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Gesundheitstelegramm | Geburt

Die natürliche Müllabfuhr des Immunsystems
18. März 2010 - Antikörper bildet das Immunsystem nicht nur gegen Viren, Bakterien und andere gefährliche Eindringlinge von aussen. Von Geburt an produziert es auch die natürlichen Antikörper (NAK). Diese spüren im Körper alles auf, was verschlissen ist und daher entsorgt werden muss. Mangel an Bewegung und ungesunde Ernährung fördern den Verschleiss, was die NAK überfordert. Die NAK-Forschung hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen: Man hofft, auf dieser Grundlage bessere Medikamente gegen Krebs und Alzheimer entwickeln zu können.  [2483]
Quelle: NZZ  
 
Känguruh-Methode kann «tote» Babys retten
22. Februar 2010 - In Südamerika, Afrika, Indien und Pakistan sind Totgeburten dank einer einfachen, aber wirksamen Methode um ein Drittel zurückgegangen: Das vermeintlich tote Baby wird auf den Bauch der Mutter gelegt, wo es Wärme bekommt und den Herzschlag der Mutter spürt. Zusätzlich weckt sanfte Massage am Rücken und an den Fusssohlen die Lebensgeister. Diese «Känguruh-Methode» hat sich auch im Westen bewährt, vor allem nach Frühgeburten.  [2431]
Quelle: Ärzteblatt  
 
Gen-Test ermittelt Risiko für Frühgeburt
05. Februar 2010 - Das Gen IL6R steuert bestimmte Substanzen, mit denen das Immunsystem Infektionen bekämpft. Kommt dieses Gen bei Mutter und Fötus in ungünstigen Varianten vor, verdoppelt sich das Risiko für eine Frühgeburt. Jedes Jahr kommen weltweit etwa 13 Millionen Babys zu früh zur Welt. Viele haben ein Leben lang Probleme mit der Gesundheit. Allerdings ist auch der Gen-Test bei Ungeborenen nicht ohne Risiko: In einem von hundert Fällen löst er eine Fehlgeburt aus.  [2381]
Quelle: Spiegel  
 
Retortenbabys neigen später zu Übergewicht und Diabetes
12. Januar 2010 - Babys aus einer Zeugung im Reagenzglas neigen dazu, besonders leicht auf die Welt zu kommen und an allerlei Geburtsgebrechen zu leiden. Nun hat man einen wichtigen Grund dafür gefunden: Die Gene, selbst wenn sie die Fortpflanzung unbeschadet überstanden haben, arbeiten nicht richtig. Schuld daran ist offenbar die veränderte Umgebung der Zellen im Reagenzglas. Dies zeigt eine neue Studie der Temple Uni in Philadelphia. Die Forscher befürchten, dass diese Schäden an die Nachkommen übergehen, falls die Retortenbabys später einmal selbst Kinder bekommen.  [2284]
Quelle: Telegraph  
 
Kinder im Rauch werden zappelig
04. Dezember 2009 - Kinder, die passiv dem Rauch von Tabak ausgesetzt sind, werden im Schulalter eher hyperaktiv und haben mehr Mühe, sich zu konzentrieren. Dieses Risiko ist um das Doppelte erhöht, wenn die Mutter schon als Schwangere geraucht hat und wenn die Eltern zu Hause rauchen. Kinder, die erst nach der Geburt dem Passivrauchen ausgesetzt sind, haben noch immer ein um ein Drittel erhöhtes Risiko.  [2162]
Quelle: Süddeutsche Zeitung  
 
Mehrfach ungesättigte Fette in der Muttermilch
09. Januar 2009 - Nach der Geburt enthält die Muttermilch besonders viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren wie DHA und Arachidonsäure. Diese spielen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des kindlichen Nervensystems. Im Lauf der Stillzeit nimmt ihr Gehalt ständig ab, vor allem wenn die Mutter zu wenig von den gesunden Fetten mit der Nahrung aufnimmt. Eine gute Quelle ist fetter Fisch. Auch Ergänzungspräparate können in solchen Fällen nützlich sein.  [2016]
Quelle: PubMed  PMID: 19118992
 
Zu leichte Babys vertragen später Salz schlechter
13. Oktober 2008 - Das Essen von stark gesalzenen Speisen lässt den Blutdruck steigen. Bei Kindern im Alter von neun bis dreizehn Jahren ist dies stärker der Fall, wenn sie bei der Geburt leichter als zweieinhalb Kilos wogen. Ursache dafür sind offenbar die kleineren Nieren, die es weniger gut schaffen, den Blutdruck stabil zu halten.  [1958]
Quelle: PubMed  PMID: 18695145
 
Sport auch in der Schwangerschaft gesund
16. Mai 2008 - Sowohl die Mutter als auch das werdende Kind profitieren von massvollem Sport in der Schwangerschaft: Das Risiko von Komplikationen bei der Geburt wird kleiner, und die bessere Fitness wird der Mutter helfen, die Anstrengungen der Geburt besser zu verkraften. Zu diesem Schluss kommt eine Auswertung zahlreicher Studien.  [1867]
Quelle: PubMed  PMID: 18463475
 
Passivraucherinnen stillen weniger
11. März 2008 - Frauen, die in der Schwangerschaft passiv dem Rauch von Tabak ausgesetzt sind, stillen ihr Baby in den ersten sechs Monaten nach der Geburt deutlich weniger als Frauen, die in rauchfreier Umgebung leben. Das zeigt eine Studie an über vierhundert nicht rauchenden Polinnen.  [1821]
Quelle: PubMed  PMID: 18317783
 
Rauchen schädigt Babys Wachstum
03. Dezember 2007 - Bei jedem siebten Baby, das in Spanien zu leicht auf die Welt kommt, ist das Rauchen der Mutter die Ursache. Dies ergibt sich aus einer Untersuchung von über dreizehntausend Geburten.  [1752]
Quelle: PubMed  PMID: 18035476
 
Schwangerschaft: Der Fetus braucht Cholesterin
18. Oktober 2007 - Sinkt das Cholesterin bei schwangeren Frauen auf zu tiefe Werte, steigt das Risiko für Frühgeburten und andere Komplikationen beim Baby, selbst wenn die Mutter gesund ist. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über tausend Schwangeren in den USA.  [1721]
Quelle: PubMed  PMID: 17908758
 
Leistung der Lunge entscheidet sich im Mutterleib
27. September 2007 - Die Lungen von Babys, die zu früh, aber sonst gesund zur Welt kommen, sind weniger weit entwickelt als bei einer Geburt zum Termin. Dieser Nachteil bleibt auch in den ersten beiden Jahren des Lebens bestehen, da die Lunge den Rückstand im Wachstum nicht mehr aufholen kann. Zu diesem Schluss kommt eine Studie in Brasilien.  [1706]
Quelle: PubMed  PMID: 17885265
 
Gesundes Baby, gesunde Mutter
19. September 2007 - Mütter, die ein Baby mit einem gesunden Gewicht zur Welt bringen, haben auch die besten Chancen, von einem Herzinfarkt verschont zu bleiben. Etwa doppelt so gross ist das Risiko für Mütter, deren Baby bei der Geburt leichter als 2500 Gramm oder schwerer als vier Kilogramm wiegt. Zu diesem Befund kommt eine israelische Studie an über dreissigtausend Müttern.  [1700]
Quelle: PubMed  PMID: 17855119
 
Schwanger Rauchen erhöht Risiko für Frühgeburt
06. September 2007 - Noch immer raucht in Europa jede vierte bis fünfte schwangere Frau. Sie riskiert damit, dass ihr Kind sich schlechter entwickelt und zu früh auf die Welt kommt. Zu diesem Schluss kommt eine grosse Studie an über neuntausend Frauen in zehn Ländern.  [1691]
Quelle: PubMed  PMID: 17726581
 
Einfluss der Sonne auf Geburten
31. August 2007 - Dass die Gestirne das Schicksal des Menschen beeinflussen, ist und bleibt ein Märchen. Doch die Sonne hat einen gewissen Einfluss, wie eine Studie aus Isreal zeigt: In den Monaten mit einer hohen Sonnenaktivität (Sonnenflecken) nimmt die Zahl der Frühgeburten zu.  [1687]
Quelle: PubMed  PMID: 17715570
 
Autoabgase fördern Brustkrebs
19. Juli 2007 - Bei Frauen, die in jungen Jahren und bei der Geburt ihres ersten Kindes in der Nähe einer Hauptverkehrsader gewohnt haben, ist das Risiko für Brustkrebs etwa doppelt so hoch wie bei wenig belasteten Frauen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie in den USA.  [1657]
Quelle: PubMed  PMID: 17632764
 
Schwanger: Ein Glas pro Tag ist schon zuviel
10. Juli 2007 - Eine schwangere Frau sollte keinen Alkohol trinken oder doch wenigstens nicht jeden Tag. Ab einem Glas täglich steigt das Risiko für Untergewicht des Babys und Frühgeburt deutlich an, vor allem im ersten und im letzten Drittel der Schwangerschaft. Das zeigt eine Studie an über siebentausend Frauen in Holland.  [1650]
Quelle: PubMed  PMID: 17604646
 
Auch Babys Länge zählt
11. Mai 2007 - Neben einem gesunden Gewicht bei der Geburt spielt auch die Länge eine Rolle, wie eine kanadische Studie zeigt: Die längsten Babys haben die besten Chancen, im Alter von vier Jahren gesunde, kräftige Lungen und Atemwege zu haben.  [1608]
Quelle: PubMed  PMID: 17475692
 
Jojo-Effekt auch bei Babys gefährlich
25. April 2007 - Zuviel Gewicht bei Erwachsenen und zuwenig Gewicht bei der Geburt gelten als ungesund. Noch schlechter ist ein schneller Wechsel des Gewichts, der so genannte Jojo-Effekt. Er schadet schon bei zu leicht geborenen Babys, wie eine japanische Studie zeigt: Ihr Kreislauf leidet am meisten, wenn sie schnell schwerer werden.  [1596]
Quelle: PubMed  PMID: 17445028
 
Nabelschnur-Befund aus Zürich bestätigt
24. März 2007 - Die Nabelschnur nach der Geburt nicht sofort, sondern erst nach zwei Minuten abzuklemmen, bringt auch bei normalen Geburten große Vorteile für das Baby: Die Werte für das Eisen und den roten Blutfarbstoff Hämoglobin sind massiv besser; das Risiko für Blutarmut sinkt auf die Hälfte. Das zeigt die Auswertung von 15 Studien an insgesamt fast zweitausend Geburten.  [1570]
Quelle: JAMA  2007;297:1241
 
Keine Eile beim Abklemmen der Nabelschnur
23. März 2007 - Wartet man nach der Geburt eine bis anderthalb Minuten mit dem Abklemmen der Nabelschnur, wird das Hirn des Babys besser mit Sauerstoff versorgt als mit der üblichen Methode, die Nabelschnur sofort abzuklemmen. Das zeigt ein Versuch bei 39 Frühgeburten am Unispital Zürich.  [1569]
Quelle: Pediatrics  2007;119:455
 
Syphilis kehrt nach China zurück
16. Januar 2007 - Nach einer massiven Epidemie in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts war es in China gelungen, die Syphilis bis 1980 faktisch auszurotten. Jetzt ist sie wieder massiv auf dem Vormarsch: In den letzten Jahren hat die Häufigkeit um das Zweitausendfache zugenommen - von 0,01 auf rund 20 Fälle pro hunderttausend Geburten.  [1506]
Quelle: Lancet  2007;369:132
 
Retortenbabys anfälliger
15. Dezember 2006 - Retortenbabys, gezeugt durch In-Vitro-Fertilisation (IVF), sind vor allem um die Geburt anfälliger für gesundheitliche Störungen und müssen öfter im Spital behandelt werden als natürlich gezeugte Babys. Besonders anfällig sind Mehrlinge, doch auch bei einzeln geborenen hat die Retortenzeugung einen messbar negativen Einfluss. Zu diesem Ergebnis kommt eine finnische Studie an über viertausend Retorten- und über hundertneunzigtausend natürlich gezeugten Babys.  [1484]
Quelle: Pediatrics  2006;118:1819
 
Das erste Lebensjahr beeinflusst die letzten
19. Oktober 2006 - Viel wichtiger als die Frage, wieviel ein Baby bei der Geburt wiegt, ist sein Wachstum im ersten Lebensjahr. Ein gesundes Wachstum stellt positive Weichen für das ganze Leben bis ins hohe Alter, wie eine Studie an mehr als zweitausend Personen in England nachweist: Stürze sind viel seltener und der Händedruck ist kräftiger bei Personen, die als Kleinkind gut bis überdurchschnittlich gewachsen sind.  [1443]
Quelle: Am J Epidemiology  2006;164:665
 
Nach Schwangerschaft auf Gewicht achten
02. Oktober 2006 - Frauen, die nach der Geburt eines Babys ihr Gewicht halten, haben bei einer späteren Geburt am wenigsten Probleme. Bei einer Zunahme zwischen den Schwangerschaften nimmt das Risiko von Komplikationen zu. Das zeigt eine Studie an über hunderttausend Frauen in Schweden.  [1430]
Quelle: Lancet  2006;368:1164
 
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