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Gesundheitstelegramm | Essen

Grünkohl für scharfe Augen im Alter?
15. März 2010 - Lutein, ein gelblicher Farbstoff aus Grünkohl, kann laut einer Studie aus Jena möglicherweise vorbeugend gegen Makula-Degeneration helfen. Bei diesem Augenleiden degeneriert der schärfste Punkt des Sehens auf der Netzhaut. Einer von drei Senioren ist irgendwann in seinem Leben davon betroffen. Damit der Kohl aber wirkt, müsste man täglich hundertfünfzig Gramm davon essen, haben die Jenaer Forscher berechnet. Lutein kommt auch in Spinat, Rucola und Kresse vor. Statt tellerweise Kohl zu essen, dürfte man mit einer abwechslungsreichen Ernährung und viel Gemüse wohl besser fahren.  [2474]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Ernährungswissenschaftler: Bewegung ist wichtiger
24. Februar 2010 - Um gesund zu bleiben, soll man sich bewegen. Ernährung habe dagegen kaum einen Einfluss auf die Gesundheit. Das sagt Nahrungs-Experte Paolo Colombani von der ETH Zürich in einem Interview der SonntagsZeitung. Wer sich bewege, könne fast alles essen, weil sich (wieder) ein natürliches Gleichgewicht von Hunger und Sättigung einstelle. Die übrigen Empfehlungen seien ganz einfach: Nichts kaufen, was Grossmutter nicht gekannt hat, was aus mehr als fünf Inhaltsstoffen besteht oder aus Stoffen, die schwer auszusprechen sind; im Supermarkt aussen herum einkaufen und den Innenraum mit den Konserven meiden.  [2437]
Quelle: SonntagsZeitung  
 
Gesund Essen kann krank machen
15. Februar 2010 - Nahrungs-Ampeln, Ernährungs-Pyramiden und Experten-Rat für gesundes Essen können krank machen. Wird nämlich gesundes Essen zum Wahn, werden Menschen nicht gesünder. Ganz im Gegenteil. Immer mehr Menschen meiden so viele angeblich ungesunde Lebensmittel, dass sie Mangel an wichtigen Nährstoffen leiden. Die Diagnose hat auch schon einen Namen: Orthorexie, was man etwa mit Gesund-Esssucht übersetzen könnte. Selbstkritische Ernährungs-Experten möchten die Diagnose in den offiziellen Katalog der Essstörungen aufnehmen. Doch es ist unwahrscheinlich, dass es ihnen gelingen wird.  [2412]
Quelle: Time  
 
Gesundes Essen soll Krebszellen aushungern
13. Februar 2010 - Ob Schokolade, Rotwein, Heidelbeeren, Tomaten, Schwarz- oder Grüntee - vielen pflanzlichen Nahrungsmitteln, oft kräftig gefärbt, sagt man krebshemmende Eigenschaften nach. Die natürlichen Farbstoffe, auch sekundäre Pflanzenstoffe genannt, sollen nach neusten Erkenntnissen die krebsigen Blutgefässe verkümmern lassen. Nur wenn es Krebszellen gelingt, den Körper zur Bildung neuer Blutgefässe anzuregen, kann ein Tumor wachsen. Die Erkenntnis dürfte vor allem zur Vorbeugung wichtig sein.  [2410]
Quelle: Medizinarium  
 
Kinderschuhe: zwei von drei sind zu klein
10. Februar 2010 - Fast 70 Prozent der Strassenschuhe und fast 90 Prozent der Hausschuhe für drei- bis sechsjährige Kinder sind zu kurz und engen die Zehen ein. Zu diesem alarmierenden Befund kommt eine Studie der Uni Wien an über achthundert Kindern im Vorschulalter. Das zeigt massive Folgen: Drei Viertel der untersuchten Kinder haben verformte Zehen. Kinderfüsse brauchen mindestens 12 und ideal 17 Millimeter Spielraum im Schuh. Die Angaben auf den Packungen sind meist falsch. Nur das Messen der Füsse und Schuhe im Laden garantiert einen passenden Kauf.  [2396]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Ultraschallbild als fragwürdiges Souvenir
03. Februar 2010 - Immer mehr werdende Eltern wollen vom Arzt die Ultraschallbilder, die er zur medizinischen Kontrolle der Schwangerschaft macht, als Souvenir behalten. Dagegen ist nichts einzuwenden. Doch nun warnen Experten der amerikanischen Behörde für Gesundheitsschutz HPA vor dem Trend, solche Bilder nur für das elterliche Album zu schiessen - bis hin zu DVDs mit sich bewegenden Föten. Denn ob und wie Ultraschall auf lange Sicht die Gesundheit des Babys beeinträchtigen könnte, ist noch nicht klar. Reine Souvenirbilder sind daher ein unnötiges Risiko.  [2371]
Quelle: Telegraph  
 
Leugnen von HIV tötet Hunderttausende
01. Februar 2010 - In Südafrika sind über dreihunderttausend Menschen unnötig früh an Aids gestorben, und über dreissigtausend Babys sind mit HIV angesteckt worden, weil die Regierung Südafrikas einem HIV-Leugner aufgesessen ist. Der Amerikaner Peter Duesberg leugnet stur die wissenschaftlich längst bewiesene Tatsache, dass das HI-Virus Aids verursacht. Auch in der Schweiz gibt es Virus-Leugner. Sie haben aber nicht Aids im Visier, sondern H1N1 und Schweinegrippe. Abstruse Verschwörungstheorien verbreiten sich dank Internet heute viel schneller als früher.  [2359]
Quelle: NZZ  
 
Satter Bauch entscheidet besser
27. Januar 2010 - Wer etwas Wichtiges zu entscheiden hat, sollte vorher gut essen. Denn ein hoher Blutzuckerspiegel bringt Menschen eher dazu, an die Zukunft zu denken und dafür zu planen. Ist aber der Blutzucker tief, stehen eher kurzfristige Bedürfnisse im Vordergrund. Das zeigt ein psychologisches Experiment an der Uni von South Dakota. Hungrige Studenten haben sich dafür entschieden, schnell eine kleinere Summe Geld zu gewinnen, während satte das Angebot wählten, länger zu warten und dafür mehr zu bekommen.  [2344]
Quelle: Focus  
 
Gallensteine zeigen Risiko für Diabetes an
27. Januar 2010 - Wer an Gallensteinen leidet, hat ein über vierzig Prozent höheres Risiko für Diabetes. Das zeigt eine Studie des deutschen Instituts für Ernährungsforschung an den Daten von 25000 Personen. Gallensteine und Diabetes haben eine gemeinsame Ursache - der Körper vermag nicht (mehr) richtig auf das Insulin zu reagieren. Menschen mit Gallensteinen tun also gut daran, ihren Blutzucker messen zu lassen. Im Unterschied dazu gibt es keinen Zusammenhang zwischen Nierensteinen und Diabetes.  [2345]
Quelle: Standard  
 
Schadet Dicksein der Leber?
25. Januar 2010 - Nicht zu vieles Essen, sondern im Körper abgelagertes Fett soll das Risiko für Krebs fördern, insbesondere für Leberkrebs. Dieser drohe vor allem dann, wenn sich zuviel Fett in der Leber ablagert, sagen Studien. Nun will eine Studie an der Uni von San Diego, Kalifornien, die Ursache gefunden haben: Mehr Fett in der Leber fördere dort die Neigung zu Entzündungen, und diese erhöhen das Krebsrisiko. Diese Erkenntnisse haben die Forscher allerdings an Mäusen und nicht an Menschen gewonnen. Ob sie zutreffen, muss also vorläufig offen bleiben.  [2335]
Quelle: Focus  
 
Guter Sex will Weile haben
25. Januar 2010 - Wenn ein Paar über die Jahre ein erfülltes Liebesleben führen möchte, muss es sich für Zärtlichkeit und Sex «regelmässig und gezielt mehrere Stunden Zeit» lassen, meint der Sexualwissenschaftler Volkmar Sigusch. In den letzten Jahren seien die Frauen aktiver und bestimmender geworden, was viele Männer einschüchtere. Was Frauen wirklich wollen, sei aber noch immer unzureichend erforscht. Wichtig sei, dass Paare miteinander über Sex und über ihre Wünsche reden, auch wenn es schwierig sei, eine angemessene Sprache dafür zu finden.  [2336]
Quelle: Die Zeit  
 
Blaubeeren bremsen Gedächtnisverlust
24. Januar 2010 - Achtzehn Bewohner eines Altersheims in Cincinnati, USA, tranken täglich zwei Glas Blaubeerensaft oder ein ähnlich schmeckendes Getränk. Jene mit Saft schnitten zwölf Wochen später in einem Wort- und Gedächtnistest deutlich besser ab als die anderen, und sie waren auch deutlich weniger depressiv. Den Blaubeeren sagt man auch andere positive Wirkungen auf die Gesundheit nach: Sie sollen das Risiko für Krebs, Herz- und Lungenkrankheiten senken. Es lohnt sich also, die Ampel-Regel für gesundes Essen (täglich Grün, Gelb und Rot) durch die Farbe Blau zu ergänzen.  [2333]
Quelle: Telegraph  
 
Etwas weniger Salz könnte Tausende Leben retten
22. Januar 2010 - Würden alle Amerikaner täglich nur drei Gramm Salz weniger essen, müssten Zehntausende weniger pro Jahr vorzeitig sterben. Das haben Präventivmediziner der Uni von Kalifornien berechnet. Umgerechnet könnte die Empfehlung in Deutschland pro Jahr etwa zehn- bis zwanzigtausend Leben retten, in der Schweiz und in Österreich je etwa tausend bis zweitausend. Zuviel Salz erhöht den Blutdruck und belastet damit Herz und Kreislauf. Als oberste Grenze, die noch gesund ist, gelten 6 Gramm Salz pro Tag.  [2326]
Quelle: Die Zeit  
 
Hunger stärkt Abwehr gegen Bakterien und Viren
22. Januar 2010 - Statt teure Joghurts zu kaufen, die laut Werbung die Abwehrkräfte fördern sollen, könnte man auch einfach weniger essen. Bei Mangel an Kalorien und sinkendem Insulinspiegel produziert nämlich der Körper mehr Killerstoffe gegen Bakterien und Viren, vor allem in der Haut und in der Lunge. Diese Abwehrstrategie haben Forscher der Uni Bonn entdeckt. Ist ein Schnupfen oder eine Grippe im Anzug, könnte es sich also lohnen, eine Weile lang nichts zu essen und stattdessen mehr Tee zu trinken.  [2327]
Quelle: Spiegel  
 
Gestillte Babys klüger, aber nicht durch das Stillen
21. Januar 2010 - Frauen mit einem hohen IQ geben ihren Babys eher die Brust als weniger intelligente Frauen. Das und nicht etwa das Stillen mache den Unterschied aus. Auch Omega-3-Präparate seien wirkungslos. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie der Uni Southampton. Intelligenz ist zu einem guten Teil vererbt. Dennoch sei Stillen bis zu einem Alter von sechs Monaten sehr zu empfehlen, meinen Experten. Es fördert die Entwicklung des Babys und dessen Gesundheit optimal.  [2324]
Quelle: Telegraph  
 
Täglich eine Büchse Sardinen hält länger jung
20. Januar 2010 - Sardinen, Lachs, Makrele und andere ölige Fische sind reich an Omega-3-Fettsäuren. Diese bremsen unter anderem das Altern der Erbstubstanz DNA in den menschlichen Zellen. Dieser Abbau läuft bei regelmässigen Fisch-Essern etwa um ein Drittel langsamer ab als bei Menschen, die nie Fisch essen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über sechshundert Herzpatienten in den USA.  [2318]
Quelle: Telegraph  
 
Neue Stammzellen-Hoffnung gegen Blutkrebs
19. Januar 2010 - Mit Stammzellen aus der Nabelschnur hoffen Ärzte künftig Leukämie einfacher und besser behandeln zu können. Bisher hat man bei den Patienten die Zellen des Knochenmarks völlig zerstören und durch Knochenmark eines passenden Spenders ersetzen müssen. Passende Spender sind nur schwer zu finden. Stattdessen kann man das Knochenmark auch mit Zellen aus Nabelschnurblut ersetzen. Egal von welchem Baby die Zellen stammen - das Immunsystem des Empfängers stösst sie nicht ab. Erste Versuche mit menschlichen Patienten waren erfolgreich. Die Krebsmedizin setzt deshalb grosse Hoffnung in die neue Methode.  [2315]
Quelle: BBC  
 
Brot ohne Butter kann Herztod verhindern
18. Januar 2010 - Fast neun von zehn Briten essen zuviel gesättigte Fette. Würden sie Margarine statt Butter aufs Brot streichen, müssten über dreitausend Briten pro Jahr nicht an Herzinfarkt sterben. Das haben Experten berechnet. Schon zwei Scheiben Butterbrot und ein Milchkaffee decken 80 Prozent der empfohlenen Höchstmenge an gesättigtem Fett. Gesättigte Fette fördern Ablagerungen in den Arterien, während mehrfach ungesättigte vor allem Omega-3, diese verhindern helfen.  [2310]
Quelle: Telegraph  
 
Extrem arm, extrem reich, extrem krank
13. Januar 2010 - Je grösser die Unterschiede zwischen den ärmsten und den reichsten Menschen in einem Land, desto kränker fühlen sich dessen Einwohner. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage bei jeweils tausend repräsentativ ausgesuchten Personen in 21 Ländern auf allen fünf Kontinenten. Der Zusammenhang ist statistisch deutlich erhärtet. Er lässt sich auf zwei Arten erklären: Armut und der damit verbundene Stress machen krank, und Krankheit und der damit verbundene Leistungsverlust machen arm. Um die Situation zu bessern, müsste die Politik wohl an beiden Enden den Hebel ansetzen.  [2292]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Abspecken geht auch ohne den Teller, der motzt
08. Januar 2010 - Der neuste Schrei zum Abnehmen ist ein Teller mit eingebauter Waage und Uhr. Isst man ihn zu schnell leer, beginnt er nervtötend zu piepsen. Das funktioniert, wenn man einer britischen Studie glauben soll. Je rund fünfzig Kinder haben über ein Jahr lang von Pieps-Tellern und normalen Tellern gegessen. Jene der Versuchsgruppe assen um elf Prozent langsamer und hatten am Schluss 3,2 Prozent weniger Körperfett als jene mit normalen Tellern. Die schwedischen Entwickler des Geräts hoffen jetzt auf das grosse Geschäft mit Adipositas-Kliniken. Doch es geht auch ohne, mit einem simplen Trick: Vor dem Schlucken einfach noch einige Male länger kauen.  [2270]
Quelle: Ärzteblatt  
 
Gesund Essen muss nicht teuer sein
05. Januar 2010 - Auch Nahrungsmittel aus Billigläden sind zu zwei Dritteln von sehr guter Qualität, nur bei gerade drei Prozent ist die Qualität lediglich ausreichend. Zu diesem Urteil kommt die deutsche Zeitschrift Ökotest. Sie hat insgesamt 77 Produkte bei fünf verschiedenen Discountern gekauft und getestet.  [2256]
Quelle: Welt  
 
Aspirin nichts für Gesunde
04. Januar 2010 - Zwar können Patienten nach einem Herzinfarkt das Risiko eines zweiten Infarkts senken, indem sie Aspirin nehmen. Doch für Gesunde mit einem geringen Herzrisiko ist es nicht ratsam, vorbeugend Aspirin zu nehmen. Zu diesem Schluss kommt eine Auswertung von sechs Studien mit über neunzigtausend gesunden Personen. Negativ fällt vor allem die Gefahr von inneren Blutungen ins Gewicht. Sich regelmässig bewegen, gesund essen und nicht zu rauchen ist der weitaus bessere Schutz für das Herz.  [2251]
Quelle: SonntagsZeitung  
 
Tango ist die beste Medizin
30. Dezember 2009 - Argentinischer Tango hat sich gegen Depression, Stress und Eheprobleme, aber auch gegen Parkinson als wirksam gezeigt, wie mehrere Studien belegen. Um zu entschlüsseln, warum Tango, nicht aber Walzer und Foxtrott so günstig auf die Gesundheit wirkt, haben Forscher der Uni Frankfurt in Speichelproben der Tänzer die Konzentration der Hormone vor und nach dem Tanz gemessen. Fazit: Tango regt einerseits, durch die erotische Nähe zum Partner, das Testosteron an. Andererseits senkt die rhythmische Musik das Stresshormon Cortisol. Die Bewegung steigert zudem die Fitness.  [2243]
Quelle: Focus  
 
Hormon bremst Appetit, aber auch Alzheimer
20. Dezember 2009 - Wenn ein Mensch genug gegessen hat, schütten seine Fettzellen das Hormon Leptin aus. Es zirkuliert im Blut und sagt dem Hirn, der Körper sei satt. Doch das Leptin wirkt nicht nur auf das Appetitzentrum, sondern schützt auch die Hirnmasse vor Abbau durch Alzheimer. Dies zeigt eine Studie an fast zweihundert Senioren in den USA. Fazit: Wer ständig hungert, um abzunehmen, tut vielleicht seinen kleinen grauen Zellen keinen Gefallen. Denn diese lieben es nicht, wenn der Appetit ständig hoch und das Leptin ständig tief ist.  [2224]
Quelle: BBC  
 
Freizeitsport stärkt die Knochen
16. Dezember 2009 - Wer mindestens dreissig Jahre lang in seiner Freizeit Sport treibt, hat danach stärkere Knochen - am Schienbein gemessen im Durchschnitt um über zehn Prozent dicker und damit bruchfester als bei vergleichbaren Menschen, die keinen Sport treiben. Dies hat eine Studie an Zwillingspaaren in Finnland gezeigt. Sport empfiehlt sich auch für Menschen, die schon an Osteoporose erkrankt sind. Das macht den Abbau zwar nicht rückgängig, aber verlangsamt ihn wesentlich.  [2206]
Quelle: Ärztezeitung  
 
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