Gesundheitstelegramm: Familie

News zu Familie

Baby: Fisch essen reduziert Allergie

Vorschulkinder leiden etwa um die Hälfte weniger oft an asthmatischem Keuchen, wenn sie schon mit weniger als neun Monaten Fisch zu essen bekommen haben. Zu diesem Schluss kommt eine Studie mit mehr als viertausend Familien in Göteborg. [2987]

23. November 2011  –  UPI Health News

Experte rät vom täglichen Glas Rotwein ab

Ein Glas Rotwein pro Tag galt bisher als gesund für das Herz. Jetzt rät der deutsche Präventivmediziner Jürgen Rehm davon ab. Zum einen fördert Alkohol in jeder Dosis Krebs, also auch in geringen Mengen. Zum zweiten ist das Glas, das die meisten trinken, zu gross: Maximal ein Deziliter dürfte es sein. Drittens ist die schützende Wirkung auf das Herz zwar nachgewiesen, doch Rehm hält sie für geringer als oft behauptet wurde. Und schliesslich scheint das Zeitalter der allgemeingültigen Empfehlungen vorbei zu sein. Wer viele Herzkranke in seiner Verwandtschaft hat, dem könnte das tägliche Glas Rotwein eher nützen. Kommt dagegen Krebs in der Familie häufig vor, ist der Schaden per Saldo grösser als der Nutzen. [2849]

20. April 2011  –  Tages-Anzeiger

Migräne-Auslöser nicht meiden, rät Experte

Der weit verbreitete Rat gegen Migräne, bekannte Auslöser wie Süssigkeiten oder Alkohol zu meiden, sei falsch. Diese überraschende Ansicht begründet der deutsche Kopfschmerzspezialist Peter Kropp damit, dass die Nerven an die schädlichen Reize gewöhnt werden müssen. Wer die Reize meide, reagiere immer empfindlicher dagegen. Zudem würden Süssigkeiten und Streit in der Familie zu Unrecht als Auslöser gehandelt. Vielmehr gehören Lust auf Süsses und gereizte Stimmung zu den Vorboten eines Anfalls. [2727]

7. Oktober 2010  –  Standard

Neue Regeln für Baby-Ernährung

Bis zum fünften Monat ausschliesslich Stillen (oder Säuglingsnahrung «Pre-» oder «1-»). Ab dem fünften bis siebten Monat zusätzlich als Beikost erster Brei mit Gemüse, Kartoffeln und Fleisch oder Fisch, später auch zweiter Brei mit Getreide und Milch. Ab dem sechsten bis achten Monat dritter Brei mit Getreide und Obst. Ab dem zehnten Monat schrittweise Familienkost einführen, beginnend etwa mit weichem Brot. Ab Ende des ersten Lebensjahres Kuhmilch zum Trinken. Auf diese gemeinsamen Empfehlungen haben sich jetzt deutsche Experten und Organisationen für Ernährung und Kindergesundheit geeinigt. [2665]

14. Juli 2010  –  Ärztezeitung

Fusspilz-Sporen überleben normale Wäsche

Socken von Personen mit Fusspilz sollten separat und bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Sonst besteht die Gefahr, dass Sporen des Pilzes überleben und andere Familienmitglieder anstecken. Davor warnt das Deutsche Grüne Kreuz. [2661]

8. Juli 2010  –  Ärztezeitung

Kinder brauchen Regeln und ungeteilte Zeit

Eltern, die ihren Kindern Vorbild sind und sich Zeit nehmen, ein Tagesrhythmus mit festen Regeln, Ritualen und gemeinsamem Essen sind die wichtigsten Bedingungen dafür, dass Kinder gesund aufwachsen können. Bei der gemeinsamen Zeit kommt es mehr auf die Qualität als auf die Quantität an: Schon eine Viertelstunde ungeteilte Aufmerksamkeit pro Tag reicht aus. Das zeigt eine Familienstudie der grössten deutschen Krankenversicherung AOK. [2657]

2. Juli 2010  –  Ärztezeitung

Sport besonders gesund bei Neigung zu Diabetes

Sport ist eine sehr gute Vorbeugung gegen viele Krankheiten. Gerade jene Menschen, die bedingt durch ihre Gene besonders stark zu Diabetes neigen, können vom Sport am meisten profitieren. Dies zeigt eine Studie an über sechzig Frauen in Schottland, wovon die Hälfte Töcher von diabetischen Müttern. Bei allen Frauen haben sich durch Training jene Blutwerte verbessert, die auf das Risiko für Diabetes hindeuten. Die beste Wirkung zeigte sich bei den Frauen mit Diabetes in der Familie. [1950]

1. Oktober 2008  –  PubMed PMID: 18663427

Essen mit der Familie kann vor Drogen schützen

Mädchen, die im Alter von zwölf Jahren regelmässig zu Hause im Kreis der Familie essen, greifen über Jahre hinaus weniger zu Tabak, Alkohol und anderen Drogen als solche, die auswärts essen. Für Burschen dagegen bieten Mahlzeiten in der Familie keinen Schutz vor Drogen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an achthundert Jugendlichen in Minnesota.  [1914]

12. August 2008  –  PubMed PMID: 18639788

Fett und schlank sein in Afrika

Mädchen vom Land wollen in Afrika «dick» sein, Mädchen aus armen Familien in der Stadt möchten gerne «ein wenig dick» sein, und Mädchen aus reichen Familien am liebsten «normal», das heisst entspechend dem schlanken westlichen Ideal. Das zeigt eine Umfrage bei Mädchen aus verschiedenen Gegenden Kameruns. [1742]

16. November 2007  –  PubMed PMID: 17996627

Haustiere, Allergie und Gene

Kommt ein Kind früh im Leben mit Haustieren in Kontakt, kann das sein Risiko, später allergisch zu werden, unter Umständen senken. Die Umstände hängen von den Genen ab. In Familien von Allergikern können Haustiere Allergien eher fördern. Das zeigt eine Studie an über dreitausend Müttern und ihren Kindern in Deutschland. [1736]

8. November 2007  –  PubMed PMID: 17982922

Gen für das Horten entdeckt

Bei Personen, die zwanghaft alle möglichen und unmöglichen Dinge horten, haben Forscher der Johns Hopkins Universität in Baltimore ein verändertes Gen auf dem Chromosom 14 entdeckt. Zwanghaftes Horten kommt oft in Familien gehäuft vor. [1581]

4. April 2007  –  Am J Psychiatry 2007;164:493

Mehr Gen-Defekte bei Autisten

Autistische Kinder haben in ihren Genen zehnmal mehr Defekte als gesunde Kinder. Das zeigen Gen-Analysen an über zweihundert Familien, wovon etwa die Hälfte solche, die von Autismus betroffen sind. Die Defekte äußern sich darin, dass bestimmte Teile der Gene fehlen, während andere doppelt vorkommen. Allerdings lässt sich Autismus nicht auf bestimmten Genen lokalisieren: Die Schäden zeigen sich weit verstreut auf vielen Genen. [1573]

27. März 2007  –  J Hypertension 2007;25:501

Scheidungskinder kiffen mehr

In Australien konsumiert etwa die Hälfte der Jugendlichen Cannabis. Auf der Suche nach den Ursachen haben Fachleute nun gefunden, dass Kinder von geschiedenen Müttern etwa 70 Prozent öfter kiffen als Kinder aus intakten Familien. Das gilt für Kinder, die zum Zeitpunkt der Scheidung 5 bis 14 Jahre alt sind. Die Studie stützt sich auf Daten von dreitausend Müttern und ihren Kindern. [1338]

10. Juni 2006  –  Int J Epidemiology 2006;35:673

Not macht Kinder psychisch krank

Kinder, die in Armut und Unsicherheit aufwachsen müssen, sind später deutlich mehr von Schizophrenie und anderen Psychosen betroffen als Kinder aus gut situierten Familien. Das zeigt eine Statistik aller Kinder, die von 1963 bis 1983 in Schweden geboren wurden. [1128]

9. September 2005  –  Am J Psychiatry 2005;162:1652

Kontakte nach außen halten geistig fit

Ältere Menschen, die auch außerhalb der Familie rege Kontakte pflegen, bleiben geistig fitter und sind weniger von Demenz betroffen als Personen, deren Kontakte sich auf den engen Kreis der Familie beschränken. Das zeigt eine Studie an über zweitausend Personen in Taiwan. [1118]

26. August 2005  –  Int J Epidemiology 2005;34:864

Kinder, esst Gemüse!

Kinder, die viel Gemüse gegessen haben, haben ein um mehr als die Hälfte kleineres Risiko, einen Hirnschlag zu erleiden, wenn sie in die Jahre gekommen sind. Das zeigt eine Studie an über tausend Familien in England und Schottland, die 1937 zum ersten Mal befragt worden sind. [1088]

15. Juli 2005  –  Heart 2005;91:894

Schizophrenie: Altersunterschied zum Vater ist wichtig

Je kleiner der Altersunterschied zwischen Vater und Kind, desto unwahrscheinlicher ist es, dass das Kind später einmal schizophren wird. Das gilt jedoch nur, wenn die Krankheit in der Familie noch nicht aufgetreten ist. [909]

8. November 2004  –  British Medical Journal 2004;329:1070

Knie: Arthritis liegt in der Familie

Hat ein Geschwister Rheuma im Knie, dann ist das Risiko dreimal höher als normal, die Krankheit selber zu bekommen. [885]

5. Oktober 2004  –  Ann Rheumatic Diseases 2004;63:1022

Mehr Geld im Haus, bessere Lungen

Kinder aus gut verdienenden Familien haben später als Erwachsene stärkere Lungen als Kinder aus armem Haus. Das zeigt eine Untersuchung an über fünftausend Personen in den USA. [783]

14. Mai 2004  –  Int J Epidemiology 2004;33:271

Plötzlicher Herztod: Liegt er in der Familie?

In einem Viertel der Familien, in denen ein Mitglied an einem plötzlichen Herzstillstand gestorben ist, findet man krankhafte Veränderungen am Herzen. [630]

3. November 2003  –  Lancet 1.11.2003

Mehr Länge, weniger Cholesterin

Wer von hoher Statur ist, hat weniger Probleme mit Cholesterin. Die Vererbung spielt dabei teilweise eine Rolle. Das zeigt eine Studie an über 800 Familien in Frankreich. [561]

20. August 2003  –  Int J Epidemiology 2003;32:607

China: Kein Nachteil für Einzelkinder

Einzelkinder sind ebenso gesund wie Kinder mit Geschwistern. Sozial haben sie weniger Probleme. Das zeigt eine Studie in China, wo der Staat Familien mit nur einem Kind fördert. [485]

1. Juni 2003  –  Arch Dis Childhood 2003;88:467

Schlechte Aussichten für Kinder aus armem Haus

Kinder aus Familien mit tiefem Einkommen erkranken als Erwachsene häufiger an Herz und Kreislauf, an Karies und Parodontose, und werden häufiger abhängig von Alkohol, Tabak und anderen Drogen. Sozialer Aufstieg verbessert die Chancen auf Gesundheit nicht: Die entscheidenden Weichen werden offenbar schon in der Kindheit gestellt. [317]

23. November 2002  –  Lancet 2002;360:1640

Mehr Geschwister, weniger Heuschnupfen

Die gute Nachricht: Kinder, die in der Familie oder in Krippen mit vielen anderen Kindern in Kontakt kommen, leiden als Erwachsene seltener an Heuschnupfen. Die schlechte: Sie leiden häufiger an Asthma. [303]

9. November 2002  –  Thorax 2002;57:945

Plötzlicher Kindstod häufiger in Familien von Schnarchern

Die Veranlagung zum Schnarchen ist teilweise erblich bedingt. Babys aus solchen Familien sterben doppelt so häufig den plötzlichen Kindstod wie Babys von nicht schnarchenden Eltern. Das zeigt eine Studie in Island. [272]

5. Oktober 2002  –  Respiratory + Critical Care 2002;166:833

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