
News zu Geburt
Schwangere schlafen besser seitlich
Die Rückenlage beim Schlafen ist in der fortgeschrittenen Schwangerschaft ungünstig: Der Bauch drückt auf die untere Hohlvene, die das Blut zum Herzen zurückführt. Dadurch sinken die Pumpleistung und der Blutdruck. Das Risiko einer Fehlgeburt nimmt zu. Das zeigt eine Studie in Neuseeland. [2890]
20. Juni 2011 – Ärztezeitung
Schwanger: Diät macht dicke Kinder
Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft eine kohlenhydratarme (Low Carb) Diät eingehalten haben, neigen im frühen Schulalter mehr als andere zu Übergewicht. Ihr Stoffwechsel wird schon vor der Geburt auf optimale Verwertung getrimmt, indem die entsprechenden Gene aktiver werden. Zwar lässt sich das später durch gesunde Ernährung wieder normalisieren. Doch in vielen Fällen wirken sich die schlechten Startbedingungen negativ auf das Gewicht aus. [2855]
28. April 2011 – Ärzteblatt
Passivrauchen schädigt Ungeborenes
Das Risiko von Totgeburt oder genetischen Schäden beim Baby steigt um 13 bis 23 Prozent, wenn der werdende Vater zu Hause bei seiner schwangeren Frau raucht. Das zeigt die Auswertung von 19 Studien. Schon zehn Zigaretten pro Tag wirken sich schädlich aus. Sie betreffen auch die Gesundheit der Spermien. Wer gesunden Nachwuchs will, tut also gut daran, rechtzeitig mit dem Rauchen aufzuhören. [2827]
16. März 2011 – Ärzteblatt
Stress in Schwangerschaft vergrössert Plazenta
Je mehr Stress eine schwangere Frau belastet, desto stärker wächst die Plazenta, die das ungeborene Baby mit Nährstoffen versorgt. Das zeigt eine dänisch-schweizerische Studie mit Daten aus über siebzigtausend Geburten. Offenbar sorgt so die Natur dafür, die Entwicklung im Mutterleib trotz ungünstiger Bedingungen zu schützen. [2790]
11. Januar 2011 – Scienceticker
Retortenbaby aus 20-jährigem Embryo
Aus einem Embryo, vor zwanzig Jahren tiefgefroren, ist ein Baby gezeugt worden; im vergangenen Mai ist es zur Welt gekommen - anscheinend gesund. Kein Embryo hat jemals zwischen Zeugung und Geburt länger warten müssen: Bisheriger Rekord war dreizehn Jahre. Ob das Baby auch auf längere Sicht gesund bleibt, wird sich zeigen müssen. Experten gehen aber davon aus, dass Embryonen in der Kälte nahe am absoluten Nullpunkt bis zu vierzig Jahre vital bleiben können. [2730]
12. Oktober 2010 – Daily Mail
Frauen empfinden mehr Schmerzen als Männer
Im Durchschnitt nehmen Frauen Schmerzen intensiver wahr als Männer. Das liegt an den Hormonen: Das männliche Hormon Testosteron dämpft die Schmerzreize. Das zeigt sich auch bei Geschlechtsumwandlungen: Frühere Frauen leiden als Männer weniger unter chronischen Schmerzen; bei Männern, die zu Frauen geworden sind, ist es genau umgekehrt. Die stärksten Schmerzen müssen jedoch Frauen bei der Geburt aushalten. Dann setzt der weibliche Körper Endorphine als natürliche Schmerzmittel frei. [2714]
20. September 2010 – Spiegel - SchulSpiegel
Gen-Schwemme Ursache von Alzheimer?
Hirnzellen, die statt dem normalen doppelten Satz von Chromosomen vier- oder gar sechsfache Kopien haben, sind schwächer und sterben schneller ab. Chromosomen sind die Träger der Gene. Auch bei gesunden Menschen sind sie manchmal überzählig. Bei Menschen mit Alzheimer sind sie jedoch mehr als doppelt so häufig wie bei Gesunden. Das haben Hirnforscher der Uni Leipzig entdeckt. Es bedeutet, dass Alzheimer eine zum Teil angeborene Krankheit ist. Die Zahl der Chromosomen in den Hirnzellen steht schon bei der Geburt fest und lässt sich später nicht mehr ändern. Die einzige Hoffnung besteht darin, die Veranlagung rechtzeitig zu erkennen und Wege zu finden, die Zellen besser vor dem Absterben zu schützen. [2674]
27. Juli 2010 – Spiegel
24-Wochen-Fötus spürt keinen Schmerz
Ein ungeborenes Baby im Mutterleib kann bis zum Alter von 24 Wochen keine Schmerzen spüren und kein Bewusstsein haben. Zu diesem Schluss kommt ein Team von Experten am Royal College für Geburtshilfe und Gynäkologie in London. Deren Untersuchungen zeigen, dass die Nervenverbindungen im Hirn des Fötus, die für ein Schmerzempfinden nötig wären, sich noch nicht voll ausgebildet haben. Für Operationen im Mutterleib ist deshalb keine Anästhesie am Fötus nötig. Es bedeutet auch, dass der Fötus bei einer Abtreibung nicht leiden muss. [2653]
28. Juni 2010 – Telegraph
Herzmuskel: Reparatur mit Zellen aus Fruchtblase?
Aus Stammzellen der Fruchtblase haben japanische Forscher Herzmuskelzellen gezüchtet, die sich eignen könnten, nach einem Herzinfarkt die zerstörten Stellen des Herzmuskels zu reparieren. Die gezüchteten Zellen werden vom Körper nicht abgestossen. Bei Mäusen funktioniert das schon recht gut. Doch bis zum klinischen Einsatz bei menschlichen Patienten ist noch ein weiter Weg. Die Fruchtblase ist ein Teil der Plazenta, die nach der Geburt meist weggeworfen wird. [2630]
2. Juni 2010 – Ärzteblatt
Auch Männer haben den Baby-Blues
Postnatale Depression, das Stimmungstief nach der Geburt, kommt nicht nur bei Müttern vor: Bis zu zehn Prozent der Väter können davon betroffen sein. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über zwanzigtausend Männern in den USA. In den ersten drei Monaten nach der Geburt überwiegt meist die Freude. Vom dritten bis zum sechsten Monat steigt die Depressionsrate bei den Vätern auf ein Maximum und fällt danach wieder ab. [2602]
20. Mai 2010 – Süddeutsche Zeitung
Eine kleine Dosis des Hormons Oxytocin, per Nasenspray verabreicht, vermag Männer ebenso einfühlsam zu machen wie Frauen. Das zeigt ein Experiment an der Uni Bonn. Oxytocin, auch als Kuschelhormon bekannt, fördert die Bindung zwischen Partnern, steigert die Lust beim Sex, löst aber bei Frauen auch Geburtswehen aus. [2562]
30. April 2010 – Die Zeit
Die natürliche Müllabfuhr des Immunsystems
Antikörper bildet das Immunsystem nicht nur gegen Viren, Bakterien und andere gefährliche Eindringlinge von aussen. Von Geburt an produziert es auch die natürlichen Antikörper (NAK). Diese spüren im Körper alles auf, was verschlissen ist und daher entsorgt werden muss. Mangel an Bewegung und ungesunde Ernährung fördern den Verschleiss, was die NAK überfordert. Die NAK-Forschung hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen: Man hofft, auf dieser Grundlage bessere Medikamente gegen Krebs und Alzheimer entwickeln zu können. [2483]
18. März 2010 – NZZ
Känguruh-Methode kann «tote» Babys retten
In Südamerika, Afrika, Indien und Pakistan sind Totgeburten dank einer einfachen, aber wirksamen Methode um ein Drittel zurückgegangen: Das vermeintlich tote Baby wird auf den Bauch der Mutter gelegt, wo es Wärme bekommt und den Herzschlag der Mutter spürt. Zusätzlich weckt sanfte Massage am Rücken und an den Fusssohlen die Lebensgeister. Diese «Känguruh-Methode» hat sich auch im Westen bewährt, vor allem nach Frühgeburten. [2431]
22. Februar 2010 – Ärzteblatt
Gen-Test ermittelt Risiko für Frühgeburt
Das Gen IL6R steuert bestimmte Substanzen, mit denen das Immunsystem Infektionen bekämpft. Kommt dieses Gen bei Mutter und Fötus in ungünstigen Varianten vor, verdoppelt sich das Risiko für eine Frühgeburt. Jedes Jahr kommen weltweit etwa 13 Millionen Babys zu früh zur Welt. Viele haben ein Leben lang Probleme mit der Gesundheit. Allerdings ist auch der Gen-Test bei Ungeborenen nicht ohne Risiko: In einem von hundert Fällen löst er eine Fehlgeburt aus. [2381]
5. Februar 2010 – Spiegel
Retortenbabys neigen später zu Übergewicht und Diabetes
Babys aus einer Zeugung im Reagenzglas neigen dazu, besonders leicht auf die Welt zu kommen und an allerlei Geburtsgebrechen zu leiden. Nun hat man einen wichtigen Grund dafür gefunden: Die Gene, selbst wenn sie die Fortpflanzung unbeschadet überstanden haben, arbeiten nicht richtig. Schuld daran ist offenbar die veränderte Umgebung der Zellen im Reagenzglas. Dies zeigt eine neue Studie der Temple Uni in Philadelphia. Die Forscher befürchten, dass diese Schäden an die Nachkommen übergehen, falls die Retortenbabys später einmal selbst Kinder bekommen. [2284]
12. Januar 2010 – Telegraph
Kinder im Rauch werden zappelig
Kinder, die passiv dem Rauch von Tabak ausgesetzt sind, werden im Schulalter eher hyperaktiv und haben mehr Mühe, sich zu konzentrieren. Dieses Risiko ist um das Doppelte erhöht, wenn die Mutter schon als Schwangere geraucht hat und wenn die Eltern zu Hause rauchen. Kinder, die erst nach der Geburt dem Passivrauchen ausgesetzt sind, haben noch immer ein um ein Drittel erhöhtes Risiko. [2162]
4. Dezember 2009 – Süddeutsche Zeitung
Mehrfach ungesättigte Fette in der Muttermilch
Nach der Geburt enthält die Muttermilch besonders viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren wie DHA und Arachidonsäure. Diese spielen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des kindlichen Nervensystems. Im Lauf der Stillzeit nimmt ihr Gehalt ständig ab, vor allem wenn die Mutter zu wenig von den gesunden Fetten mit der Nahrung aufnimmt. Eine gute Quelle ist fetter Fisch. Auch Ergänzungspräparate können in solchen Fällen nützlich sein. [2016]
9. Januar 2009 – PubMed PMID: 19118992
Zu leichte Babys vertragen später Salz schlechter
Das Essen von stark gesalzenen Speisen lässt den Blutdruck steigen. Bei Kindern im Alter von neun bis dreizehn Jahren ist dies stärker der Fall, wenn sie bei der Geburt leichter als zweieinhalb Kilos wogen. Ursache dafür sind offenbar die kleineren Nieren, die es weniger gut schaffen, den Blutdruck stabil zu halten. [1958]
13. Oktober 2008 – PubMed PMID: 18695145
Sport auch in der Schwangerschaft gesund
Sowohl die Mutter als auch das werdende Kind profitieren von massvollem Sport in der Schwangerschaft: Das Risiko von Komplikationen bei der Geburt wird kleiner, und die bessere Fitness wird der Mutter helfen, die Anstrengungen der Geburt besser zu verkraften. Zu diesem Schluss kommt eine Auswertung zahlreicher Studien. [1867]
16. Mai 2008 – PubMed PMID: 18463475
Passivraucherinnen stillen weniger
Frauen, die in der Schwangerschaft passiv dem Rauch von Tabak ausgesetzt sind, stillen ihr Baby in den ersten sechs Monaten nach der Geburt deutlich weniger als Frauen, die in rauchfreier Umgebung leben. Das zeigt eine Studie an über vierhundert nicht rauchenden Polinnen. [1821]
11. März 2008 – PubMed PMID: 18317783
Rauchen schädigt Babys Wachstum
Bei jedem siebten Baby, das in Spanien zu leicht auf die Welt kommt, ist das Rauchen der Mutter die Ursache. Dies ergibt sich aus einer Untersuchung von über dreizehntausend Geburten. [1752]
3. Dezember 2007 – PubMed PMID: 18035476
Schwangerschaft: Der Fetus braucht Cholesterin
Sinkt das Cholesterin bei schwangeren Frauen auf zu tiefe Werte, steigt das Risiko für Frühgeburten und andere Komplikationen beim Baby, selbst wenn die Mutter gesund ist. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über tausend Schwangeren in den USA. [1721]
18. Oktober 2007 – PubMed PMID: 17908758
Leistung der Lunge entscheidet sich im Mutterleib
Die Lungen von Babys, die zu früh, aber sonst gesund zur Welt kommen, sind weniger weit entwickelt als bei einer Geburt zum Termin. Dieser Nachteil bleibt auch in den ersten beiden Jahren des Lebens bestehen, da die Lunge den Rückstand im Wachstum nicht mehr aufholen kann. Zu diesem Schluss kommt eine Studie in Brasilien. [1706]
27. September 2007 – PubMed PMID: 17885265
Mütter, die ein Baby mit einem gesunden Gewicht zur Welt bringen, haben auch die besten Chancen, von einem Herzinfarkt verschont zu bleiben. Etwa doppelt so gross ist das Risiko für Mütter, deren Baby bei der Geburt leichter als 2500 Gramm oder schwerer als vier Kilogramm wiegt. Zu diesem Befund kommt eine israelische Studie an über dreissigtausend Müttern. [1700]
19. September 2007 – PubMed PMID: 17855119
Schwanger Rauchen erhöht Risiko für Frühgeburt
Noch immer raucht in Europa jede vierte bis fünfte schwangere Frau. Sie riskiert damit, dass ihr Kind sich schlechter entwickelt und zu früh auf die Welt kommt. Zu diesem Schluss kommt eine grosse Studie an über neuntausend Frauen in zehn Ländern. [1691]
6. September 2007 – PubMed PMID: 17726581
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