Gesundheitstelegramm: Gehirn

News zu Gehirn

Jogging oder Hirnjogging gegen Alzheimer?

Zeit seines Lebens geistig aktiv und auch im vorgerückten Alter körperlich aktiv sein - dies ist offenbar das beste Rezept gegen Alzheimer. Dagegen ist Gehirnjogging, anders als körperliches Jogging, bei Personen mittleren Alters wirkungslos. Zu diesem Schluss kommt eine Studie mit über siebzig Senioren in den USA. Als Mass für das Alzheimer-Risiko diente die Menge an Amyloid, einem für Alzheimer typischen Eiweiss im Gehirn. [3029]

24. Januar 2012  –  Medpage Today

Lunge: Besser Kiffen statt Rauchen?

Jahrelanges regelmässiges Kiffen von Cannabis (Marihuana, Haschisch) schade der Lunge nicht - ganz im Gegensatz zum Rauchen von Tabak. Das will eine Studie mit über fünftausend jüngeren Personen in den USA herausgefunden haben. Ob der Rauch aus Haschisch harmloser sei als jener aus Tabak, ist damit aber nicht bewiesen: Kiffer konsumieren im Durchschnitt drei Joints pro Monat, Raucher dagegen dreihundert Zigaretten. Seit Paracelsus ist bekannt: Die Menge macht das Gift. Zudem steht Cannabis im Verdacht, dem Gehirn und der Verdauung zu schaden. [3021]

12. Januar 2012  –  Ärzteblatt

Die besten Nahrungsmittel gegen Stress

Putenfleisch, Geflügel, Thunfisch, Spinat und anderes Gemüse, Soja, Milch, Lachs und Eier enthalten viel Tryptophan, einen Bestandteil von beruhigenden Substanzen im Gehirn. Vollkornprodukte helfen dem Körper, das Tryptophan besser aufzunehmen. Walnüsse, Lachs und Sardinen enthalten Omega-3-Fette, wichtige Bausteine für Nerven. Diese benötigen auch das Spurenelement Zink, enthalten in Spinat, Lammfleisch und natürlich gehaltenem Rind. Kamillen- und andere Kräutertees beruhigen, entspannen und helfen beim Einschlafen. Die Tipps stammen vom amerikanischen Supermarktguru Phil Lempert. [3008]

22. Dezember 2011  –  UPI Health News

Brutalo-Spiele verändern das Gehirn

Ego-Shooter und andere Killerspiele am Computer können die Funktion bestimmter Zentren im Gehirn dauerhaft schwächen. Das zeigt eine Studie mit 28 jungen Männern an der Universität von Indianapolis. Betroffen sind Zentren im Stirnbereich, die für Kontrolle von Impulsen und Emotionen zuständig sind. Nicht-agressive Spiele wie Autorennen haben keine negativen Auswirkungen auf die Impulskontrolle. [2994]

5. Dezember 2011  –  Ärztezeitung

Fitness fürs Herz ist Fitness fürs Hirn

Sind Herz und Kreislauf bis ins hohe Alter gesund, bleibt auch das Gehirn länger fit. Das zeigt eine Studie mit über zwanzigtausend Senioren in den USA. Von den Risikofaktoren scheint sich vor allem hoher Blutdruck negativ auf die geistigen Fähigkeiten auszuwirken. Schützend wirkt dagegen eine gute Schulbildung. [2986]

22. November 2011  –  Ärztezeitung

Videospiele lassen Belohnungszentrum wachsen

Teenager, die viel Zeit mit Spielen am Computer verbringen, haben ein grösseres Belohnungszentrum als andere. Zu diesem Befund kommt eine Studie mit über hundertfünfzig Schulkindern in Berlin. Das Belohnungszentrum ist eine Region im Gehirn, die immer dann aktiv ist, wenn der Mensch Lust und Freude erlebt. Auch Suchtmittel wie Nikotin können das Belohnungszentrum aktivieren. [2983]

17. November 2011  –  UPI Health News

Neues Medikament gegen Alzheimer-Plaques

Ein Antikörper-Medikament aus einem Forschungslabor von Roche in Basel greift die für Alzheimer typischen Eiweiss-Plaques im Gehirn an und löst sie zum Teil auf. Ob sich damit auch die Demenz bessert, bleibt aber fraglich. Denn die Plaques sind vielleicht gar nicht die Ursache der Krankheit, sondern nur eine Begleiterscheinung. [2961]

17. Oktober 2011  –  Ärztezeitung

Kaffee gegen Alzheimer

Kaffee senkt das Risiko für Alzheimer, weil er die Zellen anregt, einen Wachstumsfaktor namens GCSF zu bilden. Dieser sorgt im Gehirn für die Bildung neuer Zellen und für die Entsorgung schädlicher Proteine. Koffein spielt bei diesem Schutz eine wichtige Rolle, wirkt aber nur zusammen mit anderen, noch unbekannten Substanzen im Kaffee. [2945]

21. September 2011  –  Ärztezeitung

Alzheimer zeigt sich früh im Auge

Schon lange bevor das Gedächtnis nachlässt, lagern sich in der Netzhaut und in der Hornhaut des Auges die typischen Eiweisse ab, die im Hirn zu Schäden führen. Im Auge lassen sich die Eiweisse viel besser erkennen als im Gehirn. Das soll künftig die Früherkennung von Alzheimer, aber auch von multipler Sklerose verbessern. [2943]

16. September 2011  –  Ärztezeitung

Ursache von ALS entdeckt

Eine gestörte Reparatur von Eiweissen im Gehirn und Rückenmark haben Forscher in den USA als Ursache der Nervenkrankheit ALS erkannt. Bei der Amyotrophen Lateralsklerose sterben Nerven ab, was danach Muskeln verkümmern lässt. Die Krankheit ist unheilbar. Nun hofft man auf Chancen, endlich Medikamente dagegen entwickeln zu können. [2928]

25. August 2011  –  Ärztezeitung

Bewegung schützt Gedächtnis von Senioren

Infektionen von Bakterien greifen auch Zellen im Gehirn an, besonders bei älteren Menschen. Junge Menschen haben eine wirksame Abwehr gegen diesen Angriff. Bewegung kann diese Abwehr auch bei Senioren verbessern. Das lassen Versuche an Ratten vermuten, deren Hirn ähnlich auf Infektionen reagiert wie das menschliche. [2921]

16. August 2011  –  Ärztezeitung

Alzheimer-Forschung gescheitert

Trotz jahrelanger Forschung mit zahlreichen Erkenntnissen über die Veränderungen im Gehirn hat man bei der Behandlung gegen die Krankheit Alzheimer noch keine Erfolge vorzuweisen. Immer mehr Experten bezweifeln, dass die Suche nach weiteren Details in der Chemie der Nervenzellen je zu einer wirksamen Behandlung führen wird. [2912]

22. Juli 2011  –  Süddeutsche Zeitung

Grosse Bissen machen schneller satt

Neue Erkenntnis der Ernährungsforschung: Mit grossen Gabeln und grossen Löffeln leert sich der Teller schneller als mit kleinen. Das Auge isst mit und meldet dem Gehirn, dass eine grosse Menge verzehrt worden sei. So stellt sich schneller ein Gefühl der Sattheit ein. Das zeigen Essversuche in Restaurants. [2908]

18. Juli 2011  –  Focus

Meditation stärkt Gehirn gegen Abbau

Meditation ist Training für das Gehirn. Sie stärkt die Nervenfasern in der weissen Hirnmasse, die die grauen Zellen miteinander verbinden, und wirkt so dem altersbedingten Abbau entgegen. Das haben Untersuchungen an der Universität von Kalifornien in Los Angeles gezeigt. Doch Menschen mit stark vernetzten Hirnzellen könnten sich mehr als andere zu Meditation hingezogen fühlen, wenden Skeptiker ein. [2907]

15. Juli 2011  –  UPI Health News

Kopfbälle harmlos für das Gehirn

Gedächtnis und Aufmerksamkeit der Fussballer bleiben auch nach intensivem Kopfballtraining voll erhalten. Das zeigt ein Test mit über neunzig Personen an der Universität Regensburg. Bei Männern bleiben Kopfbälle ganz ohne Folgen, bei Frauen verursachen sie aber öfter Kopfschmerzen. [2906]

14. Juli 2011  –  Welt

Zigaretten: Warum Schockbilder nicht wirken

Schockbilder von verrussten Lungen und ausfallenden Zähnen auf Zigarettenpackungen halten Raucher nicht vom Rauchen ab. Jetzt haben Forscher der Universität Bonn und der Berliner Charité einen Grund gefunden: Nikotin-Abstinenz schaltet bei süchtigen Rauchern das Angstzentrum im Gehirn aus. [2905]

13. Juli 2011  –  Ärzteblatt

Alzheimer: Frühtest, aber noch keine wirksame Behandlung

Schon zehn und mehr Jahre vor dem Ausbruch soll sich Alzheimer mit einem neuen Test nachweisen lassen. Dieser ist an der Universität Leipzig entwickelt worden. Er erkennt, ob sich das für Alzheimer typische Eiweiss Beta-Amyloid im Gehirn ablagert. Ob der neue Test nützt, ist fraglich, da es gegen Alzheimer noch immer kein wirksames Medikament gibt. [2887]

15. Juni 2011  –  Welt

Musik verbessert Lebensqualität im Alter

Wer von klein auf regelmässig ein Musikinstrument spielt, hat im Alter zwei Vorteile: Ein besseres Gedächtnis und eine bessere Fähigkeit, Sprache bei hohem Lärmpegel zu verstehen. Dies zeigen Tests mit je über einem Dutzend Musikern und Nichtmusikern in den USA. Dank Musik bleiben offenbar bestimmte Nervenzellen im Gehirn länger leistungsfähig. [2866]

13. Mai 2011  –  Spiegel

Passivrauchen fördert Nikotinsucht

Wer eine Stunde lang in einem verrauchten Auto sitzt, nimmt so viel Nikotin auf, dass dieses die Suchtzentren im Gehirn beeinflusst. Das zeigen Versuche mit über zwanzig jungen Erwachsenen in Los Angeles. Die Raucher unter den Versuchspersonen spürten nach dem Experiment einen stärkeren Drang, unbedingt eine Zigarette rauchen zu müssen. [2860]

5. Mai 2011  –  Ärzteblatt

Täglich ein Glas Wein gegen Demenz

Frauen, die täglich ein Glas Wein trinken, haben ein um ein Viertel geringeres Risiko, dement zu werden. Bei Männern reduziert sich dieses Risiko um 17 Prozent. Bier und Schnaps haben keine solche Wirkung. Besonders selten leiden mässige Weintrinker an vaskulärer Demenz, also jener Form, bei der das Gehirn zu wenig Blut bekommt. Das hat eine Studie an über dreissigtausend Angestellten eines amerikanischen Konzerns ergeben. [2856]

29. April 2011  –  Ärztezeitung

Gedächtnistraining bremst Alzheimer

In einem frühen Stadium von Alzheimer kann Gedächtnistraining oder Gehirnjogging neue, bisher ungenutzte graue Zellen aktivieren. So kann sich das Gedächtnis um ein Drittel verbessern. Dies kann das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen, wenn auch nicht ganz stoppen. Während gesunde Personen durch Gehirnjogging kaum besser werden, holen Personen mit leichter Demenz deutlich auf. Zu diesem Schluss kommt eine kanadische Studie mit dreissig Senioren. [2839]

1. April 2011  –  Ärzteblatt

Mehr graue Zellen nach Meditation

Meditation zum Abbau von Stress vermehrt die grauen Zellen in bestimmten Regionen des Gehirns. Das haben Messungen mittels Kernspin bei Teilnehmern von Meditationskursen in Boston gezeigt. Sie hatten die MBSR-Methode praktiziert - Mindfulness-Based Stress Reduction. Danach sind in Hirnregionen, die für Lernen und Gedächtnis wichtig sind, deutlich mehr graue Zellen zu finden. [2803]

2. Februar 2011  –  Ärzteblatt

Schwanger: Diät macht Baby dumm

Frauen, die in der Schwangerschaft aus Sorge um ihre Figur Diät halten, schaden der Hirnfunktion des Fetus. Dessen Gehirn entwickelt sich langsamer und bringt deshalb im späteren Leben weniger Leistung. Das schliessen Forscher aus Versuchen mit Pavianmüttern und ihren Jungen. Ähnlich wie die Gehirne von Pavianen entwickeln sich auch die des Menschen, was ähnliche Defizite erwarten lässt. [2800]

27. Januar 2011  –  Medizinauskunft

Lebenslang verliebt? Gibts wirklich!

Wer erzählt, er sei nach Jahren noch so verliebt in seine Partnerin wie am ersten Tag, hat oft ein Problem: All jene, die das nicht selbst erlebt haben, halten die Aussage für übertrieben, vielleicht sogar gelogen. Nun liefert die Forschung neue Fakten, die solche Zweifel zerstreuen helfen: Im Gehirn-Scanner zeichnen sich bei langjährig Verliebten sehr ähnliche Muster ab wie bei Frischverliebten. Über die Gefühle selbst und wie man sie am Leben erhält, lässt sich aus den Daten aber nichts herauslesen. [2792]

13. Januar 2011  –  Focus

Stress schadet dem Hirn

Stehen Nervenzellen im Gehirn unter Stress, brauchen sie ein bestimmtes Eiweiss auf, das die Zellen vor Stress schützt. Ist der Schutzstoff aufgebraucht, beginnt die Zerstörung der Hirnzellen. Diesen Mechanismus haben japanische Forscher entdeckt. Er zeigt möglicherweise eine Ursache von Alzheimer und anderen nervenzerstörenden Krankheiten auf. Auf der Ebene der Zellen bedeutet Stress nicht nur psychische Spannungen, sondern auch Belastung durch Schadstoffe in der Umwelt. [2771]

14. Dezember 2010  –  Ärzteblatt

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