Gesundheitstelegramm | Essen
Autismus-Diagnose durch Hirn-Scanner
13. August 2010 - Nach einer 15-minütigen Untersuchung des Gehirns im MRI-Scanner und anschliessender Analyse der Daten im Computer lassen sich 90 Prozent aller Fälle von Autismus erkennen. Diese Störung des Verhaltens zeigen bis zu einem Prozent der Bevölkerung. Die Software zur Diagnose ist in Grossbritannien entwickelt worden - durch Anaylse der Hirnstrukturen bei zahlreichen Autisten und gesunden Personen. [2688]
Quelle: Focus
Kartoffeln: Grünes und Keime grosszügig wegschneiden
30. Juli 2010 - An grünen Stellen der Schale und rund um Keime herum bilden Kartoffeln das giftige Solanin. Diese Stellen sollte man deshalb grosszügig entfernen. Solanin verursacht Übelkeit und Erbrechen. Dunkle und kühle Lagerung verhindert das Keimen und hält den Solaningehalt niedrig. Kartoffeln kocht man am besten mit Schale und schält sie vor dem Essen. So bleiben Vitamine und Mineralstoffe am besten erhalten. Diese Tipps stammen vom Berufsverband Deutscher Internisten und von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. [2677]
Quelle: Standard
Kinder brauchen Regeln und ungeteilte Zeit
02. Juli 2010 - Eltern, die ihren Kindern Vorbild sind und sich Zeit nehmen, ein Tagesrhythmus mit festen Regeln, Ritualen und gemeinsamem Essen sind die wichtigsten Bedingungen dafür, dass Kinder gesund aufwachsen können. Bei der gemeinsamen Zeit kommt es mehr auf die Qualität als auf die Quantität an: Schon eine Viertelstunde ungeteilte Aufmerksamkeit pro Tag reicht aus. Das zeigt eine Familienstudie der grössten deutschen Krankenversicherung AOK. [2657]
Quelle: Ärztezeitung
Passivrauchen kann depressiv machen
11. Juni 2010 - Aktive, aber auch passive Raucher haben ein höheres Risiko für Depression. Das Risiko steigt mit der Nikotindosis. Dabei spielt es keine Rolle, ob man das Gift durch Rauchen oder durch Aufenthalt in verqualmter Luft aufnimmt. Das zeigt eine Langzeitstudie an über fünftausend Nichtrauchern und über zweitausend Rauchern in Grossbritannien. Bei allen hat man Abbauprodukte des Nikotins im Speichel gemessen, um die konsumierte Nikotinmenge zu berechnen. [2640]
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Einer von 30 hat Sex im Schlaf
10. Juni 2010 - Etwa jeder dreissigste Mann hat wohl einmal oder gar öfter in seinem Leben Sex im Schlaf, ohne sich dessen bewusst zu sein und ohne sich morgens daran erinnern zu können. Von dieser speziellen Schlafstörung, Sexsomnie, sind 11 Prozent der Männer und 4 Prozent der Frauen betroffen, die in einem Zentrum für Schlafstörungen in Toronto behandelt worden sind. Rund ein Drittel der Bevölkerung leidet an Schlafstörungen, in Grossstädten sind es bis zu 50 Prozent. Rechnet man die Zahlen aus Toronto auf die Gesamtbevölkerung um, kommt Sexsomnie bei einem Prozent der Frauen und bei drei Prozent der Männer vor. [2639]
Quelle: Spiegel
Grosse haben weniger Herzprobleme
09. Juni 2010 - Frauen über 1,64 und Männer über 1,74 Meter haben das geringste Risiko, herzkrank zu werden oder an einem Herzinfarkt zu sterben. Kleine Menschen, also Frauen unter 1,53 und Männer unter 1,65 Meter haben vergleichsweise ein um die Hälfte höheres Risiko. Das haben finnische Wissenschaftler aus 52 Studien mit insgesamt drei Millionen Personen berechnet. Die Ursachen für diesen Unterschied sind unklar. Eventuell sind bei kleinen Menschen auch die Blutgefässe enger, wodurch sie schneller verstopfen könnten. Viel wichtiger als die Grösse sind jedoch Faktoren, die man beeinflussen kann: Bewegung, gesundes Essen und wenig Stress. [2638]
Quelle: Focus
Intelligenz senkt Risiko für Selbstmord
07. Juni 2010 - Bei Männern, die gemessen am Intelligenzquotient (IQ) zu den oberen zehn Prozent gehören, ist das Risiko, sich selbst umzubringen, neunmal kleiner als bei den Männern in den untersten zehn Prozent. Das zeigt eine Studie an schwedischen Rekruten. Dieser deutliche Unterschied hat vermutlich mehrere Ursachen. Sie reichen von wirtschaftlichem Stress bis zu den Fertigkeiten, Krisen zu bewältigen. [2634]
Quelle: Ärzteblatt
Feinstaub erhöht den Blutdruck
19. Mai 2010 - Steigt die Belastung der Luft mit Feinstaub um 1,4 Mikrogramm pro Kubikmeter, erhöht sich der Blutdruck der Menschen um durchschnittlich einen Millimeter Quecksilbersäule. Das zeigen Messungen der Uni Duisburg-Essen in den stark belasteten Grossstädten des Ruhrgebiets. Der erhöhte Blutdruck ist ein Risiko für Herz und Kreislauf. Bereits frühere Studien zeigen, dass an Tagen mit extrem starker Feinstaubbelastung die Zahl der Herzinfarkte und Schlaganfälle zunimmt. [2599]
Quelle: Ärzteblatt
Rotes Fleisch muss nicht ungesund sein
19. Mai 2010 - Fleisch vom Rind, Schwein, Lamm und anderen nicht geflügelten Tieren hat mit Blick auf die Gesundheit einen schlechten Ruf. Zu Unrecht, sagen neuerdings amerikanische Forscher. Sie haben keine Bedenken gegen rotes Fleisch, so lange es frisch und unbehandelt ist. Schlecht für die Gesundheit seien vor allem Konservierungsstoffe wie Pökelsalze oder Rauch in Salami und anderen Wurstwaren. Zu diesem Schluss kommen sie nach einer Auswertung von zwanzig Studien mit über einer Million Personen. Auf Salami braucht man trotzdem nicht zu verzichten. Doch mehr als 50 Gramm pro Woche sollte man nicht davon essen, raten die Forscher. [2600]
Quelle: Stern
Schlanke verbrennen mehr Fett
18. Mai 2010 - Schlanke Menschen haben im Verhältnis zur Körpermasse eine grössere Oberfläche als dicke. Deshalb strahlen sie mehr Wärme ab und müssen, um die Körpertemperatur aufrecht zu erhalten, mehr Fett verbrennen. Auf diese einfache Tatsache führen Forscher der Uni Giessen den Umstand zurück, dass Dicke sich schwertun beim Abnehmen, während Schlanke fast beliebig viel essen können, ohne zuzunehmen. Mehr als zwei Drittel der Energie dient dazu, die Körpertemperatur zu regulieren, haben die Forscher berechnet. [2596]
Quelle: Welt
Entwarnung: Kein Krebs durch Handy
18. Mai 2010 - Eine neue Studie der Weltgesundheitsorganisation hat Daten von über fünftausend Patienten mit Hirntumoren in dreizehn Ländern ausgewertet: Wenn überhaupt, dann haben Nutzer von Mobiltelefonen ein eher geringeres Risiko für Krebs als jene ohne Handy. Die Unterschiede sind jedoch statistisch nicht bedeutsam. Die untersuchten Personen haben pro Monat im Durchschnitt zwei bis drei Stunden mit dem Handy telefoniert. Ob ein deutlich längerer Gebrauch ein Risiko darstellen könnte, lässt sich mit dieser Studie demnach nicht ausschliessen. [2597]
Quelle: Medical News Today
Immer mehr Kinder leiden an Diabetes
13. Mai 2010 - Es gab noch Zeiten, als man Diabetes vom Typ 2 «Altersdiabetes» nannte. Tempi passati: Heute tritt die Krankheit immer häufiger schon bei Kindern auf. In Deutschland erkranken jedes Jahr 200 Kinder daran. Grund: Sie bewegen sich zu wenig, essen ungesund und werden zu dick. Viele Eltern haben Angst vor Unfällen und bringen ihre Kinder per Auto zur Schule. Zu Hause sitzen sie vor dem Computer, statt draussen zu spielen. [2589]
Quelle: Welt
Nüsse senken Cholesterin
11. Mai 2010 - Eine Portion Nüsse pro Tag, egal welcher Art, hilft den Cholesterinspiegel im gesunden Bereich zu halten. Nüsse enthalten besonders viel von den «gesunden» mehrfach ungesättigten Fetten. Daneben sind sie auch reich an Fasern und Vitamin E. Regelmässige Nuss-Esser haben im Durchschnitt einen um 7 Prozent niedrigeren Cholesterinspiegel als Menschen, die selten oder nie Nüsse essen. Das zeigt eine Auswertung von 25 Studien mit über fünfhundert Personen. Nüsse isst man am besten ungesalzen, denn Salz erhöht den Blutdruck und damit das Risiko für Herz und Kreislauf. [2584]
Quelle: Telegraph
Natürlicher Schutz gegen Aids
09. Mai 2010 - Die meisten Menschen sind dem HI-Virus schutzlos ausgeliefert. Doch unter zweihundert Infizierten gibt es im Durchschnitt einen, der nur sehr langsam oder überhaupt nicht an Aids erkrankt - selbst wenn er nicht mit antiviralen Medikamenten behandelt wird. Diese Menschen tragen ein bestimmtes Gen, dessen Wirkung nun genauer erforscht werden konnte. Es befähigt Killerzellen des Immunsystems, die HI-Viren gezielt aufzuspüren und zu vernichten. Mit Hilfe dieses Gens hoffen Forscher, künftig einen wirksamen Impfstoff gegen Aids entwickeln zu können. [2580]
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Mehr Schokolade, mehr Depression
27. April 2010 - Hebt Schokolade die Stimmung? Einige Studien scheinen das zu bestätigen. Doch nun zeigt eine neue Studie in Kalifornien: Je höher der Schokoladekonsum, desto depressiver die Stimmung. Wie kommt es dazu? Der Griff zur Schokolade könnte, bewusst oder unbewusst, ein Versuch der Selbstbehandlung sein, um sich wieder besser zu fühlen. Der umgekehrte Fall, dass Schokolade depressiver macht, lässt sich aber auch nicht ausschliessen. Fazit: Die Frage, wie Schokolade auf die Stimmung wirkt, ist noch völlig offen. [2553]
Quelle: BBC
Gesundes Essen, bessere Schulnoten
18. April 2010 - An 80 britischen Schulen haben sich die Noten der Schüler deutlich verbessert, nachdem die Schulkantinen vor fünf Jahren auf mehr Obst und Gemüse und weniger Fett und Fleisch umgestellt haben. Vor allem in Englisch, Mathematik und Naturwissenschaften schnitten die Schüler besser ab als vorher. Auch waren sie um 15 Prozent weniger krank. [2536]
Quelle: Express
Dunkle Schokolade für die Leber
16. April 2010 - Bei Patienten mit Leberzirrhose sinkt das Risiko von gefährlichen Blutungen, wenn sie zum Dessert dunkle Schokolade essen. Dank hohem Kakao-Anteil von 85 Prozent senkt sie den Blutdruck in der Leber, der nach dem Essen stark ansteigt. Bei Patienten mit Leberschaden steigt dann das Risiko, dass die Adern dem Druck nicht mehr gewachsen sind und platzen. [2533]
Quelle: Standard
Muskeln im Alter: Wadendicke messen!
15. April 2010 - Bei betagten Menschen nimmt die Muskelmasse ab. Ob dieser Muskelverlust den kritischen Grad einer Sarkopenie erreicht, lässt sich mit der Waage nicht feststellen, da alte Menschen oft auch mehr Fett ansetzen. Nur das Massband schafft Klarheit: Der Wadenumfang sollte mindestens 31 Zentimeter betragen, sagt Jürgen Schölmerich, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin. Muskelschwäche ist die häufigste Ursache für Stürze im Alter. [2529]
Quelle: Ärztezeitung
Erinnerung geht, Gefühl bleibt
13. April 2010 - Patienten mit Gedächtnisverlust (Amnesie) können sich an Erlebnisse nicht mehr erinnern, doch die damit verbundenen Gefühle bleiben haften. Das zeigen Experimente mit Amnesie-Patienten in den USA. Die Forscher sind überzeugt, dass für Menschen mit Alzheimer das gleiche zutrifft: Ein Anruf oder Besuch von Angehörigen können eine anhaltend positive Wirkung haben, auch wenn der Besuch selbst schnell wieder vergessen ist. [2523]
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Studie stützt Essregel «Kaiser, König, Bettler»
09. April 2010 - Morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König, abends wie ein Bettler: An dem immer wieder zitierten Sprichwort scheint etwas dran zu sein: Mäuse, die man im Labor mit der immer gleichen Menge an Kalorien füttert, bleiben am schlanksten, wenn sie schon früh am Morgen eine gehörige Portion Fett bekommen. Bei Menschen hat man beobachtet, dass das Sättigungsgefühl im Lauf des Tages abnimmt. Nach dem Frühstück ist man also schon mit weniger Kalorien satt als nach dem Abendessen. [2521]
Quelle: Medizinauskunft
Reden darüber kann Schmerz verstärken
07. April 2010 - Achtung, gleich gibts einen Pieks! Diesen Spruch sollten sich Ärzte und Pflegepersonal schleunigst abgewöhnen. Denn schon das Reden über Schmerz kann das Schmerzgedächtnis aktivieren und so den Schmerzsinn schärfen - genau das Gegenteil dessen, was der Spruch beabsichtigt. Zu diesem Schluss kommt eine Studie in Jena. [2514]
Quelle: Welt
Junk Food macht süchtig
29. März 2010 - Ratten kann man wie Menschen mit Heroin oder Kokain süchtig machen. Das gelingt auch mit Junk Food, reich an Fett und Zucker. Laborversuche zeigen, dass die Kalorienbomben im Belohnungszentrum des Hirns ähnlich wirken wie Drogen. Sind Ratten erst einmal von menschlichem Junk Food abhängig geworden, fressen sie unter Stress mehr davon, während gesunde Ratten aufhören zu fressen. Zwar lassen sich diese Ergebnisse nicht direkt auf den Menschen übertragen. Doch erklären sie wahrscheinlich, warum Konsumenten von Fast Food oft übergewichtig sind. [2503]
Quelle: CNN International
Tantra-Experte: Zeitdruck schafft Sexprobleme
24. März 2010 - Die meisten Männer kommen zu schnell zur Sache und sind zu schnell wieder damit fertig. Fastfood-Sex sei eine Hauptursache für Sexprobleme, meint der Wiener Tantra-Lehrer Bernd Braun. Würden Männer sich dem von Natur aus langsameren weiblichen Tempo anpassen, könnten sie sich besser entspannen und den Sex geniessen, statt sich unter Erfolgs- und Leistungszwang zu setzen. [2496]
Quelle: Standard
Grünkohl für scharfe Augen im Alter?
15. März 2010 - Lutein, ein gelblicher Farbstoff aus Grünkohl, kann laut einer Studie aus Jena möglicherweise vorbeugend gegen Makula-Degeneration helfen. Bei diesem Augenleiden degeneriert der schärfste Punkt des Sehens auf der Netzhaut. Einer von drei Senioren ist irgendwann in seinem Leben davon betroffen. Damit der Kohl aber wirkt, müsste man täglich hundertfünfzig Gramm davon essen, haben die Jenaer Forscher berechnet. Lutein kommt auch in Spinat, Rucola und Kresse vor. Statt tellerweise Kohl zu essen, dürfte man mit einer abwechslungsreichen Ernährung und viel Gemüse wohl besser fahren. [2474]
Quelle: Ärztezeitung
Ernährungswissenschaftler: Bewegung ist wichtiger
24. Februar 2010 - Um gesund zu bleiben, soll man sich bewegen. Ernährung habe dagegen kaum einen Einfluss auf die Gesundheit. Das sagt Nahrungs-Experte Paolo Colombani von der ETH Zürich in einem Interview der SonntagsZeitung. Wer sich bewege, könne fast alles essen, weil sich (wieder) ein natürliches Gleichgewicht von Hunger und Sättigung einstelle. Die übrigen Empfehlungen seien ganz einfach: Nichts kaufen, was Grossmutter nicht gekannt hat, was aus mehr als fünf Inhaltsstoffen besteht oder aus Stoffen, die schwer auszusprechen sind; im Supermarkt aussen herum einkaufen und den Innenraum mit den Konserven meiden. [2437]
Quelle: SonntagsZeitung
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