Gesundheitstelegramm | Gesicht
Gesundheitsklima beeinflusst Partnerwahl
17. März 2010 - In Ländern mit niedriger Lebenserwartung, hoher Kindersterblichkeit und weit verbreiteten ansteckenden Krankheiten wirken Männer mit sehr männlichen Gesichtszügen für Frauen besonders attraktiv. Das zeigt eine Studie mit über viertausend Frauen aus 30 Ländern, denen digital auf maskulin oder metrosexuell getrimmte Fotos von Männern zum Bewerten vorgelegt worden sind. Harte, maskuline Züge gelten als uraltes Signal für gute Gene, die den Nachwuchs überlebensfähiger machen. Doch in Ländern mit hohem Entwicklungsstand sind Frauen eher an Männern mit weicheren Gesichtszügen interessiert, die Bereitschaft für Ehrlichkeit und stabile Beziehungen signalisieren. [2480]
Quelle: Die Zeit
Psychiater: Medien fördern Essstörungen
24. Februar 2010 - Immer mehr Menschen, besonders Frauen, leiden an Essstörungen wie Magersucht und Bulimie. Daran sind zum grossen Teil die Medien schuld, klagen britische Psychiater: Digital nachbearbeitete Fotos von untergewichtigen Models, Klatsch über Prominente mit Gewichtsproblemen und heroische Abspeckkuren würden das allgemein akzeptierte Normbild des menschlichen Körpers verzerren und die Menschen angesichts unrealer Perfektion immer unzufriedener mit sich selbst machen. [2436]
Quelle: Medical News Today
Mona Lisa mit zu hohem Cholesterinspiegel?
08. Januar 2010 - Davon ist Dr. Vito Franco von der Uni Palermo überzeugt. Der pathologische Anatom hat der Schönen mit dem geheimnisvollen Lächeln genau ins Gesicht geschaut: Unter ihrer Haut zeichnen sich, eindeutig für ihn, bestimmte Fettstrukturen ab, die typisch für einen hohen Cholesterinspiegel sein sollen. Ob er nun recht hat oder nicht, sicher ist nur, dass Leonardo da Vinci ein Meisterwerk gelungen ist. Dass es dereinst zum anatomischen Lehrstück erklärt werden würde, hat sich Leonardo, selbst Anatom, wohl nicht träumen lassen. [2271]
Quelle: BBC
Wie wir Gesichter erkennen
02. Oktober 2009 - Wir erkennen, auch in einer Menge, ein vertrautes Gesicht sofort. Diese Leistung ist möglich, weil das Hirn etwa hundert verschiedene Merkmale eines menschlichen Gesichts blitzschnell in zwei Klassen einteilt: gewöhnlich und aussergewöhnlich. Gewöhnliche Merkmale blendet das Hirn aus, d.h. solche, die etwa neunzig Prozent der bekannten Personen gemeinsam haben. Dieser Mechanismus versagt in fremden Ländern, wo alle Menschen «aussergewöhnlich» aussehen. Deshalb sehen für Europäer zunächst alle Chinesen gleich aus. Jeder Mensch besitzt im Durchschnitt zehn Merkmale, die ihn aus dem Durchschnitt herausheben. Es sind jene, die in Karikaturen kräftig übertrieben werden. [2138]
Quelle: PubMed
PMID: 19686762
Dicksein macht jünger
14. April 2009 - Ab einem Alter von vierzig bis fünfzig Jahren sehen Menschen mit einem vollen Gesicht jünger aus als solche mit einem mageren Gesicht. Bei jüngeren Menschen sehen umgekehrt die mageren jünger aus als die fülligen. Dies zeigt ein Vergleich der Fotos von fast zweihundert Paaren von eineiigen Zwillingen in den USA. [2079]
Quelle: PubMed
PMID: 19337100
Handbewegung schauen hilft gegen Demenz
03. April 2009 - Soziale Kontakte gelten als ein wichtiger Faktor, der bis zu einem gewissen Grad vor Demenz schützen und deren Fortschreiten bremsen kann. Sie aktivieren das Hirn auf vielfältige Weise. Ein überraschendes Detail hat man nun in Holland entdeckt: Menschen mit Alzheimer, die eine halbe Stunde pro Tag anderen Menschen dabei zuzuschauen, wie sie ihre Hände bewegen, können sich Gesichter von Menschen besser merken als Patienten, die eine halbe Stunde pro Tag Naturfilme anschauen. Man vermutet, dass das Anschauen von Handbewegungen bestimmte Nervenzellen aktiviert, so genannte Spiegelneurone. Diese befinden sich in Regionen des Hirns, die von Alzheimer besonders stark betroffen sind. [2076]
Quelle: PubMed
PMID: 19321984
Hormone steuern Sinn für Gefühle
27. März 2009 - Frauen gelingt es in der Regel besser als Männern, den Ausdruck von negativen Gefühlen wie Ärger, Furcht oder Trauer in einem Gesicht zu lesen. Zahlreiche Studien haben diesen Unterschied erforscht, doch die Ergebnisse sind zum Teil widersprüchlich. Nun kennt man den Grund: Die Treffsicherheit für das Lesen von Gefühlen ist in der ersten Phase des weiblichen Zyklus am höchsten. Mit dem nahenden Eisprung, wenn der Pegel des Hormons Östrogen ansteigt, verwischt sich der scharfe Blick für negative Emotionen und gleicht sich jenem der Männer an. Dies zeigt eine Studie an vierzig Frauen und zehn Männern in Brasilien. So sorgt Mutter Natur offenbar dafür, dass sich Frauen und Männer in der empfängnisbereiten Zeit besser vertragen. [2071]
Quelle: PubMed
PMID: 19297103
Um Eisprung herum macht nackter Mann mehr Freude
29. September 2008 - Wenn Frauen in der fruchtbaren Phase ihres Zyklus das Bild eines nackten Mannes sehen, reagieren sie deutlich positiver als dann, wenn keine Empfängnis möglich ist. Dies haben Versuche mit etwa dreissig Frauen an einem deutschen Institut für Sexforschung gezeigt. Sie bekamen Bilder mit nackten Männern und zum Vergleich mit Tieren zu sehen, und dabei wurden die Bewegungen ihrer Gesichtsmuskeln exakt vermessen. Nur bei Männern, nicht aber bei Tieren reagierten die Frauen im Lauf des Monatszyklus unterschiedlich auf die Bilder. [1948]
Quelle: PubMed
PMID: 18657540
Testosteron schärft weibliches Gedächtnis für Männer
19. September 2008 - Testosteron weckt nicht nur bei Männern, sondern auch bei Frauen sexuelles Interesse, wie ein Versuch an der Uni Nijmegen zeigt: Junge Frauen haben per Nasenspray das männliche Hormon oder eine unwirksame Substanz (Placebo) erhalten; danach absolvierten sie einen Test, in dem es darum ging, sich an Gesichter zu erinnern. Die mit Testosteron behandelten Frauen konnten sich danach männliche Gesichter deutlich besser merken als weibliche, während die mit Placebo behandelten sich besser an die weiblichen Gesicher erinnerten. [1942]
Quelle: PubMed
PMID: 18675364
Hirn-Scanner bestätigt Kindchenschema
07. März 2008 - Nach Konrad Lorenz reagieren Menschen instinktiv, das heisst sehr schnell und spontan, auf die typischen Proportionen eines kindlichen Gesichts und Körpers. Versuche mit einem Magnet-Encephalographen (MEG) haben dies nun bestätigt: Innerhalb einer siebtel Sekunde hat der Scanner an bestimmten Regionen des Hirns angesprochen, wenn die Personen das Gesicht eines unbekannten Babys anschauten, jedoch nicht bei einer unbekannten erwachsenen Person. Die Reaktion ist zu schnell, als dass sie mit einem bewussten Vorgang zu erklären wäre. [1819]
Quelle: PubMed
PMID: 18301742
Gefühle werden automatisch erkannt
22. Februar 2008 - Ob ein Gesicht Ärger, Verachtung, Abscheu, Verlegenheit, Furcht, Glück, Stolz, Trauer, Scham oder Überraschung ausdrückt, können gesunde Menschen in Bruchteilen von Sekunden erfassen. Dies gelingt auch bei Ablenkung durch eine geistige Aufgabe. Das Erkennen von Gefühlen wird nicht merklich besser, wenn die Versuchspersonen Zeit haben, über ihr Urteil nachzudenken und es zu begründen. Dies zeigen zwei Experimente am Institut für Psychologie der Universität von British Columbia. [1809]
Quelle: PubMed
PMID: 18266518
Raucher sehen schneller alt aus
07. August 2006 - Rauchen beschleunigt die Bildung von Falten im Gesicht. Das hängt von der Zahl der gerauchten Zigaretten, aber auch von der Veranlagung ab. Wer früh Falten bekommt, hat auch die größten Schäden an den Lungen zu beklagen. Dieser Zusammenhang ist einer britischen Studie entdeckt worden. [1390]
Quelle: Thorax
2006;61:568
Gesichtslähmung nach Grippe-Spray
28. Februar 2004 - Nach einer Grippeimpfung in Form eines Nasensprays sind in der Schweiz mindestens 68 Fälle von Gesichtslähmung aufgetreten. Das Risiko einer solchen Lähmung ist durch die Impfung mindestens um das 19-fache erhöht worden. Die Impfung ist nicht mehr auf dem Markt. [725]
Quelle: N Engl J Medicine
2004;350:896
Schizophrene lesen Gefühle falsch
16. Oktober 2003 - Sie empfinden einen neutralen Gesichtsausdruck öfter als negativ und einen freundlichen seltener als positiv. Das könnte erklären, warum sie oft scheinbar ohne Grund mit Angst oder Wut auf andere Menschen reagieren. [614]
Quelle: Am J Psychiatry
2003;160:1768
Hirnschlag: Jetzt kommen ihr alle bekannt vor
24. März 2003 - Eine Frau, der auch völlig unbekannte Gesichter bekannt vorkommen, ist an der Uni Genf untersucht worden. Ursache ist ein Infarkt, der eine bestimmte Stelle des Hirns zerstört hat. Häufiger ist der Fall, dass Menschen nach einem Hirnschlag ihre engsten Angehörigen nicht mehr erkennen. [425]
Quelle: Brain
2003;126:889
Baby-Raten: Bub oder Mädchen?
27. Dezember 2002 - Kann man das Geschlecht eines Neugeborenen am Gesicht erkennen? Erwachsene tippen nur in 55 % der Fälle richtig. Das zeigt ein Test mit fünfzig Erwachsenen, die Fotos von zwanzig Babys beurteilen mussten. [344]
Quelle: British Medical Journal
2002;325:1446





