Gesundheitstelegramm: Fettzellen

News zu Fettzellen

Pfeffer hemmt Wachstum von Fettzellen

Die Substanz Piperin verleiht schwarzem Pfeffer den charakteristisch scharfen Geschmack. Dieselbe Substanz hemmt auch die Bildung neuer Fettzellen im Körper. Das zeigen Versuche von koreanischen Forschern im Labor und Analysen am Computer. [3101]

8. Mai 2012  –  UPI Health News

Krank? Dann lieber dick als schlank!

Übergewicht gilt als schädlich für die Gesundheit. Das gilt aber nur, solange man gesund ist. Bei Patienten, die an einer Pumpschwäche des Herzens (Insuffizienz) oder verengten Herzkranzgefässen leiden, verlängert Übergewicht das Leben. Dieses Paradox erklärt Dr. Thomas Dorner von der Uni Graz damit, dass Fettzellen auch schädliche Gifte aus dem Verkehr ziehen und Blutfette das Immunsystem in seinem Kampf gegen Krankheitserreger unterstützen. Zudem ist Fett eine wertvolle Energiereserve für schwierige Zeiten, also auch im Fall einer Krankheit und im vorgerückten Alter. [2478]

16. März 2010  –  Medizinauskunft

Sättigungshormon Leptin als Hoffnung für Diabetiker

Menschen mit Diabetes vom Typ 1 müssen ihr Leben lang Insulin spritzen. Eine kombinierte Spritze mit Insulin und Leptin senkt den Blutzuckerspiegel noch wirksamer und hilft besser gegen Übergewicht, an dem viele Diabetiker leiden. Die neue Behandlung hat sich bei Mäusen im Labor bewährt und könnte künftig auch menschlichen Patienten helfen. Leptin ist ein Hormon, das in den Fettzellen gebildet wird und das Hungergefühl bremst. Beim Abnehmen hilft es leider nicht, da die meisten Übergewichtigen zuviel davon haben, aber nicht darauf reagieren. [2448]

2. März 2010  –  Focus

Anti-Fett-Pille in Sicht, aber erst bei Mäusen

Einfach täglich eine Pille schlucken, und schon löst sich der Speck am Bauch in Nichts auf? Das geht (noch) nicht beim Menschen, wohl aber ansatzweise schon bei Mäusen. Denen haben Forscher zwar keine Pillen verfüttert, wohl aber gezielt ein Gen verändert. Dieses unterdrückt die Bildung von weissen Fettzellen, nicht aber von braunen. Aus weissem Fett besteht der Energiespeicher für Zeiten des Hungers, aus braunem Fett der lebenswichtige Wärmeschutz des Körpers. Bei Menschen würde man natürlich nicht Gene verändern, sondern ein Medikament entwickeln, das den gleichen Zweck erfüllt. Die Versuche bei Mäusen liefern dazu eine vielversprechende Grundlage. [2274]

8. Januar 2010  –  Süddeutsche Zeitung

Hormon bremst Appetit, aber auch Alzheimer

Wenn ein Mensch genug gegessen hat, schütten seine Fettzellen das Hormon Leptin aus. Es zirkuliert im Blut und sagt dem Hirn, der Körper sei satt. Doch das Leptin wirkt nicht nur auf das Appetitzentrum, sondern schützt auch die Hirnmasse vor Abbau durch Alzheimer. Dies zeigt eine Studie an fast zweihundert Senioren in den USA. Fazit: Wer ständig hungert, um abzunehmen, tut vielleicht seinen kleinen grauen Zellen keinen Gefallen. Denn diese lieben es nicht, wenn der Appetit ständig hoch und das Leptin ständig tief ist. [2224]

20. Dezember 2009  –  BBC

Neues Puzzle-Teil von Diabetes entdeckt

Forscher am Kinderspital der Uni Zürich haben ein Eiweiss entdeckt, das in Fettzellen von Diabetikern in besonders grossen Mengen vorkommt. Bei Mäusen gibt es dieses Eiweiss auch, und es fördert die Entwicklung zu Diabetes vom Typ 2. Ob es beim Menschen ähnlich wirkt, muss jetzt noch erforscht werden. Träfe dies zu, wäre das ein Ansatzpunkt, um neue Medikamente zu entwickeln. Bis dahin ist aber noch ein weiter Weg. [2178]

9. Dezember 2009  –  20 Minuten

Stoff aus Fettzellen wirkt gegen Alzheimer

Wer sich im Alter Sorgen um zuviele Fettpolster macht, könnte sich vielleicht irren: Leptin, ein Stoff, den die Fettzellen bilden, hat sich als wirksam gegen Alzheimer erwiesen. Allerdings nicht beim Menschen, sondern bei besonders gezüchteten, für Demenz anfälligen Mäusen. Ins gleiche Bild passt die Beobachtung, dass viele Alzheimer-Patienten stark abgenommen haben, bevor die ersten Symptome aufgetreten sind. In ihrem Blut findet sich dann nur noch sehr wenig Leptin. [2091]

7. Mai 2009  –  PubMed PMID: 19387109

Curry bremst Wachstum von Fettzellen

Curcumin, der gelbe Farbstoff im Currypulver, drosselt den Stoffwechsel von Fettzellen auf Sparflamme und unterbindet das Wachstum von neuen Blutgefässen im Fettgewebe. So kann das Körperfett weniger stark wuchern, der Mensch bleibt schlanker. Dieses Fazit ziehen Forscher aus jüngsten Versuchen an Kulturen von Fettzellen und an übergewichtigen Mäusen. Wer schlank bleiben oder werden will, dem wird ab und zu ein scharfes Currygericht bestimmt nicht schaden. [2070]

26. März 2009  –  PubMed PMID: 19297423

Rauchen macht Bauch dick

Weil Nikotin den Appetit reduziert, hegen viele Menschen, vor allem junge, eine falsche Hoffnung: Mit Rauchen schlank zu bleiben. Doch dies ist eine Illusion. Nikotin regt nämlich die Fettzellen am Bauch zum Wachstum an. Das Fett des Körpers verlagert sich somit an Stellen, wo es besonders schädlich wirkt. Es ist nämlich vor allem das Fett am Bauch, das dem Herzen und dem Kreislauf schadet. [2039]

11. Februar 2009  –  PubMed PMID: 19189580

Neues Schlank-Hormon aus Darm

Hoffnung für Dicke: Das Hormon PYY aus Zellen der Darmschleimhaut bremst den Appetit auch bei übergewichtigen Menschen. Das schon länger bekannte Hormon Leptin aus Fettzellen wirkt dagegen nur bei schlanken Menschen. Ob sich aus dem neuen Hormon ein Medikament entwickeln lässt, bleibt abzuwarten. [582]

15. September 2003  –  N Engl J Medicine 2003;349:941

Körperfett fördert Krebs der Prostata

Je mehr Fettpolster ein Mensch hat, desto höher ist sein Risiko, an Krebs der Prostata zu erkranken. Das Hormon Leptin, von Fettzellen produziert, spielt dabei offenbar eine wichtige Rolle. [431]

30. März 2003  –  J Urology 2003;169:1308

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