Gesundheitstelegramm: Erkältung

News zu Erkältung

Ingwer gut für Verdauung, nicht gegen Erkältung

Ingwer und Zubereitungen aus diesem Wurzelstock haben sich gegen Verdauungsbeschwerden und zur Verhütung von Reisekrankheit gut bewährt. Jedoch sei die oft behauptete Wirkung gegen Husten und Erkältung nicht wissenschaftlich belegt. Das sagt Professor Jürgen Reichling im Phyto-Forum der deutschen Ärztezeitung. [3092]

24. April 2012  –  Ärztezeitung

Keine Antibiotika bei Erkältung

Gegen akute Entzündungen der Nasenschleimhaut und der Nebenhöhlen (Rhinosinusitis) nützen Antibiotika meist nichts - nicht einmal dann, wenn Bakterien die Ursache sind: Mit oder ohne Antibiotika heilt die Krankheit in einigen Wochen aus. Das zeigt eine US-Studie mit 166 Patienten. Antibiotika sind nur gegen chronische Rhinosinusitis zu empfehlen, die länger als etwa zwei Monate dauert. [3049]

21. Februar 2012  –  Ärztezeitung

Einfache Hausmittel gegen Heiserkeit

Die deutsche Ärztezeitung gibt sieben Tipps bei Erkältung mit Halsschmerzen: 1. Wenig sprechen, nicht räuspern. 2. Viel trinken, sehr gut sind Salbei- und Ingwertee. 3. Dampf inhalieren. 4. Wohnluft feucht halten. 5. Höchstens leichter Sport (Wandern, Radwandern, Spazieren). 6. Körperwarme feuchte Halswickel (Quark). 7. Entspannungstechniken, Stressabbau. [3022]

13. Januar 2012  –  Ärztezeitung

Erkältungen: Mandeln entfernen nützt nichts

Bei Kindern, die häufig an Infektionen der Atemwege leiden, nützt die Entfernung der Rachenmandeln nichts. Das zeigt eine Studie mit über hundert Kindern an dreizehn Kliniken in Holland. Die Zahl der Krankheitstage ist nach Operation nicht geringer als ohne Operation, und die Zahl der Fiebertage nimmt sogar eher zu. Die Studie hat auch einen positiven Befund: Mit oder ohne Operation nehmen die Infektionen ab, wenn die Kinder älter werden. [2940]

12. September 2011  –  Ärzteblatt

Zink gegen Erkältung

Das Spurenelement Zink dämpft Erkältungen und verkürzt ihre Dauer. Zu diesem Schluss kommt die Organisation Cochrane nach der Analyse von fünfzehn Studien, in denen zusammen über tausend Personen untersucht worden sind. Gute Quellen für Zink sind Leber, Käse, Rindfleisch und Haferflocken. [2812]

18. Februar 2011  –  Ärztezeitung

Tägliche Pendler erkälten sich weniger

Wer täglich mit Tram, Bus oder Bahn unterwegs ist, dem können Grippeviren oder andere Erreger von Erkältungskrankheiten weniger anhaben. Für seltene Nutzer erhöht sich das Risiko, angesteckt zu werden, um das Fünf- bis Sechsfache, nachdem sie ein öffentliches Verkehrsmittel benutzt haben. Bei häufiger Nutzung entwickelt der Körper stärkere Abwehrkräfte. Zu diesem Schluss kommt eine britische Studie an über hundert Personen. [2795]

20. Januar 2011  –  UPI Health News

Winter-Jogging: Nicht zu warm anziehen

Leichtes Frösteln beim Hinausgehen ins Freie bedeutet: Man ist richtig angezogen. Schon nach wenigen Minuten zuerst mit schnellem Gehen und dann mit langsamem Joggen ist der Körper auf Betriebstemperatur. Wer schon zu Beginn wohlig warm hat, ist zu warm gekleidet und kommt übermässig ins Schwitzen. Dann droht die Gefahr von Erkältung. Bewährt hat sich das Zwiebelprinzip: zwei bis höchstens drei Schichten dünner, lockerer Kleidung, dazu Mütze oder Stirnband und Handschuhe. [2782]

29. Dezember 2010  –  Süddeutsche Zeitung

Bald bessere Nasensprays gegen Erkältung?

Eine neue Art von Immunabwehr ist von britischen Forschern entdeckt worden. Sie beruht auf Antikörpern, die Viren auch dann noch bekämpfen, wenn sie bereits in die Zellen der Schleimhaut eingedrungen sind. Nach bisheriger Meinung wären Antikörper nur ausserhalb von Zellen wirksam gewesen. Nun hofft man, mit Hilfe der neuen Antikörper künftig bessere Nasensprays gegen Erkältungen zu entwickeln. [2745]

3. November 2010  –  Daily Mirror

Ist Depression Folge einer Entzündung im Gehirn?

Da die üblichen Medikamente gegen Depression nur schlecht wirken, steht die bisher führende Theorie unter Druck, wonach ein Mangel an Botenstoffen wie Serotonin und Noradrenalin die Ursache sei. Nun haben Psychiater der Uni Magdeburg in den Gehirnen verstorbener Depressiver deutliche Zeichen für Entzündungen entdeckt. Sie haben sich in den Zellen entwickelt, die die Nervenzellen im Gehirn stützen und nähren. Für die neue Theorie spricht auch, dass eine Erkältung aufs Gemüt schlägt und dass Entzündungshemmer die Wirkung von Antidepressiva verstärken. [2343]

26. Januar 2010  –  SonntagsZeitung

Atemnot bei Erkältung: Warnsignal für das Herz

Wer nach einer Erkältung, einem grippalen Infekt, schon bei kleiner Anstrengung ausser Atem gerät, sollte sofort zum Arzt. Dazu rät ein führender deutscher Herzmediziner. Grund: Der Herzmuskel könnte entzündet und dadurch geschwächt sein. Weitere Zeichen der Gefahr seien Herzrhythmusstörungen wie Stolpern oder Herzrasen. Um das Herz zu schonen, sollte man bei Erkältungen in jedem Fall körperliche Anstrengung meiden, von sportlichem Training ganz zu schweigen. [2339]

26. Januar 2010  –  Süddeutsche Zeitung

Erkältet? Nicht räuspern, sondern husten!

Ist bei Erkältung oder Grippe die Stimme belegt, sollte man die Stimmbänder durch Husten oder Hüsteln, aber nicht durch Räuspern vom Schleim befreien. Leises Summen oder Brummen vor dem Husten eignet sich gut, um zähen Schleim zu lockern, ohne die Stimmbänder zu belasten. Räuspern schadet den Stimmbändern, weil sie sich zu heftig aneinander reiben. Das entzündet die Schleimhaut und kann auf Dauer heiser machen. [2166]

7. Dezember 2009  –  20 Minuten

Mehr Infarkte bei Erkältung

Akute Entzündungen der Atemwege lassen das Risiko für Herzinfarkt und Hirnschlag markant ansteigen. In den ersten drei Tagen kann es bis auf das Fünffache ansteigen und fällt dann langsam wieder auf den ursprünglichen Wert. Keinen Anstieg des Risikos gibt es nach einer Impfung gegen Grippe. [941]

22. Dezember 2004  –  N Engl J Medicine 2004;351:2611

Büro schlecht gelüftet: mehr Erkältungen

Wer in einem schlecht gelüfteten Bürohaus arbeitet, ist öfter erkältet als Mitarbeiter in einem gut gelüfteten Büro. Grund: Die Viren von verschnupften Kollegen bleiben länger im Raum und stecken andere Mitarbeiter an. [817]

1. Juli 2004  –  Respiratory + Critical Care 2004;169:1187

Schützt Echinacea vor Erkältung?

Nein, sagt eine Studie an über 400 Kindern, die vorbeugend mit einem Präparat von Echinacea (Sonnenhut) behandelt worden sind. Sie waren genau so häufig erkältet wie Kinder, die nur ein Scheinpräparat (Plazebo) bekommen haben. Jedoch haben sie häufiger Ausschläge an der Haut bekommen. Fazit: Diesen Einkauf kann man sparen. [660]

4. Dezember 2003  –  JAMA 2003;290:2824

Mittel gegen Erkältung können Hirnschlag fördern

Vielleicht ist es besser, wenn ältere Menschen eine Erkältung ganz klassisch mit Kräutertee behandeln, als in der Apotheke rezeptfreie Mittel dagegen zu kaufen. Diese könnten nämlich das Risiko für Hirnschlag steigern, sagt eine Studie in Mexiko. [545]

30. Juli 2003  –  Stroke 2003;14:1667

Der Erreger von Sars

Nach neustem Stand des Wissens gehört er zur Gruppe der Corona-Viren. Andere Viren dieser Gruppe verursachen Erkältungen beim Menschen und verschiedene Tierkrankheiten. Am nächsten verwandt scheint er mit Viren zu sein, die Hepatitis bei Mäusen verursacht - ein weiterer Hinweis auf den Übertragungsweg durch Ungeziefer. Bisher hat man schon Küchenschaben im Verdacht. Mehr Info:
http://image.thelancet.com/extras/03art3477web.pdf [441]

11. April 2003  –  Lancet 12.4.2003

Summen befreit die Nebenhöhlen

Beim Summen ist der Gasaustausch zwischen Nase und Nebenhöhlen viel besser als beim ruhigen Ausatmen. Das könnte bei Erkältungen hilfreich sein. [211]

5. August 2002  –  Respiratory + Critical Care 2002;166:144

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