
News zu Dickdarm
Krebsrisiko: Weniger Darmpolypen dank Sport
Polypen im Dickdarm sind Vorstufen von Darmkrebs. Sportlich aktive Menschen haben um 16 Prozent weniger Polypen als nicht aktive; bei fortgeschrittenen Polypen sind es sogar 30 Prozent weniger. Wie wirksam Sport Darmkrebs vorbeugt, lässt sich daraus nicht vorhersagen, denn nur ein kleiner Teil aller Polypen entwickelt sich bis zum Krebs. [2821]
4. März 2011 – Ärzteblatt
Colitis ulcerosa, eine Entzündung des Dickdarms, lässt sich mit Eiern des Peitschenwurms Trichuris bekämpfen. Diese Wurmkur mit umgekehrten Vorzeichen regt den Darm an, mehr Schleim zu bilden, um die Parasiten abzuwehren. Dieser Schleim lindert die Entzündung der Darmschleimhaut. Auch gegen Morbus Crohn, eine andere chronische Darmkrankheit, haben sich Würmer als günstig erwiesen. [2764]
3. Dezember 2010 – Focus
Bewegung gut gegen zwei Dutzend Krankheiten
Regelmässige Bewegung senkt die Risiken der folgenden Krankheiten: Krebs des Dickdarms, der Prostata und zahlreicher anderer Organe; Herzinfarkt, Herzschwäche und Angina pectoris; Schlaganfall; Alzheimer und andere Formen von Demenz; Depression, Diabetes Typ 2, Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Osteoporose und Impotenz. Die Liste umfasst mehr als zwanzig verschiedene Krankheiten. Sie basiert auf einer Auswertung von vierzig Studien, die in den vergangenen vier Jahren veröffentlicht worden sind. [2752]
17. November 2010 – AOL Health
Äpfel enthalten bestimmte Antioxidantien, die auch dann noch wirken, nachdem sie Magen und Dünndarm passiert haben. Im Dickdarm machen sie freie Radikale unschädlich, die Krebs fördern. Das hat die Untersuchung von Stuhlproben am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg gezeigt. Bei Tieren senken die Antioxidantien aus dem Apfel das Krebsrisiko um 50 Prozent. [2385]
6. Februar 2010 – Ärztezeitung
Personen mit einem hohen Spiegel von Vitamin D im Blut haben ein bis zu 40 Prozent geringeres Risiko für Krebs im Dickdarm und Enddarm als Personen mit wenig Vitamin. Das zeigt eine Studie an über tausend Personen in Europa. Doch Vorsicht: Zuviel Vitamin D ist giftig. Am besten lässt sich das Risiko senken, wenn man sich viel im Freien bewegt - Sonne regt die Haut zur Bildung von Vitamin D an, nur wenig Alkohol und rotes Fleisch konsumiert und nicht (mehr) raucht. [2341]
26. Januar 2010 – Medical News Today
Fitness senkt Risiko für Krebs im Verdauungstrakt
Fitte Personen haben ein um zwei Drittel niedrigeres Risiko für Leberkrebs als unfitte. Beim Krebs des Enddarmes (colorectal) senkt sich das Risiko um fast die Hälfte, beim Dickdarm insgesamt noch immer um mehr als ein Drittel. Zu diesem Ergebnis kommt eine Langzeitstudie an über dreissigtausend Männern zwischen 20 und 88 Jahren in den USA. Dies ist bisher die grösste Studie zu diesem Thema. Sie zeigt erstmals, dass ausser dem Dickdarm auch andere Organe des Verdauungstrakts von der schützenden Wirkung der Fitness profitieren. [2067]
23. März 2009 – PubMed PMID: 19293313
Milch senkt Risiko für Darmkrebs
Menschen, die viel Milch trinken, haben ein um etwa zwanzig Prozent geringeres Risiko, an Krebs des Dickdarms zu erkranken als solche, die wenig oder keine Milch trinken. Dies ist das Fazit aus sechzig Studien mit insgesamt über zwanzigtausend Fällen von Dickdarmkrebs. Die günstige Wirkung ist teilweise auf das Kalzium in der Milch zurückzuführen. Auch Milchprodukte senken das Risiko. [2018]
13. Januar 2009 – PubMed PMID: 19116875
Viel Kalzium und wenig Fett gegen Darmkrebs
Wer täglich mindestens 900 Milligram Kalzium zu sich nimmt und fettarm isst, hat ein um die Hälfte niedrigeres Risiko für Krebs des Dickdarms als eine Person, die täglich weniger als ein halbes Gramm Kalzium, aber viel Fett zu sich nimmt. Zusammen mit viel Fett schützt Kalzium jedoch kaum noch vor dem Krebs. Das zeigt eine Studie an über sechshundert Personen in den USA. [1544]
26. Februar 2007 – JAMA 2007;297:709
Metabolisches Syndrom fördert Darmkrebs
Das Risiko für Krebs des Dickdarms nimmt bei Männern um fast achtzig Prozent zu, wenn drei oder mehr Komponenten des metabolischen Syndroms zutreffen: Hoher Blutdruck, dicker Bauch, zuviel Blutfett, hohes Cholesterins und hoher Blutzucker. Besser geschützt sind Frauen. Bei ihnen steigt das Risiko nur um sechzehn Prozent. [1384]
28. Juli 2006 – Lancet 2006;368:367
Fleisch nicht zu heiß kochen oder braten
Je heißer und je länger man Fleicht kocht oder brät, desto mehr Krebs erregende Substanzen bilden sich. Sie erhöhen das Risiko für Krebs des Dickdarms um etwa 25 bis 40 Prozent, wie eine Studie in den USA zeigt. [1349]
21. Juni 2006 – Cancer EB&P 2006;15:1120
Der Konsum von Milch und Milchprodukten kann das Risiko für Krebs des Dickdarms bis auf die Hälfte senken. So viel macht der Unterschied zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Milchkonsum aus. Man geht davon aus, dass unter anderem das Kalzium in der Milch eine schützende Wirkung hat. Das zeigt eine Studie an über vierzigtausend Schweden, von denen etwa jeder Hunderste an Darmkrebs erkrankt ist. [1281]
12. April 2006 – Am J Clin Nutrition 2006;83:667
Darmkrebs: Sport verbessert Überlebenschance
Personen, die sich viel bewegen und die am Bauch nur wenig Fett angesetzt haben, dürfen bei der Diagnose Dickdarmkrebs mit einer deutlich besseren Chance rechnen, die nächsten fünf Jahre zu überleben, als dies bei unsportlichen Personen mit Bauchansatz der Fall ist. Das zeigt eine Untersuchung an über fünfhundert Patienten in Australien. [1213]
6. Januar 2006 – Gut 2006;55:62
Rauchen verursacht auch Darmkrebs
Mit jeder pro Tag gerauchten Zigarette nimmt das Risiko für Krebs im Dickdarm um über ein Prozent zu. Das zeigt eine Studie an etwa dreitausend Personen in Holland. [1036]
4. Mai 2005 – Am J Epidemiology 2005;161:806
Frauen, die Magnesium nehmen, erkranken seltener an Krebs des Dickdarms. Das zeigt eine Studie an über 60000 Frauen in Schweden.
JAMA [956]
12. Januar 2005 – JAMA 2005;293:86
Viel Bewegung, wenig Darmkrebs
Menschen, die sich viel bewegen, haben ein 6- bis 7-mal kleineres Risiko für Krebs des Dickdarms als Menschen, die sich wenig bis nie bewegen. Das zeigt eine Studie in Schanghai. [913]
12. November 2004 – Am J Epidemiology 2004;160:860
Dickdarm: Weniger Fleisch, weniger Rückfälle
Wer wegen Entzündung des Dickdarms (Colitis) in Behandlung ist, tut gut daran, weniger Fleisch zu essen, vor allem wenig rotes und behandeltes Fleisch: Die Gefahr eines Rückfalls ist dann deutlich kleiner. [908]
5. November 2004 – Gut 2004;53:1479
Wer sich oft und intensiv bewegt, reduziert sein Risiko für Krebs des Dickdarms um 40 Prozent, wer sich mäßig bewegt, immerhin noch um 30 Prozent. Das zeigt eine Studie an über 2000 Personen im Westen der USA. [554]
12. August 2003 – Am J Epidemiology 2003;158:214
Menschen, die an Krebs des Dickdarms leiden, haben ein Viertel weniger Folsäure im Blut. Dieses Vitamin aus grünen Pflanzen schützt offenbar vor Krebs. [479]
26. Mai 2003 – Gastroenterology 2003;124:1240
Wer täglich Aspirin nimmt, kann das Risiko für Krebs im Dickdarm senken. Die Behandlung lohnt sich allerdings nur für Personen, bei denen man schon Wucherungen im Darm festgestellt hat. [408]
7. März 2003 – N Engl J Medicine 2003;348:891
Blinddarm weg, Crohn verdoppelt
Der Wurmfortsatz (Appendix) des Blinddarms ist vielleicht doch nicht so nutzlos, wie man dachte. Menschen, denen er wegen einer akuten Entzündung herausoperiert worden ist, erkranken doppelt so häufig an der Crohn-Krankheit, einer chronischen Entzündung des Dünn- und Dickdarms. [369]
27. Januar 2003 – Gastroenterology 2003;124:40
Mit der Spiegelung des Dickdarms (Koloskopie) will man Krebs früh erkennen. Unter 50 lohnt sich die Untersuchung bei Personen ohne Symptome nicht, denn es braucht bis zu tausend Untersuchungen, um einen einzigen Krebs zu entdecken. [154]
7. Juni 2002 – N Engl J Medicine 2002;346:1781
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