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Gesundheitstelegramm | Grippe

Vuvuzela ist auch Virenschleuder
15. Juni 2010 - Die südafrikanische Fan-Tröte schadet nicht nur den Ohren, sondern hilft auch Grippe- und andere Viren verbreiten. Durch die Plastikröhre verbreitet sich die Atemluft eines kranken Menschen viel weiter als durch Husten und Schreien. Auf diese Gefahr weist das Londoner Institut für Hygiene und Tropenmedizin hin. Die Tröpfchen aus der Vuvuzela sind kleiner als beim Husten und bleiben deshalb länger in der Luft. In Südafrika ist zur Zeit Grippesaison.  [2644]
Quelle: Focus  
 
Grippetod meist durch Bakterien, nicht Viren
19. Februar 2010 - Am gefährlichsten bei einer Grippe sind nicht die Viren, die sie verursacht haben, sondern Bakterien: Als lachende Dritte profitieren sie davon, dass das Immunsystem durch den Kampf gegen die Viren geschwächt ist. Dabei spielen Stresshormone eine wichtige Rolle. Sie dämpfen das Immunsystem und hindern es so daran, allzu heftig zu reagieren und das empfindliche Gewebe der Lunge zu zerstören. Die Kehrseite: Bakterien erhalten so ihrerseits eine Chance, die Lunge zu befallen.  [2424]
Quelle: Welt  
 
Zweifel am Nutzen von Grippe-Impfungen
18. Februar 2010 - Ob es nützt, Personen über 65 gegen Grippe zu impfen, ist fraglich. Von 75 Studien zu diesem Thema sind die meisten so mangelhaft, dass sie keine eindeutigen Schlüsse zulassen. Dieses Fazit ziehen Wissenschaftler der Cochrane Collaboration. Ältere Menschen verlassen sich da wohl besser auf das Händewaschen als auf den Pieks.  [2421]
Quelle: Medpage Today  
 
Wegen Schweinegrippe-Panik fehlen jetzt andere Impfstoffe
09. Februar 2010 - Alle hatten Angst vor der Schweinegrippe - unnötig, wie sich jetzt zeigt. Der Schaden ist mehr als nur finanziell: Während man unnötige Impfdosen gegen Schweinegrippe entsorgen muss, fehlt es in Deutschland zur Zeit an Impfstoff, um Babys vor gefährlichen Kinderkrankheiten zu schützen.  [2391]
Quelle: Welt  
 
Leugnen von HIV tötet Hunderttausende
01. Februar 2010 - In Südafrika sind über dreihunderttausend Menschen unnötig früh an Aids gestorben, und über dreissigtausend Babys sind mit HIV angesteckt worden, weil die Regierung Südafrikas einem HIV-Leugner aufgesessen ist. Der Amerikaner Peter Duesberg leugnet stur die wissenschaftlich längst bewiesene Tatsache, dass das HI-Virus Aids verursacht. Auch in der Schweiz gibt es Virus-Leugner. Sie haben aber nicht Aids im Visier, sondern H1N1 und Schweinegrippe. Abstruse Verschwörungstheorien verbreiten sich dank Internet heute viel schneller als früher.  [2359]
Quelle: NZZ  
 
Hunger stärkt Abwehr gegen Bakterien und Viren
22. Januar 2010 - Statt teure Joghurts zu kaufen, die laut Werbung die Abwehrkräfte fördern sollen, könnte man auch einfach weniger essen. Bei Mangel an Kalorien und sinkendem Insulinspiegel produziert nämlich der Körper mehr Killerstoffe gegen Bakterien und Viren, vor allem in der Haut und in der Lunge. Diese Abwehrstrategie haben Forscher der Uni Bonn entdeckt. Ist ein Schnupfen oder eine Grippe im Anzug, könnte es sich also lohnen, eine Weile lang nichts zu essen und stattdessen mehr Tee zu trinken.  [2327]
Quelle: Spiegel  
 
Erster Impfstoff gegen Krebs
13. Januar 2010 - Zum ersten Mal in der Geschichte der Medizin kommt jetzt eine Impfung gegen Krebs auf den Markt. Das Präparat bekämpft schwarzen Hautkrebs bei Hunden. Für Menschen ist ein ähnlicher Impfstoff erst in der dritten Phase der klinischen Prüfung. Diese wird schätzungsweise noch ein Jahr dauern. Anders als die meisten anderen Impfungen, etwa gegen Grippe, wirkt die Krebs-Impfung erst dann, wenn die Krankheit schon ausgebrochen ist.  [2290]
Quelle: Welt  
 
Tamiflu-Resistenz jetzt auch in der Schweiz
23. Dezember 2009 - Bei zwei Patienten mit Schweinegrippe in der Schweiz hat man H1N1-Viren entdeckt, die gegen das Medikament Tamiflu weniger empfindlich reagieren als die bisher bekannten Viren. Dies war zu erwarten, nachdem solche Fälle schon in Deutschland und anderen europäischen Ländern aufgetreten sind. Gefährlich seien die resistenten Viren nur für Patienten mit einem schon geschwächten Immunsystem, nicht aber für die breite Bevölkerung, sagt das Bundesamt für Gesundheit (BAG).  [2231]
Quelle: NZZ  
 
Resistenz gegen Tamiflu
19. Dezember 2009 - Bei zwei Patienten mit Schweinegrippe in Deutschland lässt sich die Krankheit nicht mit Tamiflu behandeln, weil die Viren gegen das Mittel unempfindlich sind. Die Resistenz von H1N1-Viren gegen Tamiflu ist zuerst in Norwegen und Grossbritannien entdeckt worden. Sie breitet sich offenbar nach Süden aus und dürfte wohl auch die Schweiz erreichen.  [2220]
Quelle: Berliner Zeitung  
 
Wann kommt der Super-Impfstoff gegen Grippe?
17. Dezember 2009 - Jedes Jahr lassen sich weltweit über dreihundert Millionen Menschen gegen Grippe impfen. Der Impfstoff wird seit sechzig Jahren nach der gleichen Methode hergestellt. Pro Impfdosis braucht es ein Hühnerei, in dem die Viren gezüchtet und dann abgetötet werden. Die Forschung nach wirksameren Methoden läuft auf Hochtouren. Am vielversprechendsten ist der Plan, eine Impfung gegen alle Varianten des sehr wandelbaren Grippevirus zu entwickeln. Im Visier der Forscher steht ein Protein im Innern des Virus, das bei allen Viren gleich ist. Bis zu einer Anwendung dürften aber noch viele Jahre vergehen.  [2211]
Quelle: NZZ  
 
Schweinegrippe: Wirksamkeit von Tamiflu zweifelhaft
10. Dezember 2009 - Bisher gilt Tamiflu als Wunderwaffe gegen Grippe, doch jetzt kratzt eine neue Beurteilung der bisher publizierten Studien gehörig am Ruf des Kassenschlagers von Roche. Cochrane, eine renommierte internationale Organisation zur Bewertung von medizinischen Studien, sieht keinen Nachweis mehr für eine positive Wirkung, nachdem sie einige der Beweise als nicht mehr verlässlich eingestuft hat.  [2179]
Quelle: Spiegel  
 
Erkältet? Nicht räuspern, sondern husten!
07. Dezember 2009 - Ist bei Erkältung oder Grippe die Stimme belegt, sollte man die Stimmbänder durch Husten oder Hüsteln, aber nicht durch Räuspern vom Schleim befreien. Leises Summen oder Brummen vor dem Husten eignet sich gut, um zähen Schleim zu lockern, ohne die Stimmbänder zu belasten. Räuspern schadet den Stimmbändern, weil sie sich zu heftig aneinander reiben. Das entzündet die Schleimhaut und kann auf Dauer heiser machen.  [2166]
Quelle: 20 Minuten  
 
Grippe: Hausmittel nur für Junge und sonst Gesunde
03. Dezember 2009 - Egal ob Schweine- oder saisonale Grippe - für Kinder, Schwangere, Senioren über 65, chronisch Kranke (Niere, Atemorgane, Herz), Immunschwache (nach Transplantation, mit HIV) ist es ratsam, zum Arzt zu gehen. Auch junge und sonst gesunde Erwachsene sollten zum Arzt, wenn das Fieber über 40 Grad steigt, wenn Entzündungen in der Lunge, im Mittelohr oder in den Nasennebenhöhlen auftreten oder der Kopf stark schmerzt. Bewährte Hausmittel sind Essigsocken gegen hohes Fieber, Inhalation, Gurgeln, Lutschpastillen, heisser Kräutertee (mindestens zwei Liter täglich). Kein Alkohol, kein Kaffee, kein Schwarztee.  [2161]
Quelle: Gesundheit Sprechstunde  
 
Schweinegrippe: Weniger als ein Drittel lässt sich impfen
01. Dezember 2009 - Nur gerade 28 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer lassen sich gegen die Schweinegrippe impfen, weil sie zu einer Risikogruppe gehören oder weil sie sich selber und andere schützen wollen. Eine deutliche Mehrheit von 60 Prozent ist gegen die Impfung, 12 Prozent sind noch unentschlossen. Dies zeigt eine nicht repräsentative Online-Umfrage (Stand 1.12.2009).  [2159]
Quelle: Beobachter  
 
Insektenhaut gegen Vogelgrippe?
01. Mai 2007 - In einem Nasenspray, vorbeugend gegen Vogelgrippe, testen Forscher zur Zeit die Substanz Chitin, aus dem die Häute und Panzer der Insekten bestehen. Bei Mäusen scheint es gut zu wirken. Doch bis zu einem Medikament für Menschen ist noch ein weiter Weg.  [1600]
Quelle: PubMed  PMID: 17457919
 
Grippe: Zwei kleine Unterschiede können Pandemie auslösen
07. Februar 2007 - Weltweit arbeiten Forscher daran, eine nächste Grippe-Pandemie zu verhindern. Die letzte große Pandemie hat 1918 fünfzig Millionen Opfer gefordert. Jetzt hat man an den Zentren für Seuchenbekämpfung in Atlanta, USA, das Virus von 1918 genauer unter die Lupe genommen. Es unterscheidet sich von einem zwar tödlichen, aber nicht so ansteckenden Grippevirus nur gerade in zwei veränderten Eiweißen an der Oberfläche. Sollten diese jemals am gefährlichen Vogelgrippe-Virus H5N1 auftreten, wäre eine nächste Pandemie zu befürchten.  [1525]
Quelle: New Scientist  1.2.2007
 
Grippe: Pandemie könnte mehr als 60 Millionen Opfer fordern
26. Dezember 2006 - Eine Grippe-Pandemie wie jene von 1918 würde heute weltweit über 60 Millionen Menschen das Leben kosten, wovon 96 Prozent in den ärmsten Ländern der Welt. Diese Berechnung stützt sich auf die Auswertung von Daten aus der Pandemie von 1918 und den Vergleich mit den heutigen Verhältnissen.  [1491]
Quelle: Lancet  2006;368:2211
 
Personal gegen Grippe impfen rettet Leben
18. Dezember 2006 - Wenn Pflegepersonen in Alters- und Pflegeheimen gegen Grippe geimpft sind, sterben weniger Bewohner im Winter. Das zeigt eine Studie an über vierzig Heimen mit zusammen über zweitausend Bewohnern in den USA.  [1485]
Quelle: British Medical Journal  2006;333:1241
 
Grippe: Gesunde lassen sich eher impfen
12. Mai 2006 - Dass Grippe-Impfung wirkt, ist in vielen Studien nachgewiesen worden. Doch jetzt weckt eine neue Studie an über siebzigtausend Personen in Seattle einige Zweifel. Dort lassen sich nämlich vor allem jene Senioren gegen Grippe impfen, die sich bester Gesundheit erfreuen. Kein Wunder also, dass weniger von ihnen sterben, und zwar schon bevor die Grippe-Saison begonnen hat. Wir wirksam die Grippe-Impfung ist, muss jetzt wohl neu beurteilt werden.  [1309]
Quelle: Int J Epidemiology  2006;35:337
 
Vorsorge durch Tamiflu ist problematisch
22. April 2006 - Zwar ist Tamiflu besser als andere Mittel geeignet, bei einer Grippe-Pandemie neue Erkrankungen zu verhindern. Doch mit einem großen Nachteil: Von allen Mitteln macht Tamiflu das Virus am schnellsten resistent. Das haben Forscher der ETH Zürich in einem Modell berechnet.  [1289]
Quelle: Science  2006;312:389
 
Grippe-Viren werden resistent
27. Februar 2006 - In den USA empfehlen führende Spezialisten, Medikamente vom Typ Adamantan nicht mehr zur Behandlung und Vorbeugung gegen Grippe einzusetzen. Diese Medikamente waren bisher erste Wahl. Doch immer mehr Grippe-Viren sind gegen diese Medikamente unempfindlich geworden. Das bedeutet im Fall einer Pandemie eine große Gefahr. Durch das Aussetzen der breiten Behandlung hofft man, auf lange Sicht die Wirkung der Medikamente retten zu können.  [1249]
Quelle: JAMA  2006;295:891
 
Grippeviren werden resistent
03. Oktober 2005 - Experten schlagen Alarm: Vor zehn Jahren waren erst 0,4 Prozent der Grippeviren resistent gegen Medikamente vom Typ Adamantan, heute sind es schon 12,3 Prozent. Die meisten der resistenten Viren stammen aus Asien.  [1144]
Quelle: Lancet  2005;366:1175
 
Krebs: Vorsicht Grippe!
25. August 2005 - Krebspatienten sind anfälliger für Grippe als Personen ohne Krebs: Etwa 9 Prozent der Krebspatienten mit Grippe sterben an der Infektion, und ein Drittel braucht Spitalpflege. Krebspatienten sollten sich deshalb unbedingt gegen Grippe impfen lassen.  [1117]
Quelle: Cancer  2005;104:618
 
Weniger Hirnschläge nach Grippe-Impfung
01. August 2005 - Von Senioren, die gegen Grippe geimpft sind, erleiden im Durchschnitt nur etwa halb so viele einen Hirnschlag wie gleichaltrige, die nicht geimpft sind. Der Schutz erstreckt sich vor allem über die Wintermonate, und er wirkt nur gegen den Hirnschlag durch verstopfte Gefäße. In Grippeperioden nehmen die Fälle von Hirnschlag in der Regel markant zu. Wie genau der Zusammenhang zwischen den beiden Krankheiten zu Stande kommt, bleibt aber unklar.  [1099]
Quelle: Stroke  2005;36:1501
 
Vogelgrippe: Ansteckung von Mensch zu Mensch
31. Januar 2005 - Nicht alle Menschen, die an Vogelgrippe erkranken und sterben, haben Kontakt zu Geflügel. Eine Studie in Thailand hat jetzt die direkte Übertragung von Mensch zu Mensch nachgewiesen. [969]
Quelle: N Engl J Medicine  2005;352:333
 
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