
News zu Gelenk
Pille gegen Magensäure schwächt Knochen
Medikamente, die im Magen die Bildung von Säure hemmen, können bei Frauen das Risiko für Knochenbrüche am Hüftgelenk um etwa ein Drittel steigern. Das zeigt eine Studie mit achtzigtausend Frauen ab den Wechseljahren. Sie hatten die Medikamente jahrelang genommen. Wie stark Männer von einer schnelleren Osteoporose betroffen sind, ist bisher nicht untersucht worden. Die Medikamente gegen Magensäure, Protonenpumpenhemmer, kenntlich an der Endung -prazol des Präparatnamens, werden meist gegen Sodbrennen, sauren Reflux und Magengeschwüre verschrieben. Sie sind teilweise auch rezeptfrei erhältlich. [3035]
1. Februar 2012 – Telegraph
Sportschuhe: Dünnere Sohlen besser
Das Zeitalter der dicken Sohlen und gestützten Gelenke bei Joggingschuhen ist vorbei. Neue Studien zeigen, dass sie nicht vor Verletzungen schützen. Moderne Schuhe imitieren das natürliche Barfusslaufen auf weichen Unterlagen. Der Wechsel sollte jedoch schrittweise erfolgen - sonst droht Überlastung der verkümmerten Fussmuskeln. [2992]
1. Dezember 2011 – Ärztezeitung
Übergewicht schützt vor Knochenbruch
Je schlanker Frauen nach der Menopause sind, desto öfter brechen sie den Schenkelhals am Hüftgelenk. Das zeigen Statistiken bei gegen einer Million Frauen in Grossbritannien und Australien. Belastet durch das höhere Gewicht verstärken sich die Knochen und brechen dadurch weniger. Bei Stürzen federn Fettpolster den Aufprall ab. Auch Sport belastet die Knochen und bremst so deren Abbau. [2932]
31. August 2011 – Ärztezeitung
Knie: Weniger Arthritis dank Sport
Egal ob Jogging, Radfahren oder Wandern - Bewegung hält das Knie gesund. Die Knorpel in den Gelenken bleiben kräftiger und sind weniger anfällig für Arthritis. Zu diesem Schluss kommt die Analyse mehrerer aktueller Studien am amerikanischen College für Sportmedizin. Zwar bilden sich unter sportlicher Belastung mehr Auswüchse von Knochen (Osteophyten). Doch diese schaden nicht, solange der Knorpel gesund bleibt. [2819]
2. März 2011 – Medical News Today
Entzündungen in den Gelenken sind die Ursache für rheumatische Schmerzen. Daneben droht die Gefahr, dass sich die Entzündungen auch in die Blutgefässe ausbreiten, dort die Innenwände der Arterien schädigen und so die Verkalkung fördern. Besonders gefährdet sind die Herzkranzgefässe, was zum Herzinfarkt führen kann, und die Arterien, die das Gehirn versorgen, was einen Schlaganfall fördert. Deshalb empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie, Gelenkbeschwerden früh zu behandeln. Das lindert Beschwerden, schützt aber auch den Kreislauf. [2710]
14. September 2010 – Welt
Hoffnung bei Arthrose: Knorpel züchten am Schienbein
Abgenützter Knorpel in Gelenken wächst nie mehr nach; die Folge ist schmerzhafte Arthrose. Zwar kann man im Labor Knorpel züchten und ins Gelenk verpflanzen, doch das ist teuer und bringt nur wenig Erfolg. Jetzt haben Forscher in Deutschland und Holland eine bessere Methode gefunden: Sie züchten Knorpel am Schienbein, indem sie ein besonderes Gel unter die Knochenhaut spritzen. Das regt den Knochen zur Bildung von Knorpelzellen an, die man später in das beschädigte Gelenk verpflanzen kann. [2706]
8. September 2010 – Welt
Neue Theorie: Arthrose kein Verschleiss der Gelenke
Arthrose sei kein altersbedingter Verschleiss der Knorpel an den Gelenken, sondern eine chronische Krankheit ähnlich wie Diabetes, die schon in jungen Jahren auftreten könne. Das sagt Henning Madry, Professor für Orthopädie an der Universität des Saarlandes. Er weist darauf hin, dass viele Hochbetagte keine Anzeichen von Arthrose zeigen, hingegen viele junge Menschen davon betroffen sind. [2658]
5. Juli 2010 – Welt
Frauen: Skibindung lockerer einstellen
Frauen verletzen sich auf der Skipiste doppelt so häufig am Knie als Männer, ihr vorderes Kreuzband reisst gar dreimal so oft. Sportwissenschaftler der Uni Innsbruck empfehlen deshalb Frauen, ihre Bindung weniger stramm einzustellen. Vor der Abfahrt sollten sich alle Skifahrer gut aufwärmen. Dies gelte ganz besonders für die Skifahrerinnen, da ihre Gelenke empfindlicher auf Kälte reagieren. [2338]
25. Januar 2010 – Medical Tribune
Sex macht Spass und ist gesund, doch die klassische Missionarsstellung belastet die Handgelenke des Mannes - oft zu stark, wie britische Experten behaupten. Seit Viagra auf dem Markt sei, hätten ältere Männer wieder mehr Sex. Dies und nicht etwa das viele Arbeiten am Computer sei der Grund für die Zunahme des Karpaltunnel-Syndroms: Schmerz und Taubheit in den Fingern, verursacht durch gequetschte Nerven. [2328]
22. Januar 2010 – Fox News
Laufschuhe belasten Gelenke mehr als Barfusslaufen
Schlechte Noten für die Hersteller teurer moderner Joggingschuhe: Sie belasten die Hüfte durchschnittlich um 54 Prozent stärker, die Knie um 36 Prozent stärker als das Laufen ohne Schuhe. Einzig die Füsse profitieren von der Stütze und der Stossdämpfung. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an jungen gesunden Sportlern an der Uni von Virginia. Als schädlich erweist sich vor allem eine dicke Sohle an den Fersen. Wer seine Gelenke schonen will, sollte beim Kauf auf eine möglichst geringe Fersenhöhe achten. [2260]
6. Januar 2010 – Spiegel
Gute Zahnpflege nützt auch den Gelenken
Wenn Bakterien das Zahnfleisch angreifen und die Zähne lockern, steigt auch das Risiko einer rheumatischen Arthritis. Umgekehrt leiden Rheumatiker bis zu siebenmal häufiger als andere an Paradontitis, einer Entzündung des Zahnhalteapparates. Über Ursachen und Wirkungen sind sich die Experten zwar noch nicht einig. Doch zwei Vermutungen sind recht plausibel. Zum einen scheiden Bakterien Enzyme aus, die die Gelenke angreifen können. Zum anderen lösen sie eine übermässige Reaktion des Immunsystems aus, die sich auch gegen das körpereigene Gewebe in den Gelenken richtet. Es lohnt sich also doppelt, die Zähne gut zu putzen. [2238]
28. Dezember 2009 – Ärztezeitung
Kontrollzwang schwächt Gedächtnis
Wer zwanghaft immer wieder kontrollieren muss, ob die Haustür wirklich geschlossen, das Licht im Keller gelöscht oder der Herd ausgeschaltet ist, verliert mit der Zeit das Vertrauen in sein Gedächtnis und schwächt es dadurch. Zu diesem Schluss kommt ein Laborversuch mit Freiwilligen in Schottland. Die Personen mussten sich die Lage von Buchstaben merken, wobei sie durch unpassende Fragen abgelenkt wurden. Bei jenen, die sich dadurch veranlasst sahen, ihre früheren Entscheide immer wieder nachzuprüfen, nahmen die Zweifel nicht ab, sondern zu. Diese Kontrollfreaks schnitten im Gedächtnistest deutlich schlechter ab als jene, die ihrem Gedächtnis vertrauten. [2088]
28. April 2009 – PubMed PMID: 19345339
Fördert Maser-Virus Arthritis?
Eine mögliche Spätfolge der Masern ist an der Harvard-Universität in Boston entdeckt worden: rheumatische Arthritis. Die Ursache dieser Krankheit ist seit langem unklar. Bei der Untersuchung von erkranktem Gewebe aus Kniegelenken, die ersetzt werden mussten, hat man nun des öfteren Masern-Viren gefunden. Sollte sich dieser Befund erhärten lassen, wäre er ein weiterer Grund, Kinder gegen Masern impfen zu lassen. [2066]
20. März 2009 – PubMed PMID: 19273454
Intensives Training auch mit Arthritis
Auch wer an rheumatischer Entzündung der Gelenke, also an Arthritis leidet, sollte sich so viel als möglich bewegen. Schonung ist nicht angesagt, im Gegenteil: Intensives Training stärkt die Muskeln, und starke Muskeln entlasten wiederum die Gelenke. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an siebzig Rheumatikern in Holland. Die sportlichen unter ihnen fühlten sich deutlich weniger behindert von der Arthritis als jene, die nur wenig oder gar keinen Sport trieben. Auch nach intensivem Sport waren keine stärkeren Schmerzen oder gar Schäden im Röntgenbild zu beobachten. [2060]
12. März 2009 – PubMed PMID: 19247575
Sport gut bei Arthritis im Knie
Wer an Schmerzen im Knie leidet, sollte seine Beine mässig, aber regelmässig trainieren, um die Muskeln zu stärken und so das schmerzende Gelenk zu stabilisieren und vor weiterem Verschleiss zu bewahren. Wichtig ist dabei, vorher mit dem Arzt zu sprechen und sich über die empfehlenswerten Sportarten beraten zu lassen. [1936]
11. September 2008 – PubMed PMID: 18686813
Gesunde Zähne, weniger Arthritis
Rheumatische Arthritis ist zwei- bis viermal häufiger bei Menschen, denen alle Zähne fehlen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über viertausend Amerikanern. Offenbar hängen Entzündungen an den Zähnen und in den Gelenken miteinander zusammen. [1760]
13. Dezember 2007 – PubMed PMID: 18050377
Was gut ist fürs Herz ist auch gut für die Knie
Bei regelmässiger, intensiver, aber nicht zu starker Belastung durch Jogging, flottes Walking, Radfahren, Aerobic, Krafttraining und andere sportliche Tätigkeiten nimmt der Knorpel der Kniegelenke an Dicke zu. Belastung führt also nicht, wie oft befürchtet, zu Verschleiss. Voraussetzung sind allerdings gesunde Knie ohne Beschwerden. Wer Schmerzen hat, sollte mit seinem Arzt klären, welche Sportarten für ihn in Frage kommen. [1714]
9. Oktober 2007 – PubMed PMID: 17907212
Messung kann Blutdruck in die Höhe treiben
Die klassische Methode, den Blutdruck zu messen, kann bei Patienten mit einem zu hohen Blutdruck das Ergebnis verfälschen: Das Aufpumpen der Manschette am Oberarm lässt bei ihnen den Blutdruck ansteigen. Eine Messung am Handgelenk liefert die genaueren Resultate. Das haben Tests mit drei verschiedenen Messmethoden am Universitätsspital von Lausanne gezeigt. [1710]
3. Oktober 2007 – PubMed PMID: 17890965
Krankes Herz, brüchige Knochen
Frauen, die an einer Herz- und Kreislaufkrankheit leiden, haben ein doppelt bis dreifach höheres Risiko für einen Bruch des Hüftgelenks. Das zeigt eine Studie an über dreitausend älteren Schwedinnen. [1614]
21. Mai 2007 – PubMed PMID: 17492247
Auch Silizium ist ein Spurenelement
Es taucht zwar auf keiner Liste der lebenswichtigen Minerale auf, doch ein Mangel an Silizium führt zu ernsten Beschwerden, vor allem an Knochen, Sehnen und Gelenken. Der Grund, warum Silizium so stiefmütterlich behandelt wird, liegt wohl darin, dass es nach Sauerstoff das zweithäufigste Element in der Natur ist. [1595]
24. April 2007 – PubMed PMID: 17435951
Blutfette können Rheuma fördern
Erhöhte Werte von Blutfetten und schädlichem Cholesterin sowie niedrige Werte des nützlichen HDL-Cholesterins fördern nicht nur Herz- und Kreislaufkrankheiten, sondern auch rheumatische Arthritis. Bei der Entzündung der Gelenke spielen das Fett im Blut offenbar eine wichtige Rolle. Das ist in Holland entdeckt worden, als man gefrorene Blutproben von Blutspendern nach Jahren wieder aufgetaut, analysiert und mit dem Zustand der Gelenke verglichen hat. [1540]
22. Februar 2007 – Ann Rheumatic Diseases 2007;66:184
Rheuma: Lebens-Uhr tickt schneller
Bei Patienten mit Arthritis (rheumatischer Gelenksentzündung) schreitet die Alterung der Zellen schneller voran als bei Menschen ohne Rheuma. Das hat sich in einer Untersuchung an über tausend Personen in England gezeigt. Die Alterung lässt sich an der Länge der Telomere, einer bestimmten Struktur der Zelle, ablesen. Man vermutet, dass Alterung und Rheuma zum Teil die gleichen Ursachen haben und dass freie Radikale und chronische Entzündungen eine Rolle spielen. [1464]
17. November 2006 – Ann Rheumatic Diseases 2006;65:1444
Verbindung zwischen Darm und Rheuma
Rheuma-Patienten spüren oft, wie ihre Krankheit besser oder schlimmer wird, je nachdem was sie gerade gegessen haben. Das ist nun in Schweden durch Labor-Untersuchungen an mehr als einem Dutzend Patienten erhärtet worden. Die Patienten sind oft auch gegen Nahrungsmittel allergisch entwickeln, was sich dann auch negativ auf die Gelenke auswirkt. [1428]
28. September 2006 – Gut 2006;55:1240
Schon lange bevor die Gelenke der Hand zu schmerzen beginnen, kann man eine beginnende Arthritis entdecken, indem man die Dichte der Knochen misst. Bei Patienten, die später an Arthritis leiden, ist sie in den Knochen der Hand deutlich verringert, nicht aber am Hüftgelenk oder an der Wirbelsäule. [1350]
22. Juni 2006 – Ann Rheumatic Diseases 2006;65:736
Mehr Rheumaknoten bei Rauchern
Rauchen ist erstens ein starker Risikofaktor für rheumatische Arthritis. Und zweitens verläuft die Krankheit bei Rauchern auch ungünstiger: Das Risiko, an schmerzhaften Schwellungen in den Gelenken (Rheumaknoten) zu leiden, ist um das Siebenfache erhöht. Keinen Einfluss auf den Verlauf von Rheuma hat der Konsum von rauchlosem Tabak. Das zeigt eine Studie an über zweihundert Patienten in Schweden. [1333]
5. Juni 2006 – Ann Rheumatic Diseases 2006;65:601
Zum Suchwort «gelenk» gibt es mehr als 25 Kurznachrichten. Mit einem zusätzlichen Suchwort können Sie die Zahl der Treffer eingrenzen.
Mehr News
Suche einschränken:
mehr als ein Suchwort eingeben.
Lebenserwartung
Wagen Sie einen Blick in Ihre Zukunft – rechnen Sie aus, wie lange Sie etwa noch zu leben haben …
Fitness
Kleines Fitness-1x1 für Training und Erholung. Selbsttest: Wie fit sind Sie? Fitnessfaktoren …
Zu dieser Sendung
Bandscheibenvorfall
Häufige Folgen sind Rückenschmerzen, die auch ins Bein ausstrahlen. Operation ist nur selten nötig. Meist können Medikamente helfen.
Mehr von Gesundheit TV
Wie kommt es zu der Fehlfunktion des Gehirns? Was kann man dagegen tun? Der Direktor des Schweizerischen Epilepsie-Zentrums gibt Auskunft.
Ton: Lautsprechersymbol klicken