
News zu Diabetiker
Altersdiabetiker: Blutzucker nicht zu tief einstellen
Senioren mit Diabetes leben am längsten mit einem Langzeit-Blutzuckerwert von 6 bis 8 Prozent. Für jüngere Erwachsene gelten sonst 6 Prozent als normale Obergrenze. Bei Werten über 8 und unter 6 Prozent nehmen Komplikationen und Sterblichkeit zu, wie jetzt eine amerikanische Studie an über siebzigtausend Patienten zeigt. [2853]
26. April 2011 – Ärzteblatt
Diabetiker-Lebensmittel nutzlos
Spezielle Diät-Lebensmittel für Diabetiker nützen nur den Herstellern, nicht aber den Verbrauchern. Deshalb sollen sie in Deutschland in den nächsten Jahren aus den Regalen der Supermärkte verschwinden. Die Zusammensetzung der Produkte entspricht nicht mehr dem heutigen Stand der Forschung. Oft enthalten sie sogar mehr Fett und Kalorien als normale Produkte der gleichen Art. [2705]
7. September 2010 – Ärztezeitung
Diabetiker: Achtung auf Vitamin B12!
Diabetiker vom Typ 2, die mit dem häufig verschriebenen Wirkstoff Metformin behandelt werden, laufen Gefahr, mit der Zeit einen Mangel an Vitamin B12 zu entwickeln. Das zeigt eine Studie an über dreihundert Patienten in Holland. Diabetiker, die längere Zeit Medikamente nehmen, sollten also ihren B12-Spiegel untersuchen lassen und, wenn nötig, Ergänzungspräparate nehmen. [2608]
23. Mai 2010 – Medical News Today
Nicht weniger als 24 verschiedene Krebsarten sind bei Diabetikern des Typs 2 häufiger als beim Durchschnitt der Bevölkerung. Besonders stark betroffen sind Pankreas, Leber, Niere, Schilddrüse, Speiseröhre, Dünndarm und das Nervensystem. Schuld daran ist der hohe Insulinspiegel bei vielen Diabetikern. Insulin regt das Wachstum von Krebszellen an. Nur eine einzige Krebsart kommt bei Diabetikern seltener vor: Prostatakrebs. [2605]
21. Mai 2010 – Ärzteblatt
Diabetes auch ohne Medikamente behandeln
Mit der richtigen Ernährung und regelmässiger Bewegung können die meisten Diabetiker ohne Medikamente leben. Von Diäten raten alle führenden Experten ab: Sie empfehlen eine gesunde, ausgewogene Kost mit viel Obst und Gemüse und wenig Fleisch. Nicht Zucker sei das Hauptproblem, sondern Fett. Optimal für Diabetiker sind pro Woche drei- bis viermal eine Stunde Walking, Jogging, Radfahren, Schwimmen oder eine ähnliche Tätigkeit. [2566]
2. Mai 2010 – Welt
Sättigungshormon Leptin als Hoffnung für Diabetiker
Menschen mit Diabetes vom Typ 1 müssen ihr Leben lang Insulin spritzen. Eine kombinierte Spritze mit Insulin und Leptin senkt den Blutzuckerspiegel noch wirksamer und hilft besser gegen Übergewicht, an dem viele Diabetiker leiden. Die neue Behandlung hat sich bei Mäusen im Labor bewährt und könnte künftig auch menschlichen Patienten helfen. Leptin ist ein Hormon, das in den Fettzellen gebildet wird und das Hungergefühl bremst. Beim Abnehmen hilft es leider nicht, da die meisten Übergewichtigen zuviel davon haben, aber nicht darauf reagieren. [2448]
2. März 2010 – Focus
Bald künstliches Pankreas für Diabetiker
Die künstliche Bauchspeicheldrüse misst ständig den Blutzuckerspiegel und gibt mit einer kleinen Pumpe die nötige Menge Insulin ins Blut ab. Der Prototyp eines solchen Gerätes hat sich in einer klinischen Studie bewährt. Insulin-Sensoren und Insulinpumpen gibt es schon seit Jahren. Neu ist nur die Software für die Steuerung. Ist das Gerät erst einmal marktreif, werden davon Menschen mit Diabetes vom Typ 1 profitieren können. [2388]
8. Februar 2010 – Ärzteblatt
Diabetes: Warnung vor zu tiefem Blutzucker
Diabetiker, die auf Insulin angewiesen sind und ihren Blutzuckerspiegel damit auf zu tiefe Werte senken, leben kürzer als jene mit einem höheren Blutzucker. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Uni Cardiff. Doch die schottischen Forscher warnen Patienten davor, das Insulin nicht mehr zu nehmen. Vielmehr sollten sie mit ihrem Arzt über ihr persönliches Blutzuckerziel reden und versuchen, dieses nicht zu unterschreiten. [2353]
28. Januar 2010 – BBC
Blutdruckziel für Diabetiker weniger streng
Diabetiker sollen sich nur noch dann gegen Bluthochdruck behandeln lassen, wenn dieser die Werte von 140 zu 90 überschreitet. Dies empfiehlt die neue Leitlinie der Europäischen Gesellschaften für Bluthochdruck (ESH) und Kardiologie (ESC). Die Richtlinien sind nur ein Anhaltspunkt. Ob eine Behandlung nötig ist, entscheidet der Arzt auf Grund der konkreten Befunde. Die bisherigen Richtlinien waren um zehn Millimeter Quecksilbersäule tiefer gewesen. [2286]
12. Januar 2010 – Ärztezeitung
Neues Puzzle-Teil von Diabetes entdeckt
Forscher am Kinderspital der Uni Zürich haben ein Eiweiss entdeckt, das in Fettzellen von Diabetikern in besonders grossen Mengen vorkommt. Bei Mäusen gibt es dieses Eiweiss auch, und es fördert die Entwicklung zu Diabetes vom Typ 2. Ob es beim Menschen ähnlich wirkt, muss jetzt noch erforscht werden. Träfe dies zu, wäre das ein Ansatzpunkt, um neue Medikamente zu entwickeln. Bis dahin ist aber noch ein weiter Weg. [2178]
9. Dezember 2009 – 20 Minuten
Nüsse senken Herzrisiko bei Diabetes
Diabetikerinnen, die regelmässig Nüsse und Erdnüsse essen, haben ein deutlich geringeres Risiko für Krankheiten von Herz und Kreislauf als solche ohne Nusskonsum. Dies könnte daran liegen, dass Nüsse günstig auf das Cholesterin und andere Blutfette wirken. Von dieser Wirkung könnten eventuell auch Männer und gesunde Frauen profitieren.
[2097]
20. Mai 2009 – PubMed PMID: 19420347
Kürzer, dafür öfter trainieren
Sich bewegen ist gesund, und die meisten Experten empfehlen eine halbe Stunde mässige bis intensive körperliche Anstrengung pro Tag. Für Herz und Kreislauf spielt es keine Rolle, ob man dieses Training an einem Stück leistet oder in mehrere kurze Abschnitte aufteilt. Für Diabetiker ist es jedoch besser, dreimal täglich je zehn Minuten zu trainieren. Die Regulierung des Blutzuckers ist dann besser, wie eine Studie der Universität Kopenhagen zeigt. Die Experten vermuten, dass mehrmaliges Training mehr Energie verbrennt als ein gleichlanges Training am Stück. [2068]
24. März 2009 – PubMed PMID: 19291864
Kamillentee hilft mit, den Anstieg des Blutzuckers zu dämpfen, und kann deshalb bei Diabetikern dazu beitragen, die Zuckerwerte stabil zu halten. Zu diesem Schluss kommt eine japanische Studie. [1967]
24. Oktober 2008 – PubMed PMID: 18681440
Abnehmen kann Diabetikern schaden
Menschen, die an Diabetes vom Typ 2 leiden, sind oft übergewichtig. Deshalb hat man versucht, die Patienten zum Reduzieren ihres Gewichts zu bewegen. Doch Studien an einer grossen Zahl von Patienten haben gezeigt, dass Diabetiker, die ihr Gewicht reduzieren, manchmal sogar früher sterben als jene, die dick bleiben. Zur Zeit laufen mehrere Studien, die mehr Klarheit bringen sollen. Bevor ihre Ergebnisse bekannt sind, dürfte es nicht ratsam sein, allen Diabetikern das Abnehmen zu empfehlen. [1805]
18. Februar 2008 – PubMed PMID: 18227497
Fit, auch wenn dick, gut fürs Herz
Training verbessert bei Diabetikern den Stoffwechsel und senkt das Risiko für das Herz, und zwar auch dann, wenn sie dick bleiben. Das zeigt eine Studie bei sechzig Patienten in Griechenland. [1754]
5. Dezember 2007 – PubMed PMID: 18043308
Diabetiker brauchen Zucker nicht zu fürchten
Weisser Zucker (Saccharose) muss nach neusten Erkenntnissen der Forschung für Diabetiker kein Tabu mehr sein. Gestützt auf eine grössere Studie hat ein Versuch an neun Diabetikern gezeigt, dass sie täglich fünfzig Gramm Zucker anstelle von anderen Kohlenhydraten zu sich nehmen können, ohne dass sich ihre Blutzucker- und Insulinwerte verändern. [1715]
10. Oktober 2007 – PubMed PMID: 17907012
Die Zähne gut zu putzen ist für alle Menschen wichtig, noch wichtiger aber für Diabetiker. Denn das Risiko, wegen Entzündung von Zahnfleisch und Zahnbett Zähne zu verlieren, ist bei Diabetikern etwa um die Hälfte höher als im Durchschnitt. Das zeigt eine Studie an über hunderttausend Personen in den USA. [1642]
28. Juni 2007 – PubMed PMID: 17572963
Diabetiker haben tieferes Risiko für Prostatakrebs
Für einmal eine gute Nachricht: Diabetiker, die Sport treiben, haben nur ein halb so hohes Risiko für Krebs der Prostata als Menschen ohne Diabetes. Das zeigt eine Studie an mehr als dreihunderttausend Männern in den USA. [1599]
30. April 2007 – PubMed PMID: 17450441
Frauen, die an Diabetes leiden, haben ein doppelt so hohes Risiko für Krebs der Gebärmutter als Frauen mit normalem Zucker. Sind die Diabetikerinnen auch noch übergewichtig, steigt das Risiko sogar auf das Sechsfache. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an mehr als dreißigtausend Schwedinnen. [1548]
2. März 2007 – Cancer EB&P 2007;16:276
Zucker gut, Risiko für Prostatakrebs tief
Was Diabetes verhindert, ist auch gut gegen Krebs der Prostata. Das zeigt die Auswertung von neunzehn Studien weltweit. Bei gesunden Personen ist das Risiko für Prostatakrebs bis zu 25 Prozent tiefer als bei Diabetikern. [1474]
1. Dezember 2006 – Cancer EB&P 2006;15:2056
Diabetiker sind mehr als andere von Herzschwäche (Herzinsuffizienz) betroffen. Das zeigt sich schon bei Vorstufen zu Diabetes: Je schlechter der Körper auf Insulin reagiert, desto höher das Risiko für Herzschwäche. Es könnte sein, dass Übergewicht vor allem über das Insulin zum Risiko für Herz und Kreislauf beiträgt. Das zeigt eine Studie an über tausend älteren Männern in Schweden. [1095]
26. Juli 2005 – JAMA 2005;294:334
Diabetiker empfindlicher auf Feinstaub
Feinstaub schadet der Lunge. Das trifft schon für gesunde Personen zu, mehr aber noch für Diabetiker. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über 250 Personen in Boston. [1064]
13. Juni 2005 – Circulation 2005;111:2913
Koffein verstärkt die Wirkung des Insulins. Für Diabetiker und Personen, die an Vorstufen von Diabetes leiden, wirkt sich Kaffee also positiv aus. [828]
16. Juli 2004 – Am J Clin Nutrition 2004;80:22
Impotenz als Risikofaktor für das Herz
Diabetiker leiden oft, ohne es zu merken, an einer Verengung der Herzkranzgefäße. Ein starker Hinweis auf eine solche Herzkrankheit ist Impotenz. Das zeigt eine Studie an über zweihundert Diabetikern in Italien. [826]
14. Juli 2004 – Circulation 2004;110:22
Diabetes vom Typ 2 kann vor Depression schützen. Das zeigt eine Studie an über zehntausend Frauen in England. Dieser positiven Wirkung stehen aber so schwere, lebensbedrohende Schäden gegenüber, dass man nicht darauf verzichten sollte, die Krankheit zu behandeln. [669]
16. Dezember 2003 – British Medical Journal 2003;327:1383
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