Gesundheitstelegramm: Fettleibig

News zu Fettleibig

Bewegung gut gegen zwei Dutzend Krankheiten

Regelmässige Bewegung senkt die Risiken der folgenden Krankheiten: Krebs des Dickdarms, der Prostata und zahlreicher anderer Organe; Herzinfarkt, Herzschwäche und Angina pectoris; Schlaganfall; Alzheimer und andere Formen von Demenz; Depression, Diabetes Typ 2, Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Osteoporose und Impotenz. Die Liste umfasst mehr als zwanzig verschiedene Krankheiten. Sie basiert auf einer Auswertung von vierzig Studien, die in den vergangenen vier Jahren veröffentlicht worden sind. [2752]

17. November 2010  –  AOL Health

Fettwelle rollt aus den USA auf uns zu

Die amerikanischen Kinder werden immer dicker: Schon 7,3 Prozent der Buben und 5,5 Prozent der Mädchen sind extrem fettleibig - also mit einem Body Mass Index BMI 35 und mehr. Der Trend zeigt nach oben, auch in Deutschland. Dort gelten schon über 6 Prozent der Kinder als fettleibig, mit einem BMI 30 und mehr. Experten befürchten enorme gesundheitliche Probleme in zehn bis zwanzig Jahren, da Fettleibigkeit die gesunde Lebensspanne um zehn bis zwanzig Jahre verringert. [2486]

20. März 2010  –  Spiegel

Der BMI braucht Senioren nicht mehr zu kümmern

Ein Body Mass Index über 25 oder gar über 30 gilt offiziell als Übergewicht oder gar als Fettleibigkeit und soll angeblich das Leben verkürzen. Nicht so bei über 70-Jährigen, zeigt eine Studie an über neuntausend Senioren in Australien. Danach ist das Risiko, bald zu sterben, bei sogenannt Übergewichtigen um 13 Prozent tiefer als bei Senioren mit Normalgewicht. Bei Fettleibigen steigt es dann wieder auf das Niveau der Normalgewichtigen an. [2355]

29. Januar 2010  –  Medpage Today

Dicke Patienten überstehen Operation besser

Zu viel Fett am Körper mag im Normalfall ungesund sein. Doch für Patienten auf dem OP-Tisch gilt dies nicht. Jene, die übergewichtig oder gar leicht fettleibig sind, überleben Operationen besser als jene mit Untergewicht, Normalgewicht oder starker Fettleibigkeit. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an mehr als hunderttausend Patienten in den USA. Zum Vergleich sind alle Operationen untersucht worden ausser jene von Magenbypass gegen Fettleibigkeit. [2115]

6. Juli 2009  –  PubMed PMID: 19561456

Wer sich übers Dicksein ärgert, nimmt am meisten zu

Je schlechter sich ein Mensch fühlt, wenn er auf der Waage steht und diese zu viel anzeigt, desto höher ist das Risiko, dass er künftig noch mehr zunimmt. Zu diesem paradoxen Ergebnis kommt eine Studie an über vierhundert fettleibigen Deutschen. Am leichtesten nehmen jene ab, die sich realistische Ziele setzen. Sehr hilfreich ist die Erkenntnis, dass Dicksein auch genetische Ursachen hat, denn das nimmt die Schuldgefühle beim Essen. [2073]

31. März 2009  –  PubMed PMID: 19302885

Fitte Dicke fühlen sich besser

Frauen, die mit einem Body Mass Index (BMI) von 30 und mehr medizinisch als fettleibig gelten, fühlen sich deutlich besser, wenn sie fit sind. Sie sind mit ihrem Leben grundsätzlich besser zufrieden und sind weniger depressiv. Auch schätzen sie ihre Gesundheit und ihr körperliches Aussehen realistischer ein als jene, die kaum Sport treiben. Selbst wenn es einer Frau also nicht gelingen sollte, durch Sport abzunehmen, so kann sie doch viel besser mit ihrem Gewicht leben. [2061]

13. März 2009  –  PubMed PMID: 19218668

Depression beim Abehmen

Wer abspeckt, könnte mit dem Fett oft auch einiges an guter Stimmung verlieren. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an elf fettleibigen Männern in Kanada, die an einem Diät- und Sportprogramm teilgenommen haben: Mit dem Verlust von elf Prozent des Körpergewichts nahmen die depressiven Symptome deutlich zu. [1836]

2. April 2008  –  PubMed PMID: 18347657

Magenband und Bypass schwächen Knochen

Fettleibige, die sich chirurgisch den Magen verkleinern lassen, verlieren nicht nur Gewicht, sondern auch Knochenmasse. Ein Magen-Bypass schwächt die Knochen stärker als ein Magenband. Das zeigt eine Auswertung aller in den letzten Jahren veröffentlichten Studien. [1764]

19. Dezember 2007  –  PubMed PMID: 18074189

Herzpatienten sollten ihr Idealgewicht neu definieren

Wer an Angina pectoris (Koronarkrankheit) leidet, tut gut daran, sich nicht mehr nach den von der WHO definierten Begriffen von Normal-, Übergewicht und Fettleibigkeit zu richten. Denn laut einer holländischen Studie an über fünftausend Patienten, bei denen der Arzt eine Koronarkrankheit gefunden oder vermutet hat, ist die Sterblichkeit in bei den Fettleibigen am geringsten und bei jenen mit Untergewicht am höchsten. [1669]

6. August 2007  –  PubMed PMID: 17531566

Bei Herzschwäche besser nicht abnehmen

Patienten mit Herzinsuffizienz leben länger, wenn sie mehr Kilos auf die Waage bringen. Verglichen mit Fettleibigen, haben Patienten mit Normalgewicht ein um die Hälfte erhöhtes Risiko, innerhalb von drei Jahren zu sterben. Dies allerdings nur, wenn sie nicht an Ansammlungen von Flüssigkeit (ödemen) leiden. Das hat eine Harvard-Studie an über siebentausend Patienten ergeben. [1664]

30. Juli 2007  –  PubMed PMID: 17638930

Sieben Nachteile von Süssgetränken

Softdrinks erhöhen laut der Framingham-Studie die Risiken für das metabolische Syndrom, Fettleibigkeit, zu grossen Hüftumfang, schlechte Zuckerwerte, zu hohen Blutdruck, zu viel Fette im Blut und einen zu tiefen Spiegel des nützlichen HDL-Cholesterins. [1662]

26. Juli 2007  –  PubMed PMID: 17646581

Auch das Hirn bekommt sein Fett ab

Bei Fettleibigen nimmt die weisse Masse im Hirn zu, wobei die graue Masse unverändert bleibt. Die weisse Masse enthält Fasern, die die Nervenzellen in der grauen Masse miteinander verbinden. Die weisse Farbe kommt daher, dass sie viel Fett enthält. Nimmt die weisse Masse zu, vermutet man ein höheres Risiko von Demenz. Durch Diät lässt sich die weisse Hirnmasse teilweise wieder abbauen. [1632]

14. Juni 2007  –  PubMed PMID: 17536002

Borretschöl bremst Jojo

Ein Esslöffel Borretschöl täglich kann ehemals Fettleibigen helfen, länger auf ihrem tiefen Gewicht zu bleiben. Das zeigt ein Versuch an fünfzig Personen in Kalifornien. Auf längere Sicht genügt das Öl aber nicht, um ein erneutes Zunehmen zu verhindern. Das ist nur möglich mit strikter Disziplin beim Essen und regelmässiger Bewegung. [1629]

11. Juni 2007  –  PubMed PMID: 17513402

Abnehmen am Gehpult

Der neuste Schrei aus den USA im Kampf gegen das Übergewicht ist ein Pult mit Laufband, so dass Bürolisten im Gehen arbeiten können. Tun sie das täglich zwei Stunden, könnten Fettleibige pro Jahr zwanzig bis dreissig Kilos loswerden, vorausgesetzt, sie essen nicht mehr als zuvor. Das haben Forscher der Mayo-Klinik berechnet. [1618]

25. Mai 2007  –  PubMed PMID: 17504789

Schottische Kinder wieder schlanker

Während die Schulkinder in der Schweiz und in Deutschland immer dicker werden, hat man in Schottland die Fett-Wende offenbar geschafft: Der Anteil fettleibiger Kinder ist von 14,7 Prozent auf 10,2 Prozent gesunken. [1541]

23. Februar 2007  –  Arch Dis Childhood 2007;92:153

Fettleibig trotz normalen Gewicht

In Italien haben Ärzte ein neues Syndrom entdeckt: Normalgewicht-Fettsucht. Es kommt offenbar nur bei Frauen vor. Diese haben ein normales Gewicht und einen normalen Body Mass Index (BMI), jedoch einen zu hohen Fettanteil mit über 30 Prozent des Körpergewichts. Wegen zu wenig fettfreier Masse, vor allem Muskeln, ist ihr Gewicht trotzdem im normalen Bereich. Das reichlich vorhandene Körperfett erzeugt aber zum Teil die gleichen Symptome, wie sie für übergewichtige, fettleibige Frauen typisch sind. Dazu gehören die Neigung zu Entzündungen und ein höheres Risiko für Herz und Kreislauf. [1509]

19. Januar 2007  –  Am J Clin Nutrition 2007;85:40

Übergewicht und Gewalt in der Schule

Fettleibige Buben und Mädchen werden öfter als schlanke zum Opfer auf Pausenplatz und Schulweg. Das gilt bis zur Pubertät. Danach sind fettleibige Burschen eher die Täter als die Opfer, weil sie sich durch ihre Leibesfülle in der Gruppe eher Respekt verschaffen können. Das hat eine Untersuchung an britischen Schulen festgestellt. [1247]

23. Februar 2006  –  Arch Dis Childhood 2006;91:121

Herzflimmern, weil fettleibig

Menschen, die fettleibig sind (BMI 30 und mehr), haben ein bis um die Hälfte höheres Risiko für das Flimmern des Herz-Vorhofs. Diese Krankheit ist eine immer häufigere Todesursache. [924]

29. November 2004  –  JAMA 2004;292:2471

Fett absaugen wirkt nur kosmetisch

Zuviel Fett am Bauch ist ungesund. Wer es sich absaugen lässt, mag zwar schöner aussehen, doch gesünder wird er dadurch nicht: Die Werte des Stoffwechsels, die durch Fettleibigkeit negativ geworden sind, bleiben weiterhin im ungünstigen Bereich. [814]

28. Juni 2004  –  N Engl J Medicine 2004;350:2549

Wie lange leben Dicke?

Die höchste Lebenserwartung haben Erwachsene weißer Hautfarbe mit einem Body Mass Index (BMI) zwischen 23 und 25. Wer darüber liegt, verliert um so mehr Lebensjahre, je jünger er ist. Extrem fettleibige jüngere Männer (BMI über 45) verlieren 13 Jahre ihres Lebens, Frauen 8 Jahre. Menschen schwarzer Hautfarbe vertragen mehr Übergewicht (bis BMI 30). [351]

9. Januar 2003  –  JAMA 2003;289:187

Mehr Darmkrebs bei fettleibigen Frauen

Frauen vor der Menopause mit einem Body Mass Index (BMI) von 30 und mehr haben ein doppelt so hohes Risiko für Darmkrebs wie Frauen mit normalem Gewicht. Nach der Menopause ist kein solcher Unterschied mehr zu finden. [209]

2. August 2002  –  Gut 2002;51:191

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Titelbild

Gedrückte Stimmung, Schlaf- und Appetitlosigkeit sind die häufigsten Symptome. Hinzu kommen oft Selbstmordgedanken.

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