Gesundheitstelegramm: Entzündung

News zu Entzündung

Zuviel Hygiene fördert Allergien

Asthma und allergische Darmentzündungen sind häufiger bei Menschen, die als Kinder in einer möglichst keimfreien Umgebung aufgewachsen sind. Diese Vermutung, gestützt auf zahlreiche Beobachtungen und Studien, ist jetzt in einem deutsch-amerikanischen Mäuseversuch erneut getestet worden: Steril aufgezogene Labormäuse zeigten eine deutlich höhere Neigung zu Allergien als ihre Artgenossen aus normaler Umgebung. Die Immunsysteme von Maus und Mensch seien sich so ähnlich, dass man von diesem Experiment auch auf den Menschen schliessen könne, meinen die Forscher. [3073]

26. März 2012  –  Spiegel

Rheuma, Herz und Kreislauf

Entzündungen der Gelenke, rheumatoide Arthritis, greifen auch Herz und Kreislauf an: Das Risiko für Vorhofflimmern nimmt um 40 Prozent zu, jenes für Schlaganfall um 30 Prozent, wie eine Untersuchung der erwachsenen Bevölkerung Dänemarks zeigt. Eine erhöhte Gefahr für Herzinfarkt war schon in früheren Studien festgestellt worden. [3068]

19. März 2012  –  Ärztezeitung

Tipps gegen Legionärskrankheit im Hotel

Legionellen sind Bakterien, die eine schwere, oft tödliche Lungenentzündung auslösen können. Sie entwickeln sich vor allem in selten genutzten Warmwasserleitungen. Wer in einem Hotel eincheckt, wo noch viele Zimmer frei sind, sollte vor dem ersten Duschen das Heisswasser einige Minuten laufen lassen, aus dem Bad gehen und die Tür schliessen. Das schwemmt die Keime aus der Leitung und tötet sie durch Hitze ab. Danach das Bad gut lüften. Dazu rät die deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin. [3058]

5. März 2012  –  Welt

Zähne putzen auch gegen Hirnhautentzündung

Der Keim Streptococcus tigurinus, kürzlich von Zürcher Forschern entdeckt, vermehrt sich in der Mundhöhle. Über blutendes Zahnfleisch gelangt er unter anderem in die Hirnhaut und kann dort eine Entzündung (Meningitis) auslösen, vermuten die Forscher. Um dieser gefährlichen Krankheit vorzubeugen, ist gute Mundhygiene ratsam. [3050]

22. Februar 2012  –  Telegraph

Keine Antibiotika bei Erkältung

Gegen akute Entzündungen der Nasenschleimhaut und der Nebenhöhlen (Rhinosinusitis) nützen Antibiotika meist nichts - nicht einmal dann, wenn Bakterien die Ursache sind: Mit oder ohne Antibiotika heilt die Krankheit in einigen Wochen aus. Das zeigt eine US-Studie mit 166 Patienten. Antibiotika sind nur gegen chronische Rhinosinusitis zu empfehlen, die länger als etwa zwei Monate dauert. [3049]

21. Februar 2012  –  Ärztezeitung

Multiple Sklerose: Fett- statt Immunkrankheit?

Was zerstört die fettigen Hüllen der Nervenfasern und verursacht so multiple Sklerose? Seit Jahren im Visier ist das Immunsystem: Es soll, ausser Kontrolle geraten, die Nervenhüllen angreifen. Jetzt stellt eine amerikanische Forscherin eine neue Theorie auf: Ein genetisch bedingter Defekt im Fettstoffwechsel erzeugt schadhafte Nervenhüllen. Die Schäden alarmieren das Immunsystem, und die folgende Entzündung zerstört die Nervenhüllen. MS ist bei Frauen häufiger als bei Männern. Der Fettstoffwechsel funktioniert bei Frauen grundlegend anders als bei Männern. Beides spricht für die Fett-Theorie der multiplen Sklerose. Ob sie zu Fortschritten in der Behandlung führt, wird sich zeigen müssen. [3014]

3. Januar 2012  –  UPI Health News

Kaugummi gegen Mittelohrentzündung

Kinder, die mit Xylit gesüssten Kaugummi kauen, erkranken um ein Viertel seltener an Mittelohrentzündung. Zu diesem Schluss kommen drei finnische Studien mit über 1800 Kindern. Xylit hemmt das Wachstum von Bakterien im Mundraum. Jedoch hilft der Süssstoff nur vorbeugend - nicht aber, wenn die Kinder schon erkrankt sind. [2980]

14. November 2011  –  Ärztezeitung

Testosteron dämpft Entzündungen und Allergien

Männer leiden seltener als Frauen an Entzündungen und Allergien. Den Grund haben Forscher der Universität Jena im Sexualhormon Testosteron gefunden. Es drosselt die Bildung von Stoffen, die das Immunsystem zu entzündlichen Reaktionen antreiben. [2914]

28. Juli 2011  –  Welt

Schützt Mageninfektion vor Asthma?

Die Magenbakterie Helicobacter pylori führt zwar zu Entzündungen der Magenschleimhaut und zu Magengeschwüren, schützt aber wahrscheinlich vor allergischem Asthma. Das zeigen Versuche an Mäusen an den Universitäten von Zürich und Mainz. Sie liefern eine weitere Bestätigung der Hypothese, dass zuviel Hygiene für die Zunahme von Allergien in modernen Industrieländern verantwortlich ist. [2898]

4. Juli 2011  –  Ärztezeitung

Babypuder unnötig und gefährlich

Beim Pudern können Babys den feinen Staub einatmen. Vor allem Talkumpuder dringt tief in die Lungen ein und kann dort Entzündungen auslösen. Pudern von gesunder Babyhaut sei medizinisch unnötig, sagt das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung. [2897]

30. Juni 2011  –  Focus

Kaffee senkt Risiko für Schlaganfall

Frauen, die täglich mindestens eine Tasse Kaffee trinken, haben ein niedrigeres Risiko für Hirnschlag als Frauen, die keinen Kaffee trinken: Das Risiko sinkt um 22 bis 25 Prozent laut einer Studie bei über dreissigtausend Schwedinnen. Für diese Wirkung genügt eine Tasse pro Tag. Jene Frauen, die täglich mehr als fünf Tassen Kaffee trinken, haben keinen zusätzlichen Vorteil. Wie die Wirkung zustande kommt, ist noch unbekannt. Man vermutet, dass Kaffee die Entzündungen im Blutkreislauf reduziert oder die Empfindlichkeit für Insulin erhöht. [2826]

14. März 2011  –  WebMD

Harte Tastatur fördert Tennisarm

Wer einen Computer kauft, tut gut daran, auch auf eine leichtgängige Tastatur zu achten. Denn je höher der Widerstand beim Tippen, desto stärker belastet dies die Beugemuskeln von Finger, Hand und Unterarm. Das kann bei langer Arbeit am Computer zu Entzündungen führen, etwa einem Tennisarm. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Eidgenössischen Technischen Hochschule ETH Zürich. [2820]

3. März 2011  –  Ärztezeitung

Milch senkt Risiko für Diabetes

Wer viel Milch trinkt und Joghurt, Käse und andere Milchprodukte konsumiert, kann sein Risiko für Diabetes vom Typ 2 um bis zu 60 Prozent senken. Das zeigt eine Langzeitstudie an über dreitausend Personen in den USA. Die günstige Wirkung beruht offenbar auf der trans-palmitoleischen Fettsäure, die nur in Milch vorkommt und die der Körper nicht selbst bilden kann. Die Fettsäure senkt auch den Cholesterinspiegel und dämpft Entzündungen. [2777]

22. Dezember 2010  –  Focus

Würmer gegen Darmentzündung

Colitis ulcerosa, eine Entzündung des Dickdarms, lässt sich mit Eiern des Peitschenwurms Trichuris bekämpfen. Diese Wurmkur mit umgekehrten Vorzeichen regt den Darm an, mehr Schleim zu bilden, um die Parasiten abzuwehren. Dieser Schleim lindert die Entzündung der Darmschleimhaut. Auch gegen Morbus Crohn, eine andere chronische Darmkrankheit, haben sich Würmer als günstig erwiesen. [2764]

3. Dezember 2010  –  Focus

Rheuma fördert Herzinfarkt

Entzündungen in den Gelenken sind die Ursache für rheumatische Schmerzen. Daneben droht die Gefahr, dass sich die Entzündungen auch in die Blutgefässe ausbreiten, dort die Innenwände der Arterien schädigen und so die Verkalkung fördern. Besonders gefährdet sind die Herzkranzgefässe, was zum Herzinfarkt führen kann, und die Arterien, die das Gehirn versorgen, was einen Schlaganfall fördert. Deshalb empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie, Gelenkbeschwerden früh zu behandeln. Das lindert Beschwerden, schützt aber auch den Kreislauf. [2710]

14. September 2010  –  Welt

Kochbanane und Broccoli gut gegen Crohn

Erreger der Darmentzündung Morbus Crohn sind Bakterien, die sich an der Darmwand festsetzen und diese angreifen. Bestimmte lösliche Faserstoffe, die vor allem in Kochbananen und in Broccoli vorkommen, können die Darmwand teilweise vor dem Bakterien-Angriff schützen. Das haben Forscher der Universität Liverpool entdeckt. Lösliche Fasern aus anderen Pflanzen, etwa Äpfeln, wirken nicht in diesem Sinn. Andere, wie etwa aus gedämpften Maiskolben, können die Krankheit sogar verschlimmern. [2698]

27. August 2010  –  Telegraph

Ozon steigert Allergie-Wirkung von Pollen

Die Pollen zweier Roggensorten bilden mehr allergene Eiweisse, wenn der Ozongehalt der Luft steigt. Dies zeigen Versuche an der Medizinischen Universität Wien. Sollte dies auch bei anderen Allergie auslösenden Pflanzen der Fall sein, etwa bei Gräsern, Bäumen und Ambrosia, dann wäre Ozon für die Atemwege doppelt gefährlich - als Auslöser von Entzündungen und als Verstärker von Allergien und Asthma. [2696]

25. August 2010  –  Welt

Hohe Ozonwerte schaden dem Herzen

Ein Schutzstoff gegen das Absterben von Herzmuskelzellen schwindet dahin, wenn die Ozonwerte längere Zeit über den Grenzwert steigen. Gleichzeitig nimmt die Tendenz für Entzündungen zu - darunter leidet der Blutkreislauf. Die beiden Vorgänge sind in einem US-Labor entdeckt worden: Zwar erst bei Ratten, doch die Forscher gehen davon aus, dass Ozon auch dem menschlichen Herzen schadet. [2671]

22. Juli 2010  –  Focus

Impfung gegen Arteriosklerose?

Schwedische Forscher haben einen Impfstoff erprobt, der die Verkalkung von Arterien (Arteriosklerose) verhindert. Bei Mäusen hat es schon funktioniert. Der Impfstoff verhindert, dass Immunzellen das LDL-Cholesterin angreifen, was zu einer Entzündung führt und die inneren Wände der Arterien beschädigt. An den beschädigten Stellen lagert sich Kalk an. In einer nächsten Phase soll nun der Impfstoff an Patienten mit einem hohen Risiko für Arteriosklerose getestet werden. [2592]

17. Mai 2010  –  Ärzteblatt

Olivenöl dämpft Entzündungen

Bestimmte Substanzen im Olivenöl unterdrücken die Wirkung von Genen, die das Immunsystem zu entzündlichen Reaktionen im Körper anstacheln. Das zeigen Versuche an der Uni von Cordoba. Entzündungen können, vor allem im Blutkreislauf, zu Schäden führen: Arterien verkalken, verstopfen und lösen so Herzinfarkt, Schlaganfall oder Demenz aus. [2541]

20. April 2010  –  Telegraph

Zahnlücken gefährden das Herz

Mit jedem Zahn, der ausfällt, nimmt das Risiko für Herztod um etwa ein Viertel zu. Wer nur noch weniger als zehn eigene Zähne hat, lebt demnach mit einem siebenfach höheren Risiko als eine Person mit vollständigem Gebiss. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an mehr als siebentausend Männern und Frauen mit Zahnproblemen in Schweden. Schuld daran seien Entzündungen, die sich vom Mund aus im ganzen Körper verbreiten, vermuten die schwedischen Forscher. Hinzu kommt, dass schlechte Zahngesundheit oft mit einem allgemein weniger gesunden Lebensstil verbunden ist. [2527]

14. April 2010  –  Welt

Impfung gegen Zecken lohnt sich

Nur noch weniger als 100 Menschen erkranken pro Jahr in Österreich an der durch Zecken übertragenen Hirnhautentzündung FSME. Vor dreissig Jahren zählte man jeweils über 700 solche Patienten. Diesen Erfolg verdanken die Österreicher einer konsequenten Impfpolitik: Zwei Drittel der Bevölkerung haben einen kompletten Impfschutz, 90 Prozent mindestens einen Teilschutz. Die Zahl der Zecken hat in den Jahren ständig zugenommen. Nach dem kalten Winter verspricht 2010 ein besonders schlimmes Zeckenjahr zu werden. [2516]

7. April 2010  –  Ärztezeitung

Rheumatiker: Besuch beim Zahnarzt kann sich lohnen

Doppelt bis dreimal so hoch ist das Risiko einer rheumatischen Arthritis bei Patienten mit Entzündungen des Zahnbettes (Paradontitis), verglichen mit zahngesunden Menschen. Auch Rauchen erhöht das Risiko für Rheuma: Ohne Tabakkonsum und mit gesunden Zähnen lässt sich das Rheuma-Risiko gar auf ein Neuntel senken. Immer mehr Fakten sprechen dafür, dass Entzündungen, ausgehend von den Zähnen, sich im ganzen Körper ausbreiten können. [2510]

31. März 2010  –  Ärztezeitung

Gelbwurz könnte der Leber gut tun

Das asiatische Gewürz Kurkuma, Gelbwurz, macht die Leber von genetisch veränderten Mäusen widerstandsfähiger gegen Entzündung und Gallenstau. Vieles spricht dafür, dass das in der asiatischen Küche beliebte gelbe Pulver auch gut für die menschliche Leber sein könnte. In China und Indien schätzt man die verdauungsfördernde und entzündungshemmende Wirkung von Kurkuma schon seit langem. [2497]

25. März 2010  –  Welt

Jogging gut, Marathon schlecht für das Herz

Übermässig verkalkte Herzkranzgefässe haben Herzspezialisten bei einer Gruppe von 25 Sportlern gefunden, die jedes Jahr mindestens einen Marathonlauf absolviert hatten. Eine US-Studie hatte die Herzen der Sportler mit denen von 23 Nichtsportlern verglichen. Laufen gilt sonst als gesund für das Herz - wenn man es nicht übertreibt. Bei extremer Ausdauerleistung treten überall im Körper mehr Entzündungsherde auf, und diese greifen die Innenwände der Arterien an. An den verletzten Stellen lagert sich mit der Zeit Kalk ab. [2490]

22. März 2010  –  Ärztezeitung

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