Gluten: Archiv

Archiv zu Gluten, 1.1.2002 bis 1.7.2013

Glutenfreie Ernährung meist überflüssig

Nur Menschen mit der seltenen Darmkrankheit Zöliakie müssen sich glutenfrei ernähren. Ob es darüber hinaus auch andere Formen von Gluten-Unverträglichkeit gibt, ist wissenschaftlich nicht belegt. Glutenfreie Produkte sind zwar teurer, aber nicht gesünder und schmecken auch meist weniger gut als andere. Neuerdings vermuten man, dass nicht Gluten, sondern Proteine in modernen Hochleistungs-Weizensorten zu mehr Unverträglichkeiten geführt haben. [3360]

1. Juli 2013  –  Spiegel

Unnötige Angst vor Gluten

Auf jede Person mit Zöliakie, die auf eine glutenfreie Diät angewiesen ist, kommt eine, die sich ebenfalls glutenfrei ernährt, obwohl das nicht nötig wäre. Das zeigen Untersuchungen in den USA. Bei ständigem Bauchweh, Durchfall und Gewichtsverlust geht man besser zum Arzt statt sich selber eine glutenfreie Diät zu verschreiben. [3172]

11. September 2012  –  UPI Health News

Gluten: Beschwerden durch Einbildung?

Nicht alle Menschen, die glauben, kein Gluten zu vertragen, leiden an einer Zöliakie. Diese Darmkrankheit schädigt die Schleimhaut im Dünndarm und verändert das Blutbild. Fehlen diese Befunde, dann könnte die Krankheit auf Einbildung beruhen, warnen jetzt italienische Forscher. Eine solche Wirkung ist als Nocebo-Effekt bekannt: Allein das Essen von Nahrung, die man für unverträglich hält, kann Verdauungsbeschwerden erzeugen. Die Angst vor Gluten hat sich in den letzten Jahren stark verbreitet, vor allem über das Internet. [3053]

27. Februar 2012  –  Ärztezeitung

Zöliakie: Verträgliche Weizensorten züchten

Die Darmkrankheit Zöliakie wird verursacht durch eine Allergie auf den Kleber (Gluten), der im Weizen vorhanden ist. Deshalb müssen die Patienten ein Leben lang eine glutenfreie Diät halten. Nun haben Forscher gefunden, dass es Weizensorten mit günstigen Genen gibt, aus denen man durch gezielte Züchtung Sorten hervorbringen könnte, die auch für Menschen mit Zöliakie verträglich sind. Ob die Agroindustrie diesen Vorschlag aufgreifen wird, bleibt abzuwarten. [1140]

27. September 2005  –  Gastroenterology 2005;129:797

Baby: Getreidebrei erst ab dem vierten Monat

Wer seinem Baby schon in den ersten drei Monaten des Lebens Weizen, Gerste oder Roggen gibt, macht es anfällig auf Allergie gegen Gluten (Kleber) mit ernsten Problemen der Verdauung (Zöliakie). Ideal ist der erste Brei zwischen dem vierten und dem sechsten Monat. Bei einem späteren Erstkontakt steigt das Risiko wieder. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über tausend Babys in Denver. [1049]

23. Mai 2005  –  JAMA 2005;293:2343

Stillen senkt Risiko für Zöliakie

Zöliakie ist eine Allergie auf Gluten, einen Bestandteil des Weizens. Falls die Mutter das Baby noch stillt, wenn es seinen ersten Weizenbrei bekommt, sinkt das Risiko dieser Allergie auf die Hälfte. [126]

10. Mai 2002  –  Am J Clin Nutrition 2002;75:914

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