
News zu Herz Alkohol
Sich Betrinken schwächt das Herz
Mehr als ein Glas Alkohol schwächt selbst ein gesundes Herz. Es pumpt dann messbar weniger Blut in den Körper als im nüchternen Zustand. Das zeigt die Untersuchung von neunzehn belgischen Partygängern vor und nach dem Feiern. Sie hatten im Durchschnitt mehr als ein Promille Alkohol im Blut. [2857]
2. Mai 2011 – Focus
Experte rät vom täglichen Glas Rotwein ab
Ein Glas Rotwein pro Tag galt bisher als gesund für das Herz. Jetzt rät der deutsche Präventivmediziner Jürgen Rehm davon ab. Zum einen fördert Alkohol in jeder Dosis Krebs, also auch in geringen Mengen. Zum zweiten ist das Glas, das die meisten trinken, zu gross: Maximal ein Deziliter dürfte es sein. Drittens ist die schützende Wirkung auf das Herz zwar nachgewiesen, doch Rehm hält sie für geringer als oft behauptet wurde. Und schliesslich scheint das Zeitalter der allgemeingültigen Empfehlungen vorbei zu sein. Wer viele Herzkranke in seiner Verwandtschaft hat, dem könnte das tägliche Glas Rotwein eher nützen. Kommt dagegen Krebs in der Familie häufig vor, ist der Schaden per Saldo grösser als der Nutzen. [2849]
20. April 2011 – Tages-Anzeiger
Trinkgelage schaden dem Herzen
Alkohol kann dem Herzen schaden oder auch nicht: Es kommt vor allem darauf an, wie und wann man ihn trinkt. Schädlich sind zum Beispiel Trinkgelage am Wochenende; unschädlich ist dagegen die gleiche Menge Alkohol, regelmässig über die ganze Woche verteilt. Das zeigen Studien, die unterschiedliche Trinkgewohnheiten in Frankreich und Nordirland verglichen haben. In Nordirland, wo der Wochenendkonsum Tradition hat, sind Herzinfarkte bei den Konsumenten etwa doppelt so häufig wie in Frankreich - sofern alle anderen, nicht alkoholischen Risikofaktoren gleich sind. [2758]
25. November 2010 – Spiegel
Plötzlicher Herztod wegen Kokain
Von den Menschen, die an plötzlichem Herzstillstand sterben, sind drei Prozent jung, scheinbar gesund und fit - und sie konsumieren Kokain. Die Droge schädigt Herz und Arterien so stark, dass der Tod plötzlich und unerwartet eintreten kann. Schon geringe Mengen Kokain können schaden, vor allem auch zusammen mit Tabak und Alkohol. Das zeigt eine Studie an über sechshundert Fällen in Spanien. Alle Kokain-Toten waren Männer zwischen 21 und 45 Jahren, meist Raucher, und die meisten hatten kurz vor ihrem Tod auch Alkohol getrunken. [2293]
14. Januar 2010 – Focus
Grippe: Hausmittel nur für Junge und sonst Gesunde
Egal ob Schweine- oder saisonale Grippe - für Kinder, Schwangere, Senioren über 65, chronisch Kranke (Niere, Atemorgane, Herz), Immunschwache (nach Transplantation, mit HIV) ist es ratsam, zum Arzt zu gehen. Auch junge und sonst gesunde Erwachsene sollten zum Arzt, wenn das Fieber über 40 Grad steigt, wenn Entzündungen in der Lunge, im Mittelohr oder in den Nasennebenhöhlen auftreten oder der Kopf stark schmerzt. Bewährte Hausmittel sind Essigsocken gegen hohes Fieber, Inhalation, Gurgeln, Lutschpastillen, heisser Kräutertee (mindestens zwei Liter täglich). Kein Alkohol, kein Kaffee, kein Schwarztee. [2161]
3. Dezember 2009 – Gesundheit-Sprechstunde
Alkohol und Demenz: Auf die Dosis kommt es an
Wie schnell bei älteren Menschen leichte Gedächtnisschwächen zu einer richtigen Demenz werden, hängt unter anderem auch von Alkoholkonsum ab. Am längsten leistet das Hirn gegen den Abbau bei jenen Menschen Widerstand, die nur wenig bis mässig Alkohol trinken. Etwas schneller entwickelt sich Demenz bei Abstinenten, und am schnellsten bei starken Trinkern. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über hundert Patienten in China. Eine ähnliche J-förmige Kurve findet man auch beim Zusammenhang zwischen Alkohol und den Krankheiten von Herz und Kreislauf. [2030]
29. Januar 2009 – PubMed PMID: 19154211
Wie trinken ist wichtiger als was trinken
Mässig Alkohol zu trinken gilt als gesund für Herz und Kreislauf, und als besonders gesund gilt Wein, vor allem Rotwein. Dieser soll besonders viele gesunde Substanzen, vor allem Polyphenole enthalten. Doch eine Auswertung zahlreicher Studien hat nun gezeigt, dass es wohl weniger wichtig ist, was in der Flasche ist, als wie man daraus trinkt: Weintrinker sind nicht deshalb gesünder, weil sie Wein trinken, sondern weil sie gesünder leben. Dazu gehört, dass sie sich weniger oft stark betrinken und ihren Konsum eher gleichmässig verteilen. Dieses Trinkmuster scheint die Gesundheit viel stärker zu beeinflussen als der Typ des Getränks. [2008]
22. Dezember 2008 – PubMed PMID: 19075312
Alkohol und Ärger halten Blutdruck im Schlaf hoch
Bei gesunden Personen sinkt der Blutdruck im Schlaf deutlich ab. Dies ist wichtig, damit sich auch der Kreislauf erholen und regenerieren kann. Ein fehlender Abfall kann auf Dauer krank machen. Die wichtigsten Faktoren, die den Blutdruck im Schlaf hoch halten, sind Alkohol und Ärger. Wer lernt, auf positive Weise mit diesen negativen Gefühlen umzugehen, kann also viel Gutes für Herz und Kreislauf tun. Den Ärger in Alkohol zu ertränken ist dagegen nicht ratsam. [2003]
15. Dezember 2008 – PubMed PMID: 19067099
Alhohol fürs Herz? Nur wenn Sie nicht rauchen!
Mässig Alkohol zu trinken gilt als gesund für das Herz. Doch für Raucher kehrt sich diese Wirkung ins Gegenteil, wie eine chinesische Studie an über sechzigtausend Männern zeigt. [1655]
17. Juli 2007 – PubMed PMID: 17628652
Wann ist Alkohol gut für das Herz?
Mäßig Alkohol trinken kann dann gut sein für das Herz, wenn die Herzkranzgefäße verengt sind, also bei der Koronarkrankheit oder Angina pectoris. Ist das Herz aber gesund, bringt Alkohol keinen Vorteil. Zu diesem Schluss kommt eine amerikanische Studie an über zwanzigtausend Personen. [1500]
8. Januar 2007 – Circulation 2007;115:34
Gefährlicher Rausch nach Infarkt
Wer einen Herzinfarkt überlebt hat, tut besser daran, Alkohol nicht bis zum Rausch zu trinken. Das Risiko, an einem zweiten Infarkt zu sterben, ist für Rauschtrinker doppelt so groß wie für mäßige Trinker. Das gilt auch für Personen, die sonst nur selten Alkohol trinken. [1204]
26. Dezember 2005 – Circulation 2005;112:3839
Alkohol und Herz: Mäßig, aber regelmäßig
Wer täglich oder doch wenigstens dreimal pro Woche ein Glas eines alkoholischen Getränks konsumiert, hat ein minimales Risiko für Herzinfarkt. Das zeigen Studien an über 50'000 Personen. Alkohol wirkt vermutlich darum so positiv, weil er das Cholesterin und die Blutgerinnung senkt und die Wirkung des Insulins verstärkt. Doch in größeren Mengen schadet Alkohol auch dem Herzen. Wo die Grenze liegt, ist umstritten. Ein Glas pro Tag ist aber sicher ok. [1132]
15. September 2005 – Circulation 2005;112:1406
Folsäure ist gesund, denn sie baut das Risiko für Herz-, Kreislaufkrankheiten und Krebs ab. Alkohol hebt einen Teil dieser positiven Wirkung auf, vor allem bei Personen, die nur knapp das Minimum der empfohlenen Menge Folsäure zu sich nehmen. [1093]
22. Juli 2005 – Am J Clin Nutrition 2005;82:155
Alkohol hält Arterien geschmeidig
Mäßig Alkohol zu trinken, gilt als gesund für Herz und Kreislauf. Eine Wirkung, die dazu beiträgt, hat man bei über 500 Personen entdeckt: Die Arterien bleiben geschmeidiger. Bei Frauen ist diese günstige Wirkung stärker als bei Männern. [1013]
1. April 2005 – J Hypertension 2005;23:731
Alkohol fördert die Verkalkung
Ein wenig Alkohol gilt als gesund für Herz und Kreislauf. Trotzdem lässt Alkohol die Arterien verkalken, und zwar um so stärker, je mehr man trinkt. Das zeigt eine Studie an über dreitausend Personen in den USA. Bei kleinen Mengen Alkohol könnten andere Wirkungen überwiegen und den Kreislauf eher positiv beeinflussen. Viel Alkohol gilt in jedem Fall als schädlich für Herz und Kreislauf. [1006]
23. März 2005 – Am J Epidemiology 2005;161:423
Stent: Alkohol hilft gegen Verstopfen
Ein Stent kann gegen verengte Herzkranzgefäße helfen, aber nur, solange er nicht verstopft. Diese Gefahr soll kleiner sein, wenn man mäßig, aber regelmäßig Alkohol trinkt. Das sagt eine Studie an über zweihundert Patienten in Heidelberg. [916]
17. November 2004 – Heart 2004;90:1189
Alkohol: Schlecht für das Herz bei Schwarzen
Wenn schwarze Männer mäßig Alkohol trinken, sterben sie eher an einem Herzinfarkt, als wenn sie abstinent bleiben. Bei Weißen ist es genau umgekehrt. Doch damit stellt sich die Frage, ob Alkohol wirklich das Herz schützt. Es könnte auch sein, dass andere Faktoren mitspielen. [878]
24. September 2004 – Am J Epidemiology 2004;160:460
Neun Risikofaktoren für das Herz
1. Rauchen, 2. Cholesterin, 3. Bluthochdruck, 4. Diabetes, 5. dicker Bauch, 6. wenig Früchte und Gemüse, 7. wenig Bewegung, 8. Stress, 9. zu viel Alkohol. [864]
6. September 2004 – British Medical Journal 2004;324:527
Wenig Alkohol, wenig Entzündung
Ein Glas mit Alkohol pro Tag, aber nicht mehr, wenn man alt und gesund ist - wer nach diesem Motto lebt, dämpft die Entzündungen in seinem Körper auf ein Minimum. Davon profitieren Herz und Kreislauf, sagt eine Studie an 3000 Personen in den USA. [713]
14. Februar 2004 – Circulation 2004;109:607
Ein Gläschen Wein pro Tag (oft für das Herz empfohlen) vermindert das Risiko für Hirnschlag nicht. Vielmehr lässt jedes Glas, das man pro Woche trinkt, die Hohlräume im Hirn um ein Prozent wachsen, wodurch die graue Masse schrumpft. [700]
28. Januar 2004 – Stroke 2004;35:16
Lebenserwartung in Russland sinkt weiter
In Russland werden Männer im Durchschnitt nur noch 59 Jahre alt, Frauen 72 Jahre. Die wichtigsten Gründe für den frühen Tod sind Herzkrankheiten, Selbstmorde, Tötungen, Vergiftung und Unfälle. Oft ist Alkohol mit im Spiel. [623]
25. Oktober 2003 – British Medical Journal 2003;327:964
Wer mäßig, aber regelmäßig eine Stange (einen Becher) helles Bier trinkt, senkt sein Risiko für Herzinfarkt. Es darf auch alkoholfreies Bier sein. Denn nach Ansicht israelischer Forscher ist nicht der Alkohol entscheidend, sondern der Hopfen. Er senkt die Neigung des Blutes, Gerinnsel zu bilden, die die Herzkranzgefäße verstopfen könnten. [352]
10. Januar 2003 – British Medical Journal 2003;326:72
Schlechte Aussichten für Kinder aus armem Haus
Kinder aus Familien mit tiefem Einkommen erkranken als Erwachsene häufiger an Herz und Kreislauf, an Karies und Parodontose, und werden häufiger abhängig von Alkohol, Tabak und anderen Drogen. Sozialer Aufstieg verbessert die Chancen auf Gesundheit nicht: Die entscheidenden Weichen werden offenbar schon in der Kindheit gestellt. [317]
23. November 2002 – Lancet 2002;360:1640
Alkohol schadet dem jungen Herzen
Auch geringe Mengen Alkohol steigern das Risiko für vorzeitigen Tod bei Menschen unter 35 Jahren. Erst ab diesem Alter ist die Sterblichkeit bei einem sehr mäßigen Konsum am geringsten. Bisher ist man davon ausgegangen, dass wenig Alkohol gut sei für das Herz. Nach neusten Erkenntnissen gilt das höchstens für ältere Menschen. [218]
12. August 2002 – British Medical Journal 2002;325:191
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