Gesundheitstelegramm | Eiweiss
Neue Allergiebremse entdeckt
08. Juni 2010 - Ein bisher unbekanntes Eiweiss namens Allergin-1 ist zuerst bei Mäusen, dann auch bei Menschen entdeckt worden. Es dämpft die Reaktion des Immunsystems, was im Fall von schweren Allergien Leben retten könnte. Zur Zeit wird die genaue Wirkung an Mäusen erforscht. Man hofft, die Substanz später einmal zur Behandlung allergischer Schocks einsetzen zu können. [2636]
Quelle: Spiegel
Viel Eiweiss beschleunigt Pubertät
30. April 2010 - Kinder, die sich besonders eiweissreich ernähren, kommen etwa ein halbes Jahr früher als andere in die Pubertät. Das zeigen Untersuchungen am Institut für Kinderernährung in Dortmund. Eiweiss ist auch wichtig für den Aufbau der Knochen und Muskeln in der Kindheit und Jugend - am besten kombiniert mit viel Obst und Gemüse. [2564]
Quelle: Ärztezeitung
Grüntee macht Alzheimer-Gift unschädlich
25. April 2010 - Ablagerung von giftigen Eiweissen im Gehirn gelten als eine mögliche Ursache von Alzheimer. Eine Substanz aus Grüntee, die zur Klasse der Catechine gehört, macht die giftigen Eiweisse unschädlich, so dass die Nervenzellen sie abbauen können und gesund bleiben. Das zeigt ein Versuch mit isolierten Zellen im Reagenzglas am Max-Delbrück-Zentrum für molekulare Medizin in Berlin. [2550]
Quelle: Ärzteblatt
Forscher arbeiten an Impfstoff gegen Magenkrebs
09. Februar 2010 - Gegen die Magenbakterie Helicobacter pylori entwickeln Forscher in München eine vielversprechende Impfung. Sie schaltet indirekt ein Eiweiss der Bakterie aus, das diese von Angriffen des Immunsystems abschirmt. Helicobacter pylori, der Erreger von Magengeschwüren, ist auch für 90 Prozent der Fälle von Magenkrebs verantwortlich. Alle Versuche, einen Impfstoff zu entwickeln, sind bisher gescheitert. Ob der neue Ansatz mehr Erfolge bringt, wird sich zeigen. [2392]
Quelle: Standard
Schädlicher Gerinnungsstoff führt zum Herzinfarkt
06. Januar 2010 - Nur eine einzige von vielen Substanzen, die das Blut gerinnen lassen, ist dafür verantwortlich, dass die Arterien verstopfen. Es handelt sich um ein Eiweiss namens Phospholipase D 1 (PLD 1). Es aktiviert einen Klebstoff, der die Blutklumpen stabilisiert. Für die normale Blutgerinnung ist PLD 1 nicht unbedingt erforderlich. Diese Erkenntnis könnte man künftig nutzen, um mit Medikamenten das menschliche PLD 1 gezielt zu blockieren. So könnte man die Gefahr eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls bannen, ohne wie bisher die Blutgerinnung herabsetzen zu müssen. Bis dahin werden aber selbst bei raschen Fortschritten noch viele Jahre vergehen. [2262]
Quelle: Ärztezeitung
Neues Puzzle-Teil von Diabetes entdeckt
09. Dezember 2009 - Forscher am Kinderspital der Uni Zürich haben ein Eiweiss entdeckt, das in Fettzellen von Diabetikern in besonders grossen Mengen vorkommt. Bei Mäusen gibt es dieses Eiweiss auch, und es fördert die Entwicklung zu Diabetes vom Typ 2. Ob es beim Menschen ähnlich wirkt, muss jetzt noch erforscht werden. Träfe dies zu, wäre das ein Ansatzpunkt, um neue Medikamente zu entwickeln. Bis dahin ist aber noch ein weiter Weg. [2178]
Quelle: 20 Minuten
Gesunder Kreislauf hilft Muskeln stärken
04. Juni 2009 - Ein wichtiger Risikofaktor für Herz und Kreislauf sind Entzündungen überall im Körper, ganz besonders in den Wänden der Blutgefässe. Ein Anzeichen dafür ist das c-reaktive Eiweiss CRP, dessen Pegel im Blut erhöht ist. Bei vielen älteren Menschen mit schwachen Muskeln findet man ebenfalls erhöhte CRP-Pegel. Dies zeigt eine Studie an über viertausend britischen Frauen und Männern. Fazit: Was gut ist für das Herz, hilft auch die Muskeln stärken. [2104]
Quelle: PubMed
PMID: 19466582
Schadet Milch der Gesundheit?
02. März 2009 - Die meisten Experten für Ernährung empfehlen Milch und Michprodukte, weil sie wertvolle Bestandteile enthalten, zum Beispiel Kalzium für die Knochen und Eiweiss für den Aufbau der Muskeln. Doch nun schlägt ein Fachmann aus Osnabrück Alarm. Nach seiner Theorie fördert Milch zahlreiche Zivilisationskrankheiten wie Herzinfarkt, Diabetes, Krebs, Übergewicht und sogar Demenz. Schuld daran sei ein schlechter Einfluss der Milch auf die Regulierung des Insulins und des Wachstums. Vor allem Schwangere sollten Milch meiden, da die entscheidenden Weichen für den Stoffwechsel schon beim Fetus gestellt werden. Da sich in der Milchfrage die Experten offenbar uneins sind, gilt wohl weiterhin die alte Regel der Ernährung: Möglichst vielseitig, und nichts im Übermass konsumieren, auch Milch nicht. [2052]
Quelle: PubMed
PMID: 19232475
Impfung gegen Alzheimer macht langsame Fortschritte
26. Februar 2009 - Das giftige Eiweiss Amyloid beta gilt als mögliche Ursache von Alzheimer, denn es verklumpt im Hirn und lässt Hirnzellen absterben. Durch Impfung versucht man, das Immunsystem dazu zu bringen, Antikörper gegen das giftige Amyloid zu bilden. Diese machen es unschädlich, bevor es verklumpen kann. Bei Mäusen scheint es schon zu funktionieren. Erste klinische Versuche bei Menschen mussten jedoch wegen schwerer Nebenwirkungen gestoppt werden. Ein weiteres Problem liegt darin, dass man nicht sicher ist, ob die Klumpen von Amyloid wirklich die Ursache von Alzheimer sind und nicht bloss eine Begleiterscheinung. Dennoch forscht man weiter in diese Richtung und hat bei Mäusen einen neuen Impfstoff ohne Nebenwirkungen erprobt. Bis er an Menschen getestet werden kann, sind aber noch mehr Versuche nötig. [2050]
Quelle: PubMed
PMID: 19221518
Milch hilft schlanker bleiben
04. Dezember 2008 - Milchtrinker sind, statistisch gesehen, etwas schlanker als Milch-Abstinenten, und sie erkranken auch seltener an Diabetes vom Typ 2 und an Krankheiten von Herz und Kreislauf. Milch enthält viel Kalzium, und dieses bremst die Aufnahme von Fett in den Darm. Einige Aminosäuren aus dem Milch-Eiweiss scheinen zudem den Appetit zu zügeln. Am besten ist entrahmte Milch, da Milchfett eher ungünstig auf das Herz wirkt. [1996]
Quelle: PubMed
PMID: 19024947
Milch von Schweizer Braunvieh gibt besten Käse
06. November 2008 - Die traditionelle braune Schweizer Kuhrasse gibt zwar weniger Milch als etwa die auf hohe Leistung gezüchtete Holsteiner Rasse. Doch die braunen Schweizer liefern bessere Milch. Sie enthält insbesondere mehr von den Eiweissen, die einen guten Käse ausmachen, und sie gerinnt besser. Ausserdem enthält sie mehr von den gesunden mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Bei gleicher Menge Milch liefern die Schweizer Rinder mehr Käse als die Holsteiner. [1976]
Quelle: PubMed
PMID: 18832237
Gesunde Schwangerschaft mit Nahrungsfasern
29. August 2008 - Frauen, die beim Essen reichlich Ballaststoffe aufnehmen, haben ein deutlich geringeres Risiko für Präeklampsie als Frauen, die sich vor allem von hoch raffinierter industrieller Kost ernähren. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über tausend Schwangeren in den USA. Präeklampsie ist eine Komplikation der Schwangerschaft mit hohem Blutdruck, Schwellungen und Eiweiss im Urin. [1927]
Quelle: PubMed
PMID: 18636070
Forscher suchen nach Impfung gegen Alzheimer
09. Mai 2008 - Nach Rückschlägen wegen Hirnhautentzündung ist die Erprobung eines Impfstoffs gegen Alzheimer in den letzten Jahren sistiert worden. Jetzt zeichnet sich nach Versuchen bei Mäusen eine neue Hoffnung ab. Anders als beim ersten Versuch verwenden die Forscher jetzt keine Eiweisse, sondern die Erbsubstanz DNA. Diese soll weniger allergische Reaktionen verursachen. Bis zur erfolgreichen Anwendung beim Menschen ist freilich noch ein weiter Weg. [1863]
Quelle: PubMed
PMID: 18442321
Soja ist auch gut für Muskelmänner
12. Oktober 2007 - Auch Eiweiss aus Soja kann, verbunden mit Training, den Aufbau von Muskeln fördern. Soja als Eiweissquelle ist bei Bodybuildern zu unrecht in Verruf geraten, wie eine Studie an zwanzig Männern zeigt: Ob das Eiweiss aus Milch oder aus Soja stammt, macht weder für das Testosteron noch für die Muskeln einen Unterschied. [1717]
Quelle: PubMed
PMID: 17908338
Dorsch: Eiweiss gegen Diabetes
13. August 2007 - Fisch gilt vor allem wegen der Omega-3-Fette als gesund. Nun zeigt ein Diätversuch in den USA, dass auch das Eiweiss vom Dorsch günstig wirkt: Bei Patienten mit Vorstufen zu Diabetes vom Typ 2 verbessern sich die Zuckerwerte. [1673]
Quelle: PubMed
PMID: 17682120
Tierisches Eiweiss für alte Muskeln
08. August 2007 - Milch, Milchprodukte, Eier und Fleisch könnten helfen, den Abbau von Muskeln im Alter zu verlangsamen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über dreissig älteren Frauen in Kanada. Wichtig ist aber auch die Bewegung, und die ist in der Studie nicht untersucht worden. [1670]
Quelle: PubMed
PMID: 17657359
Nicht zu viel Eiweiss für Baby und Kleinkind
22. Juni 2007 - Die erste feste Nahrung für das Baby soll ausgewogen sein und alle Nährstoffe enthalten, die für das Wachstum nötig sind. Dazu gehört auch Eiweiss - aber mit Mass, wie eine Studie der Universität Bonn zeigt. Kinder, die reichlich Eiweiss bekommen, wachsen zu schnell und werden später eher dick. [1638]
Quelle: PubMed
PMID: 17556702
Eiweiss, tierisches Fett, Cholesterin: weniger Hirnschlag
30. Juli 2004 - In Asien isst man mehr Gemüse und weniger Fleisch als in Europa, und man stirbt öfter an Hirnschlag. Japaner, die viel Fleisch, Fett und Cholesterin essen, haben ein um zwei Drittel geringeres Risiko, wie eine Studie an über dreitausend Personen zeigt. Die Kehrseite: Das Risiko für Herzinfarkt steigt. [838]
Quelle: Stroke
2004;35:1531
Schadstoff für Knochen
18. Mai 2004 - Homocystein ist ein Abbauprodukt von Eiweiss, bisher vor allem als schädlich für Nerven und Blutkreislauf bekannt. Neue Studien zeigen, dass es auch das Risiko für Knochenbrüche im Alter erhöht. Folsäure hilft den Schadstoff abbauen. [785]
Quelle: N Engl J Medicine
2004;350:2042





