Gesundheitstelegramm: Erektion

News zu Erektion

Weniger Medikamente, bessere Potenz

Männer, die drei oder mehr verschiedene Medikamente nehmen, leiden deutlich öfter an Erektionsstörungen als solche mit höchstens zwei Medikamenten. Jedes zusätzliche Medikament erhöht das Risiko für Impotenz um zwei bis drei Prozent. Das hat eine Befragung bei über dreissigtausend Männern in den USA ergeben. Es könnte sich also lohnen, mit dem Arzt zu reden und überflüssige Medikamente abzusetzen. [2988]

24. November 2011  –  Ärztezeitung

Keine Wechseljahre beim Mann

Die angeblichen Wechseljahre des Mannes sind eine Erfindung der Pharmaindustrie. Angeblich sei ein Mangel an Testosteron schuld an vielen Beschwerden, von Erektionsstörungen über Müdigkeit, nachlassende Leistung bis zu Depression. Doch die oft verschriebenen teuren Hormonpräparate nützen nichts, wie eine Studie an über dreitausend Männern in acht europäischen Ländern zeigt: Die Beschwerden alternder Männer haben nichts mit dem Testosteronspiegel zu tun. Nur gerade zwei Prozent der untersuchten Männer haben eine Unterfunktion der Hoden und zu tiefe Hormonwerte. Beschwerden mit Hormonpräparaten zu behandeln, könne sogar gefährlich sein, warnen die Forscher. [2647]

18. Juni 2010  –  Tages-Anzeiger

Warum Kiffen impotent machen kann

In den Schwellkörpern des männlichen Penis hat man empfindliche Stellen gefunden, so genannte Rezeptoren, die auf Substanzen im Cannabis reagieren. Bei Menschen und anderen Primaten schwächen sie die Erektion. Nicht so bei Ratten; dort wirken sie genau umgekehrt. Aus einigen Studien ist bekannt, dass Kiffer öfter als andere an Impotenz leiden. [2032]

2. Februar 2009  –  PubMed PMID: 19147270

Sexuelle Erregung schärft Tastsinn

Sind Männer sexuell erregt, spüren sie feine Vibrationen an ihren Fingerkuppen, die sie im nicht erregten Zustand nicht wahrnehmen können. Dies zeigt ein Versuch an über dreissig Männern in Australien. Männer mit normaler Potenz reagierten empfindlicher auf die Vibrationen, wenn sie ein Sexvideo anschauten. Männer mit Erektionsstörungen zeigten in dieser Hinsicht keinen Unterschied zwischen einem Sexvideo und einem anderen Video. [2004]

16. Dezember 2008  –  PubMed PMID: 19068295

Guter Sex erspart den Arzt

Männer mit sexuellen Problemen besuchen den Arzt dreimal häufiger als Männer mit wenigen oder nur geringen Problemen bei Erektion, Potenz und Libido. Zu diesem Schluss kommt eine Studie bei über zwanzigtausend Männern in Finnland. [1777]

10. Januar 2008  –  PubMed PMID: 18158046

Kleinhirn steuert die Potenz

Die Signale, die zur Erektion führen, kommen offenbar aus der Region des Kleinhirns, die dessen beide Hälften verbindet und wegen ihres wurmförmigen Aussehens Vermis genannt wird. Das haben Tests an Freiwilligen mittels Hirn-Scannern in Japan gezeigt. [1411]

5. September 2006  –  J Urology 2006;176:679

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