
News zu Herz Stress
Kleinkinder: Scherzen sprengt schematisches Denken
Eltern, die mit ihren Kleinen herumalbern und Spässe machen, verhelfen ihnen zu flexiblem Denken ausserhalb genormter Kästchen. Mit diesen Fähigkeiten werden sie später leichter Freunde finden, mit Stress umgehen und kreative Leistungen vollbringen. Zu diesem Schluss kommen britische Forscher. Sie haben untersucht, wie Spass und «Tun als ob» auf fünfzehn bis vierundzwanzig Monate alte Kinder wirkt. [2970]
31. Oktober 2011 – UPI Health News
Häufiges Jäten, Kies rechen, Rasen mähen, Erde umgraben und ähnliche Arbeiten im Garten senken das Risiko für Herzinfarkt um 15 Prozent - bei sonst gleichen Risikofaktoren. Das zeigt eine japanische Studie an über hundert Personen mit Verdacht auf enge Herzkranzgefässe. Gärtnern ist so gesund, weil es neben körperlichem Training auch Stress abbaut, vermuten die Autoren der Studie. [2845]
12. April 2011 – Ärztezeitung
Persönlichkeit: Typ D dreimal häufiger herzkrank
Menschen, die oft nach innen gekehrt sind, wenig Selbstvertrauen und viel Kummer haben, leicht zu irritieren und zu ärgern sind und daher Kontakte mit anderen Menschen meiden - solche Persönlichkeiten bezeichnet man an der Universität von Tilburg, Holland, als Typ D. Verglichen mit psychisch stabilen Personen haben sie ein dreifach höheres Risiko, an einem Herzinfarkt zu sterben. Der Buchstabe D steht für Distress, also negativen Stress. [2712]
16. September 2010 – Ärzteblatt
Grosse haben weniger Herzprobleme
Frauen über 1,64 und Männer über 1,74 Meter haben das geringste Risiko, herzkrank zu werden oder an einem Herzinfarkt zu sterben. Kleine Menschen, also Frauen unter 1,53 und Männer unter 1,65 Meter haben vergleichsweise ein um die Hälfte höheres Risiko. Das haben finnische Wissenschaftler aus 52 Studien mit insgesamt drei Millionen Personen berechnet. Die Ursachen für diesen Unterschied sind unklar. Eventuell sind bei kleinen Menschen auch die Blutgefässe enger, wodurch sie schneller verstopfen könnten. Viel wichtiger als die Grösse sind jedoch Faktoren, die man beeinflussen kann: Bewegung, gesundes Essen und wenig Stress. [2638]
9. Juni 2010 – Focus
Überstunden können dem Herzen schaden
Täglich drei Überstunden können das Risiko für Herzkrankheiten um 60 Prozent ansteigen lassen. Zu diesem Schluss kommt eine finnisch-britische Studie an etwa sechstausend Angestellten. Allerdings kommt es auf die Art der Überstunden an: Wer selber entscheiden darf, gefährdet sein Herz nicht stärker als mit regulärer Arbeitszeit. Gefährlich wird es nur für Angestellte in unteren Chargen. Die Forscher sehen dafür eine Reihe von möglichen Gründen: Stress, Mobbing, Ängste, Depression, Schlaflosigkeit und die Neigung, trotz Fieber zur Arbeit zu gehen. [2587]
12. Mai 2010 – Focus
Stress im Job belastet Frauenherzen
Frauen, die am Arbeitsplatz hohem Stress ausgesetzt sind, erkranken um mehr als ein Drittel häufiger am Herzen als solche, die einen ruhigen Job haben. Das zeigt eine Studie an zwölftausend Krankenschwestern in Dänemark. Besonders stark unter dem Stress leiden Frauen unter fünfzig Jahren. Dies könnte aber daran liegen, dass stressempfindliche Frauen es weniger lang als andere im Berufsleben aushalten. Wer bis zur Pensionierung tätig ist, konnte offenbar schon in jungen Jahren besser mit Stress umgehen. [2577]
7. Mai 2010 – Focus
Glücklichsein hält Herz gesünder
Auf der 5-stufigen Skala der Zufriedenheit (sehr glücklich, glücklich, neutral, unglücklich, sehr unglücklich) bedeutet jeder Anstieg um einen Punkt ein 22 Prozent tieferes Risiko, herzkrank zu werden. Das zeigt eine US-Studie an 1700 Personen. Der Grund liegt wahrscheinlich darin, dass glückliche Menschen weniger unter Stress leiden und sich Glückshormone positiv auswirken. [2422]
18. Februar 2010 – BBC
Mit Fitness macht Stress weniger krank
Wer sich fit hält, wird weniger krank. Dies hat viele Gründe. Bekannt sind vor allem die günstigen Wirkungen von Sport auf Herz und Kreislauf. Jetzt hat das Institut für Sportwissneschaft der Uni Basel einen weiteren Grund gefunden: Fitte Menschen vertragen Stress besser. Dies ist das Fazit zahlreicher Studien über Sport, Stress und Gesundheit. [2141]
23. Oktober 2009 – PubMed PMID: 19828772
Stress ist nur ein kleines Risiko für das Herz
Zwar lässt der Verlust einer intimen Beziehung das Risiko für Herzinfarkt bei Männern leicht ansteigen, doch der Verlust des Jobs hat keinen solchen Einfluss. Ebenso wenig spielt es eine Rolle, wie oft ein Mann einen solchen Verlust erlebt. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über achttausend Männern in Dänemark. [1963]
20. Oktober 2008 – PubMed PMID: 18693037
Früh misshandelt, spät entzündet
Wer als Kind viel Stress erlebt hat, leidet als Erwachsener mehr als andere an Entzündungen im ganzen Körper, unter anderem auch in den Blutgefäßen. Das zeigt eine Studie an Einwohnern der Stadt Dunedin in Neuseeland, die über dreißig Jahre lang immer wieder medizinisch untersucht worden sind. Entzündungen gelten als Ursache für viele Krankheiten und erhöhen das Risiko für Herzinfarkt. [1516]
29. Januar 2007 – PNAS 2007;104:1319
Frauen, die oft gestresst sind, haben ein 40 Prozent tieferes Risiko für Brustkrebs als Frauen, die ein ruhiges Leben führen. Das zeigt eine Studie an über 6000 Frauen in Dänemark. Dass Stress gesund sei, darf man daraus allerdings nicht schließen! Das Risiko für Herz-, Kreislauf- und andere Krankheiten dürfte wohl stärker ins Gewicht fallen als der Schutz vor Brustkrebs. [1129]
12. September 2005 – British Medical Journal 2005;331:548
Gebrochenes Herz aus medizinischer Sicht
Wer einen lieben Menschen durch Tod verloren hat oder wer plötzlich von seinem Partner verlassen worden ist, dessen Herzmuskel wird geschwächt durch absterbende Fasern. Die Pumpleistung nimmt massiv ab. Doch zum Glück erholt sich das Herz wieder, wenn der Stress nachlässt. [981]
16. Februar 2005 – N Engl J Medicine 2005;352:539
Neun Risikofaktoren für das Herz
1. Rauchen, 2. Cholesterin, 3. Bluthochdruck, 4. Diabetes, 5. dicker Bauch, 6. wenig Früchte und Gemüse, 7. wenig Bewegung, 8. Stress, 9. zu viel Alkohol. [864]
6. September 2004 – British Medical Journal 2004;324:527
Job-Stress verdoppelt Risiko für Herztod
Wer am Arbeitsplatz durch tiefes Einkommen, fehlende Anerkennung und fehlende Karrierechancen gestresst ist, hat ein doppeltes Risiko, an Herzinfarkt zu sterben. Das zeigt eine finnische Studie, die gestresste und nicht gestresste Metallarbeiter vergleicht. [285]
22. Oktober 2002 – British Medical Journal 2002;325:857
Stress schadet dem Herzen kaum
Wer unter Stress leidet, wird zwar häufiger wegen Angina pectoris und anderen Symptomen ins Spital eingeliefert. Doch das Herz ist nicht kränker als bei weniger gestressten Patienten. [144]
28. Mai 2002 – British Medical Journal 2002;324:1247
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