Gesundheitstelegramm: Fischöl

News zu Fischöl

Expertengruppe sieht kaum Fortschritt gegen Alzheimer

Alzheimer lässt sich heute weder verhüten noch wirksam behandeln, seine Ursachen sind noch immer weitgehend unbekannt. Dieses ernüchternde Fazit zieht eine Gruppe von führenden, finanziell unabhängigen Experten, berufen von der amerikanischen Behörde für medizinische Forschung NIH. Weder genügend Folsäure noch Mittelmeerdiät, Fischöl und andere Omega-3-Fette, Hirnjogging und körperliches Jogging noch Statin oder andere vorbeugende Medikamente können Alzheimer wirksam verhindern. [2560]

29. April 2010  –  Medpage Today

Fischöl mit Omega-3 gegen Schizophrenie

Omega-3 Fettsäuren können Schizophrenie zwar nicht bessern, wohl aber vorbeugen helfen. Das zeigt eine Studie in Wien an über achtzig jungen Patienten am Rand einer Psychose. Nach zwölf Wochen mit Fischölkapseln erkrankten nur 4,5 Prozent, mit Scheinkapseln (Placebo) jedoch 27,5 Prozent an Schizophrenie. Nach vorläufiger Berechnung braucht man nur vier Patienten mit Fischöl zu behandeln, um einen Fall von Schizophrenie zu verhindern. Das ist vielversprechend, muss nun aber durch grössere Fallzahlen bestätigt werden. [2372]

3. Februar 2010  –  Ärzteblatt

Ein einfacher Drink hilft gegen Alzheimer

Ein simpler Cocktail aus Omega-3-Fetten, Uridin und Cholin kann den Abbau von Hirnzellen bei Alzheimer drastisch verlangsamen. Omega-3 kommt natürlich in Fischöl vor, Uridin ist ein wichtiger Bestandteil von menschlichen Zellen, und Cholin ist ein wichtiger Bestandteil des Stoffes, der Nervensignale überträgt. Der Cocktail wirkt vor allem gegen den Verlust von Synapsen, den Verbindungen zwischen den Nervenzellen. Zu diesem Ergebnis kommt ein klinischer Test an über zweihundert Alzheimer-Patienten in Cambridge, Massachusetts. Der Trank verbessert vor allem das Namens- und Wortgedächtnis. Er wirkt am besten in frühen Stadien der Krankheit. Einen bereits erfolgten Abbau kann er nicht rückgängig machen. [2272]

8. Januar 2010  –  Welt

Fischöl positiv für das Gemüt

Omega-3-Fette, die im Fischöl reichlich vorhanden sind, haben auch einen günstigen Einfluss auf die Psyche. So hat man bei Depressiven oft einen Mangel an Omega-3 festgestellt. Der Zusammenhang zwischen Fischöl und Psyche soll nun in weiteren Studien untersucht werden. [1346]

18. Juni 2006  –  Am J Psychiatry 2006;163:969

Fischöl nur vorbeugend, aber kein Heilmittel

Fischöl, obwohl vorbeugend gesund für das Herz, hilft aber so gut wie gar nicht bei Patienten, die an schweren Herzrhythmusstörungen leiden. Zu diesem enttäuschenden Befund kommt eine Studie an über fünfhundert Patienten in zahlreichen europäischen Herzkliniken. [1345]

17. Juni 2006  –  JAMA 2006;295:2613

Wie gesund sind Fischöl-Kapseln?

Viele Menschen nehmen Kapseln mit Omega-3-Fetten, weil diese gut sein sollen für Herz und Kreislauf. Doch wie gut sind sie wirklich? Um das zu klären, hat ein Team von Forschern hunderte von Studien ausgewertet und über 80 näher analysiert. Fazit: Wer die Kapseln schluckt, hat ein nur wenig verringertes Risiko, vorzeitig zu sterben. Gegen Krebs helfen die Kapseln überhaupt nicht. Es bleibt also zweifelhaft, ob es sich lohnt, dafür Geld auszugeben. [1273]

31. März 2006  –  British Medical Journal 2006;332:752

Fischöl gegen Asthma beim Sport

Sportler mit Asthma atmen beim Training leicher, wenn sie Kapseln mit Fischöl nehmen. Sie kommen dann auch mit kleineren Dosen an Medikamenten aus. Zu diesem Ergebnis kommt ein Test an sechzehn US-Athleten. [1240]

14. Februar 2006  –  Chest 2006;129:39

Fischöl gegen Herzflimmern

Patienten, die an Herzflimmern leiden, haben deutlich bessere Chancen zu überleben, wenn sie täglich Fischöl mit Omega-3-Fetten einnehmen. Das zeigt eine Studie an 400 Patienten in Boston. [1170]

8. November 2005  –  Circulation 2005;112:2762

Fischöl beruhigt das Herz

Zwei bis drei Schläge pro Minute tiefer ist der Puls bei Menschen, die regelmäßig Fischöl einnehmen und die von Natur aus eine Pulszahl von 70 und mehr haben. Schon ein Gramm pro Tag genügt, eine höhere Dosis verstärkt die Wirkung nicht mehr. Hingegen zeigt sich die Wirkung erst etwa ab zwölf Wochen regelmäßiger Einnahme. Das zeigt eine Auswertung von insgesamt 30 Studien. [1145]

4. Oktober 2005  –  Circulation 2005;112:1945

Crohn: Fischöl und Antioxidantien könnten helfen

Die Crohn-Krankheit, eine Entzündung des Darmes, schadet auch außerhalb der Verdauung. Unter anderem schwächt sie die Knochen. Fischöl und die Vitamine A, C und E können dem entgegenwirken. Das hat eine Studie an 31 Patienten gezeigt, bei denen sich die Blutwerte günstig entwickelt haben. [928]

3. Dezember 2004  –  Am J Clin Nutrition 2004;80:1137

Schwanger: Viel Fisch, aber nicht zu viel Tran

Frauen, die viel Fisch essen, bringen größere und kräftigere Babys zur Welt. Doch die Babys von Frauen, die mehr als einen Esslöffel Fischöl pro Tag nehmen, sind kürzer und haben einen kleineren Kopfumfang. Das zeigt eine Studie an etwa 500 Schwangeren in Island. [876]

22. September 2004  –  Am J Epidemiology 2004;160:460

Fischöl erweitert Atemwege

Bei Top-Athleten, die Fischöl in Form von Kapseln mit dem Essen einnehmen, ziehen sich die Luftwege bei einer Spitzenleistung weniger zusammen. Fischöl steht nicht auf der Dopingliste. [678]

28. Dezember 2003  –  Respiratory + Critical Care 2003;168:1181

Fisch zwar gut, aber Quecksilber schlecht

Viel Fisch essen sei gut für das Herz wegen der mehrfach ungesättigten Fette. Diese Empfehlung wird jetzt durch neue Studien etwas relativiert: Mit Fisch nimmt man auch Quecksilber auf, und dieses steigert das Risiko für Herzinfarkt. Doch zum Glück ist die Schutzwirkung des Fischöls größer als der Schaden durch das Quecksilber. [323]

29. November 2002  –  N Engl J Medicine 2002;347:1747

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