
News zu Feinstaub
Feinstaub erhöht den Blutdruck
Steigt die Belastung der Luft mit Feinstaub um 1,4 Mikrogramm pro Kubikmeter, erhöht sich der Blutdruck der Menschen um durchschnittlich einen Millimeter Quecksilbersäule. Das zeigen Messungen der Uni Duisburg-Essen in den stark belasteten Grossstädten des Ruhrgebiets. Der erhöhte Blutdruck ist ein Risiko für Herz und Kreislauf. Bereits frühere Studien zeigen, dass an Tagen mit extrem starker Feinstaubbelastung die Zahl der Herzinfarkte und Schlaganfälle zunimmt. [2599]
19. Mai 2010 – Ärzteblatt
Vulkanasche keine Gefahr für Gesundheit
Die Asche aus der Vulkaneruption in Island sei keine Gefahr für die Gesundheit, weil sie sich in höheren Luftschichten befinde und weil sie natürlichen Ursprungs sei, anders als der Feinstaub aus dem Strassenverkehr. Zu diesem Schluss kommt das deutsche Umweltbundesamt. [2538]
19. April 2010 – Welt
Schmutzige Luft verkürzt das Leben
Um bis zu neun Jahre verkürzt schmutzige Luft das Leben von Menschen, die in stark durch Abgase belasteten Gebieten in der Nähe viel befahrener Verkehrsadern wohnen. Das hat die Umweltkommission des britischen Unterhauses herausgefunden. Zu den grössten Umweltverschmutzern in der Nähe von Wohngebieten gehört der Güterverkehr auf den Strassen. Zu den gefährlichsten Verschmutzungen gehören Feinstaub, schwefelhaltige Dämpfe und Russ, gefolgt von Stickoxid und Ozon. [2509]
31. März 2010 – Standard
Sportmediziner warnen vor Schäden in Peking
Bei einem Wettkampf atmen Sportler bis zu zwanzig mal mehr Luft ein als in Ruhe. Ein grosser Teil gelangt ungefiltert direkt durch den Mund in die Lungen. Peking gehört zu den am meisten mit Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid, Ozon, Stickstoffoxid und Feinstaub belasteten Grossstädten der Welt. Sportmediziner der Universität von Verona sehen die Gesundheit der olympischen Athleten bedroht. [1887]
13. Juni 2008 – PubMed PMID: 18512178
Die schädlichen Wirkungen des Nikotins
Neben den Krebs erregenden Giften und dem Feinstaub im Tabakrauch schadet auch das Suchtmittel Nikotin der Gesundheit: Es fördert die Entzündung von Blutgefässen und die Verkalkung der Arterien. [1820]
10. März 2008 – PubMed PMID: 18307741
Gesetze senken Belastung durch Passivrauchen wirksam
In Ländern ohne Gesetze zum Schutz vor dem Passivrauchen sind öffentliche Räume durchschnittlich mit über 300 Mikrogramm Feinstaub aus Tabakrauch belastet, wie zum Beispiel in Syrien, Rumänien und im Libanon. Das ist deutlich höher als der von der WHO als gesundheitsschädlich erwiesen erachtete Wert. Mindestens zehnmal geringer ist die Belastung in Ländern mit gesetzlich vorgeschriebenen rauchfreien Räumen, wie zum Beispiel in Irland, Uruguay und Neuseeland. [1818]
6. März 2008 – PubMed PMID: 18303089
Feinstaub macht Arterien steifer
Schon nach zwei Stunden Aufenthalt in mit Feinstaub belasteter Luft lässt sich bei jungen, gesunden Personen nachweisen, dass die Schlagader des Arms deutlich weniger gut auf Veränderungen des Drucks reagiert als zuvor. [1615]
22. Mai 2007 – PubMed PMID: 17492462
Mehr Herzinfarkte wegen Feinstaub
Nimmt die Belastung um zehn Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft zu, sterben im statistischen Mittel 75 Prozent mehr Personen an einem Herzinfarkt. Diese alarmierenden Zahlen sind in einer Studie an über sechzigtausend Frauen in den USA ermittelt worden. [1527]
9. Februar 2007 – N Engl J Medicine 2007;356:447
Infarkt kommt nicht aus heiterem Himmel
Je mehr Feinstaub die Luft belastet, desto höher steigt das Risiko für Herzinfarkt bei Personen, die an verengten Herzkranzgefäßen (Angina pectoris) leiden. Eine Steigerung des Feinstaubs um 10 Mikrogramm pro Kubikmeter steigert das Risiko um mehr als vier Prozent. Das zeigt eine Studie an über zehntausend Personen in den USA. [1480]
11. Dezember 2006 – Circulation 2006;114:2443
Feinstaub schlägt auch aufs Hirn
Mit steigender Belastung der Luft nimmt auch das Risiko für Schlaganfall zu. Das gilt für Feinstaub ebenso wie für Pollen, Schwefeldioxid und trockene, heiße Luft. All diese Faktoren fördern die Entzündung der Atemwege und der Lungen. Damit steigt auch das Risiko für Hirnschlag. [1276]
5. April 2006 – Stroke 2006;37:951
Maßnahmen gegen Feinstaub retten Leben
In sechs großen amerikanischen Städten ist die Belastung mit Feinstaub im Lauf von acht Jahren deutlich zurückgegangen. In dieser Zeit sind etwa ein Viertel weniger Menschen gestorben als zuvor. [1272]
30. März 2006 – Respiratory + Critical Care 2006;73:667
Mehr Herzschwäche wegen Feinstaub
Steigt die Belastung der Luft mit Feinstaub um 10 Mikrogramm pro Kubikmeter, dann müssen 28 Prozent mehr Patienten wegen Herzschwäche ins Spital. Das zeigt eine Studie in über 200 Agglomerationen mit über elf Millionen Einwohnern in den USA. [1259]
13. März 2006 – JAMA 2006;295:1127
Kann Feinstaub bis in den Kreislauf dringen?
Das hat man vermutet, um so die negativen Wirkungen des Feinstaubs auf Herz und Kreislauf zu erklären. Doch im Labor ist es nicht gelungen, das direkte Eindringen von speziell markierten Feinstaub-Teilchen in den Blutkreislauf nachzuweisen. Vielmehr bleiben die Teilchen in den Lungenbläschen gefangen. Ob sie eventuell indirekt doch noch in den Blutkreislauf gelangen können, bleibt allerdings nach wie vor unklar. [1252]
2. März 2006 – Respiratory + Critical Care 2006;173:426
Mehr Geburtsfehler durch schmutzige Luft
Feinstaub, Ozon und andere Schadstoffe in der Luft stören die Entwicklung des Fötus in der dritten bis achten Woche der Schwangerschaft. In Texas haben sich die Zahlen von Herzklappen- und anderen Geburtsfehlern verdoppelt, wenn die Luftbelastung in der fraglichen Zeit am höchsten war, verglichen mit der niedrigsten Belastung. [1116]
24. August 2005 – Am J Epidemiology 2005;162:238
Feinstaub kann Herzschwäche auslösen
Wenn die Belastung der Luft mit Feinstaub zunimmt, werden mehr Patienten als sonst wegen schwerer Herzinsuffizienz ins Spital eingeliefert. Das zeigt eine Statistik im US-Staat Pennsylvania. [1068]
17. Juni 2005 – Am J Epidemiology 2005;161:1030
Diabetiker empfindlicher auf Feinstaub
Feinstaub schadet der Lunge. Das trifft schon für gesunde Personen zu, mehr aber noch für Diabetiker. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über 250 Personen in Boston. [1064]
13. Juni 2005 – Circulation 2005;111:2913
Die Verschmutzung der Luft mit feinstem Staub schadet der Entwicklung der Babys im Mutterleib. Sie wiegen bei der Geburt deutlich weniger als Babys, deren Mütter die neun Monate der Schwangerschaft in sauberer Luft verbracht haben. Das zeigt eine Studie in Kalifornien. [984]
21. Februar 2005 – Pediatrics 2005;115:121
Schmutzige Luft schwächt Lungen von Kindern
Zwischen 10 und 18 Jahren werden die Lungen schwächer, wenn die Kinder Luft mit Ozon, sauren Dämpfen, Stickoxid und Feinstaub einatmen müssen. Das zeigt eine Studie an über tausend Kindern in Kalifornien. [871]
15. September 2004 – N Engl J Medicine 2004;351:1057
Feinstaub schadet Herz und Lungen
Staubteilchen mit 2 bis 3 Tausendstel Millimeter Durchmesser verursachen bei älteren Menschen Atemnot und Herzbeschwerden. Die wichtigsten Quellen von Feinstaub sind im Winter Heizungen, in Innenräumen Tabakrauch. [443]
15. April 2003 – Am J Epidemiology 2003;157:613
Feinstaub ist ein Risiko für Lungenkrebs
Der feinste Staub entsteht vor allem beim Verbrennen und verteilt sich mit dem Rauch in der Luft. In Innenräumen ist das vor allem Tabakrauch. Je 10 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft lassen das Risiko für Lungenkrebs um jeweils 8 Prozent ansteigen.
[63]
8. März 2002 – JAMA 2002;287:1132
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