährlich werden, auch die Leistung des Gehirns beeinträchtigen. [2406]
Quelle: Telegraph
Sport ist gesund für 80 Prozent
05. Februar 2010 - Eine satte Mehrheit von 80 Prozent der Bevölkerung ist in der glücklichen Lage, durch Jogging, Aerobic oder Krafttraining ihre Atmung und ihren Kreislauf fitter machen zu können. Das zeigt eine Studie an über fünfhundert Personen in Europa und in den USA. Bei den restlichen 20 Prozent sprechen Herz und Kreislauf nicht wesentlich auf das Training an. Diese Menschen zu entdecken und individuell zu beraten ist das Ziel der Genomik. Bisher hat man 30 Gene entdeckt, die für die Leistung von Herz und Kreislauf zuständig sind. Deren Bestimmung auf breiter Front ist allerdings noch Zukunftsmusik. [2383]
Quelle: Telegraph
Mit Sonde statt Medikament gegen Herzflimmern
28. Januar 2010 - Gegen Vorhofflimmern, häufigste Form der Herzrhythmusstörung, verschreiben Ärzte meist Medikamente. Zwar kennt man seit zwanzig Jahren die Methode, mit einer Sonde (Herzkatheter) bis zu den Zellen vorzudringen, die das Flimmern verursachen, und diese gezielt mit Hitze zu verschmoren. Die Methode hat sich noch nicht breit durchsetzen können - zu unrecht, wie eine neue Studie zeigt: Nach Katheter ist das Flimmern bei 66 Prozent der Patienten verschwunden, nach Medikament nur bei 16 Prozent. [2352]
Quelle: Science News
Atemnot bei Erkältung: Warnsignal für das Herz
26. Januar 2010 - Wer nach einer Erkältung, einem grippalen Infekt, schon bei kleiner Anstrengung ausser Atem gerät, sollte sofort zum Arzt. Dazu rät ein führender deutscher Herzmediziner. Grund: Der Herzmuskel könnte entzündet und dadurch geschwächt sein. Weitere Zeichen der Gefahr seien Herzrhythmusstörungen wie Stolpern oder Herzrasen. Um das Herz zu schonen, sollte man bei Erkältungen in jedem Fall körperliche Anstrengung meiden, von sportlichem Training ganz zu schweigen. [2339]
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Hände weg von Appetitzüglern
25. Januar 2010 - Mit Medikamenten schlank werden? Keine gute Idee, sagen Experten. Nach der europäischen hat jetzt auch die deutsche Arzneimittelbehörde einem Schlankheitsmittel die Zulassung entzogen: Medikamente mit dem Wirstoff Sibutramin müssen ab sofort vom Markt. Weder reduziert das Mittel das Gewicht deutlich, noch wirkt es sich positiv auf die Gesundheit aus. Im Gegenteil: Das Risiko für Herz und Kreislauf steigt sogar, wenn man das Mittel über längere Zeit nimmt. [2334]
Quelle: Spiegel
Bombenalarm wegen Herztabletten
25. Januar 2010 - Nitroglycerin ist ein Sprengstoff, aber in sehr geringen Dosen auch ein Medikament, das die Blutgefässe erweitert und so das Herz besser mit Blut versorgt. Seit die Kontrollen an den Flughäfen verstärkt worden sind, kommt es immer öfter vor, dass die auf kleinste Spuren von verdächtigen Stoffen eingestellten Spürgeräte auf das Nitroglycerin in Herztabletten ansprechen. Wer solche Mittel nimmt, tut gut daran, nach dem Einnehmen die Hände zu waschen, bevor er sein auf den Flug mitgenommenes Handy oder seinen Laptop berührt. [2337]
Quelle: Ärztezeitung
Blaubeeren bremsen Gedächtnisverlust
24. Januar 2010 - Achtzehn Bewohner eines Altersheims in Cincinnati, USA, tranken täglich zwei Glas Blaubeerensaft oder ein ähnlich schmeckendes Getränk. Jene mit Saft schnitten zwölf Wochen später in einem Wort- und Gedächtnistest deutlich besser ab als die anderen, und sie waren auch deutlich weniger depressiv. Den Blaubeeren sagt man auch andere positive Wirkungen auf die Gesundheit nach: Sie sollen das Risiko für Krebs, Herz- und Lungenkrankheiten senken. Es lohnt sich also, die Ampel-Regel für gesundes Essen (täglich Grün, Gelb und Rot) durch die Farbe Blau zu ergänzen. [2333]
Quelle: Telegraph
Pulsierende Druckhose statt Bypass
23. Januar 2010 - Wenn die Herzkranzgefässe mehr und mehr verstopfen, braucht man nicht mehr unbedingt unters Messer und sich Bypässe legen lassen. Eine überraschend andere Methode haben Forscher der Berliner Charité erprobt, und zwar mit Erfolg. Sie ziehen den Patienten eine mit Luft aufblasbare Druckhose an, die im Sekundentakt das Blut aus den Beinen in Richtung Herz presst. Diese kräftigen Druckimpulse regen das Herz zu höherer Pumpleistung an, worauf sich im Herzmuskel neue Blutgefässe bilden: Ohne Bypass lässt sich so eine annähernd doppelte Durchblutung erreichen. [2331]
Quelle: Spiegel
Etwas weniger Salz könnte Tausende Leben retten
22. Januar 2010 - Würden alle Amerikaner täglich nur drei Gramm Salz weniger essen, müssten Zehntausende weniger pro Jahr vorzeitig sterben. Das haben Präventivmediziner der Uni von Kalifornien berechnet. Umgerechnet könnte die Empfehlung in Deutschland pro Jahr etwa zehn- bis zwanzigtausend Leben retten, in der Schweiz und in Österreich je etwa tausend bis zweitausend. Zuviel Salz erhöht den Blutdruck und belastet damit Herz und Kreislauf. Als oberste Grenze, die noch gesund ist, gelten 6 Gramm Salz pro Tag. [2326]
Quelle: Die Zeit
Gefälschtes Abmagerungsmittel im Internet
21. Januar 2010 - Kaum ist die neue rezeptfreie Abmagerungskapsel «Alli» auf dem Markt, tauchen im Internet schon die ersten Fälschungen auf. Experten warnen, denn sie enthalten nicht den Wirkstoff Orlistat wie das Original, sondern einen, der nicht ohne Rezept abgegeben werden dürfte. Es drohen Todesfälle durch Herzinfarkt, Schlaganfall oder andere Komplikationen. [2321]
Quelle: Ärzteblatt
Oft ins Freie, dem Herzen zuliebe
21. Januar 2010 - Wer sich oft an der frischen Luft aufhält, läuft weniger Gefahr, an Herzinfarkt zu sterben als ein Stubenhocker. Daran ist nicht nur die Bewegung schuld, sondern auch die Sonne auf der Haut. Sie regt den Körper an, Vitamin D zu bilden, und dieses senkt das Risiko für Herz und Kreislauf. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an mehr als fünfzehntausend Amerikanern schwarzer und weisser Hautfarbe. Die Schwarzen sterben häufiger an Herzinfarkt als die Weissen. Hauptgrund ist offenbar, dass dunkle Haut weniger Vitamin D bildet als helle. [2325]
Quelle: NZZ
Täglich eine Büchse Sardinen hält länger jung
20. Januar 2010 - Sardinen, Lachs, Makrele und andere ölige Fische sind reich an Omega-3-Fettsäuren. Diese bremsen unter anderem das Altern der Erbstubstanz DNA in den menschlichen Zellen. Dieser Abbau läuft bei regelmässigen Fisch-Essern etwa um ein Drittel langsamer ab als bei Menschen, die nie Fisch essen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über sechshundert Herzpatienten in den USA. [2318]
Quelle: Telegraph
Zu Ihrem Suchbegrif herz wurden mehr als 25 Einträge gefunden! Bitte fügen Sie ein weiteres Stichwort zu.





