
News zu Eiweiss
Jogging oder Hirnjogging gegen Alzheimer?
Zeit seines Lebens geistig aktiv und auch im vorgerückten Alter körperlich aktiv sein - dies ist offenbar das beste Rezept gegen Alzheimer. Dagegen ist Gehirnjogging, anders als körperliches Jogging, bei Personen mittleren Alters wirkungslos. Zu diesem Schluss kommt eine Studie mit über siebzig Senioren in den USA. Als Mass für das Alzheimer-Risiko diente die Menge an Amyloid, einem für Alzheimer typischen Eiweiss im Gehirn. [3029]
24. Januar 2012 – Medpage Today
Neues Medikament gegen Alzheimer-Plaques
Ein Antikörper-Medikament aus einem Forschungslabor von Roche in Basel greift die für Alzheimer typischen Eiweiss-Plaques im Gehirn an und löst sie zum Teil auf. Ob sich damit auch die Demenz bessert, bleibt aber fraglich. Denn die Plaques sind vielleicht gar nicht die Ursache der Krankheit, sondern nur eine Begleiterscheinung. [2961]
17. Oktober 2011 – Ärztezeitung
Alzheimer zeigt sich früh im Auge
Schon lange bevor das Gedächtnis nachlässt, lagern sich in der Netzhaut und in der Hornhaut des Auges die typischen Eiweisse ab, die im Hirn zu Schäden führen. Im Auge lassen sich die Eiweisse viel besser erkennen als im Gehirn. Das soll künftig die Früherkennung von Alzheimer, aber auch von multipler Sklerose verbessern. [2943]
16. September 2011 – Ärztezeitung
Eine gestörte Reparatur von Eiweissen im Gehirn und Rückenmark haben Forscher in den USA als Ursache der Nervenkrankheit ALS erkannt. Bei der Amyotrophen Lateralsklerose sterben Nerven ab, was danach Muskeln verkümmern lässt. Die Krankheit ist unheilbar. Nun hofft man auf Chancen, endlich Medikamente dagegen entwickeln zu können. [2928]
25. August 2011 – Ärztezeitung
Alzheimer: Frühtest, aber noch keine wirksame Behandlung
Schon zehn und mehr Jahre vor dem Ausbruch soll sich Alzheimer mit einem neuen Test nachweisen lassen. Dieser ist an der Universität Leipzig entwickelt worden. Er erkennt, ob sich das für Alzheimer typische Eiweiss Beta-Amyloid im Gehirn ablagert. Ob der neue Test nützt, ist fraglich, da es gegen Alzheimer noch immer kein wirksames Medikament gibt. [2887]
15. Juni 2011 – Welt
Bei Mäusen ist es gelungen, beim Menschen leider noch nicht: Abgestorbene Teile des Herzmuskels können sich regenerieren und funktionieren wieder normal, wenn man ein bestimmtes Eiweiss verabreicht. Bis zu einer wirksamen Therapie beim Menschen ist aber noch ein weiter Weg. [2885]
10. Juni 2011 – Spiegel
Pro Tag sieben Walnüsse und seltener zum Arzt?
Walnüsse enthalten doppelt so viel Antioxidantien wie Erd- und andere Nüsse, dazu hochwertige Eiweisse ähnlich wie im Fleisch, zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe. Sieben Walnüsse pro Tag reichen aus, um eine günstige Wirkung auf die Gesundheit zu entfalten, sagt Ernährungsforscher Joe Vinson aus Pennsylvania. [2837]
30. März 2011 – UPI Health News
Neuer Medikament-Typ gegen Aids
Ein neu entdecktes Eiweiss (VIR-576) verhindert, dass HI-Viren in menschliche Immunzellen eindringen und diese zerstören können. An der medizinischen Hochschule Hannover sind achtzehn HIV-Positive erfolgreich damit behandelt worden. Anders als bei den bisher üblichen hochwirksamen Anti-Virus-Medikamenten treten dabei nur wenige negative Nebenwirkungen auf. Für den praktischen Einsatz taugt das neue Mittel noch nicht, da es nur durch Infusion verabreicht werden kann. Es wird noch Jahre dauern, bis es als Tablette auf den Markt kommt. [2778]
23. Dezember 2010 – Ärztezeitung
Stehen Nervenzellen im Gehirn unter Stress, brauchen sie ein bestimmtes Eiweiss auf, das die Zellen vor Stress schützt. Ist der Schutzstoff aufgebraucht, beginnt die Zerstörung der Hirnzellen. Diesen Mechanismus haben japanische Forscher entdeckt. Er zeigt möglicherweise eine Ursache von Alzheimer und anderen nervenzerstörenden Krankheiten auf. Auf der Ebene der Zellen bedeutet Stress nicht nur psychische Spannungen, sondern auch Belastung durch Schadstoffe in der Umwelt. [2771]
14. Dezember 2010 – Ärzteblatt
Alzheimer wegen schlechter Müllabfuhr im Hirn
Ansammlungen von giftigen Eiweissen (Beta-Amyloid-Plaques) im Gehirn gelten als typisches Zeichen von Alzheimer. Nun zeigen neuste Forschungen, dass Amyloid auch bei gesunden Personen entsteht. Doch anders als bei Alzheimer-Patienten wird das giftige Eiweiss so schnell entsorgt, dass es sich nicht im Gehirn ansammeln und dieses zerstören kann. Diese Erkenntnis lässt an zwei Fronten auf Fortschritte hoffen: Früherkennung bis zu zehn Jahre vor dem Auftreten erster Symptome und neue Medikamente zur besseren Entsorgung von Amyloid. [2769]
10. Dezember 2010 – Focus
Versuchs-Medikament stoppt Alzheimer
Durch eine Impfung mit bestimmten Antikörpern lässt sich Alzheimer bei Mäusen stoppen: Zwar werden die Nager nicht gesund, doch schreitet die Krankheit nicht weiter voran. Dieser Erfolg ist Forschern in Göttingen gelungen. Sie gehen davon aus, dass dieser Ansatz auch bei Menschen wirkt und dass erste Medikamente schon in etwa zwei Jahren an menschlichen Patienten getestet werden können. Die neue Behandlung stoppt die Bildung giftiger Eiweisse in den grauen Zellen, lässt aber deren Ablagerungen in den sogenannten Plaques in Ruhe. Nach neusten Erkenntnissen sind die Plaques nicht nur unschädlich, sondern im Gegenteil sogar nützlich als eine Art Abfallsäcke oder Mülleimer für giftige Eiweisse. [2748]
8. November 2010 – Welt
Cholesterinsenker auch gegen Alzheimer?
Cholesterin senkende Medikamente vom Typ Statin fördern den Abbau gefährlicher Eiweiss-Bausteine im Gehirn namens Amyloid-Beta. Ihr Auftreten ist gekoppelt mit der Alzheimer-Krankheit, und möglicherweise gehören sie zu den Ursachen der Krankheit. Hinweise, dass Statine das Amyloid abbauen helfen, gehen aus einer Studie von Bonner Forschern hervor - allerdings erst an Zellkulturen und an Mäusen. Die Hoffnung auf eine bessere Behandlung ist somit noch verfrüht. [2725]
5. Oktober 2010 – Ärztezeitung
Ozon steigert Allergie-Wirkung von Pollen
Die Pollen zweier Roggensorten bilden mehr allergene Eiweisse, wenn der Ozongehalt der Luft steigt. Dies zeigen Versuche an der Medizinischen Universität Wien. Sollte dies auch bei anderen Allergie auslösenden Pflanzen der Fall sein, etwa bei Gräsern, Bäumen und Ambrosia, dann wäre Ozon für die Atemwege doppelt gefährlich - als Auslöser von Entzündungen und als Verstärker von Allergien und Asthma. [2696]
25. August 2010 – Welt
Rheuma kann vor Alzheimer schützen
Rheumatoide Arthritis setzt im Körper ein Eiweiss namens GM-CSF frei. Dieses baut im Gehirn die für Alzheimer typischen Ablagerungen ab, die Amyloid-Plaques. Das haben Forscher in Florida bei Mäusen entdeckt. Es erklärt die Tatsache, dass Rheumapatienten deutlich seltener als andere an Alzheimer erkranken. Das Eiweiss GM-CSF wird schon als Medikament gegen Krebs eingesetzt. Die Forscher schlagen vor, es nun auch bei Alzheimer-Patienten zu testen. [2695]
24. August 2010 – Focus
Alzheimer: So sterben Hirnzellen ab
Ein Protein (Eiweiss) namens Tau sorgt in gesunden Nervenzellen von innen her für eine stabile Form. Eine zu hohe Menge an Tau-Protein zerstört jedoch die Verbindungsstellen (Synapsen) zwischen den Nervenzellen im Gehirn. Die Zellen sterben ab, und die Überreste lagern sich als so genannte Amyloid-Plaques in den Zwischenräumen ab. Solche Plaques gelten als typisches Zeichen von Alzheimer. Früher hat man sie für die Ursache der Krankheit gehalten. Die neuen Erkenntnisse von Forschern der Universität Sydney zeigen nun, dass es sich bloss um eine Folge handelt. Wie es zu einem Übermass an Tau-Protein kommt, ist nach wie vor ein Rätsel. [2684]
9. August 2010 – Welt
Ein bisher unbekanntes Eiweiss namens Allergin-1 ist zuerst bei Mäusen, dann auch bei Menschen entdeckt worden. Es dämpft die Reaktion des Immunsystems, was im Fall von schweren Allergien Leben retten könnte. Zur Zeit wird die genaue Wirkung an Mäusen erforscht. Man hofft, die Substanz später einmal zur Behandlung allergischer Schocks einsetzen zu können. [2636]
8. Juni 2010 – Spiegel
Viel Eiweiss beschleunigt Pubertät
Kinder, die sich besonders eiweissreich ernähren, kommen etwa ein halbes Jahr früher als andere in die Pubertät. Das zeigen Untersuchungen am Institut für Kinderernährung in Dortmund. Eiweiss ist auch wichtig für den Aufbau der Knochen und Muskeln in der Kindheit und Jugend - am besten kombiniert mit viel Obst und Gemüse. [2564]
30. April 2010 – Ärztezeitung
Grüntee macht Alzheimer-Gift unschädlich
Ablagerung von giftigen Eiweissen im Gehirn gelten als eine mögliche Ursache von Alzheimer. Eine Substanz aus Grüntee, die zur Klasse der Catechine gehört, macht die giftigen Eiweisse unschädlich, so dass die Nervenzellen sie abbauen können und gesund bleiben. Das zeigt ein Versuch mit isolierten Zellen im Reagenzglas am Max-Delbrück-Zentrum für molekulare Medizin in Berlin. [2550]
25. April 2010 – Ärzteblatt
Forscher arbeiten an Impfstoff gegen Magenkrebs
Gegen die Magenbakterie Helicobacter pylori entwickeln Forscher in München eine vielversprechende Impfung. Sie schaltet indirekt ein Eiweiss der Bakterie aus, das diese von Angriffen des Immunsystems abschirmt. Helicobacter pylori, der Erreger von Magengeschwüren, ist auch für 90 Prozent der Fälle von Magenkrebs verantwortlich. Alle Versuche, einen Impfstoff zu entwickeln, sind bisher gescheitert. Ob der neue Ansatz mehr Erfolge bringt, wird sich zeigen. [2392]
9. Februar 2010 – Standard
Schädlicher Gerinnungsstoff führt zum Herzinfarkt
Nur eine einzige von vielen Substanzen, die das Blut gerinnen lassen, ist dafür verantwortlich, dass die Arterien verstopfen. Es handelt sich um ein Eiweiss namens Phospholipase D 1 (PLD 1). Es aktiviert einen Klebstoff, der die Blutklumpen stabilisiert. Für die normale Blutgerinnung ist PLD 1 nicht unbedingt erforderlich. Diese Erkenntnis könnte man künftig nutzen, um mit Medikamenten das menschliche PLD 1 gezielt zu blockieren. So könnte man die Gefahr eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls bannen, ohne wie bisher die Blutgerinnung herabsetzen zu müssen. Bis dahin werden aber selbst bei raschen Fortschritten noch viele Jahre vergehen. [2262]
6. Januar 2010 – Ärztezeitung
Neues Puzzle-Teil von Diabetes entdeckt
Forscher am Kinderspital der Uni Zürich haben ein Eiweiss entdeckt, das in Fettzellen von Diabetikern in besonders grossen Mengen vorkommt. Bei Mäusen gibt es dieses Eiweiss auch, und es fördert die Entwicklung zu Diabetes vom Typ 2. Ob es beim Menschen ähnlich wirkt, muss jetzt noch erforscht werden. Träfe dies zu, wäre das ein Ansatzpunkt, um neue Medikamente zu entwickeln. Bis dahin ist aber noch ein weiter Weg. [2178]
9. Dezember 2009 – 20 Minuten
Gesunder Kreislauf hilft Muskeln stärken
Ein wichtiger Risikofaktor für Herz und Kreislauf sind Entzündungen überall im Körper, ganz besonders in den Wänden der Blutgefässe. Ein Anzeichen dafür ist das c-reaktive Eiweiss CRP, dessen Pegel im Blut erhöht ist. Bei vielen älteren Menschen mit schwachen Muskeln findet man ebenfalls erhöhte CRP-Pegel. Dies zeigt eine Studie an über viertausend britischen Frauen und Männern. Fazit: Was gut ist für das Herz, hilft auch die Muskeln stärken. [2104]
4. Juni 2009 – PubMed PMID: 19466582
Die meisten Experten für Ernährung empfehlen Milch und Michprodukte, weil sie wertvolle Bestandteile enthalten, zum Beispiel Kalzium für die Knochen und Eiweiss für den Aufbau der Muskeln. Doch nun schlägt ein Fachmann aus Osnabrück Alarm. Nach seiner Theorie fördert Milch zahlreiche Zivilisationskrankheiten wie Herzinfarkt, Diabetes, Krebs, Übergewicht und sogar Demenz. Schuld daran sei ein schlechter Einfluss der Milch auf die Regulierung des Insulins und des Wachstums. Vor allem Schwangere sollten Milch meiden, da die entscheidenden Weichen für den Stoffwechsel schon beim Fetus gestellt werden. Da sich in der Milchfrage die Experten offenbar uneins sind, gilt wohl weiterhin die alte Regel der Ernährung: Möglichst vielseitig, und nichts im Übermass konsumieren, auch Milch nicht. [2052]
2. März 2009 – PubMed PMID: 19232475
Impfung gegen Alzheimer macht langsame Fortschritte
Das giftige Eiweiss Amyloid beta gilt als mögliche Ursache von Alzheimer, denn es verklumpt im Hirn und lässt Hirnzellen absterben. Durch Impfung versucht man, das Immunsystem dazu zu bringen, Antikörper gegen das giftige Amyloid zu bilden. Diese machen es unschädlich, bevor es verklumpen kann. Bei Mäusen scheint es schon zu funktionieren. Erste klinische Versuche bei Menschen mussten jedoch wegen schwerer Nebenwirkungen gestoppt werden. Ein weiteres Problem liegt darin, dass man nicht sicher ist, ob die Klumpen von Amyloid wirklich die Ursache von Alzheimer sind und nicht bloss eine Begleiterscheinung. Dennoch forscht man weiter in diese Richtung und hat bei Mäusen einen neuen Impfstoff ohne Nebenwirkungen erprobt. Bis er an Menschen getestet werden kann, sind aber noch mehr Versuche nötig. [2050]
26. Februar 2009 – PubMed PMID: 19221518
Milchtrinker sind, statistisch gesehen, etwas schlanker als Milch-Abstinenten, und sie erkranken auch seltener an Diabetes vom Typ 2 und an Krankheiten von Herz und Kreislauf. Milch enthält viel Kalzium, und dieses bremst die Aufnahme von Fett in den Darm. Einige Aminosäuren aus dem Milch-Eiweiss scheinen zudem den Appetit zu zügeln. Am besten ist entrahmte Milch, da Milchfett eher ungünstig auf das Herz wirkt. [1996]
4. Dezember 2008 – PubMed PMID: 19024947
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